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Formel-1-Liveticker: Anschuldigungen von Red Bull: Erste Infos sickern

Status: Beendet

Tsunoda: Darum kam es zum FT1-Crash

"Das Getriebe denke ich, ja", bestätigt Yuki Tsunoda nach seinem FT1-Unfall den Grund für die lange Reparatur an seinem AlphaTauri. "Das war alles meine Schuld", gesteht der Rookie. "Die Mechaniker haben einen wirklich guten Job gemacht. Es war sehr hilfreich für mich und für die Ingenieure, um Daten zu sammeln, auch nur eine Runde."

Er konnte nach dem Getriebewechsel erst ganz am Ende von FT2 wieder auf die Strecke gehen und nur drei Runden drehen. "Das war harte Arbeit für die Crew, das schätze ich sehr."

Was ist überhaupt passiert bei seinem Ausrutscher? "Das Auto hat sich sehr nervös angefühlt, vor allem das Heck in den schnellen Kurven. Dort habe ich Zeit verloren verglichen zu meinem Teamkollegen." Vor allem in zwei Kurven habe er viel verloren.

"Ich habe versucht, mich zu verbessern, und bin in die Mauer gekracht. Das hätte mir nicht passieren dürfen." Der Fehler führte dazu, dass er insgesamt fast eineinhalb Trainingsstunden verpasste. Diese Zeit müsse er nun versuchen, am Samstag nachzuholen.

Perez: "Für Rest des Wochenendes optimistisch"

Wollen wir uns nun noch anhören, wie der zweite Red-Bull-Pilot seinen Freitag resümiert. Sergio Perez konnte sich auf P5 einreihen, eine halbe Sekunde fehlte ihm auf Teamkollegen Max Verstappen. "Das Auto fühlte sich heute auf den längeren und kürzeren Runs gut an. Ich denke, dass wir auf jeden Fall noch Zeit finden können."

Da er in beiden Trainings teilweise durch Verkehr behindert wurde, ist er recht zuversichtlich, dass am Samstag noch mehr möglich sein wird. Die Wetterbedingungen seien aber "eine kleine Unbekannte", weiß der Mexikaner. "Wir haben eine gute Vorstellung davon, was wir vor dem Qualifying tun müssen, um uns zu verbessern, daher bin ich für den Rest des Wochenendes optimistisch."

Leclerc: Ferrari "auf einem guten Weg"

Sainz' Teamkollege Charles Leclerc ist ein wenig optimistischer. Er landete mit 1,4 Sekunden Rückstand auf P12. "Natürlich hat sich die Strecke ein wenig verändert, aber abgesehen davon sind wir mit dem Gefühl, das wir im Moment im Auto haben, recht zufrieden. Ferrari sei "auf einem guten Weg".

Den Fokus hat die Scuderia an diesem Wochenende eher auf das Qualifying gelegt, denn danach werde es "ziemlich knifflig" zu überholen. "Wir müssen ein bisschen stärker sein am Samstag, speziell an diesem Wochenende."

Die Temperaturen haben ihm weniger Probleme bereitet: "Ich denke, wir haben heute einen recht guten Job gemacht, vor allem in der Rennsimulation, die recht stark zu sein scheint." Für den Samstag wünscht er sich niedrigere Temperaturen, aber keinen Regen. "Das wäre perfekt für uns."

Sainz: Ferrari-Schwächen wurden sichtbar

Von McLaren schauen wir zur direkten Konkurrenz der Briten: Ferrari. Carlos Sainz konnte sich heute auf Rang sieben platzieren, er war 1,1 Sekunden langsamer als die Bottas-Bestzeit. "Das war ein bisschen ein eigenartiger [Freitag]", merkt der Spanier am Abend an.

Vor allem das zweite Freie Training sei ein wenig "komisch" gewesen. "Weil das Auto hat sich nicht schlechter oder wirklich schlecht angefühlt. Die anderen konnten sich einfach verbessern." Die heißen Streckentemperaturen schienen Ferrari nicht entgegenzukommen.

"Wie bei höheren Streckentemperaturen üblich sind wir ein wenig zurückgefallen." Schon vor dem Rennwochenende hat er das befürchtet. Denn Ferrari habe immer noch "einige Schwächen". Vor allem in "bestimmten Kurven" sei der SF21 auf dem Hungaroring nicht schnell.

Fotos: Die Formel-1-Technik vor der Linse!

Wenn wir schon von Updates sprechen, dann wollen wir doch sogleich einen Blick in unsere Technik-Fotostrecke werfen. Darin sammeln wir über das gesamte Rennwochenende hinweg die schönsten Schnappschüsse. Viel Spaß beim Durchklicken!

Fotostrecke: Formel-1-Technik: Detailfotos beim Ungarn-Grand-Prix 2021 Giorgio Piola

Foto: Giorgio Piola

McLaren MCL35: Windabweiser

McLaren: Wie haben die Updates funktioniert?

Das McLaren-Team hat, wie zuvor angekündigt, auch ein paar Updates an den MCL35M geschraubt. Nach dem ersten Freien Training hat Teamchef Andreas Seidl bei 'Sky' berichtet: "Wir hatten einige neue Teile am Auto. Wir haben verschiedene Messungen durchgeführt, auch mit Back-to-Back-Tests. Es sind ein paar Updates im Bereich des Unterbodens, vor den Hinterreifen, aber auch vorne im Bereich der Bargeboards."

Dort vor den Seitenkästen sei heute gar ein "größeres Update" in Ungarn eingeführt worden. "Wir sind immer noch dabei, das Auto zu verbessern. Das Ziel ist klar: Wir wollen in den wohlverdienten Urlaub gehen und immer noch auf Platz drei der Konstrukteursmeisterschaft liegen. Dafür müssen wir Gas geben."

Wie die Updates funktioniert haben, wollte der Deutsche nicht sagen. Auch Ricciardo lässt sich nicht in die Karten blicken: "Wir werden es heute Abend analysieren. Ich meine, ich war heute nicht besonders stark. Aber was die Upgrades angeht, so habe ich heute Vormittag ein paar Tests gemacht."

Ricciardo: "Müssen noch einen Schritt machen"

Zurück zu McLaren und Daniel Ricciardo. Der Australier belegte heute im Gesamtklassement Rang 13, ihm fehlten satte 1,7 Sekunden auf die Spitze. Er weiß: "Der Vormittag war nicht besonders gut. Wir hatten ziemlich zu kämpfen. Und ich würde sagen, wir haben am Nachmittag einen Schritt gemacht."

Aber: "Am Vormittag waren wir zwei oder drei Schritte entfernt, also werden wir definitiv noch mindestens einen weiteren Schritt über Nacht finden müssen, wollen wir morgen in einer soliden Position sein." Auch Ricciardo bringt die hohen Temperaturen zur Sprache, die seien heute ein "großer Faktor" gewesen.

Die 60 Grad Streckentemperatur seien "vielleicht neuer Rekord" gewesen. "Das beansprucht die Reifen natürlich sehr und sorgt dafür, dass sich das Auto nicht besonders gut anfühlt." Er hofft daher in den kommenden Tagen auf kühlere Bedingungen.

Honda: Verstappen-Motor hat Unfall überstanden

Bevor wir uns anhören, was Norris' Teamkollege Daniel Ricciardo zu seinem Trainingstag zu sagen hat, wollen wir eine wichtige Meldung zu Red Bull einschieben: Honda hat grünes Licht gegeben, Max Verstappen kann mit der Power-Unit aus Silverstone in Ungarn weiterfahren.

"Wir konnten feststellen, dass die Power-Unit, die er am britischen Grand-Prix-Wochenende verwendet hat, normal funktioniert", bestätigt Toyoharu Tanabe, Technischer Direktor von Honda, nach dem zweiten Freien Training. Das ist wichtig, da in dieser Saison jeder Pilot nur drei Motoren einsetzen darf.

Sowohl Verstappen als auch Lewis Hamilton fahren aktuell mit ihrer zweiten Power-Unit. Zur Übersicht über die Motorenkomponenten!

Norris: "Eine der schwierigeren FT2-Sessions"

Wir wechseln das Team und kommen zu McLaren. Lando Norris belegte heute den zehnten Gesamtrang. Ihm fehlten satte 1,3 Sekunden auf die Bestzeit. Sein MCL35M habe sich in den heißen Bedingungen heute "nicht so gut" angefühlt. Aber: "Im Vergleich zu den Konkurrenten sind wir immer noch dabei oder in etwa dabei. Es ist nicht so, dass wir weit von der Pace entfernt sind."

Vor allem von Alpine zeigt sich der Brite heute überrascht, Esteban Ocon stellte seinen A521 auf Rang vier. "Auch AlphaTauri war heute sehr schnell. Ferrari vielleicht ein bisschen langsamer, als wir erwartet haben. Ich dachte, die wären hier sehr schnell."

Sein Fazit: "Das war eine unserer schwierigeren FT2-Sessions. Normalerweise sind wir im FT2 nicht überragend, aber wir hatten noch nie so viel zu kämpfen wie in diesem [Training]. Der Rückstand auf Alpine war ziemlich groß. Ich denke, dass es das Wichtigste ist, ins Q3 zu kommen."

Schumacher: "Hoffentlich näher an Williams dran"

Kommen wir nun wieder zurück zum Sportlichen, und zum zweiten Deutschen im Feld. Mick Schumacher hat den heutigen Trainingstag auf Rang 18 (+2,8 Sekunden) abgeschlossen. "Ich denke, es war ein positiver Start, weil wir unseren Plan umsetzen konnten."

"Was die Geschwindigkeit angeht, sind wir natürlich etwas zurück, aber wenn ich eine gute Runde hinbekomme, sind wir hoffentlich etwas näher an Williams dran, was wir uns erhoffen." Auf Nicholas Latifi fehlten ihm heute drei Zehntelsekunden.

"Wir hatten in den beiden Trainingssitzungen zwei sehr unterschiedliche Arten von Reifenverschleiß. Heute hatten wir 63 Grad Streckentemperatur - so heiß war es noch nie. Am Sonntag sollten die Temperaturen etwas kühler sein, und hoffentlich haben wir genug herausgefunden, um mit den anderen mithalten zu können."

Vettel: "Alberne Gesetze von sturen Köpfen"

Nach den beiden Trainings hat Sebastian Vettel nun außerdem sein neues Helmdesign mit Regenbogen-Flagge erklärt. Dieses habe er speziell für den Grand Prix von Ungarn anfertigen lassen, "um die Missstände aufzuzeigen, die in einem Land in der Europäischen Union herrschen".

Vettel bezieht einmal mehr klar Stellung: "Ich glaube, dass das keine Diskussion mehr sein sollte, was die Freiheit der Menschen angeht und wen die Menschen lieben, wie sie ihr Leben leben sollen. Da braucht es keine albernen Gesetze von irgendwelchen sturen Köpfen, glaube ich, sondern einen Blick, der nach vorne gerichtet ist."

Hintergrund: Victor Orbans Regierung hat ein neues Anti-LGBTIQ-Gesetz verabschiedet. Homo- und Transsexualität sollen per Gesetz quasi aus der Öffentlichkeit verschwinden. Daraufhin sind Proteste ausgebrochen, die EU hat sich eingeschaltet und das Gesetz scharf kritisiert.

Vettel schließt sich an: "Ich habe einfach kein Verständnis dafür, warum das nicht normal ist. Warum das überhaupt noch in Frage steht. In Zeiten wie diesen finde ich dieses Denken sehr rückwärtsgewandt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand noch so denkt, aber scheinbar ist das der Fall."

Sebastian Vettel Aston Martin Aston Martin F1 ~Sebastian Vettel (Aston Martin) ~

Foto: Motorsport Images

Szafnauer: Ziel ganz klar Q3 mit beiden Autos

"Ich glaube, da geht noch sehr viel mehr", zeigt sich auch Aston-Martin-Teamchef Otmar Szafnauer bei 'Sky' optimistisch. "Am Vormittag haben wir viel an der Aerodynamik gearbeitet, am Nachmittag stand das Set-up im Fokus. Über Nacht sichten wir die Daten. Und dann geht es darum, am Samstag noch mehr aus dem Auto herauszuholen."

"Ich denke, wir kriegen beide [wieder] in die Top 10, aber vielleicht noch weiter noch vorne." Das Ziel lautet also ganz klar: Q3. Vettel habe vor allem auf dem Medium "eine gute Figur" abgegeben. Aber: "Es ist ihm nicht gelungen, das Auto zu maximieren. Hoffentlich steckt da also noch mehr drin."

Wie weit ist der Heppenheimer generell in seiner Eingewöhnung? "Er kann sich noch immer etwas steigern, aber wir reden da von Kleinigkeiten."

Vettel: "Vielleicht fällt uns was Schlaues ein"

Wie erging es den beiden deutschen Piloten heute? Sebastian Vettel schildert, dass sein Tag "nicht so schlecht" war. "Wir müssen noch versuchen, die Reifen ein bisschen besser in das berühmte Fenster zu bekommen, was die eine [schnelle] Runde angeht. Der Longrun war okay, glaube ich."

Aston Martin wisse bereits, wo das Auto schneller werden müsse. Wo genau? "Wir tun uns im Moment ein bisschen schwer, was die Balance angeht. Ich habe ein bisschen zu viel Übersteuern am Kurveneingang. Mitte der Kurve tue ich mich mit der Vorderachse schwer. Es gibt ein paar Sachen, um das auszubalancieren. Ich glaube aber, unsere Auswahl ist etwas begrenzt. Vielleicht fällt uns über Nacht noch was Schlaues ein."

Im Gesamtklassement landete er heute auf Platz neun, mit 1,2 Sekunden Rückstand auf die Spitze. "Sollten wir uns morgen auf den Positionen qualifizieren, auf denen wir heute lagen, wäre das wahrscheinlich ordentlich. Wir wollen aber mehr."

Horner: Hamiltons Fahrweise war "gefährlich"

Du glaubst, zum Silverstone-Crash und zum Revisionsantrag von Red Bull sei schon alles gesagt worden? Falsch gedacht. Denn Christian Horner legt im 'Sky'-Interview noch einmal nach. Spannend dabei vor allem seine Wortwahl, denn erstmals spricht er davon, dass Lewis Hamiltons Fahrweise in Copse "gefährlich" gewesen sei.

"Wir dachten, dass die gewählte Fahrweise aufgrund des Aufpralls und des Unfalls, der dadurch verursacht wurde, tatsächlich gefährlich war. Und wenn es eine gefährliche Fahrweise war, dann gibt es natürlich ein anderes Strafmaß als das, was die Stewards verhängt haben."

Genau das wollte Red Bull mit den angeblich neuen Beweisen darlegen, diese wurden aber von den Kommissaren abgelehnt. "Damit ist die Sache abgeschlossen. Es ist unsere Pflicht als Wettbewerber, es ist unser Recht als Wettbewerber, dieses Berufungsverfahren anzustoßen."

Und: "Wir hatten das Gefühl, dass es neue Elemente gab, und wir hätten es bedauert, wenn wir sie den Stewards nicht vorgelegt hätten. Ich denke, wir haben das Richtige getan. Sie haben ihre Entscheidung getroffen. Und jetzt akzeptieren wir das und machen weiter."

Horner: "Wir müssen noch etwas finden"

Red-Bull-Teamchef Christian Horner war vorhin bei 'Sky' am Mikrofon. Angesprochen auf die Performance seiner beiden Fahrer am heutigen Trainingstag, meint der Brite: "Ich denke, wir müssen noch etwas finden. Die Fahrer sind mit der Balance des Autos im Moment nicht zufrieden. Man hat gehört, dass Max auf seinem schnellen Run ein wenig mit Untersteuern zu kämpfen hatte."

Auch Horner führt die Probleme auf die hohen Temperaturen zurück. "Das wirkt sich auf die Arbeitsweise der Reifen aus. Aber ich bin mir sicher, dass wir die Dinge von dort aus verbessern können."

Bottas: "Wie in einer finnischen Sauna!"

Aber nicht Lewis Hamilton sondern Valtteri Bottas konnte heute die Bestzeit aufstellen. Der Finne gesteht am Abend: "Ehrlich gesagt, es fühlt sich an wie in einer finnischen Sauna." Im Cockpit hätten heute rund 60 bis 70 Grad Celsius geherrscht, schildert er.

"Es ist schweißtreibend, aber auf der Strecke bekommt man wenigstens ein bisschen Luft. Aber das macht die Sache mit den Reifen ziemlich schwierig, weil sie überhitzen. Aber ehrlich gesagt sah es im Vergleich zu den anderen nicht so schlimm aus oder fühlte sich so an. Ich denke also nicht, dass es heute ein schlechter Start für uns war."

Mercedes hatte in der Vergangenheit des Öfteren Schwierigkeiten bei heißeren Bedingungen, doch das Team habe Verbesserungen geschafft, schildert Bottas. "Es ist nicht so schlecht. Der heutige Tag ist der Beweis dafür." Motivierend sei außerdem, dass er "im Kampf um die Poleposition" morgen liege, so Bottas.

Hamilton: "Wenn es regnet, dann regnet es eben"

Beim Blick auf den Wetterbericht erkennen wir, dass morgen ein Gewitter über die Strecke ziehen könnte. Ist Mercedes auf diesen Wetterumschwung vorbereitet? "An einem so heißen Tag wie heute kann man nicht für Regen planen. Man kann das Auto nicht weich für den Regen abstimmen."

"Es ist ziemlich unvorhersehbar, also versucht man einfach, das Auto so gut wie möglich abzustimmen und die Reifen so gut wie möglich zu verstehen. Es gibt sowieso keinen großen Unterschied zwischen den Set-ups. Wir stellen das Auto so gut wie möglich für ein trockenes Qualifying ein, und wenn es regnet, dann regnet es eben."

Insgesamt ist Hamilton zufrieden, dass er gemeinsam mit Teamkollegen Valtteri Bottas die erste Reihe belegen konnte heute. "Das ist großartig für das Team, und darauf aufbauend werden wir uns nur noch weiter verbessern." Das sei ein guter Auftakt gewesen.