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Millionen-Umbau am Red-Bull-Ring "voll im Plan" - doch es gibt Störfeuer

In Spielberg entsteht wegen der Formel 1 eine neue Boxenanlage: Wie der Stand ist, was das für den DTM-Auftakt Ende April bedeutet und wieso es Diskussionen gibt

Millionen-Umbau am Red-Bull-Ring "voll im Plan" - doch es gibt Störfeuer

So sah die Großbaustelle am Red-Bull-Ring beim DTM-Test aus

Foto: Sven Sven

Der offizielle DTM-Test in Spielberg bot am Dienstag auch abgesehen von den neuen Boliden für die Saison 2026 einen spannenden Anblick: Denn am Red-Bull-Ring wird gerade die Boxenanlage um rund 13 Millionen Euro umgebaut und erweitert - und der Bereich des Fahrerlagers im Bereich der Boxeneinfahrt ist eine Großbaustelle.

Ziel ist es, mehr Platz zu schaffen, da es bei der Formel 1 in Spielberg schon bisher sehr eng war - selbst ohne das neue elfte Team Cadillac. Die neue Anlage nimmt bereits deutliche Formen an: Bei der Boxeneinfahrt wurde ein großes zweistöckiges Gebäude an die bisherigen Boxen angebaut, das vier zusätzliche Boxen beherbergt.

Es entsteht dort, wo bisher das Medical Center stand, das abgerissen wurde. Es wird nun ebenfalls Teil des neuen Gebäudes und umfasst zwei Stockwerke. Während das Gebäude von außen bereits fast fertig aussieht, herrscht dahinter im Fahrerlager reger Baustellenbetrieb.

"Baustelle wird so sein, dass DTM reibungslos stattfindet"

Was dort passiert? Direkt hinter dem Gebäude wird das Fahrerlager mit einer Freifläche verlängert. Dahinter folgt ein überdachter Bereich, der oben mit dem ersten Stock des neuen Boxengebäudes verbunden ist und sich in die Landschaft einfügt. Was von außen spektakulär aussieht, wird nach Informationen von Motorsport-Total.com eine sogenannte "Rüstfläche". Sie soll bei Anlieferungen mehr Platz bieten und einen überdachten Parkplatz bieten.

"Zur Formel 1 wird es fertig sein, aber zur DTM ist es nicht ganz fertig", erklärt Red-Bull-Ring-Geschäftsführer Thomas Überall im Gespräch mit Motorsport-Total.com den Stand der Dinge des Umbaus. Beim DTM-Auftakt (24. bis 26. April) wird zum Beispiel das Medical Center in einem Container im Fahrerlager untergebracht sein, damit die medizinische Versorgung gewährleistet werden kann.

"Die Baustelle wird so sein, dass die DTM reibungslos durchgeführt werden kann", verspricht Überall. "Und dann geht es an das Finalisieren, damit es für die Formel 1 im vollen Umfang zu nutzen ist. Da sind wir auf einem guten Weg."

Anlage soll rechtzeitig zur Formel 1 fertigwerden

Auch vom "unter Anführungszeichen milden Winterwetter" sei man beim Umbau, der im September 2025 begonnen wurde, begünstigt gewesen, verrät Überall. "Und die Firmen, die das alles bewerkstelligen, sind großartig. Darum sind wir voll im Plan."

Das Formel-1-Wochenende findet dieses Jahr von 26. bis 28. Juni statt (Formel-1-Kalender) - Ende Mai soll die neue Anlage dann fertig übergeben werden.

Der Umbau des Schönberghofs oberhalb der Schönberggeraden, von der man einen guten Blick über die gesamte Rennstrecke hat, in ein modernes fünfstöckiges Luxushotel inklusive Skybar wurde bereits im Februar abgeschlossen. Die Kosten sollen bei rund zwölf Millionen Euro liegen.

Welche Auswirkungen hat "Störfeuer" gegen Umbau?

Trotz der großen Investitionen in die Anlage gibt es auch diesmal Gegenwind. Der Aktivist Karl Arbesser, der seit über 30 Jahren gegen die Rennstrecke mobil macht, hatte im Vorjahr Einspruch gegen den Umbau erhoben und geht nun mit zwei Mitstreitern vor dem Landesverwaltungsgericht weiter gegen das Projekt vor.

"Wir wollen sicherstellen, dass mit dieser Vergrößerung des Boxengebäudes keine Erweiterung des Betriebes über die bestehende UVP-Genehmigung hinaus stattfindet", erklärt er seine Beweggründe in der Kleinen Zeitung.

Wie reagiert man am Red-Bull-Ring darauf? "Es gibt immer wieder mal so Störfeuer, aber das sind wir schon gewohnt", so Überall. "Es ist nicht schön, es ist nicht erfreulich, aber es ist alles gut. Und wir machen ja nichts, was nicht richtig ist, was nicht rechtlich erlaubt ist. Es gibt die eine oder andere Verzögerung, aber das müssen wir auch mit einkalkulieren, um nicht in den Verzug zu kommen."

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