Sophia Flörsch trotz schwierigem DTM-Debüt: "Arbeite auf Formel 1 hin"

Das schwache DTM-Debüt ändert nichts an Sophia Flörschs Formel-1-Ambitionen: Warum sie die Serie trotz der neuen GT3-Ära als gutes Sprungbrett ansieht

Sophia Flörsch trotz schwierigem DTM-Debüt: "Arbeite auf Formel 1 hin"

Sophia Flörsch hatte bei ihrem DTM-Debüt in Monza einen ordentlichen Rückschlag einstecken müssen. In den Qualifyings landete sie deutlich abgeschlagen auf dem jeweils letzten Platz, und auch in den Rennen blieb sie mit 16. Positionen äußerst blass. An ihren großen Ambitionen ändert das jedoch nichts.

"Ja, ich arbeite immer noch darauf hin", antwortet Flörsch im Gespräch mit der 'TZ' vor dem Saisonstart auf die Frage, ob die Formel 1 immer noch das große Ziel sei. Dabei scheint der Sprung in die Königsklasse mit dem Wechsel in die neue GT3-DTM entfernter denn je, und das liegt nicht nur an Flörschs Performance beim Auftakt.

Flörsch lässt sich davon jedoch nicht beirren. Stattdessen zählt sie die Vorzüge der DTM auf: "Es gibt genug Rennfahrer, die bewiesen haben, dass du von der DTM in die Formel 1 kommen kannst - wie Esteban Ocon oder Pascal Wehrlein." Allerdings fuhren die beiden damaligen Mercedes-Junioren noch in einer reinen Werks-DTM. Mit der DTM 2021 ist das kaum zu vergleichen.

Flörsch weiß auch, dass der Kampf gegen bekannte Namen in der Welt des Motorsports bei der Profilierung helfen kann: "Außerdem fahre ich gegen Mike Rockenfeller, der im Motorsport fast alles gewonnen hat, und gegen Timo Glock und Alexander Albon, die Formel 1 gefahren sind."

Sich mit ihnen messen zu können, sieht Flörsch als wertvollen Schritt in ihrer Entwicklung als Rennfahrerin an. Zumindest gegen Glock durfte sie in Monza schon kämpfen, schaffte es mit ihrem Audi R8 LMS jedoch konzeptbedingt nicht am BMW M6 GT3 vorbei. Der BMW fühlt sich seit jeher auf den Geraden wohl, während der Audi im Vergleich dazu eher als Kurvenwunder punktet.

Gelingt es Flörsch in der DTM, den Spieß umzudrehen und die Leistungen zu verbessern, steht es aber wieder besser um ihre Zukunft. "Die DTM ist eine der höchsten Rennserien weltweit. Sportlich gesehen ist sie höher anzusiedeln als die Formel 3. Von daher ist es ein Schritt in die richtige Richtung", ist sie überzeugt. Jetzt muss sie nur noch überzeugen.

Mit Bildmaterial von DTM.

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