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Pirelli legt DTM-Spezialreifen 2026 fest: Trotz Zeitdruck erneut zwei Optionen?

Nach Reifenschäden bei früheren Tests geht Pirelli kurz vor dem DTM-Saisonauftakt auf Nummer sicher: Dennoch wird beim Vallelunga-Test erneut experimentiert

Pirelli legt DTM-Spezialreifen 2026 fest: Trotz Zeitdruck erneut zwei Optionen?

Enormer Zeitdruck: Pirelli bastelt weiter am exklusiven Reifen für die DTM-Saison 2026

Foto: Gruppe C Photography

Die Entscheidung bei den Bemühungen um einen exklusiven DTM-Reifen für die Saison 2026 ist gefallen: Pirelli hat sich laut Informationen von Motorsport-Total.com eineinhalb Wochen vor dem DTM-Test in Vallelunga, bei dem der Reifen erstmals allen Teams zur Verfügung gestellt wird, dazu durchgerungen, der "Option 4" den Vorzug zu geben.

Das ist die konservativste Wahl der insgesamt vier Versuchsreifen, die bei den Testfahrten in Le Castellet und in Vallelunga auf den Boliden aller DTM-Hersteller ausprobiert wurden. Und jene, die dem bisher in der Serie verwendeten DHG-Reifen von Pirelli - der eigentlich für die Langstrecke vorgesehen ist - am ähnlichsten ist.

Dabei hatte Pirelli vorgehabt, einen Reifen zu liefern, der bessere Rundenzeiten ermöglicht und mehr abbaut. Diesbezüglich will man nun aber offenbar so kurz vor dem Saisonstart in Spielberg (24. - 26. April) kein großes Risiko eingehen, nachdem es Ende November 2025 beim Test in Le Castellet mit den extremeren Varianten "Option 1" und "Option 2" zu Schäden und deutlicher Kritik an den Reifen gekommen war.

Gleiche Reifenmischung wie beim bisherigen DTM-Reifen

Am Ende waren die Varianten "Option 3" und "Option 4", die am 2. und 3. März beim Reifentest in Vallelunga erstmals ausprobiert worden waren, in der engeren Auswahl. Die Entscheidung fiel auf Basis des Hersteller-Feedbacks und der gesammelten Daten von Pirelli (SPONSORED LINK: Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2026 sichern!).

Wie man aus Teamkreisen hört, handelt es sich bei "Option 3" um die gleiche Konstruktion wie beim bisher in der DTM genutzten Pirelli-Reifen, aber um eine andere Mischung. Bei "Option 4" ist es umgekehrt: Die Mischung ist gleich wie beim Pirelli P Zero DHG, dafür ist die Konstruktion anders. Entsprechend ähnlich sind die Rundenzeiten.

Bei "Option 3" waren "Peak" und Abbau stärker ausgeprägt als bei "Option 4". Es gab aber auch Befürchtungen, dass der Reifen bei Hitzerennen und einem aggressiven Asphalt nicht bei allen Autos halten könnte und für zu große Schwankungen zwischen den über die Balance of Performance (BoP) aneinander angeglichenen GT3-Autos sorgt.

Was es mit "Option 4.1" und "Option 4.2" auf sich hat

Aber ist nun endgültig geklärt, wie der Reifen für die DTM-Saison aussehen wird? Nein, denn wie Motorsport-Total.com erfahren hat, gibt es nun weitere Anpassungen. Beim Pirelli-Test in Vallelunga, bei dem vorgesehen war, dass erstmals alle Teams in den Genuss des neuen Reifens kommen, soll nun "Option 4.1" mit "Option 4.2" verglichen werden.

Was dahinter steckt? Bei den beiden Reifen handelt es sich zwar um die gleiche Konstruktion und Mischung wie bei "Option 4", allerdings gibt es Unterschiede beim Fertigungsprozess der beiden Pneus.

Was sich Pirelli von diesem Vergleich verspricht, ist ungewiss. Es gibt allerdings Gerüchte, wonach das heftige Graining beim Le-Castellet-Test im November mit dem Fertigungsprozess zu tun gehabt haben könnte. Denn schon am 14. und 15. Oktober hatte Pirelli die DTM-Hersteller die extremeren Varianten "Option 1" und "Option 2" in Le Castellet testen lassen, allerdings ohne nennenswerte Probleme.

Erneuter Reifenvergleich wirkt sich auf Testablauf aus

Dass nun am 24. und 25. März erneut zwei verschiedene Reifen eingesetzt werden müssen, wirkt sich auch auf den Ablauf des Tests in Vallelunga aus. Denn Pirelli hat trotz des neuen Produktionsstandorts in Breuberg in Hessen nur rund eine Woche Zeit - und ist nicht in der Lage, für beide Tage genügend Reifen für das gesamte Feld herzustellen.

Während am ersten Tag die beiden Varianten untereinander und mit dem Referenzreifen DHG verglichen werden sollen, ist für den zweiten Tag nur noch der Einsatz jenes Reifens vorgesehen, der sich als bessere Wahl herausgestellt hat. Die Teams sollen in Vallelunga zwar auch freie Testzeit erhalten, um ihr eigenes Programm abzuspulen, es sind aber auch sogenannte "Performance-Sessions" geplant.

Dabei werden die Boliden mit vorbestimmter Spritmenge zu Quali- und Rennsimulationen auf die Strecke geschickt und danach bei der technischen Abnahme überprüft. So wollen die Verantwortlichen wichtige Daten sammeln, um auch mit den neuen Reifen für die Erstellung der Balance of Performance gerüstet zu sein.

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