Österreicher-Tag in der DTM: Am Ende "nur" ein Podium ...

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Österreicher-Tag in der DTM: Am Ende
Autor: Christian Nimmervoll
Co-Autor: Julia Spacek
20.05.2018, 08:54

Sowohl Lucas Auer als auch Philipp Eng hätten auf dem Lausitzring gewinnen können, doch am Start kamen sich die beiden gegenseitig in die Quere

Beinahe wäre der Samstag auf dem Lausitzring (DTM 2018 live im Ticker) zu einem echten Österreicher-Tag geworden. Lucas Auer (HWA-Mercedes) und Philipp Eng (RBM-BMW) starteten nebeneinander aus der ersten Reihe in das Rennen. Am Ende belegten sie jedoch "nur" die Positionen drei (Eng) und vier (Auer).

Schon am Start wäre es aus österreichischer Sicht beinahe zur Katastrophe gekommen, als sich die beiden berührten. Auer versuchte kompromisslos, seine Pole-Position zu verteidigen, und drängte Eng gegen die Boxenmauer. Der musste zurückstecken und verlor einen Platz an Teamkollege Bruno Spengler.

"Das war etwas unglücklich, dass wir uns da berührt haben", findet Eng und ergänzt: "Das hätte nicht sein müssen." Auer schweigt über den Zwischenfall lieber und erwähnt in seinem autorisierten Mercedes-Statement lediglich, dass es "ein hartes Rennen mit vielen Unfällen" gewesen sei.

 

 

"Ich war nach dem Start und den beiden Re-Starts jeweils Erster. Dort wäre ich selbstverständlich auch gerne geblieben. Am Ende bin ich dann Vierter geworden, weil sich durch die Boxenstopps einiges verschoben hat", sagt Auer. Kein Wort über das Gerangel mit Eng.

Eng lässt sich vom innerösterreichischen Scharmützel aber nicht die Freude über sein erstes DTM-Podium verderben: "Es ist ein großartiges Ergebnis für mich", jubelt er. "Als ich in Führung lag, konnte ich es nicht glauben, dass keiner vor mir war!"

"Ich hatte eine gute Pace und konnte mich absetzen, weil ich noch DRS hatte und Edo (Mortara; Anm. d. Red.) nicht. Ich konnte eine kleine Lücke herausfahren und ich dachte, dass ich etwas falsch machte mit dem DRS, weil niemand mehr hinter mir war. Am Ende haben sie mich doch noch eingeholt", berichtet der 28-Jährige.

Eng hatte beim ersten Re-Start P3 noch tapfer gegen Timo Glock (RMG-BMW) verteidigt. Nach dem früh absolvierten Boxenstopp machte er mit Pascal Wehrlein (HWA-Mercedes) kurzen Prozess. Wenig später schnappte er sich Glock, Auer und Spengler gleichzeitig! Und dann zeigte er gegen den späteren Sieger Mortara in der ersten Kurve eines der mutigsten Überholmanöver des Tages. Aber damit war sein Feuerwerk ausgebrannt.

 

"Ich kann mich nur erinnern, dass ich in Turn 10 einen Fehler gemacht habe. Dann ist Edo in mein DRS-Fenster gekommen und hat mich überholt. Eine Runde danach Timo (Glock; Anm. d. Red.) auch", seufzt er. Aber: " Die Freude über den dritten Platz am zweiten Wochenende überwiegt. Ich glaube, das ist ganz okay. Natürlich hätte ich gerne gewonnen, aber ich hoffe, das kommt bald. Ich bin einfach so schnell gefahren, wie es ging, und irgendwie hat es dann für das Podium gereicht."

Wenn der Sieg schon zum Greifen nah scheint, könnte das die Freude über das erste Podium trüben. Aber Eng versucht, das erste Lausitzring-Rennen als positive Erinnerung abzuspeichern: "Ich bin super glücklich über den dritten Platz. Hockenheim war ein harter Beginn und es waren harte Tage von Hockenheim bis zum Lausitzring, mit viel Arbeit. Dass ich hier sitzen darf, ist der Lohn der Verbesserungen, die wir vorgenommen haben."

Mit einer so positiven Betrachtung tut sich Landsmann Auer schwerer: "Wenn man von P1 auf P4 zurückfällt, ist das natürlich bitter", seufzt er. "Das müssen wir jetzt analysieren. Normalerweise musst du in der DTM jede Chance nutzen. Meine Pole-Position war heute eine Wunder-Runde, die sich nicht auf Knopfdruck wiederholen lässt. Morgen ist ein neuer Tag, aber es wird sicher wieder hart."

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Artikel-Info

Rennserie DTM
Fahrer Philipp Eng , Lucas Auer
Urheber Christian Nimmervoll