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"War sehr am Limit": So kam es zum Beinahe-Unfall von Kalender in der Box

Mercedes-Pilot Tom Kalender sorgt im zweiten DTM-Rennen auf dem Lausitzring mit einem Beinahe-Unfall in der Box für Aufsehen: So erklärt der Youngster die Situation

"War sehr am Limit": So kam es zum Beinahe-Unfall von Kalender in der Box

Tom Kalender fuhr beinahe dem Land-Porsche von Bastian Buus ins Heck

Foto: ADAC Motorsport

Für Mercedes-AMG-Youngster Tom Kalender verlief das dritte Wochenende der DTM auf dem Lausitzring enttäuschend: Auf den elften Platz im ersten Rennen am Samstag, als der 18-Jährige nach einem Dreher beim Start immerhin noch Schadensbegrenzung betrieb, folgte am Sonntag ein vorzeitiger Ausfall.

"Mein Frontsplitter hat sich gelöst und den Asphalt berührt, dadurch haben wir viel Downforce verloren", erklärt Kalender den Grund für sein frühes Aus. "Wir waren außerhalb der Punkte, weil die Pace schlecht war. Dann haben wir uns entschieden, das Auto abzustellen."

Zuvor hatte der Landgraf-Mercedes-Pilot allerdings schon mit einem spektakulären Manöver für Aufsehen gesorgt: Denn beim Einfahren in die Boxengasse wäre der 18-Jährige beinahe auf den Land-Porsche von Bastian Buus aufgefahren und konnte eine Kollision nur mit einem Ausweichmanöver verhindern.

Auch die Sportkommissare nahmen die Szene nach Rennende noch einmal unter die Lupe, verzichteten jedoch auf eine Bestrafung. "Für die Offiziellen war es wichtig zu klären, ob es zu einer Berührung gekommen war", heißt es im offiziellen Urteil. "Da dies nicht der Fall war, entschieden die Rennkommissare, von weiteren Maßnahmen abzusehen."

Kalender: "Porsche hat minimal zu früh gebremst"

Glück im Unglück: Kalender räumte lediglich eine Pylone am Eingang der Boxengasse ab. Doch wie kam es überhaupt zu der brenzligen Situation? "Ich habe es mir im Nachhinein noch nicht angeschaut", wollte sich der 18-Jährige unmittelbar nach dem Rennen mit vorschnellen Erklärungen zurückhalten.

"Von dem, was ich aus dem Auto gesehen habe, der Porsche hat minimal zu früh gebremst", sieht der AMG-Pilot auch seinen Kontrahenten in der Verantwortung. "Ich war sehr am Limit, muss ich fairerweise auch sagen, aber nicht darüber. Ich musste den Kontakt vermeiden."

Ob der Zwischenfall in der Boxengasse auch mit dem Schaden an der Front zusammenhing, der wenig später zum Aus führte, blieb offen. "Das ist ziemlich unglücklich", beschreibt Kalender die aktuelle Situation. "Nach sechs Rennen stehen wir hier mit drei Ausfällen."

"Pechsträhne wird irgendwann ein Ende haben"

Bereits beim Saisonauftakt in Spielberg und später in Zandvoort war der Landgraf-Pilot jeweils einmal vorzeitig ausgeschieden. "Das ist natürlich gar nicht gut", räumt der Youngster ein, wobei die Pace am Lausitzring "super" gewesen sei. "Ich war echt schnell in meinem Mittelstint, das wäre ein mega Rennen geworden."

Tatsächlich markierte Kalender nach seinem ersten Boxenstopp auf frischen Reifen sogar die bis dahin schnellste Rennrunde. Am Ende bleibt das jedoch nur ein schwacher Trost für den 18-Jährigen, der sich vom enttäuschenden Ergebnis nicht entmutigen lassen will.

"Wir machen so weiter", sagt der Landgraf-Pilot kämpferisch und gibt sich für die nächsten Rennen (DTM-Kalender 2026) optimistisch: "Irgendwann wird die Pechsträhne auch mal ein Ende haben, denn von der Pace her sind wir absolut da. Die Qualis waren mega. Wir arbeiten weiter und dann kommen wir stärker zurück."

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