Mercedes auf DTM-Abschiedstour: Steigt der Druck zu siegen?

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Mercedes auf DTM-Abschiedstour: Steigt der Druck zu siegen?
Markus Lüttgens
Autor: Markus Lüttgens
Co-Autor: Julia Spacek
25.03.2018, 11:52

Mercedes zieht sich Ende 2018 aus der DTM zurück: Die Fahrer wollen der Marke mit dem Stern einen würdigen Abgang aus der Serie bescheren

Wenn die DTM Anfang Mai in Hockenheim in die Saison 2018 startet, beginnt für Mercedes die große Abschiedstournee. Der Hersteller aus Stuttgart, der seit gut 30 Jahren ein fester Bestandteil der Tourenwagenserie war, zieht sich am Ende des Jahres zurück und sucht in der Formel E eine neue Herausforderung.

Für die sechs Mercedes-Fahrer ist die DTM-Saison 2018 damit zugleich eine Art Bewerbungstour, bei der sie sich für zukünftige Aufgaben empfehlen wollen. Sind möglichst viele Siege für die Mercedes-Piloten in der neuen Saison also Pflicht? "Das ist nicht wichtiger, als in jedem anderen Jahr", winkt Gary Paffett im Gespräch mit 'Motorsport.com' ab.

"Der Druck zu gewinnen ist immer hoch. Und natürlich möchte jeder in der letzten Saison gewinnen - auch die anderen Hersteller. Aber ich würde nicht sagen, dass der Druck höher ist", so Paffett weiter. "Jeder sagt: 'Es ist die letzte Saison und da wollen wir gewinnen'. Aber wir wollen jede Saison gewinnen! Es macht keinen Unterschied."

Auch Lukas Auer sieht sich in der Saison 2018 nicht mehr gefordert als in jeder anderen: "Für uns als Fahrer ist jedes Jahr ein Schlüsseljahr, in dem du abliefern musst", meint der Österreicher. Ähnlich klingt im ersten Moment auch die Aussage von Paul di Resta. "Mein Ziel ist es immer, erfolgreich zu sein. Am Ende des Jahres ist man nur zufrieden, wenn man über sich sagen kann, das Beste gegeben zu haben", so der Schotte gegenüber 'Motorsport.com'.

Aber: "Es ist unsere letzte Chance und wir müssen das Beste daraus machen. Persönlich möchte ich natürlich am liebsten ein paar Rennen gewinnen. Wie in einem guten Buch sollte auch das zu einem guten Ende kommen", so di Resta.

Das hat sich auch Paffett vorgenommen. "Ich würde es vor allem gerne für Uli schaffen, denn seit er dabei ist, habe ich kein rennen mehr gewonnen", sagt er über Teamchef Uli Fritz. "Ich weiß nicht ob er er dafür verantwortlich ist oder ob ich mir da selbst etwas vorzuwerfen haben", lacht er. "Ein Sieg ist jedenfalls überfällig", sagt Paffett, der 2013 am Lausitzring zuletzt in der DTM gewonnen hat. "Es wäre schön, wenn ich wenigstens noch einen Sieg einfahren könnte. Noch besser wäre es natürlich, meine zweite Meisterschaft im letzten Jahr zu holen", so der Brite.

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