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Formel-1-Liveticker: Das Rennen in Las Vegas jetzt live!

Las Vegas in der Analyse: Beide McLaren-Piloten disqualifiziert

Formel-1-Liveticker: Das Rennen in Las Vegas jetzt live!

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Feierabend

In Las Vegas ist es bereits nach 04:00 Uhr in der Nacht. Höchste Zeit also auch für uns, erst einmal Feierabend zu machen. Morgen melden wir uns dann wie gewohnt mit einer neuen Tickerausgabe zurück, um die weiteren Themen vom Rennwochenende aufzuarbeiten.

Für euch geht es gleich zudem noch weiter mit unserer großen Videoanalyse zum Rennen. Kevin Scheuren und Stefan Ehlen melden sich wie versprochen um 14:00 Uhr auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de.

Viel Spaß mit den Kollegen und bis dann!

Nullnummer: Beide Alpines beschädigt

Für beide Alpine-Piloten war das Rennen bereits nach der ersten Kurve gelaufen. "Ich wurde umgedreht und mein Diffusor wurde hinten zerstört", berichtet Pierre Gasly, der als Zehnter gestartet war.

"Ein weiteres unglückliches Rennen in Vegas für mich", ärgert er sich und erklärt: "Es ist nun schon das dritte Jahr in Folge, dass ich eine sehr starke Qualifikation habe, die sich aber nicht wirklich im Rennen niederschlägt."

Auch für Teamkollege Franco Colapinto gab es nichts zu holen. "Ich hatte während des gesamten Rennens keinen Grip und fühlte mich insgesamt ziemlich langsam", so der Argentinier.

Auch sein Diffusor wurde gleich in der ersten Kurve zerstört, weil er von Alexander Albon getroffen wurde. "Das hat mich einfach viel Abtrieb am Heck gekostet, und ich bin das ganze Rennen über viel gerutscht", erklärt er.

Alpine liegt weiterhin abgeschlagen auf dem letzten WM-Platz.

Bortoleto entschuldigt sich bei Stroll

Nach dem Abschuss in Kurve 1 sagt der Brasilianer: "Zunächst einmal möchte ich mich bei Lance entschuldigen. Es war meine Schuld." Er habe den Bremspunkt einfach "um ein paar Meter" falsch eingeschätzt.

Danach sei es dann "zu spät" gewesen, um den Crash noch zu verhindern. "Es ist schade, denn das Wochenende sah bis zum Qualifying vielversprechend aus", ärgert er sich. Das Rennen war dann gleich nach der ersten Kurve gelaufen.

Stroll auf der anderen Seite nimmt es sportlich und erklärt: "So ist das im Rennsport, solche Dinge passieren. Es ist weder für Gabriel noch für mich angenehm, aber er hat es nicht absichtlich getan. Er ist ein guter Junge."

Der Kanadier sieht es auch deshalb so locker, weil für Aston Martin heute ohnehin nicht viel drin gewesen wäre, sagt er. Teamkollege Fernando Alonso landete trotz der McLaren-Disqualifikationen nur auf P11 und damit außerhalb der Punkte.

Sainz: Mehr war eigentlich nicht drin

Der Spanier startete von P3, wurde am Ende aber nur Siebter. Durch die McLaren-Disqualifikation rückt er auf P5 nach vorne, doch obwohl er damit noch immer Plätze verloren hat, ist er "nicht wirklich" enttäuscht.

"Wir fahren gegen Autos, die auf trockener Strecke drei oder vier Zehntel schneller sind, sodass man sie über 50 Runden hinweg unmöglich hinter sich halten kann", so Sainz, der das bereits vorher ahnte.

Es sei "ein gutes Rennen" gewesen, betont er und erklärt: "Das nächste Auto im Mittelfeld lag zehn Sekunden zurück. Wir waren nur drei oder vier Sekunden hinter Piastri und Charles in einem Ferrari und einem McLaren."

"Daher denke ich, dass wir damit zufrieden sein können", so Sainz. Lediglich bei der Strategie hätte man vielleicht "etwas aggressiver" sein können, sagt er. Insgesamt müsse man aber happy sein.

Norris hat es weiter in der Hand

Ganz wichtig übrigens: Lando Norris hat den WM-Titel weiterhin selbst in der Hand. Bei 24 Punkten Vorsprung kann lediglich er noch aus eigener Kraft Weltmeister werden.

Sollte einer seiner beiden Rivalen die beiden letzten Rennen und auch den Sprint in Katar gewinnen, würde derjenige am Ende der Saison bei 424 Punkten stehen.

Wird Norris aber gleichzeitig überall Zweiter, wäre er mit 433 Zählern trotzdem Weltmeister. Und selbst eine Nullnummer im Sprint könnte er sich zum Beispiel erlauben.

Norris wird in der McLaren-Pressemitteilung mit den Worten zitiert: "Es ist frustrierend, so viele Punkte zu verlieren. Als Team streben wir immer danach, die bestmögliche Leistung zu erzielen, und heute haben wir diese Balance eindeutig nicht gefunden."

"Ich kann daran jetzt nichts mehr ändern, stattdessen konzentriere ich mich voll und ganz auf Katar, wo wir in jeder Session die bestmögliche Leistung zeigen wollen", so Norris.

Stella: Entschuldigen uns bei den Fahrern

Wie bereits angekündigt hat sich Andrea Stella jetzt in Form einer Pressemitteilung zur doppelten Disqualifikation geäußert. Der McLaren-Teamchef erklärt: "Während des Rennens kam es bei beiden Fahrzeugen zu unerwartet starkem Porpoising, das in den Trainings nicht aufgetreten war und zu übermäßigem Kontakt mit dem Boden führte."

"Wir untersuchen die Gründe für dieses Verhalten des Autos, einschließlich der Auswirkungen der Unfallschäden, die beide Autos erlitten haben und die wir nach dem Rennen festgestellt haben und die zu einer erhöhten Bewegung des Bodens geführt haben", so Stella.

Der Teamchef sagt weiter: "Wir entschuldigen uns bei Lando und Oscar für den Verlust von Punkten heute, zu einem kritischen Zeitpunkt in ihrer Meisterschaft, nachdem sie das ganze Wochenende über starke Leistungen gezeigt haben."

"Obwohl dieses Ergebnis äußerst enttäuschend ist, konzentrieren wir uns weiterhin voll und ganz auf die letzten beiden Rennen der Saison", so Stella.

Piastri: "Der Einzige, der tatsächlich gebremst hat"

Wegen seiner Disqualifikation spielte es letztendlich keine Rolle, doch gleich beim Start wurde Oscar Piastri in Kurve 1 von Liam Lawson getroffen. "Ich hatte das Gefühl, ich war einer der Einzigen, die tatsächlich gebremst haben, um die Kurve zu bekommen", schildert Piastri den Rennbeginn aus seiner Sicht.

Für sein Manöver erhielt Lawson keine Strafe. Aus Sicht des McLaren-Piloten könnte das ein wenig unglücklich wirken, denn schon in Singapur wurde er von Norris beim Start ohne Konsequenz geschubst, während er selbst in Brasilien für die Kollision mit Kimi Antonelli eine Zeitstrafe erhalten hatte.

Wird mit zweierlei Maß gemessen? "Ich werde gar nicht erst versuchen, das zu berechnen", winkt er ab.

Seine kompletten Aussagen findet ihr hier.

Vasseur: So schlimm ist es bei Hamilton nicht

Wir haben vorhin ja schon gehört, wie niedergeschlagen Lewis Hamilton nach dem Rennen war. Teamchef Frederic Vasseur erklärt dazu, dass "das Hauptproblem" das Qualifying gewesen sei.

"Wenn man von P20 startet, ist das Rennen natürlich schwierig", so Vasseur, der betont, dass man Hamiltons Aussagen daher nicht überbewerten dürfe. Man werde das später in aller Ruhe besprechen.

"Heute war es schwierig", so Vasseur, aber man müsse sich auch die vergangenen Rennen ansehen. In Mexiko zum Beispiel hätte Hamilton ohne die Strafe seiner Meinung nach um ein Podium kämpfen können.

"Es geht eher darum, alles zusammenzubringen, und ich glaube, wir haben Mühe, ein sauberes Wochenende zu haben", erklärt er.

Wie die FIA den Marshal-Einsatz verteidigt

Wir haben vorhin schon darüber gesprochen: Nur zwei Rennen nach dem Aufreger in Mexiko stand die Rennleitung heute erneut in der Kritik, weil Streckenposten während des Rennens auf der aktiven Strecke unterwegs waren.

Eine offizielle Aufarbeitung dieses Vorfalls steht noch aus. Dennoch sieht die FIA scheinbar einen entscheidenden Unterschied zwischen beiden Situationen.

In Las Vegas befanden sich nämlich sämtliche Trümmerteile im Auslaufbereich von Kurve 1 - also abseits der Ideallinie und direkt auf der Seite des Sportpostens. Die Sportwarte mussten somit keine aktive Fahrbahn kreuzen.

Außerdem wurde die Zone der doppelt geschwenkten gelben Flaggen wegen der blinden letzten Kurve bewusst verlängert, damit die Fahrer frühzeitig Tempo reduzieren.

Die komplette Story findet ihr hier.

Auswirkung aufs Mittelfeld

Nicht nur auf den Kampf um den Fahrertitel hat die Disqualifikation eine Auswirkung. So rücken zum Beispiel die beiden Haas-Piloten dadurch von P11 und P12 auf P9 und P10 nach vorne - und damit in die Punkte.

Genau durch diese drei zusätzlichen Zähler hat Haas Aston Martin nun in der WM überholt und liegt auf P7. Auch Sauber profitiert und bekommt zusätzliche Punkte, weil Nico Hülkenberg auf P7 vorrutscht.

Im Kampf um P7 in der WM liegt damit jetzt Haas (73 Punkte) hauchdünn vor Aston Martin (72) und Sauber (68). Das wird noch spannend.

Neues Ergebnis

Wie bereits erwähnt rückt Max Verstappen damit in der WM bis auf 24 Punkte an Lando Norris heran. Das überarbeitete Vegas-Ergebnis und den neuen WM-Stand findet ihr hier:

Ergebnis

WM-Stand

Lange Anhörung

Wir hören zudem, dass die Anhörung ungefähr eine Stunde gedauert hat, weil McLaren alles versucht haben soll, um die Disqualifikation noch zu verhindern. Die vorgebrachten Gründe sind ja im Urteil genannt.

Natürlich kann man es dem Team nicht vorwerfen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, aber eigentlich hätte ihnen klar sein müssen, dass man damit keinen Erfolg haben würde.

Denn bei einem technischen Verstoß, egal wie klein er ist, folgt eben eigentlich immer die Disqualifikation.

Warum es so lange gedauert hat

Die FIA hat alle zehn Autos aus den Top 10 überprüft, daher dauerte es so lange, bis es ein Urteil gab. Ein Verstoß wurde lediglich bei den McLaren-Boliden festgestellt.

Übrigens hat sich außerdem ein kleiner Fehler im Urteil der FIA eingeschlichen. So hat man die Messwerte bei Oscar Piastri noch einmal leicht korrigiert.

Diese lagen vorne rechts bei 8,74 und hinten rechts bei 8,90 Millimetern. Der Verschleiß war also sogar noch etwas größer als bei Norris.

Das Urteil im Wortlaut

"Die hinteren Skids von Fahrzeug 81 [beziehungsweise 4] wurden gemessen und lagen unter der vorgeschriebenen Mindestdicke von 9 Millimeter gemäß Artikel 3.5.9 des Technischen Reglements."

"Die relevanten Messwerte betrugen rechts vorne 8,88 Millimeter und rechts hinten 8,93 Millimeter. Das Messgerät war ein Mitutoyo-Mikrometer, im Mai 2025 gekauft und laut Hersteller bis auf 0,001 mm genau."

"Die hinteren Skids wurden in Anwesenheit der Sportkommissare und von drei McLaren-Vertretern erneut gemessen. Diese Messungen bestätigten, dass die Skids nicht regelkonform waren. Die ermittelten Werte lagen sogar noch unter den ursprünglichen Messungen des Technischen Delegierten."

"Dementsprechend stellen die Sportkommissare fest, dass ein Verstoß gegen das Technische Reglement vorliegt."

"Die Sportkommissare hörten anschließend die Stellungnahmen zur Strafzumessung an."

"Das Team argumentierte, dass mildernde Umstände vorliegen, da es bei diesem Event zu zusätzlichem und unerwartetem Bouncing gekommen sei, aufgrund des Wetters am ersten Tag nur begrenzte Testmöglichkeiten bestanden hätten und die Trainings verkürzt wurden. Zudem führte das Team an, dass der Umfang des Verstoßes geringer sei als bei früheren Fällen im Jahr 2025."

"Die FIA argumentierte hingegen, dass das Reglement und die bisherigen Fälle keine andere Strafe als die übliche Strafe - also die Disqualifikation - vorsehen. Die FIA stellte klar, dass sie davon ausgehe, dass der Verstoß unbeabsichtigt war und keine absichtliche Umgehung der Regeln stattgefunden habe."

"Die Sportkommissare verweisen außerdem auf Entscheidungen des FIA Internationalen Berufungsgerichts, die den Handlungsspielraum zur Abmilderung von Disqualifikationen bei technischen Verstößen deutlich begrenzen."

"Ungeachtet des Hinweises des Teams, dass möglicherweise zufällige Beschädigungen zu einer Bewegung des Unterbodens geführt haben könnten, die zusätzlichen Verschleiß verursacht haben, sehen die Sportkommissare dies nicht als ausreichend an, um die Strafe zu mildern."

"Die Sportkommissare stellen fest, dass Artikel 3.5.9 des Technischen Reglements verletzt wurde und daher die standardmäßig vorgesehene Strafe - Disqualifikation - angewendet werden muss."

Beide McLaren disqualifiziert

Mehr als vier Stunden nach Rennende ist das offizielle Urteil endlich da. Beide McLaren-Piloten werden erwartungsgemäß aus der Wertung des Las-Vegas-GP genommen, alle anderen Fahrer rücken im Klassement entsprechend auf.

In der Fahrer-WM rückt Max Verstappen damit bis auf 24 Zähler an Lando Norris heran.

Aston-Martin-Spekulationen

Vorhin haben wir ja schon über das mögliche Aus von Andy Cowell bei Aston Martin berichtet. Und wie das in der Formel 1 eben so ist, gehen natürlich sofort die Spekulationen los.

So berichtet die BBC, dass Christian Horner ein möglicher Nachfolger sein soll. Auch über den ehemaligen McLaren-Teamchef Andreas Seidl wird spekuliert.

Das Team selbst äußert sich nicht zu den Gerüchten.

Keine McLaren-Medienrunde

Die Fahrer sind bekanntlich bereits abgereist, und nachdem die Medienrunde von Teamchef Andrea Stella zuvor verschoben wurde, wurde sie mittlerweile ganz abgesagt. Ein Statement wird es also lediglich noch in Form der obligatorischen Pressemitteilung nach jedem Rennen geben.

In Las Vegas ist es inzwischen übrigens bereits 01:15 Uhr in der Nacht.

Harte Vegas-Kritik von Alonso

Fernando Alonso hat heute nach dem Rennen erklärt, dass die Strecke zwar grundsätzlich "Spaß" mache. "Aber ich glaube, dass die Art des Asphalts nicht dem Formel-1-Standard entspricht", kritisiert er.

"Um ehrlich zu sein, ist es zu rutschig. Wir können die Reifen nicht auf Temperatur bringen und es gibt keinen Grip. Es ist extrem holprig, fast schon zu gefährlich, um sicher zu fahren", berichtet er.

Zudem sei auch der Platz im Kalender "schwierig", weil Las Vegas sich in einem Tripleheader mit Katar und Abu Dhabi befindet - und in einer völlig anderen Zeitzone liegt.

"Ich glaube nicht, dass irgendeine andere Sportart auf der Welt das akzeptieren würde", so Alonso, der zusammenfasst: "Die Rennstrecke ist okay. Der Asphalt und der Zeitpunkt im Kalender sind es für mich nicht."

Reifenflüsterer Antonelli

Sollten die McLaren-Piloten disqualifiziert werden, dann würde Kimi Antonelli am Ende als Dritter gewertet werden - nach einem Start von P17. "Angesichts seiner Startposition hatte Kimi ein großartiges Rennen", lobt Andrew Shovlin von Mercedes.

"Wir wussten, dass es riskant war, auf den weichen Reifen zu starten und früh zu stoppen. Wenn die harten Reifen aber bis ins Ziel durchhalten würden, war das unsere beste Chance, ihm eine gute Punkteausbeute zu sichern", so Shovlin.

"Wir nutzten die Gelegenheit, die sich durch das frühe virtuelle Safety-Car bot. Ab diesem Zeitpunkt fuhr er brillant, um seine Reifen in gutem Zustand zu halten und einige wichtige Überholmanöver durchzuführen", lobt er.

Antonelli selbst sagt: "Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf unseres Rennens heute Abend. Es fühlte sich wie eine Wiedergutmachung für gestern an, als wir im Q1 ausgeschieden sind."

"Gegen Rennmitte bemerkte ich ein leichtes Graining an den Vorderreifen. Deshalb machte ich mir ein wenig Sorgen, dass wir zu einem zweiten Stopp gezwungen werden könnten und die gewonnenen Positionen wieder verlieren würden."

"Ich konzentrierte mich darauf, mit den Reifen zu 'reden' und sie sozusagen zu bitten, durchzuhalten. Schließlich verschwand das Graining und ich konnte einige starke Runden fahren", berichtet er.

Cowell vor Entlassung?

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Während wir auf das McLaren-Urteil warten, gibt es Gerüchte darüber, dass Teamchef Andy Cowell bei Aston Martin schon wieder vor dem Aus stehen könnte.

Laut RacingNews365 soll für Cowell nur gut ein Jahr nach Amtsantritt Feierabend sein. Der langjährige Mercedes-Motorenchef war erst im Januar zum Teamchef bei Aston Martin aufgestiegen.

Jetzt könnten sich die Wege schon wieder trennen.

Fahrer abgereist

Kleine Randinfo: Obwohl es noch kein offizielles Urteil gibt, haben die beiden McLaren-Fahrer die Strecke inzwischen verlassen. Sie können in so einer Situation ohnehin nichts mehr tun.

Zudem werden auch sie natürlich wissen, dass es auf eine Disqualifikation hinauslaufen wird. Ob sie die an der Strecke oder am Flughafen mitgeteilt bekommen, spielt da keine Rolle ...

Wie konnte es dazu kommen?

Eine große Frage lautet natürlich, wie es zu dieser Panne bei McLaren kommen konnte. Denn vorsätzlich wird man diesen Regelverstoß sicher nicht begangen haben.

Eine Theorie lautet, dass die verkürzte Trainingszeit eine Rolle gespielt haben könnte. Denn in FT2 konnte wegen der beiden roten Flaggen niemand echte Longruns fahren.

Und am Samstag regnete es dann, weshalb man bei der Abstimmung der Autos vermutlich ein bisschen ins Blaue schießen musste.

Und dabei könnte sich McLaren etwas verzockt haben.

Livestream

Ein Hinweis in eigener Sache: Auch heute wird es wieder eine große Liveanalyse zum Rennen in Las Vegas geben. Kevin Scheuren und Stefan Ehlen melden sich um 14:00 Uhr auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de bei euch.

Dort wird es dann natürlich auch noch einmal ausführlich um die bevorstehende McLaren-Disqualifikation gehen.

Disqualifikation gut für Piastri

Es klingt verrückt, aber tatsächlich darf sich Oscar Piastri über die bevorstehende Disqualifikation freuen. Denn eigentlich ist sein Rückstand auf Lando Norris heute auf 30 Punkte angewachsen.

Werden nun aber beide Fahrer disqualifiziert, bleibt es bei "nur" 24 Punkten Rückstand. Und ein ganz großer Gewinner ist natürlich Max Verstappen, der ebenfalls auf 24 Punkte an Norris heranrücken würde.

Ändert übrigens nichts daran, dass Norris nächste Woche in Katar seinen ersten WM-Matchball haben wird. Es wird nun aber etwas schwieriger, den auch zu verwandeln.

Vergleichbare Fälle

Erst in diesem Jahr wurde Lewis Hamilton in China disqualifiziert, weil der Verschleiß an der Planke am Unterboden zu groß war. Zwei Rennen später erwischte es Nico Hülkenberg in Bahrain aus dem gleichen Grund.

Und bereits 2023 wurden Hamilton und Charles Leclerc in Austin disqualifiziert, weil der Skid-Verschleiß am Auto jeweils zu groß war. Wie gesagt: Die Strafe ist in so einem Fall immer gleich.

Anhörung

Die McLaren-Anhörung ist für 23:45 Uhr Ortszeit angesetzt - also genau jetzt gleich. Allerdings dürfte es dem Team dort kaum gelingen, eine Disqualifikation noch abzuwenden. Denn solche Fälle sind eigentlich immer eindeutig.

FIA-Dokument

Im offiziellen FIA-Dokument heißt es wörtlich:

"Der Skid-Verschleiß der Fahrzeuge mit den Startnummern 81 und 04 wurde überprüft. Der hinterste Skid wurde bei beiden Fahrzeugen gemäß den vom Team eingereichten Legalitätsunterlagen in Übereinstimmung mit TD039 M, Punkt 1.2 b) i) gemessen."

"Die gemessene Dicke betrug bei beiden Fahrzeugen weniger als 9 Millimeter, was unter dem Mindestwert gemäß TR Artikel 3.5.9 e) liegt."

Ein technischer Verstoß also, und der kann eigentlich nur eine Disqualifikation zur Folge haben. Die dürfte also vermutlich in absehbarer Zeit folgen.

Beide McLaren vor Disqualifikation!

Das offizielle Dokument der FIA ist da. Tatsächlich droht beiden McLaren-Fahrern die Disqualifikation, weil die Skids am Unterboden zu stark abgenutzt sind. Mehr gleich bei uns!

Betrieb in der McLaren-Garage

Inzwischen sind laut unseren Kollegen vor Ort auch Technikchef Neil Houldey und Alessandro Alunni Bravi (Chief Business Affairs Officer) in der McLaren-Garage eingetroffen. Zur Erinnerung: Die FIA ist auch noch immer da. Ist mittlerweile also eine größere Runde dort.

Wir versuchen natürlich weiterhin, eine Stellungnahme zu bekommen.

Stella-Medienrunde verzögert sich

Die Medienrunde von McLaren-Teamchef Andrea Stella in Las Vegas verzögert sich. Das könnte ebenfalls ein Zeichen dafür sein, dass irgendetwas nicht stimmt. Bei Sky heißt es nun, es könnte auch um eine zu starke Abnutzung der Planke am Unterboden gehen. Wir bleiben weiter dran!

Sprit im Fokus?

Laut den Kollegen von Sky geht es darum, dass die FIA aktuell versucht, eine Benzinprobe am Auto von Lando Norris zu nehmen. Zur Erinnerung: Norris musste am Ende des Rennens Sprit sparen.

Sollte nur noch zu wenig Benzin im Tank sein und McLaren keine Probe abgeben können, dann hätte das eine Disqualifikation zur Folge. Das ist aktuell allerdings reine Spekulation, also warten wir erst einmal ab.

Leclerc: Vielleicht mein bestes Saisonrennen

Der zweite Ferrari-Pilot ist mit P6 natürlich auch nicht happy. Bei Sky sagt Leclerc: "Das ist kein gutes Ergebnis. P6 ist sehr enttäuschend. Andererseits hatte ich das Gefühl, dass es in Bezug auf meine persönliche Leistung wahrscheinlich das beste Rennen der Saison war."

"Ich musste enorme Risiken eingehen, um zu überholen, weil wir auf den Geraden sehr, sehr langsam waren", erklärt er und verrät: "Ich hatte ehrlich gesagt das Gefühl, dass alle Runden Quali-Runden waren und es nicht viele Fehler gab. Ich bin also sehr zufrieden mit meiner eigenen Leistung."

"Aber P6 ist sehr frustrierend", ärgert er sich trotzdem. In der WM ist Ferrari heute noch weiter hinter Mercedes und Red Bull zurückgefallen.

Hamilton: Schlechteste Saison aller Zeiten

Der Brite fuhr von P19 noch in die Punkte, ist nach P10 aber trotzdem alles andere als happy. Bei Sky erklärt er: "Ich fühle mich schrecklich. Es war die schlimmste Saison aller Zeiten, und egal, wie sehr ich mich auch bemühe, es wird immer schlimmer."

Dass er im Rennen neun Positionen gewann, spielt für ihn auch keine Rolle. Das sei "bedeutungslos", sagt er und betont: "Es ist trotzdem ein schlechtes Wochenende." Er könne dem Grand Prix nichts Positives abgewinnen.

Und auch generell habe er in diesem Jahr "22 schlechte Wochenenden" gehabt, so der Rekordweltmeister. Autsch ...

Hülkenberg wieder in den Punkten

Der Deutsche fuhr als Neunter zum zweiten Mal in Folge in die Punkte und erklärt bei Sky: "Wir waren uns sehr, sehr sicher, dass der harte der beste Reifen ist und am Anfang auch hält."

Daher startete er auf den weißen Reifen und stoppte erst als letzter aller 20 Fahrer. "Es war natürlich am Ende so ein typisches statisches Einstopprennen, wo nicht viel passiert", so Hülkenberg.

Nach seinem Stopp kam er als Neunter wieder auf die Strecke und hielt diese Position bis zum Ende. Angenehm sei das Rennen aber nicht gewesen, weil die Strecke viele Bodenwellen habe.

"Und bei 3 bis 4 g, das geht natürlich schon dann irgendwann auf die Knochen", erklärt er.

Katar: Piastri muss Norris schlagen

Die Rechnung ist für Oscar Piastri relativ einfach: Er muss am Katar-Wochenende mindestens fünf Punkte mehr als Lando Norris holen, um beim Saisonfinale in Abu Dhabi noch eine WM-Chance zu haben. Andernfalls ist er raus aus dem Titelkampf.

Noch schwieriger ist es für Max Verstappen, der in Katar sogar 17 Punkte mehr als Norris holen muss, um noch mit einer Titelchance nach Abu Dhabi zu reisen. Allerdings könnte es helfen, dass es in Katar den letzten Sprint des Jahres gibt.

Gleich zwei Chancen also, um noch Punkte aufzuholen.

Piastri: WM-Chancen jetzt deutlich schlechter

30 Punkte Rückstand hat Oscar Piastri jetzt auf Lando Norris - und das bei nur noch zwei Rennen (und einem Sprint). Auch der Australier selbst weiß daher, dass er ab sofort Schützenhilfe braucht.

"Es ist jetzt offensichtlich so, dass ich nicht mehr einfach durch Siege [den Titel] gewinnen kann. Aber ich kann mich in die beste Position bringen, um zu profitieren, wenn etwas passiert", so Piastri.

"Alleine aus Stolz, Ego und wegen der Chancen möchte ich die nächsten beiden Rennen gewinnen", kündigt er daher an und erklärt: "Das ist alles, was ich tun kann. Wenn die Dinge für mich laufen, dann laufen sie so. Und wenn nicht, dann ist es eben so."

"Ich werde mein Bestes geben, um ein paar gute letzte Wochenenden zu haben", kündigt er an.

Wieder Marshal-Ärger

Nachdem es bereits in Mexiko Ärger gegeben hatte, wurden heute wieder Marshals in die Auslaufzone in Kurve 1 geschickt, während die Autos auf der Strecke waren. Der ehemalige Formel-1-Rennleiter Niels Wittich hat dafür kein Verständnis.

"Sowas darf nicht passieren", sagt er bei Sky und erklärt: "Das ist absolut inakzeptabel." Wenn Menschen in der Auslaufzone seien, dann seien auch doppelte gelbe Flaggen nicht ausreichend.

"Das ist einfach falsch und ich kann es nicht verstehen, dass das das zweite Mal jetzt dieses Jahr passiert ist", so Wittich. Für ihn sei es "wirklich schwierig nachzuvollziehen, wie das passieren konnte."

Die FIA wird sicher noch ein Statement dazu abgeben.

Von: Ruben Zimmermann

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