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DTM Hockenheim 2
Rennlegende Walter Röhrl: "Bin Ekströms größter Fan"
Frustbewältigung auf schwedische Art: Mattias Ekström blickt nach verlorenem Titelkampf nach vorn - Walter Röhrl: "Ich hätte 14 Tage lang Terror gemacht."
Roman Wittemeier
Bearbeitet: 07.11.2017, 13:03
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Mit seinem schlechtesten DTM-Wochenende des Jahres 2017 hat Mattias Esktröm die Saison in Hockenheim abgeschlossen und den Titelkampf auf die Ziellinie noch verloren. Der Schwede, dem im Falle einer dritten Krönung in der DTM Rücktrittsgedanken nachgesagt wurden, war nach dem Finale in Baden-Württemberg niedergeschlagen. Nun aber blickt "Eki" schon wieder voraus. Mit viel Biss und Motivation geht er beispielsweise an das WRX-Saisonfinale in Südafrika.
"Am Sonntag nach dem Rennen war es schon bitter", erklärt Ekström im 'Bayern3'-Interview. "Ich kämpfe ja schon seit zehn Jahren, das wieder zu schaffen. Oft war ich sehr nah dran, und dann hat es am Ende doch nicht geklappt. Da war die Enttäuschung zuerst natürlich sehr groß. Am Montag war ich dann allgemein ein wenig müde. Aber ab Dienstag war es genauso sehr Geschichte wie alles andere in meinem Leben." Der "alte Schwede" geht neue Aufgaben an - ohne Vorbelastungen.
"Ich freue mich, dass Mattias das so einfach wegstecken kann - das ist auch richtig so. Es macht gar keinen Sinn, sich 14 Tage lang zu quälen. Es ist vorbei, und er muss nach vorne schauen. Mir ist das leider immer schwergefallen. Das waren 14 Tage Terror zu Hause: keiner durfte mich ansprechen, und ich war zu nichts mehr in der Lage", schildert Rennlegende Walter Röhrl, der "vielleicht der größte Fan" von Audi-DTM-Speerspitze Mattias Ekström ist.
"Mattias ist einer der ganz wenigen auf der Welt, die wirklich Autofahren können", meint der "Lange", der 1990 und 1991 mit Audi in der DTM als Teilzeitpilot unterwegs war. "Dass er nicht Meister geworden ist, war für mich am wirklich eine Überraschung - ich war danach zwei Tage krank. Ich war stocksauer auf die ganzen Umstände. Die Leute, die ihn am Start fünf Plätze zurückversetzt haben sind solche Wichtigtuer, Ahnungslose und Neider. Wenn er fünf Plätze weiter vorne gestartet wäre, hätte es spielend gereicht."
All diese Umstände konnte Ekström schnell hinter sich lassen, auch Aussagen von beispielsweise Timo Glock, der nach dem Titelgewinn von Rene Rast meinte: "Es hat dann doch die Gerechtigkeit gesiegt." Ekström selbst erklärt: "Ich muss zugeben, dass es mir nur in der DTM so geht. Als ich Rallye gefahren bin und 2006 am letzten Tag abstellen musste, habe ich das lange mit mir herum getragen. Da war mein Ärger irre groß. Ich habe das vor Kurzem noch einmal auf YouTube gesehen - und da war das Gefühl wieder! Ich habe gespürt, wie enttäuscht ich von mir selbst war, als wäre es gestern gewesen."
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