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Formel-1-Liveticker: Ab 2026 wieder Langeweile an der Spitze?

Montreal-Freitag in der Analyse: Zeiten ohne Aussagekraft, Strafe für Ferrari

Status: Beendet

Gute Nacht!

In Montreal ist es mittlerweile auch schon nach 20:30 Uhr, und damit sind wir am Ende unseres Tickertages angekommen. Am Samstag melden wir uns mit einer neuen Ausgabe zurück, dann stehen FT3 (18:30 Uhr MESZ) und natürlich das Qualifying (22:00 Uhr) an.

Für euch geht es aber auch in der Nacht noch etwas weiter, denn um 03:00 Uhr melden sich Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll live auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de mit der großen Videoanalyse zum Freitag.

Viel Spaß damit und bis dann!

Warnung für Piastri

Und die letzte Entscheidung des Tages: Piastri hat weniger Glück als sein Teamkollege. Weil er den orangen Randstein nicht berührt hat, bekommt er eine Warnung für das inkorrekte Zurückfahren auf die Strecke. Auch hier die Begründung im Wortlaut:

"The driver of Car 81 left the track at turn 14, did not touch the orange kerb on the inside and did not follow the instructions outlined in item 15 of the Race Director's Event Notes. However, the Stewards determine that, given the weather conditions, the driver took reasonable action not to rejoin the track in an unsafe manner and did not gain any lasting advantage and therefore consider a Warning as appropriate."

Keine Strafe für Norris

Und wir haben die nächste Entscheidung: Norris bekommt keine Strafe für das inkorrekte Zurückfahren auf die Strecke. Erklärung der Stewards: Er berührte zuvor den orangen Randstein und musste daher den Poller nicht umfahren. Die Frage ist aber natürlich, warum es dann überhaupt untersucht wurde ...

Hier auf jeden Fall die Begründung im Wortlaut:

"Whilst the driver of Car 4 went off track on the inside of turn 14, he touched the orange kerb and therefore was not required to go around the orange bollard before rejoining the track. Therefore no infringement occured. It is noted that the driver did not rejoin the track in an unsafe manner nor did he gain any lasting advantage."

Zhou: Aquaplaning schuld am FT1-Crash

Der Chinese crashte im ersten Training und erklärt: "Ich hatte auf der nassen Strecke etwas mehr Grip erwartet. Aber ich hatte Aquaplaning und hatte Glück, dass ich es gerade noch vor der Mauerberührung abfangen konnte. So konnten wir den Schaden minimieren."

Das Team habe dann "einen großartigen Job" gemacht, um das Auto für FT2 wieder aufzubauen. In sportlicher Hinsicht erklärt er: "Es ist schwer zu sagen, wo wir stehen, aber das Auto fühlt sich definitiv viel besser an als in Monaco."

Auch Teamkollege Bottas bestätigt: "Es scheint, dass wir uns in einer besseren Position befinden als in Monaco." Das ist aber auch nicht schwer, denn da lag Sauber mit Abstand ganz am Ende des Feldes ...

Alonso: Qualifying wird "ein Glücksspiel"

Der Spanier legte heute die schnellste Runde des Tages hin, erklärt aber wenig aufgeregt: "Um ehrlich zu sein, gibt es nicht viel zu sagen. Es war ein schwieriger Freitag für alle. Nicht viele Runden in FT1, nicht viele Runden in FT2, keine richtigen Runden im Trockenen und keine richtigen Runden im Nassen."

"Wir waren mitten im Nirgendwo. Aber so könnte es im Qualifying und im Rennen auch sein, also ist es trotzdem eine sehr nützliche Information", betont er und erklärt: "Es wird ein interessantes Wochenende für euch da draußen."

"Aber für uns wird es immer ein Glücksspiel sein, welchen Reifen wir in welchem Moment einsetzen. Mal sehen, ob wir es richtig machen", so Alonso. Denn bereits eine falsche Entscheidung könne bei solchen Bedingungen das ganze Rennen ruinieren.

Hamilton hat's Spaß gemacht

Der Rekordweltmeister ist deutlich besser als Verstappen gelaunt und verrät: "Es hat sich toll angefühlt. [...] Es war eine wirklich gute Session und das Auto fühlte sich stark an. Ich habe die Session sehr genossen."

Gleichzeitig stellt er aber auch klar, dass es noch "zu früh" sei, um eine Prognose für das Wochenende abzugeben. "Ich habe das Gefühl, dass das Auto auf meinen Input reagiert, und wie ich schon sagte, habe ich sehr viel Vertrauen."

"Aber wir werden es erst am Samstag wissen [wo wir stehen]", betont er, erklärt jedoch vorsichtig optimistisch: "Ich habe das Gefühl, dass wir dieses Wochenende näher an der Spitze dran sind."

Geldstrafe für Ferrari

Das erste Urteil ist da: Ferrari muss 5.000 Euro Strafe für die falschen Reifen bei Leclerc zahlen. Der Sachverhalt ist ziemlich klar, dementsprechend kurz ist auch die Begründung der Rennkommissare. Hier ist sie im Wortlaut:

"Car 16 left the pit lane on intermediate tyres at the beginning of the session despite the fact that the track had not been declared wet and returned to the pits after one lap. This constitutes a breach of Art 30.5 l) which only permits the use of intermediate or wet weather tyres after the track has been declared wet by the race director."

Verstappen: Problem in FT2 "nicht ideal"

Bei Red Bull ist man am Ende des Tages logischerweise alles andere als optimistisch. Über sein Problem in FT2 sagt Verstappen: "Es ist nicht ideal. Ich wäre gerne mehr Runden gefahren."

"Einige andere Leute hatten ein paar Runden mehr im Trockenen, ein paar Runden mehr jetzt im Nassen", ärgert er sich, stellt aber auch klar: "Ich denke, es ist wichtiger, herauszufinden, was tatsächlich passiert ist."

Die verpasste Zeit sei gar nicht so entscheidend. Man müsse jetzt im Hinblick auf den ERS-Defekt schauen, "welche Auswirkungen das für dieses Wochenende oder den Rest des Jahres hat."

Wichtig in diesem Zusammenhang: Helmut Marko stellt klar, dass beim Defekt nicht der neue Motor im Auto gewesen sei. "Das ist noch immer ein alter", verrät der Österreicher.

Punkte für Williams drin?

Die Zeitenliste sagt am Ende des Tages nichts aus, doch Albon ist trotzdem optimistisch und erklärt: "Das Auto fühlte sich auf beiden Mischungen [Slicks und Intermediates] stark an, und die Slicks fühlten sich auch bei geschlossenem DRS sehr gut an."

"Bei all meinen Runs heute war ich zwischen dem vierten und neunten Platz, so dass ich für morgen insgesamt positiv gestimmt bin", so Albon, der im vergangenen Jahr mit P7 in Kanada das beste Saisonergebnis für Williams holte.

Teamkollege Sargeant erklärt: "Ich denke, dass wir morgen ein ähnliches Wetter haben werden. Es wird also darauf ankommen, zur richtigen Zeit auf den richtigen Reifen zu sein und die richtige Strategie zu finden."

Marko: Perez "eine logische Entscheidung"

Helmut Marko hat die Beweggründe hinter dem neuen Vertrag für Sergio Perez erklärt: "Wir wollten die Kontinuität innerhalb des Teams wahren. Max und Checo verstehen sich sehr gut, daher war es eine logische Entscheidung."

"Letztendlich liefert Checo ab. Er hat einige Höhen und Tiefen, aber er ist immer noch ein sehr schneller Fahrer", betont Marko, der zudem klarstellt, dass Perez einen "echten" Zweijahresvertrag bekommen habe.

"In Formel-1-Verträgen gibt es immer Klauseln [zum Ausstieg], aber im Allgemeinen handelt es sich um einen Zweijahresvertrag", betont Marko.

Drei Untersuchungen

Insgesamt drei Fahrern könnte nach FT2 noch Ärger drohen. Da ist einmal Charles Leclerc, der zu Beginn der Session Intermediates verwendet hat, obwohl die Strecke nicht offiziell als "nass" deklariert war. Er muss um 00:30 Uhr unserer Zeit zu den Stewards.

Danach beschäftigen sich die Rennkommissare noch mit den beiden McLaren-Piloten, die jeweils in der letzten Kurve inkorrekt auf die Strecke zurückgefahren sind, nachdem sie von der Piste abgekommen waren.

In allen drei Fällen ist keine harte Strafe zu erwarten, wir behalten die Untersuchungen aber natürlich im Auge.

Williams: Gewichtsreduktion wird zum teuren Spaß

Williams bastelt weiter daran, sein übergewichtiges Auto leichter zu machen. Rund 14 Kilogramm soll der FW46 immer noch zu schwer sein, obwohl man bereits ebenso viele Kilos abspecken konnte - das kostet fast eine halbe Sekunde pro Runde.

"Wir versuchen einfach Gewicht zu sparen, wo wir können", sagt Technikchef Pat Fry und gesteht: "Es ist hart, das aus dem Auto zu bekommen, aber wir arbeiten daran, was gut ist."

Dafür nimmt der Rennstall viele Bereiche des Autos noch einmal unter die Lupe. "Es ist überall verteilt", sagt Fry und erklärt: "Das ist niemals eine simple Lösung. Es gibt überall Dinge, die du dir anschauen musst."

Das Problem: Das kostet natürlich alles Geld, was in anderen Bereichen der Entwicklung dann fehlt. Frys komplette Aussagen zu dem Thema findet ihr hier!

Villeneuve: Was macht Ricciardo noch in der Formel 1?

Jacques Villeneuve ist dafür bekannt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. An diesem Wochenende ist er für Sky als TV-Experte im Einsatz - und hat direkt mal eine Frontalattacke gegen Daniel Ricciardo losgelassen.

"Warum ist er noch in der Formel 1? Warum?", will er wissen und erklärt: "Seit vier, fünf Jahren höre ich: 'Wir müssen das Auto für ihn besser machen.'" Das sei eine deutlich zu lange Zeit.

"Wenn du's nicht draufhast, geh nach Hause. Es gibt sicher einen anderen, der deinen Platz einnehmen wird. So war das schon immer im Motorsport. [...] Es gibt keinen Grund, immer weiterzumachen und immer neue Entschuldigungen zu finden", so Villeneuve.

"Alle reden immer von dieser ersten Saison, oder von den ersten zwei. Er hat einen Vettel geschlagen, der ausgebrannt war und versucht hat, Dinge am Auto zu erfinden, um wieder zu gewinnen, und dadurch seine Wochenenden zerschossen hat."

"Und dann hat er eine halbe Saison Verstappen geschlagen, als Verstappen 18 war und gerade angefangen hat. Das war's. Seither hat er nie wieder jemanden geschlagen", so Villeneuve, der offenbar kein großer Ricciardo-Fan ist ...