"Manchmal ist es furchtbar": Welcher Defekt Gounon aus dem Siegduell riss
Dramatische Rauchentwicklung, dann das Aus: Warum Jules Gounon ausschied und wieso der "Mamba"-Pilot nach dem ersten Saisonrennen mit dem Schicksal hadert
Gounon war auf der Jagd nach Preining, als er in der Zielkurve Probleme bekam
Foto: ADAC Motorsport
Drama um Winward-Mercedes-Pilot Jules Gounon: Der Franzose war auf der Jagd nach Leader Thomas Preining und holte sogar auf den "Grello"-Porsche auf, ehe es plötzlich fünf Runden vor Schluss eine spektakuläre Rauchentwicklung beim rechten Hinterrad gab, die ihn aus dem Rennen riss (Rennbericht) - und bei Gounon für enormen Frust sorgt.
"Es ärgert mich einfach, denn ich habe bereits in den vergangenen Jahren nicht viel Glück gehabt", sagt er. "Ich glaube nicht an Glück, aber ich habe im Winter superhart gearbeitet und viele Entscheidungen in meinem Leben getroffen, die nicht einfach waren. Ich habe viel geändert, um mich stark zurückzumelden."
Und tatsächlich war der Sieg für den "Mamba"-Piloten in greifbarer Nähe. "All die Bemühungen, all die Opfer über den Winter schienen sich endlich auszuzahlen", erzählt er. "Dann kam ich aus der letzten Kurve und das Lenkrad stand plötzlich nach links. Und ich war mir ziemlich sicher: Das war's!" Er sollte recht behalten, denn nach der ersten Kurve rollte er aus.
Was für die Rauchentwicklung sorgte
Aber was war das Problem bei seinem Mercedes-AMG GT3? Gounon spricht von einem "Aufhängungsdefekt. Und das fünf Runden vor Schluss. Ich weiß nicht, aber manchmal ist es einfach furchtbar", zeigt er sich emotional.
Es wäre nicht das erste Mal, dass es beim Mercedes-AMG GT3 in Spielberg einen Defekt an der Aufhängung gab: Im Vorjahr rollte Lucas Auer im Freien Training in Spielberg ebenfalls nach einer Rauchentwicklung aus. Ursache war damals ein Defekt am Radträger.
Eine genaue Analyse des Gounon-Problems war bis nach 17 Uhr durch die Parc-Ferme-Regelung nicht möglich. Danach fand das Team heraus, dass wie vermutet ein Aufhängungsteil gebrochen war.
Wieso Gounon plötzlich um den Sieg kämpfte
Der Winward-Mercedes-Pilot hatte am Vormittag kein optimales Qualifying erwischt und startete nur von Platz sechs, während seine Markenkollegen Maro Engel und Lucas Auer von der Pole und von Platz drei ins Rennen gingen. Doch dann profitierte Gounon von einem guten Start, der ihn auf Platz vier brachte, von den mäßigen Stopps seiner AMG-Kollegen sowie seinem frühen Boxenstopp - und war plötzlich in Schlagdistanz zur Spitze.
"Die Strategie war toll, alles war mega", sagt er. "Ich habe sogar ein bisschen auf Thomas aufgeholt und habe mir für den Schluss etwas aufgehoben, um dann zu attackieren."
Aber welche Änderungen gab es bei Gounon im Winter? Laut Informationen von Motorsport-Total.com ist Gounon nicht mehr mit Rennfahrerin Michelle Gatting liiert, außerdem hat er bei Winward neue Mechaniker erhalten.
Gounon trauert 20 Punkten nach: "Geht am Ende immer um zwei, drei Punkte"
Gounon, der im Vorjahr in seiner ersten DTM-Saison immer wieder seinen Speed zeigte, aber nach wie vor seinem ersten Sieg hinterher jagt, trauert er vor allem den verloren Punkten in der Gesamtwertung nach. "20 Punkte", sagt er. "Aber ich kann es jetzt nicht ändern."
Im Vorjahr habe man gesehen, "dass es im Titelkampf am Ende immer um zwei oder drei Punkte geht", so Gounon. "Wenn man also 20 Punkte verliert, tut das weh."
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