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"War kein Gefallen": So ermöglichte Berger Red Bulls DTM-Projekt mit Ferrari

Wie DTM-Boss Gerhard Berger Red Bull und Ferrari von einem gemeinsamen Projekt in der DTM überzeugte und wieso ihm Dietrich Mateschitz keinen Gefallen getan hat

"War kein Gefallen": So ermöglichte Berger Red Bulls DTM-Projekt mit Ferrari

Wer hätte das gedacht? Red Bull und Ferrari steigen dieses Jahr gemeinsam in die DTM ein. Der österreichische Energydrink-Konzern finanziert den Einsatz von zwei Ferrari 488 GT3 Evo, der vom Quasi-Ferrari-Werksteam AF Corse umgesetzt wird. Und im Cockpit sitzt unter anderem Ex-Red-Bull-Formel-1-Pilot Alex Albon.

"Die Tatsache, dass Red Bull mit Ferrari auf der Plattform ist, ist natürlich ein Highlight", zeigt sich auch DTM-Boss Gerhard Berger in einem neuen Trailer-Kurzvideo auf dem YouTube-Kanal von Motorsport-Total.com sichtlich stolz (YouTube-Kanal jetzt abonnieren und das große Interview mit Gerhard Berger über die Zukunft der DTM am Freitag um 17:00 Uhr nicht verpassen!).

Und er gibt offen zu, dass er es selbst als spannende Aufgabe empfand, "die zwei Giganten, die sich in der Formel 1 jeden Tag die Stirn bieten, für ein Gemeinschaftsprojekt zu begeistern".

Wie Berger sein Netzwerk von der DTM überzeugte

Aber wie ist Berger das Kunststück gelungen? "Wenn ich die Aufgabe mache, versuche ich natürlich, meine Freunde, gute Bekannten oder ehemaligen Partner dafür zu motivieren", gibt Berger, der in der Formel 1 die Hälfte seiner zehn Siege für Ferrari einfuhr und vor rund zehn Jahren beim Red-Bull-Team Toro Rosso Mitbesitzer war, Einblicke in seine Arbeitsweise.

Und Bergers Netzwerk ist berüchtigt: Ein ehemaliger Mitarbeiter der DTM-Dachorganisation ITR staunte einmal nicht schlecht, als der DTM-Boss für ihn einen Termin mit einem gewissen "Adrian" ausmachte - und er plötzlich Red Bulls Stardesigner Adrian Newey gegenübersaß.

Aber hat Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz seinem Landsmann Berger, der seit dem Herstellerausstieg alleine für die DTM verantwortlich ist, einen Gefallen getan? "Wer Red Bull, Didi Mateschitz und Helmut Marko kennt, der weiß, dass man von denen keinen Gefallen kriegt", bezieht Berger klar Stellung.

DTM: Umdenken bei Red Bull nach zwei Jahren Pause

"Du kannst sie von einer guten Sache überzeugen. Dann sind sie sicher gerne dabei. Und das hat man auch gemacht. Das war kein Gefallen, obwohl wir uns als Freunde da und dort immer unterstützen, aber es muss schon in der Sache stimmig und richtig sein", erklärt Berger.

Doch was hat bei Red Bull zu einem Umdenken in Sachen DTM geführt? Eigentlich galt man in der Traditionsserie als Fixstern, ehe man sich Ende 2017 zunächst als Sponsor und dann ein Jahr später auch als Veranstalter mit dem Red-Bull-Ring zurückzog.

Woran es liegt, dass Red Bull nun im großen Stil zurückkehrt, stellt Berger im Trailer-Kurzvideo klar. Zudem erklärt er im ausführlichen Video-Interview, das am Freitag um 17:00 Uhr auf dem YouTube-Kanal von Motorsport-Total.com in voller Länge veröffentlicht wird, wieso Red-Bull-Ferrari mit Albon, Liam Lawson und Nick Cassidy genau das Pilotenprofil besitzt, welches die DTM in Zukunft ansprechen möchte.

Mit Bildmaterial von Sutton.

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Artikel-Info

Rennserie DTM
Fahrer Gerhard Berger
Teams Ferrari , Red Bull
Urheber Sven Haidinger