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Manthey verliert Meisteringenieur an SSR: Top-Nachfolgelösung für Preining

Ein Schlüsselmann verlässt Manthey in Richtung SSR: Die Renningenieur-Rolle von Thomas Preining wird während der Saison neu besetzt - intern und mit viel Erfahrung

Manthey verliert Meisteringenieur an SSR: Top-Nachfolgelösung für Preining

Preining und Störling: Nach dreieinhalb erfolgreichen Jahren trennen sich die Wege

Foto: ADAC Motorsport

Was Motorsport-Total.com bereits vor einem Monat berichtete, ist jetzt offiziell bestätigt: Das Porsche-Topteam Manthey verliert mit Kai Störling jenen Renningenieur, der Thomas Preining 2023 zum DTM-Titel dirigierte und mit dem der Österreicher seitdem ein unzertrennliches Duo bildete. Man kommuniziere täglich "wie bei einem Ehepaar", meinte Preining nach seinem Titelgewinn über den 31-Jährigen.

"Sicher ist es kein Traumszenario, aber es ist normal in der Berufswelt, dass Leute den Job verlassen und was Neues machen", kommentiert Preining bei ran.de den Abschied von Störling, der vor einer Woche bei der DTM in Zandvoort seinen letzten Manthey-Einsatz hatte. "Sicher wäre es mir lieber, wir würden so weitermachen, aber im Endeffekt respektiere ich seine Entscheidung."

Außerdem habe man "ein gutes Replacement für den Rest der Saison, daher läuft es reibungslos und nahtlos weiter", kündigt Preining an. Aber wer ersetzt den Ingenieur, der bei Manthey den Fahrdynamik-Bereich leitete und auch beim "Grello"-Einsatz bei den 24h Nürburgring mitwirkte?

Manthey-Schlüsselfigur wird nun auch Preining-Renningenieur

Wie Manthey auf Nachfrage von Motorsport-Total.com bestätigte, wird Patrick Arkenau ab sofort als DTM-Renningenieur für Preining fungieren. Dabei handelt es sich um niemand geringeren als den Renneinsatzleiter des Teams, der technisch seit Jahren die Richtung vorgibt und - wenn es nach Meinung der Konkurrenz geht - zu den besten Ingenieuren im DTM-Fahrerlager zählt.

Thomas Preining; Patrick Arkenau

Renneinsatzleiter Arkenau und Preining arbeiten in Zukunft noch enger zusammen

Foto: Gruppe C Photography

Zudem agiert Arkenau dieses Jahr auch als Teamchef des DTM-Einsatzes, wodurch er zahlreiche Funktionen gleichzeitig innehat (siehe Team-Steckbrief 2026). Das erklärt auch, warum Manthey die Umstellung nicht vor dem Saisonauftakt in Spielberg durchgeführt hat: Arkenau ist perfekt eingearbeitet und kann direkt von Störling übernehmen, der nach siebeneinhalb Jahren - wie man hört, aus privaten Gründen - das Unternehmen verlässt.

Störling wechselt ausgerechnet zu Ex-Erzrivalen von Manthey

Dass es dazu kommen wird, wusste die Truppe aus Meuspath bereits seit längerer Zeit. Aber wie geht es jetzt mit Störling weiter? Der bislang bei Manthey festangestellte Ingenieur, der neben dem DTM-Titel an Siegen beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und in Spa-Francorchamps sowie am Triumph beim 12-Stunden-Rennen von Bathurst und einem GT-Klassensieg in Le Mans beteiligt war, zieht mit seiner Ehefrau nach München.

Mirko Bortolotti, Thomas Preining

SSR Performance und Manthey waren einst nicht nur auf der Strecke Erzrivalen

Foto: Speedpictures

Das wäre für einen Verbleib beim am Nürburgring ansässigen Porsche-Team wegen der räumlichen Distanz nicht gerade günstig gewesen. Störling wird in Zukunft ausgerechnet für den ehemalige Erzrivalen von Manthey arbeiten, gegen den er und Preining 2023 um den DTM-Titel gekämpft haben: SSR Performance.

Neue Führungsrolle bei SSR Performance

Denn das in München ansässige Unternehmen gab Ende Mai bekannt, dass Störling eine Leitungsfunktion übernimmt und ab dem 1. Juni 2026 als "Operations Manager" das operative Tagesgeschäft verantwortet.

Zur Einordnung: SSR Performance hat sich Ende 2024 nach dem DTM-Titel mit Lamborghini und Mirko Bortolotti komplett aus dem Rennbetrieb zurückgezogen und konzentriert sich seitdem auf die Optimierung von Luxusfahrzeugen und veranstaltet Trackdays. Ein Comeback als eigenes Rennteam gilt allerdings nicht als ausgeschlossen. (SPONSORED LINK: Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2026 sichern!)

"Wir sind sehr glücklich, dass Kai unseren Sportwagenstandort in Freimann verstärkt. Er bringt aus seinem Engagement im weltweiten Motorsport viel Erfahrung mit und ist studierter Maschinenbauer mit Schwerpunkt Fahrzeugtechnik. Bei uns übernimmt er Managementaufgaben in allen Bereichen, in denen sich das Unternehmen aufgestellt hat", freut sich SSR-Boss Stefan Schlund sehr über den Neuzugang aus Meuspath.

Störling: "Bin stressresistent und bewahre kühlen Kopf"

Zumal SSR Performance in Zukunft "auch als Entwicklungsdienstleister auftreten" werde, kündigt er an. "Wir bieten unseren Kunden Dienstleistungen für Fahrzeugentwicklung jeglicher Art an. Ob Software oder Hardware, von Antriebsapplikationen bis zur Auslegung von Dämpfer und Achskinematik - Kai Störling wird uns mit seinem Fachwissen dabei unterstützen."

Fahrdynamik-Experte Störling selbst ist nach zehn Jahren im Motorsport "gespannt auf meine neue Aufgabe. Bei SSR Performance möchte ich mich neuen Tätigkeitsfeldern widmen und freue mich, wenn jemand von meiner Erfahrung profitiert."

Über sich selbst könne er sagen, "dass ich stressresistent bin und in herausfordernden Situationen einen kühlen Kopf bewahre. Das kann im Zusammenhang mit schnellen Prozessen schon mal nicht schaden", erklärt er schmunzelnd.

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