DTM

US-Programm statt DTM-Test für HRT-Sensation Wiebelhaus: Wie kam es dazu?

Überraschender US-Einsatz für Finn Wiebelhaus: Der HRT-Sensationsrookie soll auf unbekanntem Boden den Titel holen und erhält eine besondere Chance bei Ford

Sven Haidinger

Bearbeitet: 19.08.2026, 19:38

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US-Programm statt DTM-Test für HRT-Sensation Wiebelhaus: Wie kam es dazu?

DTM-Überraschung Finn Wiebelhaus wurde von Ford für US-Einsätze nominiert

Foto: Gruppe C Photography

Überraschender US-Auftritt von DTM-Überraschungsrookie Finn Wiebelhaus: Der 20-jährige Ford-Junior, der auf dem Lausitzring den ersten Ford-Mustang-GT3-Podestplatz in der DTM errungen hat, steigt kurzfristig in die im Rahmen der US-amerikanischen IMSA-Sportwagen-Serie ausgetragene IMSA-Pilot-Challenge ein.

Der Auftrag an den Obertshausener, der von Ford für die Aufgabe nominiert wurde: gemeinsam mit Robert Noaker die letzten drei Saisonwochenenden in Virginia, Indianapolis und Road Atlanta zu bestreiten und den Titel für das McCumbee-McAleer-Team sicherzustellen. Denn Stammpilot Nate Cicero zog sich während der Saison kurzfristig zurück und ist auch nicht mehr Teil des Ford-Kaders.

Dabei steht viel auf dem Spiel, denn das Team führt die Gesamtwertung in der US-Serie an. Für Wiebelhaus, der bereits am kommenden Wochenende in Virginia erstmals im Ford Mustang GT4 sitzt, ist es eine enorme Herausforderung, da er weder die US-Strecken kennt noch jemals in einem GT4-Boliden saß.

Wiebelhaus verzichtet für US-Programm auf DTM-Test

Der HRT-Pilot hat aber bereits auf dem Norisring mit seinem zweiten DTM-Podestplatz bewiesen, wie schnell er lernt, denn der tückische Stadtkurs hat es trotz seiner gerade einmal vier Kurven in sich - und Wiebelhaus reiste ohne jegliche Erfahrungswerte an.

Wermutstropfen für Wiebelhaus: Er wird dadurch den am kommenden Sonntag stattfindenden offiziellen DTM-Test auf dem Sachsenring verpassen, an dem HRT nun nur mit einem Boliden und Arjun Maini teilnimmt.

Finn Wiebelhaus

In diesem Ford Mustang GT4 kommt Finn Wiebelhaus in den USA zum Einsatz

Foto: Getty Images

Dabei handelt es sich um einen Kurs, den der Youngster nicht kennt - und der für den Mustang GT3 Evo wegen des hohen Reifenabbaus neben Zandvoort als zweite Angststrecke der Saison gilt.

IMSA-Gastspiel für Wiebelhaus als große Chance

Der US-Auftritt ist aber auch abseits der Möglichkeit, die Strecken für potenzielle zukünftige IMSA-Einsätze kennenzulernen, eine große Chance, da auch die Ford-Entscheidungsträger vor Ort sind. Er hat also die Gelegenheit, auch in der Ford-Heimat mit starken Leistungen auf sich aufmerksam zu machen und sich für zukünftige Einsätze zu empfehlen.

Wiebelhaus blickt seiner US-Premiere mit großer Vorfreude entgegen. "Die amerikanischen Rennstrecken sind eine komplett neue Herausforderung für mich", sagt er. "Gleichzeitig steige ich in ein Team ein, das um die Meisterschaft kämpft. Gemeinsam mit Robert und der gesamten Mannschaft möchte ich meinen Teil dazu beitragen, den Titel zu gewinnen."

Und auch Team-Mitbesitzer Chad McCumbee freut sich auf den Neuankömmling. "Er hat sich in Europa bereits als Spitzenfahrer bewiesen - und durch seine Erfahrung innerhalb des Ford-Racing-Umfelds ist er die perfekte Wahl für unser Programm.

Wiebelhaus' zweites IMSA-Wochenende findet von 18. bis 20. September statt - also eine Woche nach dem DTM-Wochenende auf dem Sachsenring. Und das auch als Petit Le Mans bekannte Saisonfinale steigt von 30. September bis 2. Oktober auf dem Road-Atlanta-Kurs - eine Woche vor dem DTM-Saisonfinale in Hockenheim.

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