"Oldie" Haupt plant weitere DTM-Starts: "Wollte wissen, ob ich mich blamiere"

Routinier Hubert Haupt sieht nach seinem DTM-Comeback Potenzial für die Top 10 und liebäugelt mit weiteren Starts: "Es ist einfach ein sehr cooles Umfeld"

"Oldie" Haupt plant weitere DTM-Starts: "Wollte wissen, ob ich mich blamiere"

Trotz auf dem Papier sehr durchwachsener Ergebnisse zieht Hubert Haupt nach seinem DTM-Comeback am vergangenen Wochenende auf dem Nürburgring ein positives Fazit. "Ich wollte mich grundsätzlich nicht blamieren am Wochenende, und das ist mir gut gelungen", sagt Haupt im 'SPORT1 Motor & Sport Magazin'.

Nebenbei sorgte der 52-Jährige Unternehmer, der in der Eifel einen dritten Mercedes-AMG GT3 seines eigenen Teams fuhr, für einen Eintrag in die Geschichtsbücher der DTM. Denn Haupt ist der erste Fahrer, der in drei verschiedenen Jahrzehnten (1990er, 2000er und 2020er) Rennen in der DTM gefahren ist.

Sportlich tat sich Haupt als Gentleman-Fahrer mit Langstrecken-Hintergrund im Feld der Vollprofis erwartungsgemäß schwer, fiel aber auch nicht dramatisch ab. Zwar belegte er im ersten Qualifying den 23. und letzten Platz, hielt den Rückstand auf Polesetter Kelvin van der Linde (Abt-Audi) mit 1,128 Sekunden aber in Grenzen. Im verregneten Qualifying am Sonntag ließ Haupt dann mit Timo Glock, Lucas Auer und Markus Winkelhock sogar drei etablierte Fahrer hinter sich.

Haupt sieht Potenzial für die Top 10

"Mir haben so fünf, sechs Zehntel im Schnitt gefehlt auf meinen Teamkollegen, den Maxi Götz", sagt Haupt. "Man lernt natürlich viel dazu, wenn man so viele Jahre Langstrecke gefahren ist und dann wieder in den Sprint rein kommt", so der Münchener, der in den vergangenen Jahren vor allem in der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS, vormals VLN) aktiv war.

Doch war Haupts DTM-Comeback nur eine Eintagsfliege, oder sehen wir den Teambesitzer in dieser Saison noch einmal hinter dem Lenkrad? "Offen gestanden habe ich mir das tatsächlich offen gehalten über das Wochenende, weil ich mal wissen wollte: Blamiere ich mich hier total oder geht das?", sagt Haupt.

"Aber es ging eigentlich erstaunlich gut, auch wenn das Ergebnis das jetzt nicht sagt oder zeigt. Ich glaube, wenn man da konsequent dran arbeitet, könnte man noch ein Stück weiter nach vorne kommen und vielleicht auch mal Top-10-Platzierungen einfahren Also ich werde glaube ich dieses Jahr schon noch einmal fahren", stellt Haupt einen weiteren Start in Aussicht. Doch wo könnte dieser stattfinden?

Weiterer Start geplant, aber wo?

Anbieten würde sich auf den ersten Blick das Saisonfinale auf dem Norisring, was für den Bayern Haupt auch ein Heimrennen wäre. Allerdings findet am selben Wochenende (8. bis 10.10.) auch ein Rennen der GT-World-Challenge-Endurance in Barcelona statt, an der Haupt als Fahrer teilnimmt. Auch beim DTM-Rennwochenende in Spielberg kommt es zu einer Überschneidung mit dieser Serie, sodass noch Assen und Hockenheim bleiben würden.

Und 2022? "Was ich nächstes Jahr mache, weiß ich noch nicht. Das 24h-Rennen am Nürburgring ist bei mir immer gesetzt und die VLN-Saison auch und alles andere lasse ich mal offen", sagt Haupt. "Aber diese DTM muss ich tatsächlich sagen: Sie reizt schon sehr. Es ist einfach ein sehr cooles Umfeld."

Mit Bildmaterial von DTM.

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