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Kein Motorsport wegen Corona: Chance für Sim-Racing-Sport?

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Kein Motorsport wegen Corona: Chance für Sim-Racing-Sport?
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Co-Autor: Norman Fischer
17.03.2020, 12:02

In Zeiten ohne Motorsport wenden sich viele Rennfahrer dem Sim-Racing zu: "Das ist toll zu sehen", sagt ein Sim-Racing-Profi und Teamkollege von Max Verstappen

Die Motorsport-Welt ist dank des Coronavirus fast vollständig zum Erliegen gekommen. Doch viele Piloten haben bereits eine Alternative gefunden und sich in diesen Tagen dem Sim-Racing gewidmet. Max Verstappen, Lando Norris oder Jean-Eric Vergne haben am Sonntag an Rennen teilgenommen, was Profi-Sim-Racer Rudy van Buren als Zeichen wertet, dass beide Welten immer weiter miteinander vereint werden.

Von Verstappen und Norris ist bekannt, dass sie gerne auch einmal online gegen Konkurrenten fahren. Von daher war es keine Überraschung, dass sie am Sonntag ans Steuer gegangen sind - wenn auch in unterschiedlichen Events.

Verstappen trat unter anderem gegen seine Landsmänner Bono Huis und van Buren an, doch dass beide Sim-Racing-Spezialisten vor ihm landeten, war nur Nebensache. "Das Wichtigste ist, dass wir in einer so kurzen Zeit so einen großen Event auf die Beine gestellt haben", sagt van Buren gegenüber 'Motorsport.com'.

"Die ganze Idee wurde erst nach der Aufregung in Australien geboren. Trotzdem hatten wir am Sonntag 50.000 Zuschauer bei der Live-Übertragung und viele aufregende Fahrer am Start", so der Niederländer weiter. "Das ist toll zu sehen und gut für das Sim-Racing."

Gegenseitige Beziehung

Das Coronavirus hat dem eSport neue Aufmerksamkeit beschert, vor allem da eben viele Fahrer mangels echtem Sport auf diese Seite wechseln. "Sim-Racing und echter Rennsport verbinden sich so immer mehr", sagt van Buren. "Ich sage immer: Das eine wird das andere niemals ersetzen, aber man wird sich gegenseitig stärken."

 

Für eine Bestätigung dieser Aussage muss man sich nur die Teilnehmerliste ansehen: An dem einen Event nahmen neben Verstappen etwa Felix Rosenqvist, Juan Pablo Montoya, Antonio Felix da Costa, Maximilian Günther oder Indy-500-Gewinner Simon Pagenaud teil.

"Sim-Racer lieben es, gegen diese Jungs anzutreten", sagt van Buren. "Rosenqvist war einst ein begnadeter Sim-Racer. Und dass er jetzt mit Platz sieben immer noch in guter Form ist, ist großartig. Das gleiche gilt auch für Max."

Verstappen immer voll dabei

Verstappen hatte am Sonntag seinen eigenen Lauf gewonnen und es dadurch ins Finale geschafft. Einfach war es für ihn aber nicht: Nach einem schwachen Qualifying kollidierte er in der ersten Kurve. Am Ende war nicht mehr als der elfte Platz drin.

Max Verstappen

Max Verstappen hängt sich auch online immer voll rein

Foto: LAT

"Max hat trotzdem gezeigt, dass er im Sim-Racing sehr konkurrenzfähig ist", lobt van Buren. "Er hat seinen Lauf überzeugend gewonnen und landete im Finale dann im Chaos. Aber so etwas kann in solchen Rennen immer passieren."

Und wie die Fans ihn kennen, hängt sich der Red-Bull-Pilot auch virtuell voll rein: "Max ist immer fanatisch, oder?", lacht van Buren, der als sein Teamkollege die Reaktionen des Niederländers immer hautnah mitbekommt.

Keine Top-Platzierungen für echte Rennfahrer

Während Verstappen am Sonntag Elfter wurde, konnte van Buren als Dritter auf das Podium fahren. Ganz zufrieden ist er damit aber nicht: "Ich hatte zu 100 Prozent die Pace um zu gewinnen", sagt er. "Aber es ist wie im echten Leben: Mit den Autos kannst du nicht aufholen. Nicht auf einer Strecke wie dem Nürburgring."

"Ich kann aber nur mir selbst die Schuld geben: Ich habe im Qualifying einen kleinen Fehler gemacht, den ich nicht hätte tun dürfen", meint der Sim-Racing-Spezialist weiter. "Auf diesem Level macht das einen Unterschied."

 

Wie gut das Niveau ist, zeigt sich auch daran, dass die echten Rennfahrer ohne Preise nach Hause gehen mussten. Felix Rosenqvist war als Siebter noch der Beste. "Ich denke, viele unterschätzen das Niveau ein wenig", sagt van Buren. "Für einige ist das ihr Vollzeitjob, sie verdienen ihr Geld damit. Sie fahren von Wettbewerb zu Wettbewerb und machen das für sieben oder acht Stunden."

Für einen echten Rennfahrer sei es dann wirklich hart mitzuhalten, doch der Profi lobt, wie konkurrenzfähig Fahrer wie Verstappen und Rosenqvist seien. "Das ist cool", sagt er. "Am Ende gewinnt der Sim-Racing-Sport, und darum geht es."

Beim einmaligen Event soll es aber nicht bleiben: Schon bald wird es weitere Rennen geben.

Mit Bildmaterial von LAT.

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