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Nach Nürburgring-Vorwurf: Neuer Ärger zwischen Bortolotti und Mapelli

Nach Mirko Bortolottis 24h-Nürburgring-Vorwurf gegen Marco Mapelli kam es zur Kollision in der Boxengasse: Wieso beide Lamborghini-Piloten bestraft wurden

Nach Nürburgring-Vorwurf: Neuer Ärger zwischen Bortolotti und Mapelli

Momente vor der Kollision: Mapelli wird bei Abt abgefertigt, Bortolotti naht heran

Foto: ADAC Motorsport

Zwischen den beiden Lamborghini-Werksfahrern Mirko Bortolotti und Marco Mapelli geht's aktuell heiß her: Nachdem Bortolotti seinen Landsmann beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring durch dessen Frühstart dafür verantwortlich gemacht hatte, dass Verstappen-Teampartner Daniel Juncadella ihm den Hinterreifen aufschlitzte, kollidierten die beiden bei der DTM in Zandvoort in der Boxengasse, wofür sich beide eine Fünf-Sekunden-Strafe einhandelten!

Bortolotti fiel dadurch von Platz 13 auf Platz 15 zurück, Mapelli von Platz 15 auf Platz 16, durch die Land-Porsche-Disqualifikation rücken sie jedoch wieder auf die Ränge 14 und 15 auf. Aber was war passiert? Mapelli erhielt von seinem Abt-Team nach dem Pflichtstopp das Freizeichen, als Bortolotti in der "Fast Lane" herannahte.

Der Grasser-Pilot berührte daraufhin mit der rechten Front seines Lamborghini das linke Hinterrad Mapellis. "Der erste Punkt, obwohl ich glaube, dass wir während des Boxenstopps von einem anderen Auto rausgenommen wurden, als wir vorne lagen", gab Mapelli nach dem Rennen zu Protokoll, ohne den Namen seines Kontrahenten zu nennen.

Kein "Unsafe Release": Warum beide Piloten bestraft wurden

Das erinnert an Bortolottis Aussagen bei der Pressekonferenz am Nürburgring, als auch er den Namen Marco Mapelli nicht in den Mund nahm. Woran das liegt? Wie man hört, sind die beiden angeblich nicht gerade die besten Freunde.

Der Zwischenfall habe sein "Rennen geändert", sagt Mapelli, denn laut eigener Einschätzung hätte er "den BMW auf der Outlap sicher auch noch überholen können". Die Rede ist von Schubert-BMW-Pilot Marco Wittmann, der als Zwölfter direkt vor Bortolotti durchs Ziel fuhr.

Die Sportkommissare waren jedoch nach der Anhörung mit beiden Fahrern nicht der Ansicht, dass es sich um einen "Unsafe Release" handelte. Das liegt daran, dass sich Bortolotti beim Wechseln von der "Working Lane" und die "Fast Lane" für Mapelli mit keinem Teil seines Fahrzeugs auf Höhe des Abt-Lamborghinis befand. Das war der Grund für die Fünf-Sekunden-Strafe gegen den Ex-DTM-Champion, der nicht auf die Bremse stieg, sondern lediglich nach links auswich.

Mapelli wurde bestraft, weil er mit seinem Boliden nach der Berührung neben Bortolotti in der sogenannten "Working Lane" fuhr, in der die Boxenstopps absolviert werden. Erst am Ende der Boxengasse wollte er sich hinter dem Grasser-Lamborghini einordnen, um einem Hütchen auszuweichen, das die Grenze zwischen "Fast Lane" und "Working Lane" anzeigt.

Wie Maini die Situation erlebte und wieso er nicht bestraft wurde

Dadurch kam auch HRT-Ford-Pilot Arjun Maini, der direkt hinter Bortolotti fuhr, am Abt-Piloten vorbei, als dieser das Hütchen umfuhr.

Für den 28-jährigen Inder sah es so aus, als hätte die Abt-Crew Mapelli zu früh losgelassen. "Er hatte zuerst einen 'unsafe Release' gegen Mirko", sagt Maini. "Er muss sich hinter ihm einordnen, also war es einfach nur verwirrend. Es sah so aus, als wäre sein Lollipop oben gewesen, also hat ihn sein Team losgeschickt. Es war wohl einfach ein Missverständnis."

Maini selbst ist sich keiner Schuld bewusst: "So wie ich die Regeln verstehe, bin nicht ich derjenige, der vom Gas gehen muss." Die eigene Parallelfahrt mit Mapelli in der Boxenausfahrt sieht er gelassen. "Man muss es probieren, es ist die DTM", spielt er darauf an, dass in der GT3-Sprintserie jeder Millimeter zählt.

Der HRT-Ford-Pilot befand sich im Gegensatz zu Mapelli bei seiner Parallelfahrt fast ausschließlich in der "Fast Lane", weshalb er keine Strafe erhielt.

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