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Offiziell: GetSpeed-Team schafft dank Arjun Maini den Sprung in die DTM

Wie es GetSpeed mit dem Inder Arjun Maini doch noch geschafft hat, in die DTM einzusteigen, und wieso der Teamchef im Sprintformat einen Vorteil sieht

Offiziell: GetSpeed-Team schafft dank Arjun Maini den Sprung in die DTM

'Motorsport.com' hat es bereits vermeldet, jetzt ist es tatsächlich auch offiziell bestätigt: Das Nordschleifen-Team GetSpeed wird 2021 mit dem Ex-Haas-Testfahrer Arjun Maini in die DTM einsteigen. Er wird damit der erste indische Rennfahrer in der 30-jährigen Historie der Traditionsserie sein.

Mit GetSpeed geht nach den werksunterstützten Teams GruppeM, Haupt und Winward bereits der vierte Mercedes-Rennstall an den Start. Wenn wie erwartet auch noch das Mücke-Team seinen Einsatz bekanntgibt, sind bereits sieben Mercedes-AMG GT3 in der neuen DTM vertreten alle bestätigten Fahrzeuge in der Übersicht.

Nachdem es GetSpeed in der ersten Runde nicht gelang, die Eigenleistung für ein DTM-Projekt mit Mercedes-AMG-Support aufzubringen, schnürte man dank Mainis Mitgift das komplett Paket alleine. Der 23-Jährige aus Bangalore kann sich dabei auf die Gelder der Maini-Firmengruppe verlassen, die von seiner Familie geführt wird.

GetSpeed-Teamchef sieht Vorteil im DTM-Format

GetSpeed-Teamchef Adam Osieka, dessen Rennstall seit 2020 zum Kreis der für Werksunterstützung infrage kommenden Mercedes-Performance-Teams zählt und im Vorjahr bis zum Crash lange wie der Sieger des 24-Stunden-Rennens auf der Nordschleife aussah, sieht Vorteile im Sprintkonzept der DTM.

"Es ist das erste Mal, dass wir uns in einer Performance-orientierten Serie ausschließlich auf einen Fahrer im Fahrzeug konzentrieren können", sagt er. "Das ist eine sehr komfortable Situation, denn bislang galt es immer die unterschiedlichen Vorlieben der Fahrer in einem Fahrzeug bei einem Langstreckenrennen unter einen Hut zu bringen." In der DTM gäbe es aber "diesbezüglich keine Kompromisse, und ich erwarte packende Rennen und erstklassigen Motorsport".

Arjun Maini: Keine Erfahrung im GT3-Auto

Aber ist Maini der Herausforderung gewachsen? Bislang hat der Youngster, der eine Zeitlang als die große indische Formel-1-Hoffnung galt, keinerlei GT3-Erfahrung auf dem Buckel, wodurch er mit Sicherheit Zeit benötigen wird, um sich einzugewöhnen. In den vergangenen zwei Jahren fuhr er LMP2-Boliden, die durch ihre ausgereizte Aerodynamik mehr Abtrieb erzeugen.

 

Arjun Maini

Erster Inder in der DTM: Arjun Maini steigt mit 23 Jahren in die Traditionsserie ein

Foto: Maini

Bis 2019 hatte er es versucht, über den Formelsport in die Formel 1 zu kommen. In der britischen Formel 4, in der er 2013 beinahe seinen damaligen Teamkollegen George Russell im Titelkampf besiegte, lief es anfangs noch sehr gut, doch nach einem Sieg in der GP3 geriet seine Karriere 2018 und 2019 in der Formel 2 ins Stocken.

 

"Ich freue mich sehr auf meine erste Saison in der DTM mit GetSpeed und dem Mercedes-AMG GT3", meint Maini, der die DTM noch aus der Saison 2015 in der Formel-EM kennt, als er im Rahmenprogramm fuhr. "Sie genießt weltweit einen guten Ruf und ist für mich die perfekte Gelegenheit, mich mit schnellen GT3-Piloten zu messen."

Bislang noch kaum Sponsorenlogos auf Boliden

Eine Prognose will er noch nicht abgeben: "Aktuell kann ich natürlich nur schwer einschätzen, wo ich im Vergleich zu meinen Mitstreitern stehe. Unabhängig davon ist jedoch mein Ziel, in der DTM gute Ergebnisse abzuliefern."

Sein Bolide wird 2021 in den indischen Landesfarben Orange, Weiß und Grün beklebt sein. Ungewiss ist allerdings noch, welche Logos auf den Boliden zu sehen sein werden. Aktuell ist noch reichlich Platz auf dem Fahrzeug.

Über die in Bayreuth ansässige Agentur HiValue-Consulting, mit dessen Chef Alexander Burkhardt die Maini-Familie ein gemeinsames Joint-Venture betreibt, versucht man gerade, in Deutschland Sponsoren zu finden, die am indischen Markt interessiert sind.

Mit Bildmaterial von GetSpeed.

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Rennserie DTM
Fahrer Arjun Maini
Teams Getspeed Performance
Urheber Sven Haidinger