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Rosberg lüftet DTM-Fahrergeheimnis: Müller kehrt zurück, aber wer ist Gore?

Das Rosberg-Team lüftet sein DTM-Geheimnis: Wieso man Audi treu bleibt, was hinter Nico Müllers Wechsel steckt und wer sich hinter dem Namen Dev Gore verbirgt

Rosberg lüftet DTM-Fahrergeheimnis: Müller kehrt zurück, aber wer ist Gore?

Sensationstransfer in der DTM: Audis Vizemeister Nico Müller wird diese Saison nach fünf Jahren von seinem Langzeit-Team Abt zu Rosberg wechseln und dort den amtierenden Meister Rene Rast ersetzen. Das hat die Truppe aus Neustadt an der Weinstraße nun offiziell bekanntgegeben. Und auch beim zweiten Fahrer setzt Teamchef Kimmo Liimatainen auf Veränderung: Der 23-jährige US-Amerikaner Dev Gore ist ein völlig unbeschriebenes Blatt.

"Ich freue mich sehr, zum Team Rosberg zurückzukehren und 2021 wieder in der DTM dabei zu sein", sagt Müller, der den Platz seines in die Formel E gewechselten Langzeitrivalen einnimmt und sich nun endlich den Titeltraum erfüllen will. "Zum Start in die neue Ära mit adaptiertem technischen Reglement mit einem Audi R8 LMS auf Titeljagd zu gehen, motiviert mich sehr. Auf geht's!"

Damit ist nun endlich auch offiziell, was 'Motorsport.com' bereits vor über einem Monat berichtete: Obwohl man zunächst um das Fahrzeug ein Geheimnis machte, wird Rosberg auch weiterhin mit Audi zusammenarbeiten und ist damit neben Abt das zweite Team, das den R8 LMS GT3 einsetzen wird.

Rosberg-Team setzt weiter auf Audi-Partnerschaft

"Hinter uns liegen anstrengende Wochen und Monate, in denen wir unsere Neuausrichtung als Team vorangetrieben haben", sagt Teamchef Liimatainen - und freut sich, dass nun alle Details geklärt sind.

"Jetzt können wir endlich sagen, dass wir mit den besten Voraussetzungen in die bevorstehende Saison starten. Mit dem Audi R8 LMS GT3 vertrauen wir auf eines der erfolgreichsten Fahrzeuge der GT3-Klasse und es ist gut und folgerichtig, dass wir nach den unfassbaren Erfolgen der letzten Jahre auch im Kundensport weiter mit Audi Sport verbunden bleiben."

Wie kam es zum überraschenden Müller-Transfer?

Mit dem Wechsel von Abt zu Rosberg betritt der Schweizer kein Neuland. Das liegt daran, dass er seine ersten zwei DTM-Jahre vor der von 2016 bis 2020 andauernden Ära in Kempten bei der damals noch von Arno Zensen geleiteten Mannschaft verbrachte.

Aber handelt es sich dabei um einen geschickten Schachzug des Teams? Laut Informationen von 'Motorsport.com' ist davon nicht auszugehen, denn Audi hat bei Fahrerentscheidungen nach wie vor großen Einfluss, obwohl es sich bei der DTM nun um Kundensport handelt.

Freude über Müller-Rückkehr "enorm"

Die Rückkehr des stark gereiften DTM-Stars sorgt jedenfalls für große Freude bei der bisherigen Rast-Truppe. "Als ich unserem Team in den letzten Tagen mitteilen konnte, dass Nico Müller zu uns zurückkehrt, war es ein sehr besonderer Moment und die Freude war enorm", erzählt Teamchef Liimatainen.

"Das unterstreicht noch einmal unsere Ambitionen mit einer starken Mannschaft um den Titel zu kämpfen. Mit Dev Gore kommt ein junger, hungriger Fahrer zu uns, der in internationalen Formel-Serien, aber auch bereits in der GT3-Klasse seine Qualität bewiesen hat."

Motorsport-Spätstarter aus Oklahoma als zweiter Fahrer

Aber wer ist eigentlich Dev Gore? Der 23-Jährige aus Oklahoma begann seine Motorsportkarriere erst im Alter von 18 Jahre und wechselte nach zwei Jahren im Kartsport in den Formelsport. Mit 21 traf er die Entscheidung, seine Karriere in Europa voranzutreiben und trat in der Euro-Formula-Open-Formel-3-Serie an. Zudem bestritt er 2019 drei Rennen der Blancpain-GT-Endurance-Cup in einem Mercedes-AMG GT3, wodurch er immerhin etwas GT3-Erfahrung besitzt.

Dev Gore

Blutauffrischung: Der US-Amerikaner Dev Gore versucht bei Rosberg sein Glück

Foto: Exclusive Autosport

Große Erfolge waren dem Motorsport-Spätstarter bislang nicht vergönnt, aber für seinen späten Einstieg ist seine Karriere dennoch beachtlich. Nun versucht er sein Glück in der DTM. Und da das Rosberg-Team im Gegensatz zu Abt beim zweiten Cockpit auf einen Fahrer angewiesen ist, der finanzielle Unterstützung liefert, ergibt der Deal Sinn.

"Ich war schon immer ein großer Fan der DTM und habe die Serie verfolgt, seit ich mit dem Motorsport angefangen habe", outet sich der US-Amerikaner überraschenderweise als DTM-Fan.

"Die Rennen sind immer sehr spannend und die Qualität der Teams und Fahrer gehört zum Besten im Motorsport." Dass er nun für das Team des amtierenden Champions fährt, sei eine "fantastische Gelegenheit. Ich werde mich so gut wie möglich in das Team einbringen, um das Auto zu verstehen und die Serie in den Griff zu bekommen. Die Tage bis zum ersten Test der Saison zähle ich schon runter!"

Mit Bildmaterial von ITR.

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Rennserie DTM
Urheber Sven Haidinger