E-Sport
07 Mai
-
09 Mai
Event beendet
16 Mai
-
16 Mai
Event beendet
23 Mai
-
23 Mai
Event beendet
30 Mai
-
30 Mai
Event beendet
31 Mai
-
31 Mai
Event beendet
06 Juni
-
06 Juni
Event beendet
07 Juni
-
07 Juni
Event beendet
13 Juni
-
14 Juni
Event beendet
Details anzeigen:

Nach Abt-Rauswurf: Mehrere Fahrer beenden Streaming-Aktivitäten

geteilte inhalte
kommentare
Nach Abt-Rauswurf: Mehrere Fahrer beenden Streaming-Aktivitäten
Autor:
26.05.2020, 17:20

Einige Formel-E-Piloten kündigen an, nach Daniel Abts Entlassung nicht auf Twitch aktiv zu sein - Eine Solidarisierungswelle bleibt aber aus

Infolge der Entlassung von Daniel Abt durch Audi haben mehrere Werksfahrer das Ende ihrer Aktivitäten im Streaming von virtuellen Rennen angekündigt. Abt wurde von Audi suspendiert, nachdem er in einem offiziellen virtuellen Formel-E-Rennen einen professionellen Sim-Racer an seiner Stelle hat fahren lassen.

"Tschüss Twitch, tschüss, Streams... Ich bin raus, auf nimmer wiedersehen", schreibt Formel-E-Tabellenführer Antonio Felix da Costa (DS Techeetah) auf seinem Twitter-Profil. Jaguar-Pilot James Calado schließt sich an: "Kein Streaming mehr, sorry Jungs." Porsche-GT-Werksfahrer Laurens Vanthoor hat einen Tweet, in dem er die Löschung seines Twitch-Accounts ankündigt, mittlerweile wieder entfernt.

BMW-Werksfahrer Connor de Phillippi sagte bereits vor der Entlassung Abts, dass er mittlerweile Sorgen habe, an Sim-Races teilzunehmen: "Wir sind einfach ein paar Leute in derselben Situation, die etwas Spaß haben wollen. Aber was zuletzt passiert ist, sorgt dafür, dass ich fast Angst vorm Sim-Racing bekomme." Er wolle ebenfalls über seine Social-Media-Aktivitäten nachdenken, fügt er hinzu.

 

Zahlreiche Fahrer aus allen erdenklichen Rennserien nutzen Twitch, um die Fans an ihren Sim-Races teilhaben zu lassen. Gerade in der Formel E, in der es darum geht, sich mit hoher Social-Media-Reichweite den Fanboost für die Rennen zu sichern, ist Fannähe für die Fahrer von hoher Bedeutung.

Virtuelle Vergehen mit realen Konsequenzen

Daniel Abt ist nämlich nicht der erste Fahrer, dem das Sim-Racing auf die Füße fällt: In der NASCAR-Szene verlor erst Bubba Wallace einen Sponsor, als er ein Rennen vorzeitig mit einem sogenannten Ragequit (englisch aussprechen) verließ - eine freiwillige vorzeitige Aufgabe des Rennens aus persönlichem Frust.

Ebenfalls in der NASCAR-Szene verlor Kyle Larson sein ganzes Cockpit, nachdem er das N-Wort im Livestream benutzt hatte. Ohne Konsequenzen blieb hingegen bei den IndyCars Simon Pagenauds absichtlicher Abschuss von Lando Norris im virtuellen Indianapolis.

 

Wenig Verständnis für Audis Handeln zeigt auch der amtierende Formel-E-Meister Jean-Eric Vergne: "Es ist ein Spiel, das man ernst nehmen sollte, aber es ist ein SPIEL. Was ist mit den Fahrern, die absichtlich Unfälle bauen? Bekommen sie dann auch ihre reale Lizenz entzogen?"

IndyCar-Pilot Conor Daly äußert sich sarkastisch: "Überlegt euch mal die Geschichten, die wir in zehn oder 20 Jahren erzählen: 'Wir mussten drinnen bleiben, Masken tragen, sichergehen, dass wir das Coronavirus nicht bekommen... Oh, und wir mussten Videospiele korrekt spielen, weil wir sonst unseren Job verlieren.'"

In einem Kommentar darunter fügt er hinzu: "Wo sind wir so verrückt geworden, dass ein Event, das zur Unterhaltung der Fans gedacht ist und in dem es um kein Geld und keine Preise im echten Leben geht, zum Todesurteil wird?"

 

Mehrheit der Fahrer schweigt

Nicht bei allen Fans kommt das gut an. Mehrere Fans antworten unter den Beiträgen, ob die Fahrer Schummeleien gutheißen würden. Catsburg dazu: "Oh, wie vergiftet Twitter heute ist. Unglaublich, dass ein Fahrer, der entscheidet, dass Streaming nicht in seinem besten Interesse ist, von den Twitter-Rambos verhöhnt wird. Wir leben in einer traurigen Welt."

Formel-1-TV-Experte Karun Chandhok hingegen findet, dass Normen und Werte auch im Virtuellen gelten sollten: "Autsch! Eine Lektion für alle Fahrer, sich daran zu erinnern, dass man keinen Blödsinn machen sollte, wenn man in einem Werksteam fährt - sei es in der realen oder virtuellen Welt."

Es bleibt festzuhalten, dass die Mehrheit der Formel-E-Fahrer keine Konsequenzen angekündigt und sich auch gar nicht erst zur Abt-Situation geäußert hat. Daniel Abt selbst reagierte am Dienstagabend mit einem Videostatement.

Weiterlesen:

Timo Scheider, der zwar kein Formel-E-Fahrer ist, aber langjähriger Audi-Fahrer war, äußert sich auf Instagram durchaus kritisch zu den Folgen, die Abts Aktion nach sich gezogen hat:

 

Mit Bildmaterial von LAT.

Nach Sim-Racing-Skandal: Audi suspendiert Daniel Abt!

Vorheriger Artikel

Nach Sim-Racing-Skandal: Audi suspendiert Daniel Abt!

Nächster Artikel

Sim-Racing-Skandal: Daniel Abt erklärt den Plan, der "aufgelöst" werden sollte

Sim-Racing-Skandal: Daniel Abt erklärt den Plan, der "aufgelöst" werden sollte
Kommentare laden

Artikel-Info

Rennserie Formel E , E-Sport
Urheber Heiko Stritzke