Nach erster Aston-Martin-Pole in DTM: Warum Gilles Magnus 2026 gehen muss
Beim Saisonfinale 2025 bescherte Gilles Magnus Aston Martin die erste DTM-Pole der Historie, 2026 muss er Nicki Thiim weichen: Wie es zur Comtoyou-Entscheidung kam
Gilles Magnus bescherte Aston Martin die erste DTM-Pole, jetzt muss er gehen
Foto: Alexander Trienitz
Aston-Martin-Werksfahrer Nicki Thiim ersetzt 2026 beim Aston-Martin-Team Comtoyou in der DTM den Belgier Gilles Magnus, der der britischen Traditionsmarke beim Finale in Hockenheim die erste Poleposition der DTM-Geschichte bescherte und bis zu einem technischen Defekt Siegchancen hatte. Aber warum muss der 26-Jährige jetzt gehen?
"Wir waren auf der Suche nach neuen Partnern", erklärt Comtoyou-Teamchef Francois Verbist im Gespräch mit Motorsport-Total.com. "Und wir haben uns um mehr Investitionen seitens AMR bemüht. Und dann war die Frage, ob es intern Leute gibt, die in der Lage sind, diese Aufgabe zu bewältigen. Und Nicki war dafür das perfekte Produkt."
Im Zentrum der Bemühungen des Aston-Martin-Rennstalls stand es also, für die DTM-Saison 2026 ein besseres Budget und Werksunterstützung durch den Hersteller zu bekommen. Dazu zählt neben finanzieller Unterstützung auch ein Werksfahrer wie Thiim.
"War uns nicht möglich, neuen Fahrer in den Kader zu bringen"
Da Nicolas Baert - Sohn von Teambesitzer Jean-Michel Baert - als zweiter Fahrer gesetzt war, war somit kein Platz mehr für Magnus, der bis 2023 Teil des Audi-Kaders war. "Diese Entscheidung hat nichts mit Gilles zu tun", erklärt Verbist. "Gilles hat großartig gearbeitet. Wir waren superhappy, gemeinsam als Rookies in diese hochkarätige Meisterschaft einzusteigen."
"Es war uns nur nicht möglich, einen neuen Fahrer in den Kader zu bringen", nennt der Teamchef die Ursache. "Stattdessen hat man entschieden, auf Leute aus dem eigenen Haus zu setzen. Wir waren bereit, das zu akzeptieren, aber das ist nicht gegen Gilles. Wir können uns bei ihm nicht beschweren."
Der Comtoyou-Teamchef stellt damit klar, dass für Magnus kein Platz im Aston-Martin-Kader war, zu dem Nicki Thiim seit elf Jahren zählt. Zudem ist der Däne neben Mattia Drudi, der 2023 im Attempto-Audi saß, der einzige Aston-Martin-Pilot mit DTM-Erfahrung, auch wenn er in den vergangenen zwei Jahren dank Freigabe seines Arbeitgebers einen Lamborghini pilotierte.
Warum es bei Magnus nach DTM-Abschied aussieht
Schon damals war der 36-Jährige aber auch bei Comtoyou Racing in der DTM Thema. "Seit wir vergangenen Winter gesprochen haben, blieben wir in Kontakt - und wir waren immer der Meinung, dass das eine gute Option wäre", sagt Verbist über Thiim, mit dem das Team bereits 2024 die 24 Stunden von Spa gewann. "Daher hat sich das natürlich ergeben, dass es Gespräche gab und wir versucht haben, es hinzukriegen."
Für Magnus, der in seiner bisher einzigen DTM-Saison neben der Pole zwei dritte Startplätze sowie einen siebten Platz auf dem Nürburgring als bestes Ergebnis einfuhr, sieht es nicht nach einem DTM-Verbleib aus.
Denn der Belgier wird 2026 in beiden GT-World-Challenge-Europe-Serien für das Boutsen-VDS-Team im Porsche 911 GT3 R Evo an den Start gehen. Teamkollege wird der Schwede Robin Knutsson, der 2025 im Porsche-Carrera-Cup Benelux Vizemeister wurde. Der dritte Fahrer für die Langstreckenserie ist Porsche-Supercup-Champion Alessandro Ghiretti.
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