McLaren gibt Werkskader 2026 bekannt: Was aus Kirchhöfer und Ben Dörr wird
McLaren präsentiert 16 Piloten für die GT-Einsätze des Jahres 2026: Zwei Deutsche unter den sechs Werkspiloten, neuer Titel für DTM-Youngster Ben Dörr
Rob Bell (v. li.) und Giorgio Sanna (v. re.) mit ihren Fahrern für das GT-Jahr 2026
Foto: McLaren
McLaren hat am Dienstag seinen Werkskader für die GT-Einsätze im Jahr 2026 bekanntgegeben. Dieser besteht aus insgesamt sechs Werksfahrern und zehn Junioren. Die bisherigen Kategorien Junior-Pro und "Graduate" (auf Deutsch: Absolvent) gibt es nicht mehr: Sie werden ab jetzt unter dem Begriff der Junioren zusammengefasst.
Speerspitze des Werksfahrer-Kaders ist der 31-jährige Deutsche Marvin Kirchhöfer, dessen McLaren-Vertrag eben erst verlängert wurde. Der Leipziger wird 2026 in der LMGT3-Klasse der Langstrecken-WM WEC im Garage-59-McLaren sitzen und besitzt eine Freigabe für die fünf Langstrecken-Einsätze beim Corvette-Team Pratt Miller Motorsports in der US-amerikanischen IMSA-Serie.
Weiterhin Teil des Werksfahrer-Aufgebots sind Kirchhöfers deutscher Landsmann Benjamin Goethe, der in der WEC den zweiten Garage-59-McLaren steuert, der Brite Dean MacDonald und die beiden Franzosen Arthur Rougier und Simon Gachet.
Brite gelingt der Aufstieg zum Werksfahrer
Neu in der Riege der Werksfahrer ist der 20-jährige Brite Joseph Loake, der im Vorjahr noch Junior-Pro-Status hatte, nachdem er - wie McLaren in der Pressemitteilung mitteilt - "im Vorjahr bei seinem GT-Debüt überzeugte".
Der ehemalige Formel-3-Pilot, der 2023 mit dem Autosport-BRDC-Young-Driver-Award ausgezeichnet wurde, saß 2025 in der Langstreckenserie der GT-World-Challenge Europe (GTWCE) gemeinsam mit Kirchhöfer und Goethe im Garage-59-McLaren und holte in Monza als Zweiter einen Podestplatz.
Kein Werksfahrer-Status für DTM-Youngster Ben Dörr
Auch DTM-Pilot Ben Dörr ist weiterhin Teil des McLaren-Kaders. Der 21-jährige Frankfurter, der im Vorjahr auf dem Nürburgring in seiner zweiten DTM-Saison mit dem Team seines Vaters Rainer Dörr die erste Poleposition holte, bleibt Juniorpilot. Mit einem Aufstieg zum Werksfahrer wird es also vorerst nichts.
Im Vorjahr war Ben Dörr sogenannter Junior-Pro-Pilot - eine Kategorie, die es nicht mehr gibt und die bei den GT3-Junioren eingegliedert wird, wodurch der Status des DTM-Piloten unverändert bleibt.
"Ich bin stolz darauf, 2026 als McLaren-Junior weiterzumachen", schreibt Ben Dörr in einem Posting auf Instagram. "Nachdem ich bereits im Vorjahr Teil des Programms war, bedeutet es mir viel, meinen Weg fortzusetzen und weiterhin gemeinsam etwas aufzubauen."
Ebenfalls weiterhin Teil des Juniorenprogramms sind Josh Rattican, Tommy Pintos, und Jayden Kelly. Bei den Neuankömmlingen handelt es sich um Kirchhöfers WEC-Teamkollege Tom Fleming, Louis Prette, James Kell, Mikey Porter, Jean-Baptiste Simmenauer und Zak Meakin. Sie sollen von der Erfahrung von Ex-McLaren-Werksfahrer Rob Bell profitieren, der in der Sportwagen-Abteilung als Sportdirektor fungiert.
"Ich bin wirklich zufrieden, dass diese starke Gruppe an Fahrern unser Werksfahrer-Programm ausmacht", wird der neue Motorsportleiter Giorgio Sanna in der Pressemitteilung zitiert. "Marvin, Dean, Benji, Simon, Arthur und Joseph sind alle Top-GT-Fahrer - und es spricht für unseren Werkskader, dass wir sie an Bord haben."
McLaren-Fahrerkader für das GT-Programm 2026:
McLaren-Werksfahrer: Marvin Kirchhöfer (GER), Dean MacDonald (GBR), Benjamin Goethe (GER), Simon Gachet (FRA), Arthur Rougier (FRA), Joseph Loake (GBR);
McLaren-Junioren: Ben Dörr (GER), Josh Rattican (GBR), Tommy Pintos (ESP), Jayden Kelly (AUS), Louis Prette (ITA), Tom Fleming (GBR), James Kell (GBR), Mikey Porter (GBR), Jean-Baptiste Simmenauer (FRA), Zak Meakin (GBR);
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