DTM

Personalkürzungen bei Porsche: Leiter des GT3-Bereichs nun doch nachbesetzt

Nach dem Abgang von Sebastian Golz wollte Porsche den GT3-Leiter zunächst nicht nachbesetzen: Wer der Nachfolger ist und welche Rolle der Sohn einer Legende spielt

Sven Haidinger

Veröffentlicht: 03.09.2026, 14:31

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Personalkürzungen bei Porsche: Leiter des GT3-Bereichs nun doch nachbesetzt

Maximilian Müller war bereits bei der Evo-Präsentation vor einem Jahr vor Ort

Foto: ADAC Motorsport

Wer wird Nachfolger von GT3-Projektleiter Sebastian Golz und übernimmt künftig bei Porsche die Verantwortung für den GT3-Bereich rund um den traditionsreichen 911 GT3 R? Diese Frage ist nun beantwortet: Wie Motorsport-Total.com recherchiert hat, übernimmt der Deutsche Maximilian Müller diese Rolle.

"Maximilian Müller hat die Funktion als Projektleiter GT3 R bei Porsche Motorsport offiziell Ende Februar übernommen", bestätigt ein Porsche-Sprecher auf Nachfrage von Motorsport-Total.com.

Der 38-Jährige gehört bereits seit über 13 Jahren zur Motorsport-Abteilung von Porsche und war zuletzt für die GT-Rennbetreuung zuständig. Jetzt wird er zum GT3-Projektleiter befördert. Dabei war zunächst gar nicht vorgesehen gewesen, dass Golz nach fast zehn Jahren bei seinem Abschied Ende Januar 2026 überhaupt einen Nachfolger bekommt.

Werden in Weissach 2.000 Stellen gekürzt?

Das hat mit der Krise des Herstellers zu tun - und der aktuell stattfindenden internen Umstrukturierung. Porsche-Chef Michael Leiters hatte kürzlich angekündigt, dass bis 2035 rund 5.000 Stellen gestrichen werden sollen. Von Kürzungen ist auch der Standort Weissach betroffen, wo der Motorsportbereich ansässig ist.

Wie Motorsport-Total.com aus gut informierten Kreisen erfahren hat, soll das Personal in Weissach von 6.000 auf 4.000 reduziert werden - auch einige Stellen im Motorsportbereich sollen betroffen sein.

Maximilian Müller

Zuerst kommissarisch, jetzt auch offiziell: Müller ist der neue GT3-Leiter von Porsche

Foto: Porsche AG

Nach dem Abgang von Golz wurde intern jedoch rasch klar, dass man doch einen GT-Projektleiter benötigt. Die Aufgaben von Golz hatte neben Müller ab Januar 2026 auch Andreas Singer zunächst kommissarisch übernommen. Er ist der Sohn des legendären Porsche-Einsatzleiters Norbert Singer, der auch ein hervorragender Aerodynamiker ist und von 1970 bis 2004 an allen Gesamtsiegen der Marke in Le Mans beteiligt war.

Sohn von Legende Norbert Singer als GT-Entwicklungsleiter

Andreas Singer, der technisch ebenfalls als sehr versiert gilt, sich jedoch lieber im Hintergrund hält, fungiert im GT-Bereich von Porsche als Entwicklungsleiter für das Gesamtfahrzeug. Müller ist hingegen nun der Mann, der bei Porsche auch öffentlich im GT-Bereich als Ansprechpartner fungiert.

Nach seiner offiziellen Beförderung Ende Februar 2026 trat Müller bereits bei den 24-Stunden-Klassikern auf dem Nürburgring und in Spa-Francorchamps in seiner neuen Rolle auf.

Er war als Verantwortlicher für die GT-Rennbetreuung bereits seit November 2017 der direkte Ansprechpartner für die Teams - nun gehören unter anderem auch Themen wie die Balance of Performance (BoP) sowie Gespräche mit Veranstaltern und Serienausrichtern wie dem ADAC gehören zu seinem Aufgabenbereich.

Müller und Singer waren bereits an der Entwicklung des Porsche 911 GT3 R sowie des Evo-Modells beteiligt, das in dieser Saison an die Teams ausgeliefert wurde, beteiligt. Dadurch sind die beiden mit den aktuellen Themen bereits vertraut.

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