Tattoo abgewendet? Marco Wittmann zweifelt an Wett-Sieg von Esteban Muth

Esteban Muth geht als Sieger im "Wett"-Streit gegen Marco Wittmann hervor, doch der BMW-Pilot klammert sich an eine letzte Chance: Zählt das Hockenheim-Manöver?

Tattoo abgewendet? Marco Wittmann zweifelt an Wett-Sieg von Esteban Muth

Vier Rennen hatte DTM-Rookie Esteban Muth noch Zeit, um die wohl kurioseste Wette des Jahres gegen seinen Kontrahenten Marco Wittmann für sich zu entscheiden. Und tatsächlich stand nach dem vorletzten Wochenende des Jahres in Hockenheim fest, dass Muth als Sieger aus dem "Wett"-Streit hervorgeht! Zumindest für alle, außer Wittmann selbst. Worum es dabei ging?

Der junge Belgier sorgte mit seinem erfrischenden Zweikampfverhalten und seinen spektakulären Überholmanövern von Beginn an für Furore in der DTM-Saison 2021. So verdiente er sich früh den Spitznamen "The Overtaker". Wittmann nahm bei den Feierlichkeiten nach seinem Zolder-Sieg Bezug darauf und wettete, dass es Muth nicht schaffen würde, ihn in diesem Jahr zu überholen.

"Er hat in Zolder wirklich geil überholt, einen richtig guten Job gemacht", erklärt Wittmann bei 'ran'. "Und dann kam halt so: 'Du wirst mich dieses Jahr nicht überholen.' So kam die Wette zustande: 'Okay, wenn er mich dieses Jahr überholt, werde ich einen Instagram-Post machen. Schafft er es aber nicht, muss er sich meine Startnummer, also #11, tätowieren lassen.'"

Nico Müller verfolgt im Audi den Lamborghini von Esteban Muth

Esteban Muth brachte mit seinen Überholmanövern viel Würze rein

Foto: Motorsport Images

"Lustigerweise war es so, dass wir mit einer kleinen Gruppe noch etwas trinken waren. Und wie es an so einem Abend ist, läuft dann natürlich nicht nur ein oder zwei Bier, sondern ein paar mehr", lacht Wittmann über die Entstehungsgeschichte. "Und irgendwann kam dann eine Wette zustande."

Marco Wittmann setzte Esteban Muth unter Druck

Der zweifache DTM-Champion stachelte den Lamborghini-Piloten seitdem immer wieder an, wie er im Vorfeld des Hockenheim-Wochenendes berichtete: "Er hat noch vier Rennen, um mich endlich mal zu überholen. Ich schreibe ihm natürlich nach jedem Rennwochenende bei Instagram, wie viele Rennen er noch hat. Ich denke, er spürt den immensen Druck. Also, mal sehen ..."

Muth meinte bei 'ran' zu diesem Zeitpunkt noch: "Wenn ich es nicht schaffe, dann muss ich mir auf meinen Knöchel seine Startnummer tätowieren lassen. Ich möchte das Tattoo wirklich nicht haben, weshalb ich ihn unbedingt überholen muss. Auf dem Norisring wird es unmöglich sein, weshalb das hier am Hockenheimring in den beiden Rennen meine letzte Chance ist."

Gesagt, getan: Das erlösende Überholmanöver bewerkstelligte Muth im letzten Rennviertel des Samstagslaufs. Rund 14 Minuten vor Schluss war Wittmann in einem waidwunden BMW M6 GT3 fällig. Unmittelbar danach steuerte der zweifache DTM-Champion die Box an und gab auf.

Wittmann ruft zur Abstimmung auf: Zählt das Manöver?

Damit war Hockenheim für Wittmann ein Rückschlag in zweierlei Hinsicht: Einerseits sind seine Titelchancen nach einer Nullrunde am Wochenende nur noch theoretischer Natur. Andererseits hat er die Wette mit dem "Overtaker" verloren.

Doch so leicht gibt sich Wittmann nicht geschlagen: Einen entsprechenden Instagram-Post hat der BMW-Pilot bereits abgesetzt. Allerdings erklärt er dort: "Wie ihr alle wisst, läuft die Tattoo-Wette mit Esteban Muth noch. Er hat mich schließlich am Samstag überholt, aber in der Runde, in der ich das Auto wegen starker Beschädigungen zurückgezogen habe."

 

"Von daher habe ich ihn offensichtlich vorbeigelassen und nicht aufgehalten." Die Wette läuft für Wittmann also noch. Er sieht sich nicht als Verlierer und ruft in seinem Post deswegen zur Abstimmung auf: "Zählt das Überholmanöver, oder nicht?"

Die Instagram-User können also über das Schicksal von Esteban Muth entscheiden. Der Belgier hält sich aktuell noch zurück. Es bleibt also spannend ...

Mit Bildmaterial von DTM.

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