Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Nächster Glock-Vertrauter weg: Dörr-Team baut DTM-Projekt radikal um

Timo Glock verliert beim McLaren-Team Dörr in der DTM den nächsten engen Vertrauten: Wer sein neuer Renningenieur ist und wieso die Technikleitung wechselt

Nächster Glock-Vertrauter weg: Dörr-Team baut DTM-Projekt radikal um

Glock verliert auch den Renningenieur, den er im Vorjahr selbst geholt hat

Foto: ADAC Motorsport

Jetzt steht es fest: Nach Chefingenieur Richard Selwin verliert Timo Glock mit Renningenieur Kevin Mirocha, den er im Vorjahr selbst an Bord geholt hatte, auch seinen zweiten Vertrauensmann beim McLaren-Team Dörr. "Beim DTM-Projekt ist er nicht dabei", bestätigt Teammanager Axel Funke auf Nachfrage von Motorsport-Total.com, schließt jedoch eine Fortsetzung der Zusammenarbeit auf der Nürburgring-Nordschleife nicht aus.

Ende 2025 hatte Glock wenig Verständnis dafür gezeigt, "warum man auf meiner Seite der Garage Änderungen vornehmen will", akzeptierte aber, dass GT3-Projektleiter Volker Strycek "der neue Mann" sei, der nun die Entscheidungen bei Dörr trifft. Die Position des legendären Ex-Opel-Rennleiters wurde inzwischen sogar weiter gestärkt. Er übernimmt 2026 auch den Posten des Technikchefs bei der McLaren-Truppe (siehe aktualisierter Team-Steckbrief mit allen Schlüsselpersonen der DTM-Saison 2026).

Der 68-Jährige beerbt Robin Dörr - Bruder von Glocks DTM-Teamkollege Ben Dörr -, der in den vergangenen Jahren den Technikbereich des Teams aus Frankfurt leitete, das seit 2024 in der DTM an den Start geht. Wie man die Entscheidung erklärt?

Warum Robin Dörr nicht mehr Technikchef ist

"Wir haben die Zeit seit Ende der Saison 2025 intensiv genutzt, um alle Bereiche der Dörr Motorsport GmbH neu zu denken und gezielt weiterzuentwickeln", erklärt Sportdirektor Jochen Albig. "Dabei lag der Fokus nicht nur auf unserem DTM-Projekt, wo wir den Aufbau eines schlagkräftigen Teams, ein deutlich ausgeweitetes Testprogramm und den Bezug neuer Werkstatträume umgesetzt haben."

Man habe auch "weitere Aktivitäten" optimiert, "darunter das Kart-Team, unsere Customer-Racing-Projekte, die Fahrevent-Programme sowie die Projekte zum 24h-Rennen und den GT4-Einsatz. Um all diese Bereiche mit der nötigen Erfahrung und Kontinuität zu stärken, haben wir gemeinsam vereinbart, dass die Leitung dieser Projekte Robin übernehmen wird. Aus diesem Grund hat sich seine Funktion hier verändert."

Abgesehen davon wurde Robin Dörr kürzlich zum zweiten Mal Vater, was bei der Entscheidung, etwas kürzer zu treten, ebenfalls eine Rolle gespielt haben soll (SPONSORED LINK: Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2026 sichern!).

Glock arbeitete bei BMW bereits mit neuem Renningenieur

Aber wer ist der neue Renningenieur von Timo Glock? Dabei handelt es sich mit dem Deutschen Gerd Kusstatscher um einen erfahrenen Mann, der bereits in der DTM aktiv war, denn er betreute 2021 beim damaligen Lamborghini-Team T3 Motorsport den Boliden der Britin Esmee Hawkey.

Wie das Team den Wechsel bei Glock argumentiert? "Volker hat sich viele Leute angeschaut und mit vielen gesprochen, denn wir haben jemanden gesucht, der viel Erfahrung mitbringt", erklärt Dörr-Teammanager Funke. "Außerdem hat Gerd bereits mit Timo zusammengearbeitet - das hat auch für ihn gesprochen. Und er ist um einiges älter als Kevin, bringt ein Stück weit mehr Erfahrung mit, was das reine Engineering angeht. Kevin kommt ja mehr vom selbst Fahren - und ist da sehr stark."

Timo Glock

Glock im Walkenhorst-BMW, der in Spa von seinem neuen Ingenieur betreut wurde

Foto: SRO

Tatsächlich kennen Glock und Kusstatscher einander bereits aus BMW-Zeiten: Denn Kusstatscher fungierte 2021 beim Walkenhorst-Team als Ingenieur, als Timo Glock, Martin Tomczyk und Thomas Neubauer im M6 GT3 bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps an den Start gingen. Auch Dörr hat durch das GT4-Projekt mit dem Aston Martin bereits Erfahrung mit Kusstatscher.

Dörr-Team wechselt Werkstatt und setzt auf Festangestellte

Das sind nicht die einzigen Änderungen: Das Team verlegt seine Werkstatt vom Gewerbepark in der Cassellastraße in Frankfurt in die nur wenige Meter entfernte Klassikstadt - ein über 16.000 Quadratmeter großes und denkmalgeschützten Fabrikareal in Frankfurt am Main mit Automobil-Schwerpunkt.

Damit hat das DTM-Team nun seinen Sitz im gleichen Gebäude, in dem auch Dörr Automotive untergebracht ist - und verfügt über repräsentativere Werkstatt-Räumlichkeiten. Zudem hat das Team drei neue Mechaniker festangestellt, die sich nur um das DTM-Projekt kümmern, wodurch nur noch zwei Freelancer Teil der Crew sind. "Sie arbeiten permanent an den Autos", sagt Funke über die neuen Festangestellten.

Vorheriger Artikel "Keine Chance": Warum saß Thiim 2019 nicht im Class-1-Aston-Martin?
Nächster Artikel Manthey zeigt neuen "Grello" für 2026: Was wurde aus DTM-Partner EMA?

Aktuelle News