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Performance-Stopps als Achillesferse: So leistet Dörr für McLaren Pionierarbeit

Warum die Stopps bei McLarens DTM-Einsteiger Dörr Motorsport noch nicht perfekt klappen, was das mit dem Auto zu tun hat und wie McLaren von der Arbeit profitiert

Performance-Stopps als Achillesferse: So leistet Dörr für McLaren Pionierarbeit

Vor allem die Performance-Boxenstopps haben sich bisher beim Dörr-Team, das McLaren 2024 in die DTM gebracht hat, als Achillesferse herausgestellt. Das hat auch das Zandvoort-Wochenende gezeigt, als Clemens Schmid durch einen Elf-Sekunden-Stopp den ersten McLaren-Podestplatz verpasste. Dass man diesbezüglich noch Lehrgeld zahlt, hat auch damit zu tun, dass der McLaren 720S GT3 Evo in Serien mit Stopps auf Zeit komplett unerprobt ist.

Denn der britische GT3-Sportwagen war bisher in keiner Serie Fixstarter, in der jedes Zehntel beim Reifenwechsel zählt. "Wir betreiben am Auto noch Feintuning, um alles für den Performance-Boxenstopp anzupassen", erklärte Teammanager Robin Dörr im Gespräch mit Motorsport-Total.com nach dem Saisonauftakt.

Selbst bei den besseren Stopps war die Dörr-Crew bei den bisherigen Wochenenden mit Zeiten im Bereich von neun Sekunden im hinteren Feld - die Topzeiten bewegen sich unter sieben Sekunden. Dafür leistet das in Frankfurt ansässige Team für den Hersteller McLaren Pionierarbeit.

Dörr-Wechsel auf alte Radmuttern nach Oschersleben

"McLaren ist mit uns intensiv dran, damit wir auch für die nächsten Jahre Lösungen finden, um konkurrenzfähig zu sein", stellt Teammanager Robin Dörr klar, dessen Projekt auf drei Jahre angelegt ist. Aber was meint er, wenn er von Feintuning beim Auto spricht?

Beim Saisonauftakt in Oschersleben nutzte das Team Radmuttern, die an der Felge fixiert sind und sich auch beim Stopp nicht lösen. Ein System, wie es auch beim Mercedes-AMG GT3 und beim Ferrari zum Einsatz kommt. "Das war ein Update von McLaren für dieses Jahr", so Dörr. "Diesen Fortschritt wollten wir direkt mitnehmen."

Mit dem neuen Radmutter-System hatte das Team aber in Oschersleben Probleme, weil "das Gewinde nicht richtig gegriffen hat", erklärt der Teammanager. Dadurch sei man wieder auf die alten Muttern zurückgegangen, die beim Wechsel im Schlagschrauber bleiben - und nicht an der Felge haften.

Wie McLaren von Dörrs Erfahrungen in der DTM profitiert

Von diesen Erfahrungen profitiert nun auch McLaren, denn in der DTM, in der durch das hohe Leistungsniveau an jedem Detail gefeilt wird, zeigen sich eventuelle Schwachpunkte wie unter einem Brennglas - und der Hersteller kann darauf reagieren.

Zudem lernt das Team noch, wie man den Boliden optimal einsetzt. "Es geht um Kleinigkeiten", erklärt Robin Dörr. "Wir nutzen jetzt andere Fette, die leichter schmieren. Kniffe, die andere Teams wie Abt seit Jahren kennen, müssen wir uns erst erarbeiten."

Diesbezüglich ist es für das ursprünglich gemeinsam mit Project 1 am Standort Lohne geplante Team ein Vorteil, dass die ersten drei DTM-Wochenenden geschafft sind. Denn die junge Truppe, die zuletzt neben einigen Tests und auch beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring am Start war, hat nun einen Monat Zeit, um das Gelernte zu analysieren, ehe es am Norisring weitergeht.

Wie sich Dörr bei den Stopps verbessern will

Das gilt auch für die Boxenstopps. "Wenn wir uns steigern, dann kommen wir zur Saisonmitte dort hin, wo wir hinwollen", sagt Dörr. Was er damit genau meint? "Wir werden dieses Jahr keinen Sechs-Komma-Boxenstopp absolvieren. Das ist uns bewusst", stellt er klar. "Aber wenn wir zu Saisonende in Hockenheim einmal einen Stopp in 7,9 Sekunden hinkriegen, dann wäre ich echt zufrieden."

Pilot Schmid ist diesbezüglich sogar optimistischer: "Beim Trockentraining klappt es schon relativ konstant, dass die Sieben vorne steht. Daher hoffe ich, dass wir das demnächst auch im Rennen schaffen." Am Fleiß der Mechaniker scheitert es offenbar nicht, denn selbst nach dem vierten Platz in Zandvoort übten sie am Abend zahlreiche Boxenstopps. "Sie sind bis in die Haarspitzen motiviert", so Schmid.

Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.

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