Wehrlein noch nicht am Limit: "Man kann vieles richtig oder falsch machen!

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Wehrlein noch nicht am Limit:
Julia Spacek
Autor: Julia Spacek
26.05.2018, 09:26

Pascal Wehrlein feierte am Lausitzring sein Comeback auf dem DTM-Podium - Mit seiner Leistung ist er noch nicht zufrieden: Im Qualifying happert es noch

Pascal Wehrlein, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM
Podium: Pascal Wehrlein, Mercedes-AMG Team HWA
Pascal Wehrlein, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM
Podium: third place Pascal Wehrlein, Mercedes-AMG Team HWA
Pascal Wehrlein, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM
Pascal Wehrlein, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM
Pascal Wehrlein, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM
Pascal Wehrlein, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM
Top3 after qualifying: Pole position for Philipp Eng, BMW Team RBM, second place Pascal Wehrlein, Mercedes-AMG Team HWA, third place Gary Paffett Mercedes-AMG Team HWA
Gary Paffett Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM, Pascal Wehrlein, Mercedes-AMG Team HWA, Mercedes-AMG C63 DTM
Grid girl of Pascal Wehrlein, Mercedes-AMG Team HWA

Vier Rennen liegen hinter DTM-Rückkehrer Pascal Wehrlein. Der Mercedes-Fahrer ist bisher überraschend gut mit der Umstellung auf seinen neuen C63 DTM zurecht gekommen. Doch ein i-Tüpfelchen fehlt ihm noch, um ganz vorne zu stehen. "Es ist momentan leicht, etwas drüber oder drunter zu sein. Aber genau das Limit zu finden, gerade im Qualifying die Reifen richtig anzuwärmen, damit tue ich mich noch ein bisschen schwer", offenbart der Ex-Formel-1-Pilot.

Mit den Plätzen drei und vier in den Zeittrainings am Lausitzring war Wehrlein zufrieden. "Ich hatte das Gefühl, dass ich schneller hätte fahren können. In Hockenheim zum Beispiel mit Platz fünf am Samstag und elf am Sonntag wusste ich nicht wirklich, wo ich die Zeit liegen gelassen habe. Heute hatte das erste Mal das Gefühl: Platz vier ist okay, aber ich weiß, es wäre deutlich mehr gegangen", sagt er und weiß, dass er sich noch etwas gedulden muss.

"Ich weiß, es kommt mit der Erfahrung. Ich brauche noch ein paar neue Sätze, um mit den neuen Reifen im Qualifying zu lernen. Ich hoffe, dass es schnell geht, dass ich mich zu 100 Prozent wohl fühle", ergänzt er. Nach seinem Meisterschaftsgewinn 2015 war Wehrlein für Manor und Sauber in der Formel 1 unterwegs. In den zwei Jahren in der Königsklasse ist er dem Feld wegen der unterlegenen Boliden allerdings hinterher gefahren.

Podium statt überrundet werden

Das ist in der DTM anders. Aktuell liegt Wehrlein auf dem dritten Gesamtrang in der Fahrerwertung und hat sich bei seinen Fahrerkollegen Respekt verschafft. "Es hat mir so viel Spaß gemacht, endlich wieder ein konkurrenzfähiges Auto zu haben und selbst die anderen zu überholen anstatt ständig nach 20 Runden auf blaue Flaggen zu warten und ständig überrundet zu werden", freut er sich, dass er wieder konkurrenzfähig ist. "Klar, es macht viel mehr Spaß, wenn man vorne mitfahren und attackieren kann." Im Sonntagsrennen am Lausitzring stand der Mercedes-Mann zum ersten Mal seit seiner DTM-Rückkehr wieder auf dem Podium.

Theoretisch könne in der DTM jeder gewinnen. "Das ist in der Formel 1 nicht der Fall", sagt Wehrlein. "Eine halbe Sekunde... es kann so schnell hoch oder runter gehen. Das macht die DTM aus, dass alles perfekt passen muss. Deswegen sieht man auch nicht jedes Wochenende den gleichen Sieger, weil man so viel falsch oder richtig machen kann."

In seiner Abwesenheit in der DTM hat sich einiges getan: Allen voran die neuen Autos und die reduzierte Aerodynamik. Doch die Umstellung von seinem Meisterauto auf sein aktuelles Fahrzeug fiel ihm leichter als zunächst erwartet. Seinen Mercedes C63 DTM der Generation 2017 findet Wehrlein "sogar ein bisschen leichter".

"Unser Auto 2015 war relativ schwierig einzustellen. Es gab nur ein ganz kleines Fenster, in dem alles funktionierte. Wenn wir da nicht drin waren, dann ging wirklich gar nichts. In den ersten drei Rennen hatten wir immer ein konkurrenzfähiges Auto, im Rennen noch mehr wie im Qualifying. Deshalb tun wir uns insgesamt etwas leichter als 2015. Für mich persönlich gibt es noch zu viele Sachen zu lernen, da bin ich grad voll dran.

Die größte Umstellung sind für ihn die Reifen, die seit der Saison 2017 vor dem Boxenstopp nicht mehr vorgeheizt werden dürfen. Mit kalten Rädern aus der Boxengasse, daran muss sich der 23-Jährige erst noch gewöhnen, gesteht er. Doch wenn alles passt, kann sich Wehrlein vorstellen, ganz vorne mitzufahren. "Ich hoffe einfach, dass die Lernkurve und die Verbesserungen weiter nach oben gehen und ich in den kommenden Rennen dann auch um den Rennsieg kämpfen kann."

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Rennserie DTM
Fahrer Pascal Wehrlein
Urheber Julia Spacek
Artikelsorte News