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"Planen nächstes Jahr zweites Auto": Wie Timo Bernhards Team die DTM erobert

Das Team Bernhard stellt sich 2022 nach sechs Jahren ADAC GT Masters der DTM: Was zum Einstieg führte, welche Pläne man hat und wie man mit den Kosten klarkommt

Das aus dem ADAC GT Masters bekannte Team Bernhard von Le-Mans-Sieger Timo Bernhard steigt dieses Jahr mit einem Porsche 911 GT3 R und Werksfahrer Thomas Preining in die DTM ein. Doch es hätte durchaus Möglichkeiten gegeben, noch ein zweites Auto zu bringen, gibt der Teamchef zu. "Es gab in der Tat einige Anfragen für ein zweites Auto", sagt er im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

"Und da waren einige richtig gute Fahrer dabei, einer war sogar sehr gut, auch wenn ich keine Namen nennen will. Wir haben kurz gesprochen, aber ich habe gleich gesagt, dass das für mich keine realistische Option ist."

Warum der 41-Jährige vorerst nur einen Porsche einsetzt? "Ich habe vergangenes Jahr im Juli oder August - also relativ früh - begonnen, das Programm zusammenzustellen. Im Dezember dann doch noch ein zweites Auto zu bringen, wäre zu kurzfristig gewesen", erklärt er.

Zweijahres-Programm bei Team Bernhard

Zunächst sei es, so Bernhard, wichtig, sich mit einem Boliden in der DTM zu etablieren und die Ressourcen richtig zu nutzen. "Ich denke, dass wir richtig gut mitfahren und ein paar Leute überraschen können", prognostiziert er. "Das Programm ist aber nicht nur für ein Jahr anberaumt. Es wäre also schon der Plan, nächstes Jahr mit einem zweiten Auto zu kommen."

Insgesamt habe man den Einsatz in der DTM erst mal auf zwei Jahre ausgelegt, offenbart Bernhard. "Gedanklich schon länger, aber im Moment ist alles, was über zwei Jahre hinausgeht, unseriös", sagt er.

Doch wie kam es überhaupt zum Schritt, nach sechs Jahren das ADAC GT Masters zu verlassen und in die DTM einzusteigen? "Wir haben im Rallyesport begonnen", verweist er auf die Teamgründung im Jahr 2012.

Team benötigte "neuen Impuls"

"Dann waren wir einige Jahre im Carrera-Cup, dann GT-Masters, mehrmals die 24 Stunden von Spa. Wir haben also immer auf der vorangegangenen Aufgabe aufgebaut. Das GT-Masters war für uns eine wichtige und tolle Meisterschaft, aber nach sechs Jahren war es wichtig, einen neuen Impuls für das Team und für die vielen Partner zu setzen."

Die DTM sei für ihn immer eine attraktive Serie gewesen, aber durch seine Porsche-Historie und die Rolle als Markenbotschafter sei die DTM erst durch den Wechsel von den Class-1- auf die GT3-Autos interessant geworden. "In den letzten ein, zwei Jahren der Class 1 gab es bereits Gerüchte über GTE-Autos", offenbart Bernhard. "Das habe ich verfolgt, weil mich interessiert hat, in welche Richtung es geht. Wobei GTE-Fahrzeuge aus Teamsicht fast nicht zu finanzieren gewesen wären."

Warum man nicht schon 2021 einstieg

Im Vorjahr, als die Serie erstmals mit GT3-Fahrzeugen startete, wäre ein Einstieg möglich gewesen, doch das eigene Programm im ADAC GT Masters war schon zu weit fortgeschritten. "Da ging es nicht mehr zurück - und ich bin auch keiner, der Schnellschüsse macht. Außerdem hatte ich alles zugesagt und wollte nicht zweigleisig fahren."

Doch dann wurde Timo Bernhard und sein Vater von der ITR zum DTM-Wochenende auf dem Nürburgring eingeladen, wo es in Loge 22 des Boxengebäudes zu Gesprächen mit DTM-Boss Gerhard Berger und DTM-Manager Frederic Elsner kam. "Sie waren sehr interessiert daran, Porsche mit dabei zu haben", so Bernhard. Man machte also Nägel mit Köpfen.

Durch die Entscheidung, in die DTM einzusteigen, sei "ein Ruck durch die komplette Mannschaft gegangen", sagt der Ex-Rennfahrer. Das Team ist aber auch mit höheren Kosten konfrontiert. "DTM ist auf jeden Fall teurer", bestätigt Bernhard.

DTM-Trophy-Einsatz sorgt für Boxencrew-Lösung

"Man hat zwar nicht mehr Laufzeit, muss aber mehr testen gehen. Dazu kommt noch das Thema Boxenstopp. Das ist schon noch mal ein anderer Aufwand, das Boxenstopp-Equipment muss man auch warten. Außerdem müssen sich die Jungs fit halten, müssen Boxenstopps trainieren. Das macht es noch einmal 'teurer', dass man nicht zusätzlich eine Kundensport-Meisterschaft machen kann. Du brauchst mehr Kapazitäten für das Programm."

Die Herausforderung, dass man als Ein-Wagen-Team kein zusätzliches Personal für die Stopps mitbringen muss, löst man über den Einsatz von zwei GT4-Boliden in der DTM-Trophy. "Die Mechaniker in der Trophy sind Teil unserer Boxencrew. Daher haben wir da keinen Überhang", so Bernhard. "Man muss effizient denken und arbeiten - auch aus unternehmerischer Sicht. Denn ich kann nicht fünf Leute extra mitnehmen, nur damit ich einen Boxenstopp machen kann."

Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.

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