Rennbericht
DTM
Mit Ludwig und Danner: Startcrash bei der DTM Classic am Norisring
Beim ersten Rennen der historischen DTM-Fahrzeuge kommt es gleich beim Start zu einem Unfall mit drei Autos - Zwei Mercedes und ein Audi werden beschädigt
Gerald Dirnbeck
Bearbeitet: 11.07.2023, 08:02
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Der traditionsreiche Norisring war der optimale Ort, um in der Saison 2023 erstmals die DTM Classic im Rahmenprogramm dabei zu haben. 28 historische Fahrzeuge mit vielen Geschichten und Erinnerungen waren auf der Nennliste eingetragen.
Für die beiden Rennen, die von der Rennserie Tourenwagen-Legenden durchgeführt wurden, hatten sich auch zahlreiche Stars der DTM-Historie angesagt. Mit dabei waren unter anderem Roland Asch, Christian Danner, Marc Hessel, Klaus Ludwig und Gerhard Müller.
Die beiden ältesten Fahrzeuge im Feld waren zwei BMW M3 E30 von 1987. Der Großteil der Autos entstammte vom Ende der 1980er und vor allem aus den 1990er-Jahren. Der jüngste Bolide war ein Audi A4 DTM aus dem Jahr 2007.
Diesen A4 fuhr Stefan Rupp. Mit dem modernsten Auto im Feld sicherte sich der Deutsche auch die Poleposition. Im Samstagsrennen stellte sich Danner mit einem AMG Mercedes C-Klasse aus dem ITC-Jahr 1996 daneben auf.
Die Plätze in der zweiten Startreihe gingen im Qualifying an Anton Werner, der in einem Audi 200 quattro M86 aus dem Jahr 1986 saß, sowie an Alfried Heger mit einem großen Audi V8 DTM aus der Saison 1990.
In Reihe drei nahm Ludwig Aufstellung. Der dreimalige DTM-Champion und Publikumsliebling saß am Steuer eines Mercedes 190 E EVO II. Mit so einem Modell gewann Ludwig im Jahr 1992 den Meistertitel. Bei diesem Fahrzeug am Norisring handelte es sich allerdings um ein Replika.

Der Audi von Anton Werner wurde am stärksten beschädigt
Foto: Sven Haidinger/smg
Die dritte Startreihe komplettierte Roland Asch, der ebenfalls ein Modell seiner Karriere fuhr. Es war ein Mercedes 190 E EVO I. Mit so einem Auto hat Asch die DTM-Saison 1989 bestritten und damals seinen ersten Sieg gefeiert.
Am späten Samstagnachmittag wurde das erste Rennen fliegend gestartet. Für "König" Ludwig war das Rennen allerdings vorbei, noch bevor es richtig begonnen hatte. Bereits in Kurve eins nahm das Drama seinen Lauf.
Unmittelbar nach dem Start bremste Ludwig vor der Grundig-Kehre spät, während es vor ihm eng wurde. Der dreifache DTM-Champion stach innen hinein, um eine Kollision zu verhindern, und traf dabei sowohl den Audi von Werner als auch die C-Klasse von Danner. Alle Fahrer blieben unverletzt.
Die Frontpartie und der Kühler des Audi waren stark beschädigt. An ein Weiterfahren war nicht zu denken. Danner steuerte seinen Mercedes zurück an die Box. Aber beim Zusammenprall war seine linke Vorderradaufhängung beschädigt worden.
Das Safety-Car wurde auf die Strecke geschickt, um den Audi abzuschleppen. Ludwig setzte zunächst die Fahrt vor. Aber bei seinem Mercedes fehlte die vordere Stoßstange. Auch hinten schleifte die Stoßstange über den Boden. Die Rennleitung beorderte Ludwig an die Box.
"Ich hatte die beste Startposition und bin die erste Kurve ganz innen angefahren, um Danner die Tür zuzumachen", schildert Rupp. "Als ich dann durch die Grundig-Kehre durch war, habe ich im Rückspiegel den Mercedes von Klaus Ludwig aufsteigen sehen, wie eine Silvesterrakete."

Beim Mercedes von Klaus Ludwig fehlten vorne und hinten die Stoßstangen
Foto: Sven Haidinger/smg
Als das Rennen nach den Aufräumarbeiten wieder freigegeben wurde, sicherte sich Rupp mit dem modernsten Auto im Feld den Sieg. Zweiter wurde Ronny Scheer mit einem Ford Sierra RS500 aus dem Jahr 1990. Auf Platz drei fuhr mit einem BMW M3 E30 von 1991 Kaspar Aaskov.
Die drei in den Startunfall verwickelten Fahrzeuge konnten nicht mehr fahren. Im zweiten Rennen am Sonntagvormittag gab es keine großen Unfälle. Die Plätze auf dem Podest wurden in der gleichen Reihenfolge von den drei gleichen Fahrern belegt.
Die historischen Fahrzeuge sind beim DTM-Wochenende auf dem Lausitzring das nächste Mal im Rahmenprogramm dabei.
Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.
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