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DTM
Siegesfeier von Rene Rast: Auch Nico Rosberg fliegt ein
Keke und Nico Rosberg gehörten zu den prominenten Gratulanten auf der DTM-Siegesfeier des neuen Champions Rene Rast: Party bis 4:30 Uhr ohne Alkohol.
Roman Wittemeier
Bearbeitet: 16.10.2017, 14:53
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Mit einer großen Party hat das Team Rosberg seinen neuen DTM-Champion Rene Rast am Sonntagabend gefeiert. Kurzentschlossen nahm Nico Rosberg in einem Privatflieger neben seinem Vater Keke Platz, um an der Siegesparty des Champions 2017 teilzunehmen. Der DTM-Rookie hatte sich wenige Stunden zuvor in seinem erst 21. DTM-Rennen den Titel gesichert. Dieses Kunststück hat vor ihm kein Neuling seit dem DTM-Comeback 2000 geschafft.
Freunde und Bekannte, darunter auch DTM-Chef Gerhard Berger, hatten Teambesitzer Keke Rosberg davon abgeraten, nach Hockenheim zu kommen. "Bleib zu Hause, du bringst eh nur Unglück", hatten sie gesagt. "Ich bin deshalb in Monte Carlo geblieben und habe am TV mitgefiebert. In der vorletzten Runde habe ich einen Privatflieger geordert und Nico gefragt, ob er mitkommt. Er hat spontan zugesagt, obwohl er schon Montagfrüh um 6:30 Uhr wieder zurück musste", sagt Keke Rosberg im Gespräch mit 'Motorsport.com'.
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"Wir sind dann um 18:30 Uhr in Cannes los, konnten aber nicht wie ursprünglich geplant in Speyer, sondern mussten in Frankfurt landen. Da hätten wir auch gleich den Linienflieger nehmen könnten. Immerhin waren wir pünktlich um 22:00 Uhr bei der internen Feier von Audi Sport vor Ort", so der Teamgründer. Auf die Bühne wollte Teambesitzer Keke Rosberg aber nicht. Der Formel-1-Weltmeister von 1982 ließ stattdessen Rene Rast und Teamchef Arno Zensen den Vortritt auf dem großen Parkett.
Rosberg lobt Rast: Akribischer Arbeiter
"Rene ist ein akribischer Arbeiter, er sitzt stundenlang im Simulator, bekommt kein Geld dafür und hat stattdessen nur den Erfolg im Kopf. Als er zu uns kam, war schnell klar, dass er auf dem Weg zu einem Topfahrer in der DTM ist. Seine starke Quali-Performance war der Grundstein zu seinem Erfolg", meint Rosberg.
Die Zahlen geben dem ehemaligen Formel-1-Weltmeister recht: Rast holte mit 17 Punkten in den Zeitenjagden mehr Zähler als jeder andere Fahrer im 18-köpfigen Teilnehmerfeld. Zum Vergleich: Sein härtester Titelrivale Mattias Ekström, dem in der Tabelle letztendlich nur drei Punkte zum Titelgewinn fehlten, heimste lediglich fünf Zähler ein. Zur Erklärung: In den 18 Qualifyings wurden an die Top 3 jeweils drei, zwei und ein Punkt vergeben.
Im zwölften DTM-Jahr gelang dem Audi-Team Rosberg nun der erste Titeltriumph in der Fahrer- und Teamwertung. "Wir haben die Teamstruktur geändert und sind inzwischen auf einem guten Niveau", freut sich Rosberg. "Du musst mit der Generation von Menschen in der heutigen Zeit neue Wege gehen. Die Computerfraktion, die nur aus dem Fenster guckt und auf den Regen wartet, brauchst du nicht."
Heutzutage seien Werte und Instrumente gefordert. "Da hat sich vieles geändert", so Rosberg, für den der lange Partymarathon, bei dem auch DTM-Chef Berger und ARD-TV-Experte Norbert Haug seine Gesprächspartner waren, erst in den frühen Morgenstunden endete. Da lag Sohn Nico, der ebenfalls zu den Gratulanten zählte, schon lange im Bett.
Green und Ekström blieben der Party fern
Dagegen war die Feier für Rast erst nachts um 4:30 Uhr beendet. Der neue DTM-Champion musste viele Hände schütteln und Gratulationen entgegennehmen, vermied dabei aber Alkoholgenuss. "Ich würde bereits nach einem Glas Bier oder Wein unter dem Tisch liegen", meint Rast grinsend. Trotz weniger als zwei Stunden Schlaf meisterte der Rosberg-Schützling eine weitere Aufgabe mit Bravour: Für ein Interview im "ARD-Morgenmagazin" stand Rast pünktlich vor der Kamera.
Es kämen jetzt viele PR-Termine, "auf die ich mich aber schon freue", meint Rast, auf den am kommenden Donnerstag eine Überraschung wartet: Nach Informationen von 'Motorsport.com' wird für den gebürtigen Mindener ganz in der Nähe seiner Heimatstadt eine spontane Meisterfeier organisiert. Von Feierlaune konnte bei seinem Teamkollegen Jamie Green (DTM-Dritter) sowie dem großen Rivalen Mattias Ekström (Zweiter) keine Rede sein. Das Audi-Duo glänzte bei der Party durch Abwesenheit. Sie verließen die Rennstrecke nach der internen Audi-Feier schon vor 23 Uhr.
Am Rande der "Rast-Feierlichkeiten" sorgte im Übrigen der frühere Audi-Motorsportchef und jetzige Berater Wolfgang Ullrich für eine weitere Überraschung, als er spontan verkündete: "Wenn man weiß, dass Dieter Gass der richtige Nachfolger für mich ist, dann kann man auch ruhig mal in Rente gehen." Will heißen: Ende des Jahres räumt Ullrich endgültig sein Büro. Der Österreicher und sein Nachfolger haben seit gestern eines gemein: Unter ihrer Regie gewann Audi 2004 (Ullrich) und jetzt Gass alle drei Titel ("Triple") in der DTM.
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