Super-GT-Chef über Zukunft: "Traum wäre Weltcup"

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Super-GT-Chef über Zukunft: "Traum wäre Weltcup"
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18.11.2019, 15:34

Vor dem ersten gemeinsamen Rennen: Wie Super-GT-Boss Masaaki Bandoh die Zukunft mit der DTM sieht und wie es in Hinblick auf weitere Hersteller aussieht

Dieses Wochenende wird die DTM mit dem Dream-Race in Fuji erstmals in der Geschichte ein eigenes Rennen mit der Class-1-Partnerserie Super GT austragen. Doch wohin geht die gemeinsame Reise? "Ich würde diese Idee gerne ausbauen, und mein Traum wäre ein Weltcup auf globaler Ebene", stellt Masaaki Bandoh, Chef der Super-GT-Dachorganisation GTA, klar.

Damit spielt das japanische Pendant zu DTM-Boss Gerhard Berger auf einen Plan an, der bereits vom Österreicher nach dem Saisonfinale in Hockenheim kommuniziert wurde. "Mit diesem gemeinsamen Reglement muss es das Ziel sein, immer mehr gemeinsame Rennen auszutragen", sagt auch ITR-Chef Berger, der zwei bis fünf Rennen pro Jahr ins Auge fasst. "Wir müssen das aber Schritt für Schritt angehen und sollten nicht zu viele Dinge auf einmal machen."

Noch befinde man sich in einem "Brainstorming-Prozess", sagt Berger. "Ich bin sicher, dass die eine oder andere Idee dabei geboren wird, aber es ist zu früh, jetzt von Verhandlungen zu sprechen - oder über die nächsten Schritte."

Bandoh hofft auf weitere Hersteller

Derzeit nutzen sechs Hersteller das Class-1-Reglement. Dabei handelt es sich um die DTM-Teilnehmer Audi, BMW und Aston Martin sowie um die Super-GT-Teilnehmer Honda, Nissan und Toyota/Lexus. Das ist aber laut Bandoh nur der Anfang.

"Das Ziel ist es, mehr Hersteller zu gewinnen und die Kosten zu reduzieren", sagt der Japaner. "Wir wollen das auf ein globales Niveau ausbauen und unsere Errungenschaft anderen Herstellern präsentieren." Im Gespräch ist derzeit, dass die US-amerikanische IMSA-Serie beim Antriebsstrang Teile des Class-1-Reglements übernimmt. Besonders attraktiv: der geplante Hybridantrieb.

Das DTM-Saisonfinale in Hockenheim, bei dem die Super-GT-Serie immerhin drei Boliden antreten ließ, und das eigene Rennen in Fuji seien ein "erster großer Schritt", sagt Bandoh. Er erhofft sich dadurch, dass andere Hersteller auf das Class-1-Format ansprechen: "Ein gemeinsames Event hat eine große Wirkung, nicht nur in Japan, sondern bei allen Herstellern."

Berger: Reglements von Super GT und DTM nun angeglichen

Aber wie nahe dran ist man an einem neuen Hersteller, den vor allem Berger seit einiger Zeit unter anderem in Italien sucht? "Wir sind nicht nah dran, denn der Fokus ist derzeit immer noch darauf, das Reglement zu finalisieren", antwortet der Österreicher. 2020 werde "das erste Jahr, in dem unsere Reglements sehr ähnlich sind".

Es gäbe zwar immer noch einen kleinen Unterschied, der sei aber auf das unterschiedliche Rennformat - während die DTM Sprintrennen austrägt, sind es in der Super-GT-Serie Langstreckenrennen - zurückzuführen. "Sie haben größere Tanks und Fahrerwechsel", bestätigt Berger. "Grundsätzlich sind die Autos aber gleich."

Mit Bildmaterial von ITR.

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