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Mercedes-AMG-Rochade offiziell: Trennung von Motorsportleiter

Überraschender Führungswechsel im Motorsportbereich von Mercedes-AMG: Christoph Sagemüller verlässt das Unternehmen, sein Nachfolger steht bereits fest

Mercedes-AMG-Rochade offiziell: Trennung von Motorsportleiter

Mercedes-AMG stellt sich im Motorsport in herausfordernden Zeiten neu auf

Foto: Mercedes-Benz Mercedes-Benz

Überraschende Rochade bei Mercedes-AMG: Christoph Sagemüller, der seit März 2021 den Motorsportbereich leitet, wird sich mit Ende des Monats zurückziehen und seinen Posten bis zum 1. Juli übergeben. "Ich kann bestätigen, dass Christoph Sagemüller das Unternehmen auf eigenen Wunsch und im gegenseitigen Einvernehmen zum Ende dieses Monats verlassen wird", erklärt eine Sprecherin von Mercedes-AMG.

Die Personalie kommt überraschend, denn Mercedes-Kenner hätten erwartet, dass Sagemüller, der seit 2011 im Unternehmen ist, irgendwann eine höhere Position im Daimler-Konzern einnehmen wird. Stattdessen wird er aber, wie zu hören ist, das Unternehmen vollständig verlassen und hat offenbar schon eine neue Tätigkeit gefunden.

Die Mercedes-AMG-Mitarbeiter wurden bereits informiert, auch seine Nachfolge ist bereits geklärt. "Simon Wilbers wird innerhalb der Organisation die Position des Leiters Mercedes-AMG Motorsport übernehmen", stellt die Mercedes-AMG-Sprecherin klar.

Nachfolger war bisher Sagemüller direkt unterstellt

Der Deutsche ist bereits seit März 2018 bei Mercedes-AMG, leitet seit 2023 in der Motorsport-Abteilung von Mercedes-AMG den Marketingbereich und war ab Februar 2025 zusätzlich auch noch für den kommerziellen Bereich und Partnerschaften zuständig.

Damit war er bisher in der Mercedes-AMG-Hierarchie im Motorsport direkt unter Sagemüller positioniert, denn in der zweiten Ebene gibt es drei Säulen: der Kundensport-Bereich, der von Stefan Wendl geleitet wird, der Bereich Strategie, Produktmanagement und Kommunikation unter der Leitung von Julian Reiss sowie die Abteilung Marketing und Kommerzielles von Simon Wilbers, der nun zum Motorsportleiter befördert wird.

Maro Engel; Christoph Sagemüller

Christoph Sagemüller (hier mit Maro Engel) ist nicht mehr lange AMG-Motorsportleiter

Foto: Mercedes-Benz AG

Dieser ist bei Mercedes-AMG mit Ausnahme des Formel-1-Engagements, das von Toto Wolff geleitet wird, für den gesamten Motorsportbereich zuständig. Dazu zählen auch die GT3-Einsätze sowie weitere Bereiche des Kundensports.

Große Herausforderungen für neuen Motorsportleiter

Zuletzt war die Marke mit dem Stern sehr erfolgreich, wie Siege bei den diesjährigen Ausgaben des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring und der 12h von Bathurst sowie die Führung in der DTM-Gesamtwertung beweisen. Außerdem gelang mit dem Wechsel von Verstappen Racing und dem viermaligen Formel-1-Weltmeister Max Verstappen, der eigentlich für den Erzrivalen Red Bull antritt, dieses Jahr ein besonderer Coup.

Abgesehen davon gibt es jedoch große Herausforderungen wie die Entwicklung des Nachfolgers für den aktuellen Mercedes-AMG GT3 und die Umstellung von der HWA AG auf die 100-Prozent-Tochter Affalterbach Racing GmbH, die bisher - wie man hört - nicht ganz reibungslos verläuft.

Im Gegensatz zu Marken wie BMW oder Audi hatte Mercedes-AMG bislang den Großteil seines GT-Programms ausgelagert, denn das Unternehmen von Hans-Werner Aufrecht setzte bis Ende 2025 die Entwicklung, die Produktion, die Ersatzteilversorgung und den Support der Boliden um.

Wendl wird trotz der internen Umstellung weiterhin als Leiter des Kundensportprogramms fungieren, bestätigt Mercedes-AMG. Daher "bleiben die bestehenden Zuständigkeiten und Arbeitsweisen in diesem Bereich unverändert".

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