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Rene Rast hofft 2023 auf DTM-Verbleib: "Wohl auch im Interesse von BMW"

Obwohl BMW noch ein Geheimnis um das Programm macht, will Rene Rast weiterhin in der DTM bleiben: Warum es auch in Hinblick auf die Rennkalender Hoffnung gibt

Sven Haidinger

Bearbeitet: 27.09.2022, 12:30

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Rene Rast hofft 2023 auf DTM-Verbleib: "Wohl auch im Interesse von BMW"

Bleibt Rene Rast auch 2023 nach seinem Wechsel zu BMW in der DTM? Obwohl die Münchner bisher ein Geheimnis um die bevorstehenden Programme des 35-jährigen Mindeners gemacht haben, gibt es laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' hinter den Kulissen Bemühungen, dass Rast weiterhin in der DTM an den Start geht.

Was angesichts des Formel-E-Vertrags von Rast mit McLaren und der Kalenderplanung eine Herausforderung ist. Fakt ist aber, dass Rast selbst in der DTM bleiben möchte. "Definitiv", bestätigt er, dass das Kapitel nicht beendet sei. "Ich werde nicht die Tür zumachen, nachdem ich in Hockenheim das letzte DTM-Rennen gefahren bin. Da kann noch einiges passieren."

Er sei zwar "nicht mehr der Jüngste, aber man kann ja auch noch mit Ende 30 DTM fahren. Das haben ja schon viele Kollegen vor mir bewiesen. Von dem her ist die Tür nicht zu."

Rast: Überschneidungen für McLaren und BMW inakzeptabel

Entscheidend ist nun, ob der Formel-E-Kalender 2023 mit dem noch nicht veröffentlichten DTM-Kalender übereinstimmt und ein Doppelprogramm zulässt. "Jetzt müssen wir abwarten", sagt Rast. "Hoffentlich gibt es keine Überschneidungen. Und dann müssen wir uns mal zusammensetzen und einen Plan machen."

Die Ausgangslage ist nicht einfach, denn die Formel E belegt 2023 in der für die DTM relevanten Zeit von April bis zum Saisonende Ende Juli im Schnitt zwei Wochenenden pro Monat siehe Formel-E-Kalender 2023.

Auf die Frage, welche Rennserie und welcher Hersteller vertraglich Priorität habe, meint Rast, dass sich McLaren und BMW abstimmen werden, wenn die Kalender veröffentlicht sind. Und ergänzt: "Mit Sicherheit wird keiner von beiden Kollisionen in Kauf nehmen."

Warum ein DTM-Einsatz für BMW Sinn ergeben würde

Da der McLaren-Vertrag nur für die Formel E gilt und das LMDh-Entwicklungsprogramm ein großer Anreiz für Rast war, zu BMW wechseln, würde in so einem Fall vermutlich die DTM auf der Strecke bleiben.

Doch dieses Szenario will man unbedingt verhindern, was auch ganz klar im Interesse der Münchner liegt. "Natürlich ist es auch für BMW gut, wenn man jemandem aus dem anderen Kader - in dem Fall Audi - wegnimmt und zu seinem Kader hinzufügt. Weil dann machst du eine Marke schwächer und die eigene stärker", erklärt Rast.

"Von dem her ist es wahrscheinlich auch im Interesse von BMW, wenn die Kalender wirklich zueinander passen, dass man vielleicht eine Lösung findet."

DTM-Kalender: Berger gibt Hinweis auf BMW-Wunsch

Das deutet auch DTM-Boss Gerhard Berger im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' an: Auf die Frage, welche Rolle potenzielle Überschneidungen mit anderen Serien für die Werksfahrer bei der Kalenderplanung der DTM spielen, antwortet er: "Die Hersteller sagen uns, dass ihre Fahrer meistens zwei Programme fahren. Der eine sagt, dass es wichtig ist, mit der Formel E keine Überschneidung zu haben, die anderen sagen, dass die Langstrecken-Formate wichtig sind."

Auch die großen 24-Stunden-Rennen Nürburgring, Spa und Le Mans seien diesbezüglich ein Thema. Um diesbezüglich gut abgestimmt zu sein und nicht nachträglich umplanen zu müssen, wolle man mit der Veröffentlichung des Kalenders noch warten.

Auch im Interesse der Hersteller. "Wenn man sich da nicht ein bisschen abstimmt, haben sie das Problem, dass sie mehr Fahrer engagieren müssen", erklärt Berger.

Rast-Verbleib wäre auch für Berger wichtig

Dass er konkret die Formel E nennt, kann als Hinweis auf Rast gewertet werden: Denn abgesehen von ihm hat aus dem aktuellen DTM-Fahrerfeld nur Rosberg-Audi-Pilot Nico Müller mit Abt einen Vertrag für die kommende Saison in der Elektrorennserie. Doch Müller kombiniert das Engagement 2023 nach dem Audi-Abschied mit einem LMH-Programm bei Peugeot - und da die Franzosen nicht in der DTM aktiv sind, stehen die Zeichen klar auf Abschied.

Abgesehen davon wäre es nicht nur für BMW wichtig, Rast in der DTM im M4 GT3 an den Start zu bringen, sondern auch für Berger: Denn Rast ist einer von wenigen Piloten aus der Hersteller-Ära, die nach wie vor in der DTM an den Start gehen - und aktuell das große Aushängeschild. Vor allem, wenn er dieses Jahr seinen vierten Titel holt.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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