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"Vier Kandidaten": Kampf um letztes DTM-Cockpit bei Project 1 spitzt sich zu

Wieso nach Andrea Dovizioso auch Timo Glock bei Project 1 nicht in der DTM zum Zug kommen wird und wie der Testvergleich zwischen Dev Gore und Esteban Muth ausfiel

"Vier Kandidaten": Kampf um letztes DTM-Cockpit bei Project 1 spitzt sich zu

Beim DTM-Test in Spielberg kam es am vergangenen Wochenende beim neuen BMW-Team Project 1 zum Duell um das letzte freie Cockpit im Starterfeld für die Saison 2023. Nachdem der brandneue M4 GT3 mit der Startnummer 56 am Samstag gar nicht fuhr, weil der Motor gewechselt werden musste, teilten sich am Sonntag Ex-Rosberg-Pilot Dev Gore und Ex-Walkenhorst-Fahrer Esteban Muth in allen drei Sessions das Cockpit.

Laut Hans-Bernd Kamps wird aber nicht zwangsläufig einer der beiden den Zuschlag erhalten. "Es wird weitere Kandidaten geben - so viel ist sicher", meinte der Project-1-Boss während des Tests im Gespräch mit 'Motorsport.com': "Es gibt noch andere Menschen, die wir ins Auto setzen werden. Nächste Woche wird sich eine Menge entscheiden."

Laut Kamps sind insgesamt "vier Piloten" in der engeren Auswahl. Dabei dürfte es sich laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' unter anderem um einen Nachwuchsmann handeln, der aus dem GT4-Bereich kommt. Wann die Entscheidung fällt? "Es kann schnell gehen, aber auch noch 14 Tage dauern", so Kamps.

Timo Glock: Le Mans statt DTM mit Project 1?

Ex-MotoGP-Star Andrea Dovizioso, der bei einem privaten Hockenheim-Test auf Stammfahrer Marco Wittmann mehrere Sekunden Rückstand hatte, ist kein Kandidat mehr. "Vielleicht können wir uns irgendwann in der Zukunft mehr vorstellen", so Kamps.

Und auch Ex-BMW-Werksfahrer Timo Glock, der laut eigenen Angaben mit Project 1 "im Austausch" war, aber Schwierigkeiten hatte, das "Budget zusammenzubringen", ist laut seinem Ex-Manager nicht in der engeren Auswahl. "Er war nie dabei", sagt Kamps.

Stattdessen wolle man mit dem 41-jährigen beim 24-Stunden-Klassiker in Le Mans antreten. "Wir haben vor, mit Timo etwas in der WEC zu machen, haben ihn auf der Liste für das zweite Auto in Le Mans", verweist er auf den geplanten Einsatz in der GTE-Am-Klasse. Doch aktuell ist noch nicht klar, ob das Projekt zustande kommt.

Esteban Muth vs. Dev. Gore: Der Rundenzeiten-Vergleich

"Wir warten erst mal aufs Christkind, ob wir überhaupt die Einschreibung kriegen", verweist er darauf, dass das Fahrzeug aktuell auf der Warteliste steht und man auf Ausfälle bei Konkurrenz-Teams hoffen muss.

Esteban Muth, Dev Gore

Esteban Muth und Dev Gore: Project 1 ließ die beiden in einem Vergleichstest antreten

Foto: Alexander Trienitz

Aber wie fiel der Zeitenvergleich zwischen Gore und Muth in Spielberg aus? Das war auf den ersten Blick nicht einfach zu analysieren, weil der BMW-Bolide, den sich die beiden teilten, nur mit einem Zeitentransponder ausgestattet war.

Muth, der sich 2021 im T3-Lamborghini als "Overtaker" einen Namen machte, aber 2022 im Walkenhorst-BMW klar in Wittmanns Schatten stand, war laut Informationen von 'Motorsport.com' mit einer persönlichen Bestzeit von 1:29.874 um 0,444 Sekunden schneller als sein US-amerikanischer Cockpit-Rivale, der auf eine 1:30.318 kam.

Gore als M4-GT3-Neuling im Nachteil

Der 21-jährige Belgier kennt den M4 GT3 allerdings aus dem Vorjahr, während Gore in seinen zwei Jahren im Audi R8 LMS - wie Rene Rast bereits erklärt hat - mit einer völlig anderen Fahrzeugcharakteristik konfrontiert war und sich erst neu einstellen musste. Die Pirelli-Reifen waren für beide Piloten neu.

Interessant ist, dass Gore seine persönliche Bestzeit bereits am Sonntagmorgen bei einem Neun-Runden-Stint fuhr - in seiner 21. Runde überhaupt im BMW. Muth gelang seine schnellste Zeit in der Abend-Session während eines 20-Runden-Longruns (inkl. Out- und Inlap). Dieser bietet die besten Vergleichsmöglichkeiten, denn unmittelbar davor hatte auch sein 25-jähriger Konkurrent einen 20-Runden-Longrun absolviert.

Muth fährt persönliche Bestzeit bei Longrun

Gores Zeiten - er kam beim Longrun auf eine Bestmarke von 1:30.539 - deuten darauf hin, dass er zu vorsichtig mit dem unbekannten Pneu begonnen hatte: 1:33.508 - 1:32.186 - 1:31.721 - 1:31.334 - 1:31.212 - 1:31.691 - 1:30.763 - 1:30.879 - 1:30.539 - 1:31.140 - 1:31.205 - 1:30.828 - 1:30.727 - 1:30.797 - 1:31.397 - 1:30.926 - 1:31.165 - 1:30.899.

Muth steigerte sich hingegen deutlich rascher, wie die Zeiten zeigen: 1:33.411 - 1:30.929 - 1:30.777 - 1:30.132 - 1:30.084 - 1:30.515 - 1:30.364 - 1:30.198 - 1:29.980 - 1:30.095 - 1:29.987 - 1:30.109 - 1:29.874 - 1:30.518 - 1:30.610 - 1:30.424 - 1:30.098 - 1:30.320.

Insgesamt landete der M4 GT3 mit der Startnummer 56 am Sonntag am Ende des Feldes, während der fünftplatzierte Wittmann mit einer persönlichen Bestzeit von 1:28.403 Muth 1,471 Sekunden und Gore 1,915 Sekunden abnahm. Die Tatsache, dass Muths Zeit bei einem Longrun fiel und Gore kaum Erfahrung mit dem Auto hat, deutet aber darauf hin, dass beide noch mehr Potenzial haben.

Mit Bildmaterial von Sven Haidinger/smg.

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