Reaktion
DTM Oschersleben
Verpatzter Manthey-Stopp kostet Preining Sieg: "Kein Fehler des Teams"
Bis zum letzten Boxenstopp war Thomas Preining am Sonntag erneut auf Siegeskurs: Nun klärt Manthey auf, dass es sich nicht um einen Mechanikerfehler handelte
Sven Haidinger
Bearbeitet: 27.07.2026, 10:00
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Durch den verpatzten zweiten Stopp verlor Thomas Preining den Sieg
Foto: ADAC Motorsport
Bis zum letzten Boxenstopp sah alles nach dem perfekten Oschersleben-Wochenende für Thomas Preining aus: Nach Pole und Sieg am Samstag war der "Grello"-Porsche-Pilot nach einer erneuten Pole auch beim Sonntagsrennen auf Siegeskurs, ehe die sonst so flinke Manthey-Crew wegen eines Problems am linken Hinterrad 9,4 Sekunden für den Boxenstopp benötigte. Preining musste Sieger Mirko Bortolotti und Maro Engel den Vortritt lassen.
"Natürlich hätte ich das Rennen gerne gewonnen, aber ich will alle gewinnen", zuckt Preining mit den Schultern. "Generell war es für uns ein großartiges Wochenende. Das Auto war perfekt, die ersten zwei Stopps waren die schnellsten. Fehler wie dieser können passieren. Das kommt in unserem Team sehr selten vor."
Was der Ex-DTM-Champion zu diesem Zeitpunkt nicht wusste: Offenbar handelte es sich gar nicht um ein menschliches Versagen. "Das war kein direkter Mechanikerfehler", erklärt Patrick Arkenau, der beim Team als Renneinsatzleiter fungiert, auf Nachfrage von Motorsport-Total.com.
Stattdessen habe das Sicherungssystem geklemmt. "Das passiert einmal in 500 Fällen", offenbart er. "Dass es jetzt gerade bei diesem Boxenstopp passiert, ist extrem ärgerlich."
"Mechaniker hat gemerkt, dass er nicht richtig zur Mutter kommt"
Aber wie kam es überhaupt zur Panne? "Am Ende kann es bei diesem Auto passieren, dass sich das Sicherungssystem der Radmutter mit der Radmutter verklemmt. Dann braucht es relativ viel Kraft und Schwung, um das Sicherungssystem runterzudrücken, damit man an die Mutter kommt", erklärt Arkenau.
"Der Mechaniker war schon richtig auf der Nabe drauf, hat dann aber gemerkt, dass er nicht richtig zur Mutter kommt, weil das Sicherungssystem hakt." Auch auf den TV-Bildern ist zu sehen: Der Mechaniker mit dem Schlagschrauber musste beim Hinterrad zweimal ansetzen, ehe die Mutter aufging.
"Dann ist auch ein bisschen der Fluss raus, aber das ist eine Kleinigkeit", meint Arkenau, der den zusätzlichen Zeitverlust auf "zwei, drei Zehntel" schätzt, während das gesamte Problem rund drei Sekunden kostete. "Der große Zeitverlust war einfach das Klemmen des Sicherungssystems."
Verlust von drei Sekunden raubte Preining den Sieg
Preining hatte vor dem Stopp 1,3 und 2,2 Sekunden Vorsprung auf Bortolotti und Engel. Während der Stopp bei Preining 9,4 Sekunden dauerte, wurden Bortolotti und Engel gleichzeitig in 7,4 und 6,8 Sekunden abgefertigt, weshalb sie den Manthey-Porsche in der Boxengasse überholten.
"Das ist sehr schade und tut mir auch für Tommy sehr leid, der in diesem Rennen eine grandiose Leistung gezeigt hat", sagt Arkenau, der gleichzeitig Preinings Renningenieur ist. "Aber das gehört zum Sport dazu. Wir haben auch oft profitiert, wenn bei anderen Teams mal was hakt."
"Zum Glück war es kein Fehler des Mechanikers"
Diesmal habe es Manthey erwischt, "aber zum Glück war es kein Fehler des Teams, des Mechanikers. Es war einfach Pech", stellt der Renneinsatzleiter klar. Trotz allem sprach der "Grello"-Pilot, der noch am Norisring mit der Balance of Performance haderte und mit Rücktritt drohte, von einem "Mega-Wochenende".
"Wir haben so viele Punkte gesammelt wie den Rest des Jahres zusammen", verweist er auf die 47 Punkte, durch die er sein Punktekonto auf insgesamt 117 Zähler aufbesserte und nun als Viertplatzierter in der Gesamtwertung nur noch 28 Punkte Rückstand auf DTM-Leader Maro Engel hat.
"Ich hoffe, wir können weiterhin vorne mitfahren", sagt Preining, der sich nicht darauf festlegen will, ob er nun wieder voll im Titelkampf angekommen ist oder nicht. "Schauen wir mal."
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