Loic Duval: Nach acht Saisonrennen schon fast so viele Punkte wie 2017

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Loic Duval: Nach acht Saisonrennen schon fast so viele Punkte wie 2017
Autor: Julia Spacek
07.07.2018, 09:50

Loic Duval ist mit persönlicher Leistung im zweiten DTM-Jahr zufrieden, aber auch er hadert mit der schwachen Audi-Performance: "Es gibt viele Fragezeichen"

Das zweite Jahr in der DTM verläuft für Loic Duval bisher besser als das erste. Der Audi-Fahrer hat wie seine fünf Markenkollegen mit Performance-Problemen des RS 5 DTM zu kämpfen, dennoch ist der sympathische Franzose mit seiner bisherigen Punkteausbeute zufrieden, wie er im Interview mit 'Motorsport.com' verrät: "Wenn ich auf meine persönliche Punktetabelle schaue, dann war ich in sechs Rennen schon vier Mal in den Punkterängen. Im vergangenen Jahr war ich das gesamte Jahr über nur zwei Mal in den Punkten. Und das mit einem Auto, das in dieser Saison nicht konkurrenzfähig ist. Das ist sehr positiv für mich!"

Der bisherige Saisonverlauf besteht für ihn aus "einigen Höhen und Tiefen". "Wir wussten, dass wir nicht so stark sein werden wie Mercedes und BMW, aber immerhin konnten wir in Hockenheim und Budapest ein paar Punkte sammeln", sagt der Phoenix-Fahrer. Nach acht Rennen liegt er mit 17 Punkten auf dem 15. Platz in der Fahrerwertung. Ein fünfter Platz beim Saisonauftakt in Hockenheim ist in diesem Jahr das bisher beste Rennergebnis des Le-Mans-Siegers von 2013. Im Vorjahr sammelte Duval in 18 Rennen insgesamt 22 Punkte und belegte in der Endabrechnung nur den 18. Rang.

"Es gibt viele Fragezeichen, warum wir in diesem Jahr nicht konkurrenzfähig sind", sagt er. "Natürlich fehlt uns die Pace. Aber wenn ich mir die Abt-Jungs anschaue, dann muss man sagen, dass ihre Pace am Norisring ganz anständig war. Auch wenn sie mit den besten Mercedes nicht ganz mithalten konnten."

"Du kannst nie 100 Prozent sicher sein ..."

Nicht nur Audi im Allgemeinen müsse sich im restlichen Saisonverlauf verbessern, sondern "auch wir als Team Phoenix". Ein Missverständnis mit seiner Crew am Norising hat nach dem Boxenstopp für Verwirrung gesorgt. Aber: "Auch wenn wir auf einer perfekten Strategie unterwegs gewesen wären, hätten wir am Norisring keine Punkte geholt."

Die Tatsache, dass mit Nico Müller (7.) und Robin Frijns (8.) im Sonntagsrennen am Norisring zwei Abt-Piloten die bestplatzierten Audianer waren, bringt Duval ins Grübeln. Denn eigentlich müssten die Audi wegen ähnlicher Set-ups alle gleich gut oder schlecht sein. "Normalerweise werden die Daten untereinander ausgetauscht. Aber du kannst nie 100 Prozent sicher sein, dass nicht manche Dinge geheim gehalten werden, wenn es nicht innerhalb deines eigenen Teams ist", so der Franzose.

Er hofft, dass das Kräfteverhältnis beim nächsten Event in Zandvoort (14./15. Juli) wieder etwas ausgeglichener ist und er wie im vergangenen Jahr auf dem Podium stehen kann. Doch er weiß auch, dass es kein Selbstläufer wird. "Ich bin mittlerweile lange genug in der DTM um zu wissen, dass sich von einem Training aufs andere alles verändern kann, so wie Tag und Nacht", sagt der Audi-Pilot, der 2017 auf dem Dünenkurs an der niederländischen Nordseeküste sein erstes und bisher einziges DTM-Podium holte.

"Auch wenn ich im vergangenen Jahr in Zandvoort erfolgreich war, werde ich mich nicht darauf verlassen, dass es in diesem Jahr wieder so sein wird", ergänzt er. "Ich weiß, dass ich in der Lage bin, das zu wiederholen. Aber ich weiß nicht, ob ich das Paket dazu haben werde. Natürlich mache ich mir Hoffnungen darauf. Aber in der DTM kann sich einiges innerhalb von wenigen Stunden ändern."

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Rennserie DTM
Fahrer Loic Duval
Urheber Julia Spacek
Artikelsorte News