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Preining-Rücktrittsdrohung nicht nur aus Frust? "Viel über Zukunft nachgedacht"

Thomas Preining erklärt, welche Rolle sein Porsche-Vertrag bei der Rücktrittsdrohung spielte, während Mirko Bortolotti vor dem Abschied des Ex-Meisters warnt

Preining-Rücktrittsdrohung nicht nur aus Frust? "Viel über Zukunft nachgedacht"

Aktuell ist unklar ob Thomas Preining bei Porsche und in der DTM bleibt

Foto: ADAC Motorsport

Wie ernst war die Rücktrittsdrohung von Ex-Champion Thomas Preining beim Norisring-Wochenende wirklich? Der Manthey-Porsche-Pilot rechnete nach dem enttäuschenden Samstagsrennen in Nürnberg mit der Balance of Performance (BoP) in der DTM ab und meinte im Gespräch mit Motorsport-Total.com, "ich bin wirklich kurz davor, dass ich sage: Das bringt nichts mehr, ich höre auf".

Drei Wochen später dominierte der 28-Jährige in Oschersleben und holte zwei Poles und beinahe zwei Siege, wäre nicht der letzte Stopp schiefgegangen. Aber wie sieht er seine Aussagen heute? "Generell war das natürlich in der Hitze des Gefechtes", sagt der Österreicher.

"Das war eine sehr frustrierende Zeit für mich - nicht nur auf dem Norisring, aber auch bei den Rennen davor, bei denen wir uns wirklich nicht so gut geschlagen haben wie wir es wahrscheinlich hätten tun sollen. Ich war natürlich frustriert, dennoch habe ich in diesem Moment und in den folgenden Wochen im Sommer viel Zeit damit verbracht, darüber nachzudenken, was die richtigen Schritte für meine Zukunft sind."

Preining: Porsche-Werksvertrag läuft mit Saisonende aus

Denn Fakt ist, dass Preinings Porsche-Vertrag nach zwei Jahren zum Jahresende ausläuft und seine Zukunft noch nicht geklärt ist. Wie es diesbezüglich aussieht? "Ich habe noch keine Entscheidung getroffen", stellt der Österreicher klar, der sich als Porsche-Junior nach oben gearbeitet hat und als einer von wenigen GT3-Piloten bei der Volkswagen-Marke einen Werksvertrag besitzt.

"Ich meine, ich werde definitiv noch ein paar Jahre dem Rennsport treu bleiben", schließt Preining einen kompletten Rücktritt vorerst aus. "Ich werde die Stiefel noch nicht an den Nagel hängen, aber als Werksfahrer liegt es nicht immer komplett nur an mir, welches Programm ich absolviere und so weiter."

Dennoch stellt Preining klar, der dieses Jahr in Spa-Francorchamps sein erstes 24-Stunden-Rennen gewonnen hat, dass die Liebe zur DTM nicht komplett erkaltet ist. "Natürlich liebe ich die DTM", sagt er. "Es ist meine Lieblingsmeisterschaft, und ich würde gerne bleiben, aber das liegt nicht immer zu 100 Prozent in meinen Händen." (SPONSORED LINK: Jetzt Tickets für die DTM-Saison 2026 sichern!)

Bortolotti warnt vor Preining-Rücktritt: "Dann ist die DTM tot"

Abgesehen davon spielt es für DTM-Spezialist Preining, der abgesehen vom Auftaktsieg in Spielberg bis Oschersleben nicht über Platz sieben in Zandvoort hinauskam, auch eine Rolle, ob er konkurrenzfähig ist. "Wie ich am Norisring gesagt habe, hat es damals nicht so viel Sinn ergeben zu fahren, aber so wie es danach gelaufen ist, ist es jetzt wieder ganz anders. Es ist also ein auf und ab."

Während sich Aston-Martin-Pilot Nicki Thiim in Oschersleben in Anbetracht der Dominanz von Preining über die Angelegenheit lustig machte und meinte, er werde jetzt auch mit Rücktritt drohen, fordert Bortolotti Ex-DTM-Titelrivale Preining auf, seine Karriere in der Traditionsserie unbedingt fortzusetzen.

"Ich hoffe Thomas hört nicht auf", meldet sich der Italiener, der Preining schon öfter seinen großen Respekt aussprach, selbst zu Wort. "Wir brauchen ihn in der DTM. Wenn wir Fahrer wie Thomas und andere Fahrer verlieren, die anfangen zu sagen, dass sie aufhören, dann ist die DTM tot."

Mischt Preining im Titelkampf voll mit? "Noch nicht ..."

Vor dem Manthey-Heimspiel auf dem Nürburgring - und damit sechs Rennen vor Schluss - liegt Preining in der Gesamtwertung 28 Punkte hinter DTM-Leader Maro Engel auf Platz vier. Ob er nach Oschersleben wieder voll mitmische? "Noch nicht", antwortet er.

"Der Führende hat einen ziemlichen Vorsprung herausgeholt, als wir in der Anfangsphase der Saison Probleme hatten. Wir holen also immer noch auf, aber wenn wir noch so ein Wochenende wie Oschersleben haben, dann würde das unserer Chancen, den Rückstand zu verringern, wirklich erhöhen", sagt Preining. Der erste DTM-Sieg von Manthey auf dem Nürburgring sei daher das erklärte Ziel.

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