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"Wie bei einem Ehepaar": "Grello"-Ass Preining verliert Meisteringenieur

"Grello"-Pilot Thomas Preining verliert mitten in der Saison seinen wichtigsten Vertrauten: Was hinter dem Abschied steckt und wie eng ihre Verbindung war

"Wie bei einem Ehepaar": "Grello"-Ass Preining verliert Meisteringenieur

War Thomas Preinings Heimsieg der letzte Triumph mit Renningenieur Kai Störling?

Foto: ADAC Motorsport

War der Heimsieg beim Auftakt in Spielberg der letzte DTM-Sieg von Thomas Preining mit "Grello"-Meister-Renningenieur Kai Störling? Laut Informationen von Motorsport-Total.com verlässt der Mann, der Preining bereit 2023 zum Meistertitel führte und seitdem mit dem Porsche-Werksfahrer arbeitet, Ende Mai das Porsche-Topteam aus Meuspath am Nürburgring (aktualisierte Team-Datenbank für die DTM-Saison 2026 mit den wichtigsten Positionen).

Demnach würde das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, bei dem Preining erneut im "Grello" sitzt, noch in seinen Aufgabenbereich fallen und das DTM-Wochenende in Zandvoort vom 22. bis 24. Mai sein letzter Manthey-Auftritt sein. Wie intensiv der Austausch mit Störling ist, offenbarte Preining nach seinem DTM-Titel.

Er spreche "jeden Tag" mit seinem Renningenieur. "Zu Weihnachten, zu Silvester - und Anfang Jänner waren wir miteinander auf Urlaub. Wir sind im laufenden Austausch", erklärt der 27-Jährige damals.

Preining über Renningenieur: "Das ist wie bei Ehepaar"

Meist stehe dabei die Technik im Vordergrund: "Während der Saison tauschen wir uns teilweise mehrmals täglich aus, entwickeln Ideen und halten uns gegenseitig auf dem Laufenden - im Winter ist es mal so, mal so. Wir verbringen so viel Zeit zusammen und kommunizieren so viel - das ist wie bei einem Ehepaar."

Eine gute Beziehung zum Renningenieur sei "extrem wichtig, weil dann verstehst du dich blind. Wenn er genau weiß, was ich vom Auto brauche, und ich genau weiß, wie er das Auto hinstellt, was seine Vorstellung ist und was ich damit machen muss, dann erleichtert das den gesamten Prozess, und vieles geht um einiges schneller."

Auch nach dem DTM-Titel war Preining gemeinsam mit Störling stets einer der stärksten DTM-Piloten, auch wenn das Jahr der Titelverteidigung lediglich einen Sieg brachte. 2025 kämpften die beiden bis zum Schluss gemeinsam um den Titel, 2026 startete das Duo mit dem Auftaktsieg in Spielberg perfekt in die Saison.

"Der macht keinen Blödsinn - das ist das Allerwichtigste"

Die Zusammenarbeit mit Störling sei ein Grundpfeiler für den Erfolg. "Das basiert definitiv auf unserem gegenseitigen Vertrauen - und dass man dem anderen blind die Zügel in die Hand drückt und weiß: Der macht keinen Blödsinn! Das ist das Allerwichtigste", so Preining nach seinem DTM-Titel.

Der Österreicher gab damals auch ein Beispiel. "Ich bin ein Fahrer, der gerne früh da ist, aber am Abend schaue ich, dass ich im Hotel noch einen Moment für mich alleine habe, damit ich ein bisschen runterkomme und meine Gedanken sortieren kann. Daher bleibe ich ungern ewig lang an der Strecke."

Thomas Preining

Preining und Störling im Vorjahr auf dem Norisring, wo der "Grello" ebenfalls siegte

Foto: Alexander Trienitz

Wenn die Arbeit an der Rennstrecke und die Suche nach dem optimalen Set-up "zu langwierig" werde, "ist es schon das eine oder andere Mal vorgekommen, dass ich gesagt habe: Jungs, macht was ihr wollt, ich vertraue euch. Und dann stehen wir morgen auf Pole."

Nachfolgelösung für Preinings Renningenieur unklar

Wer Störling, der laut Informationen von Motorsport-Total.com aus der Eifel nach München zieht, während der Saison ersetzen wird, ist unklar: Das Manthey-Team ist aber so gut aufgestellt, dass es mit Sicherheit einen geeigneten Ersatzmann finden wird.

Dennoch ist es nicht optimal, während der Saison den Renningenieur zu wechseln, da sich die Zusammenarbeit mit dem Mann am Funk, der während des Rennens die einzige Verbindung zwischen Fahrer und Team ist, erst wieder neu einspielen muss. Ein Sieg in Zandvoort wäre nun ein krönender Abschluss der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Preining und Störling.

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