Formel-1-Liveticker: Der Sprint in Singapur live!
Singapur-Samstag: Verstappen gewinnt Chaos-Sprint!
Live-Gesamtwertung
Bericht
Liveticker
Keine Strafe für Hülkenberg
Wie versprochen hier noch das letzte Urteil des Tages im Wortlaut:
"Videos zeigten, dass Auto 27 auf der Ideallinie bei der Anfahrt zur Kurve 5 langsam fuhr. Auto 55 näherte sich von hinten auf einer schnellen Runde und musste die Runde abbrechen. Dass Auto 55 dadurch behindert wurde, war unbestritten."
"Die Frage war, ob Auto 55 'unnötig' behindert worden war. Das Team erklärte in der Anhörung, dass es aufgrund von Zeitdaten, die es vom offiziellen Zeitnehmer bezogen hatte, davon ausgegangen sei, dass Auto 55 bereits die Zielflagge passiert habe, und diese Information per Funk an den Fahrer weitergegeben habe."
"Daher rechnete der Fahrer von Wagen 27 nicht damit, dass sich Wagen 55 noch in einer Push-Runde befand, als er sich diesem näherte. Die Rennkommissare erkennen an, dass die vom Team herangezogenen Daten dieses zu der begründeten Annahme veranlassten, Wagen 55 habe die Zielflagge erhalten."
"Tatsächlich ging aus den Funkmeldungen von Wagen 55 hervor, dass dessen Team auf der Grundlage derselben Daten zu derselben Einschätzung gelangt war. Es stellte sich heraus, dass das Missverständnis darauf zurückzuführen war, dass die ursprünglich von den Teams empfangenen Informationen nicht vollständig synchronisiert waren und erst nach kurzer Zeit korrekt angezeigt wurden."
"Diese Nachbearbeitung erfolgte jedoch erst, als Wagen 55 bereits hinter Wagen 27 angekommen war, wodurch dem Team jede vernünftige Möglichkeit genommen wurde, die an den Fahrer übermittelten Informationen zu korrigieren."
"Nach Einschätzung der Rennkommissare war es nicht unangemessen, dass sich das Team auf die Daten des offiziellen Zeitnehmers verlassen hatte, da diese die Quelle der Daten waren, auf die sich das Team stützte - auch wenn dem Team zudem die offiziellen Zeitdaten zur Verfügung standen, die im Widerspruch dazu standen."
"Auf der Grundlage der objektiven Fakten kamen die Rennkommissare zu dem Schluss, dass Auto 55 unnötig behindert wurde. In diesem Fall lagen jedoch außergewöhnliche mildernde Umstände vor, da der Vorfall darauf zurückzuführen war, dass sich das Team auf Informationen verlassen hatte, die für einen kurzen Zeitraum widersprüchlich waren."
Livestream
Wir sind damit auch am regulären Ende unseres letzten "Super-Samstags" in diesem Jahr angekommen. Für euch geht es aber natürlich wie versprochen noch weiter mit der großen Videoanalyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de.
Sollte sich bei der Hülkenberg-Untersuchung noch etwas tun am Abend, dann reichen wir das hier an dieser Stelle noch nach. Davon abgesehen übernehmen jetzt aber erst einmal die Kollegen im Livestream.
Rennstart morgen ist um 14:00 Uhr MESZ, und dann sind wir natürlich auch wieder mit einem neuen Ticker für euch am Start. Habt noch einen schönen Abend, viel Spaß mit unserer Analyse und bis dann!
Hamilton fordert Streckenumbau
Und gleich noch einmal der Rekordweltmeister, der sich für ein angepasstes Layout in Singapur ausgesprochen hat. "Ich liebe das Rennen hier wirklich sehr", stellt er zwar klar.
Er betont aber auch: "Ich denke, man müsste die Strecke umgestalten und vielleicht irgendwo eine längere Gerade einbauen, damit wir [überholen] können."
Das würde aus Singapur dann "wirklich eine großartige Rennstrecke" machen, so Hamilton, der erklärt, dass der Stadtkurs auf einer schnellen Runde großen Spaß mache.
Nur könne man im Rennen eben nicht überholen. Allerdings ist der Umbau eines Stadtkurses nicht so einfach. Die Diskussionen kennen wir ja aus Monaco ...
Hamilton bereut Set-Up-Änderung für Q3
"Das Auto fühlte sich in Q1 und Q2 großartig an", erklärt Hamilton nach P3 heute. Nach seinen Runden habe er aber das Gefühl gehabt, dass noch mehr möglich sei.
"Der einzige Weg, das herauszuholen, war, mehr Frontflügel zu geben. Und damit habe ich es, glaube ich, über die Grenze hinausgeschoben", erklärt er.
Was genau er damit meint, das erfahrt ihr hier.
Verstappen und die Angst vor dem Start
Wir bleiben im weitesten Sinne beim Thema Strategie, denn das Überholen ist in Singapur traditionell schwierig. Das hat auch der Sprint heute wieder gezeigt. Umso wichtiger ist daher morgen der Start.
"Ich glaube, niemand weiß so recht, wie es mit den Longruns aussieht, weil wir eigentlich keine machen konnten. Aber für mich ist der Start der wichtigste Teil", erklärt daher auch Max Verstappen.
Der Niederländer sollte dank der Pole also eigentlich gute Karten haben, aber: "Wir wissen, dass [der Start] nicht gerade unsere Stärke ist, also müssen wir daran für morgen arbeiten", betont er.
Auch heute im Sprint hatte Verstappen wieder einmal keinen guten Start und verlor die Führung zunächst an George Russell. Passiert ihm das auch morgen wieder, könnte das am Ende den Sieg kosten.
Pirelli rechnet mit einem Stopp
Wenig überraschend rechnet Pirelli morgen im Normalfall mit nur einem Boxenstopp - wie eigentlich immer in Singapur. Dario Marrafuschi erklärt: "Derzeit erscheint eine Zweistoppstrategie unwahrscheinlich, da sie Schätzungen zufolge etwa zehn Sekunden langsamer ist als die verfügbaren Einstopp-Alternativen."
Der Italiener verrät zudem: "Unserer Ansicht nach stellt der C5 die interessanteste Option für den Start des morgigen Rennens dar, das möglicherweise stark von etwaigen Safety-Car-Phasen beeinflusst werden könnte."
"Im zweiten Teil des Rennens bieten die Medium- und Hard-Reifen eine relativ ähnliche Leistung, obwohl der C4 in puncto Grip einen Vorteil bieten könnte", so Marrafuschi.
Oder vereinfacht gesagt: Am wahrscheinlichsten ist morgen ein Start auf weichen Reifen, dann ein Stopp, eventuell unter dem Safety-Car, und dann fährt man bis zum Ende auf Medium oder Hard durch.
Red Bull entschuldigt sich bei Hadjar
Bei dem Franzosen jagt an diesem Wochenende ein Problem das nächste. "Ich möchte mich bei Isack entschuldigen, da er an diesem Wochenende nur sehr wenige Gelegenheiten hatte, zu fahren", so Teamchef Laurent Mekies.
Hadjar selbst berichtet: "Bisher war es nicht gerade mein Wochenende. Wir hatten das Motorproblem im Sprint. Ich hatte beim Start einfach keine Leistung und habe deshalb ein paar Plätze verloren."
Er stellte das Auto kurz danach ab, und auch im Qualifying lief es nicht besser. "Sobald ich auf die Strecke fuhr, konnte ich nicht mehr schalten. Ich wollte unbedingt eine Runde fahren, also holten wir das Auto wieder an die Box und gingen noch einmal raus."
Doch auch das klappte nicht mehr. Er muss daher morgen von ganz hinten starten.
Sainz legt gegen FIA nach
Der Williams-Pilot war gestern nach dem Chaos in SQ1 stocksauer auf die FIA. Und daran hat sich auch nichts geändert. Er erklärt heute noch einmal: "Ich bin immer noch sehr verwirrt und sehr erstaunt darüber, dass sie - obwohl sie sich der sportlichen Ungerechtigkeit bewusst waren - beschlossen haben, das unter den Teppich zu kehren und so zu tun, als wäre nichts passiert."
"Besonders überrascht hat mich, wie anders es im Vergleich zu Malaysia lief, wo etwas sehr Ähnliches passiert ist. Ich verstehe es immer noch nicht und werde es wohl auch nie verstehen, wie diese Entscheidung zustande gekommen ist. Aber hey, wir kämpfen nicht um eine Meisterschaft. Wir kämpfen nicht einmal um Punkte. Deshalb hat es ihnen wohl auch nicht so viel ausgemacht", so Sainz.
Durchbruch beim Mercedes-Update?
Zu der Frage haben wir jetzt auch eine spannende Aussage von Kimi Antonelli, der erklärt: "Wir beginnen zu erkennen, was das Paket uns bieten kann. Es ist jedoch immer noch schwierig, das richtige Fenster zu finden."
"Wir haben heute einen großen, großen Schritt bei der Abstimmung gemacht und scheinen das Auto besser in den Griff zu bekommen, auch wenn wir dabei ein wenig Leistung abgeben", so der WM-Leader.
Heißt: Die Performance war eigentlich etwas schlechter, aber dafür hat das Auto "besser" funktioniert. "Das Fenster ist zwar noch sehr klein, aber das Team hat bei der Umstellung großartige Arbeit geleistet", so Antonelli.
"Jetzt bekommen wir langsam erste Antworten. Während wir in Malaysia noch etwas orientierungslos waren, haben wir jetzt etwas klarere Vorstellungen", berichtet der Italiener.
Man brauche allerdings noch "etwas mehr Zeit", um das Update komplett zu verstehen.
50. Pole für Verstappen
Der nächste Meilenstein für den Niederländer. Max Verstappen fährt an diesem Wochenende nicht nur seinen 250. Grand Prix, passend dazu hat er heute auch seine 50. Poleposition geholt.
Das haben vor ihm erst vier andere Fahrer in der Formel-1-Geschichte geschafft: Sebastian Vettel (57), Ayrton Senna (65), Michael Schumacher (68) und natürlich Lewis Hamilton (104).
Kann man alles in unserer großen Datenbank nachlesen.
McLaren kündigt weitere Updates an
Wir bleiben bei McLaren, wo es mit P5 und P7 im Qualifying auch nicht wirklich gut lief. Stella erklärt: "Für die nächsten Rennen stehen einige Upgrades an, und bis dahin werden wir unser Bestes geben, um um einen Platz auf dem Podium zu kämpfen."
Heißt: Siegfähig ist McLaren aktuell nicht. Lando Norris ergänzt nach P5: "Wir sind einfach noch immer dort, wo wir das ganze Wochenende über waren. Es hat sich nichts geändert. Wir sind nicht schnell genug."
Das Auto sei einfach zu schwer zu fahren gewesen, so der Weltmeister, dem "die Unberechenbarkeit" des McLaren Probleme gemacht hat.
Auch Oscar Piastri erklärt, dass heute nicht viel mehr möglich gewesen sei. "Uns fehlt im Moment einfach ein bisschen das Tempo, das ist uns bewusst", so der Australier.
Stella: McLaren-Crash "nicht akzeptabel"
Lange hat der McLaren-Teamchef zum Crash geschwiegen, jetzt hat er sich bei Sky geäußert und erklärt: "Zu sehen, wie zwei McLaren auf diese Weise aneinandergeraten, ist einfach nicht akzeptabel."
"Das Sprintrennen war ein Rennen, bei dem wir einige gute Punkte geholt hätten, obwohl wir derzeit nicht in der Lage sind, zu gewinnen", so Stella. Doch am Ende wurde es nur ein Zähler durch Norris.
"Das ist etwas, was wir mit unseren Fahrern besprechen werden. Wir werden das intern tun. Wir werden noch einmal betonen, dass das Interesse des Teams weitaus wichtiger ist als das jedes Einzelnen von uns", so Stella.
"Ich bin mir sicher, dass diese Gespräche - wie immer - dazu führen werden, dass das Team noch geschlossener und noch stärker wird", betont der Teamchef.
Motorwechsel bei Alonso
Fernando Alonso muss in der Startaufstellung ebenfalls nach hinten. Offiziell ist das noch nicht, doch der Spanier erklärt: "Mein letzter Run verlief fehlerfrei, und das Team hat alles gut organisiert, aber das Tempo war einfach wieder nicht da."
"Aus diesem Grund haben wir beschlossen, die Antriebseinheit über Nacht auszutauschen", so Alonso, der im Qualifying 17. geworden war. Der Wechsel wird eine Gridstrafe und eine Rückversetzung nach sich ziehen.
Teamkollege Lance Stroll ergänzt nach P19: "Auf meiner letzten schnellen Runde hatten wir Verkehr, und es gab Verwirrung darüber, dass Bottas vor mir seine schnelle Runde abgebrochen hatte, wodurch wir viel Zeit verloren haben."
Eigentlich hatte sich Aston Martin in Singapur wieder gute Chancen ausgerechnet, doch mit der Ausgangslage wird es morgen schwer werden.
Russell: Crash war mein Fehler
Im Qualifying ging es für ihn ohnehin um nichts. Umso ärgerlicher ist da natürlich sein Crash im Sprint. "Alles in allem natürlich ein sehr schlechter Tag, der auf meinen eigenen Fehler zurückzuführen ist", gesteht Russell.
Zudem habe sich das Auto im Qualifying dann auch nicht mehr so gut wie vor dem Unfall angefühlt. Das sei aber auch "keine Überraschung", wenn das Team das Auto so schnell wieder zusammenbauen müsse.
"Gestern waren wir in jeder Runde konkurrenzfähig, heute war das nicht der Fall", so Russell. Toto Wolff bestätigt bei Sky: "Beim George ist das Auto erst in letzter Minute fertig geworden. Der Unterboden ist wahrscheinlich nicht ganz so, wie er gehört."
Morgen hofft Russell zumindest noch auf Punkte. Eine zu große Aufholjagd sollte man aber wohl nicht erwarten, denn das gibt die Strecke in Singapur im Normalfall einfach nicht her.
Droht Hülkenberg noch eine Strafe?
Der Deutsche wurde undankbarer Elfter - und könnte nun auch noch eine Strafe bekommen, weil er Carlos Sainz in Q2 im Weg gestanden haben soll. Eine entsprechende Untersuchung läuft noch.
Hülkenberg selbst erklärt, er habe nicht gewusst, dass Sainz auf einer schnellen Runde sei. "Ich dachte, er wäre gerade auf einer Abkühlrunde oder so", berichtet der Audi-Pilot.
Zur rein sportlichen Leistung im Qualifying ergänzt er, dass seine Runde "sauber" gewesen sei. "Wir haben in Q2 alles gegeben, drei neue Sätze verwendet und alles auf eine Karte gesetzt."
"Aber leider haben wir [Q3] um knapp zwei Zehntel verpasst. Ehrlich gesagt hat es einfach nicht gereicht", so Hülkenberg. Teamkollege Gabriel Bortoleto landete auf P15.
Mercedes: Endlich Fortschritte beim Update?
Mercedes verpasste heute die Top 3, Kimi Antonelli wurde Vierter. Toto Wolff erklärt bei Sky: "Die eine gute Nachricht ist, dass der Kimi bis auf zwei Zehntel [...] nah gekommen ist an die Poleposition."
"Das heißt, das Paket hat jetzt einigermaßen funktioniert", so der Teamchef, der sich aber auch ein bisschen "ärgert", weil Antonelli bei seinem Run zu nah hinter einem anderen Auto gewesen sei.
"Das war dann suboptimal", erklärt Wolff. "Aber andererseits: Wir sind vor den McLarens, das ist mal gut. Wir haben wieder viel dazugelernt, was das Update betrifft."
Zum Crash von Russell im Sprint sagt er zudem noch: "Kann passieren."
Leclerc: Gute Runde zum richtigen Zeitpunkt
Der Monegasse landete etwas überraschend vor seinem Teamkollegen auf P2 und erklärt: "Sagen wir, dass die gute Runde genau zum richtigen Zeitpunkt am Ende kam. Aber ich hatte während dieses Qualifyings große Schwierigkeiten."
"Q1 und Q2 waren sehr schwierig. Ich hatte ein paar seltsame Probleme mit den Bremsen und das Auto zog beim Bremsen etwas nach innen, was auf einer Strecke wie dieser nicht gerade angenehm ist."
"Aber dann in Q3 war die Runde ganz okay. Ich habe ein paar Fehler gemacht und ich glaube, ich hätte heute die Poleposition holen können. Aber Max hat es einfach besser gemacht", gesteht er.
Hamilton: Pole am Anfang der Runde verloren
Der Rekordchampion sah nach Q2 wie der Favorit aus, landete am Ende aber nur auf Startplatz drei. Er erklärt: "Wir haben vor dem Qualifying einige Änderungen vorgenommen. Das Auto fühlte sich viel besser an [als gestern]."
"In Q1 und Q2 waren wir großartig", so Hamilton. Doch in Q3 habe er dann gleich zu Beginn der Runde zweimal korrigieren müssen. Das habe zwei Zehntel gekostet. "Der Rest der Runde verlief gut", berichtet er.
Doch am Ende waren genau das die 0,123 Sekunden, die auf Verstappen fehlten. "Es ist trotzdem ein gutes Ergebnis für uns", stellt er klar. "Da zwei Ferraris ganz vorne liegen, können wir morgen hoffentlich als Team zusammenarbeiten, um [...] Druck auf sie auszuüben", so Hamilton.
Denn Isack Hadjar muss nach seinem Getriebeproblem im Rennen von ganz hinten starten, weshalb Verstappen morgen als "Einzelkämpfer" unterwegs ist.
Keine Strafe für den McLaren-Crash
Das müssen wir noch aufarbeiten. Während der Qualifikation kam das Urteil der Rennkommissare, dass es keine Strafe für den McLaren-Crash im Sprint gibt. Hier die Begründung im Wortlaut:
"Der Fahrer von Wagen 1 versuchte in Kurve 5, Wagen 81 auf der Innenseite zu überholen. Am Scheitelpunkt kam es zu einer Kollision. Der Fahrer von Wagen 81 erklärte, er habe nicht damit gerechnet, dass Wagen 1 einen Überholversuch unternehmen würde, und habe Wagen 1 erst nach dem Einlenken auf der Innenseite bemerkt und versucht, Platz zu lassen."
"Der Fahrer von Wagen 1 gab an, er habe eine Überholmöglichkeit gesehen. Er erklärte, die Vorderachse seines Wagens habe sich vor dem Scheitelpunkt bereits vor dem Rückspiegel von Wagen 81 befunden, weshalb er damit gerechnet habe, dass ihm Platz gelassen werde."
"Als er sich dem Scheitelpunkt näherte, war der Platz jedoch geringer als erwartet, sodass er auf den inneren Randstein ausweichen und bremsen musste, woraufhin es zu einer Kollision kam."
"Die Rennkommissare waren der Ansicht, dass beide Fahrer zu dem Vorfall beigetragen hatten und dass keiner der Fahrer allein oder überwiegend für die Kollision verantwortlich war. Daher beschlossen die Rennkommissare, keine weiteren Maßnahmen zu ergreifen."
Übrigens haben auch Valtteri Bottas und Alexander Albon keine Strafe bekommen. Damit sind alle Untersuchungen aus dem Sprint inzwischen abgeschlossen.
Übersicht Qualifying
Jetzt Session-Ticker öffnen!
In zehn Minuten beginnt dann auch das Qualifying in Singapur und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal wieder in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende der Qualifikation geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen zum Samstag.
Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr das Rennen am Wochenende im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!
Keine Strafen
Jetzt kommen die Urteile der Rennkommissare. Wir machen es vor dem Qualifying kurz: Auch Lindblad und Bearman kommen ohne Strafe davon. Fehlen also noch die Urteile zum McLaren-Crash, zu Albon und Bottas.
Button: Wird heute schwieriger für Red Bull
Gestern holte Max Verstappen die Pole für den Sprint. Ist er damit auch heute Favorit? "Ich denke, Max hat gestern das Sprint-Qualifying maximiert, während das niemand sonst geschafft hat", sagt Jenson Button bei Sky.
"Für Red Bull wird es heute deutlich schwieriger werden", vermutet der Weltmeister von 2009 daher und erklärt: "Ich glaube, das Qualifying wird sehr knapp werden."
Keine Strafe bei Stroll gegen Perez
Das erste Urteil ist da - und das ohne Strafe. Hier die (kurze) Begründung der Rennkommissare im Wortlaut:
"Auto 11 versuchte, Auto 18 auf der Innenseite vor Kurve 16 zu überholen, wobei es zu einer Berührung zwischen den beiden Fahrzeugen kam."
"Die Rennkommissare kamen zu dem Schluss, dass der Fahrer von Auto 18 eine angemessene Linie in die Kurve gewählt hatte und daher keine Schuld traf."
Wetter
Wir werfen schnell einen Blick zum Himmel und sehen, dass es in Singapur aktuell trocken ist. Aber: Auch beim Sprint setzte der Regen ja erst wenige Minuten vor dem Start ein. Wir behalten die Lage weiter im Auge.
Noch keine Urteile
Weniger als eine Stunde nur noch bis zum Qualifying und noch immer warten wir auf die Urteile zu den sechs Untersuchungen aus dem Sprint, die aktuell noch laufen. Passend dazu gibt es den Unfall zwischen Perez und Stroll hier noch einmal im Video:
Neue Batterie für Colapinto
Weil wir eben schon über die Ausfälle im Sprint und die Folgen gesprochen haben, teilt nun auch Alpine mit: "Nach dem Ausfall beim heutigen Sprint-Rennen des Grand Prix von Singapur hat das Team ein Problem mit der Batterie von Auto 43 festgestellt."
"Der Energiespeicher wird vor dem Qualifying durch einen aus dem bestehenden Bestand ersetzt (keine Strafe). Das Team wird die Ursache des Problems weiter untersuchen." Alpine geht also davon aus, dass Colapinto am Qualifying teilnehmen kann.
Brundle: McLaren-Crash war unnötig
Der Experte sagt bei Sky, dass McLaren "ziemlich verärgert" sein wird. "Das war eigentlich nicht nötig. Es hätte keinen Kontakt geben müssen", so der ehemalige Formel-1-Pilot.
"Es ist schwierig. Sie können sich weder die Ersatzteile noch die [verlorenen] Punkte leisten, und jetzt müssen sie zu den Rennkommissaren, was die Vorbereitung [auf das Qualifying] beeinträchtigen wird", erklärt Brundle.
Sein Fazit: "Das Risiko hat sich nicht gelohnt."
Qualifying mit 22 Autos?
In anderthalb Stunden beginnt die Qualifikation und noch ist nicht sicher, ob alle 22 Piloten daran teilnehmen können. Das betrifft natürlich einmal die Fahrer, die gecrasht sind. Dort müssen die Autos nun repariert werden. Wir hören zum Beispiel, dass Oscar Piastri ein neues Getriebe braucht.
Doch auch die Teilnahme von Isack Hadjar könnte beispielsweise in Gefahr sein. Teamchef Laurent Mekies erklärt bei Sky, dass es beim Red Bull ein Problem mit dem Motor gegeben habe - wieder einmal.
Falls Hadjar einen neuen Antrieb braucht, dann wäre das jetzt ein Rennen gegen die Zeit, denn ein solcher Tausch dauert ziemlich lange. Behalten wir natürlich alles im Auge.
Schumacher kritisiert Russell
Ralf Schumacher sagt zu dem Unfall von George Russell bei Sky: "Mit so viel Erfahrung auf den nassen Kerb zu fahren, wo man weiß, der ist einfach rutschig ..."
"Ganz ehrlich: Deshalb wird er wahrscheinlich auch kein Weltmeister, weil so etwas darf einem nicht passieren mit so viel Erfahrung. Schade für ihn", so Schumacher.
Die Aktion sei fast ein "Anfängerfehler" gewesen.
Livestream
Ein Hinweis schnell in eigener Sache: Heute und morgen sind wir am Abend jeweils mit einem Livestream auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de für euch da. Start ist immer um 20:00 Uhr MESZ.
Los geht es heute am Abend mit der Analyse zu Sprint und Qualifying.
Sechste Untersuchung
Und die Liste wird noch länger. Jetzt wurde auch gegen Valtteri Bottas eine Untersuchung eingeleitet. Die hängt in gewisser Weise mit der Albon-Bortoleto-Szene zusammen.
Zuerst fährt nämlich Albon Bortoleto hinter dem Safety-Car ins Heck, danach kracht Bottas dann mit noch mehr Schwung in Albon. Der klassische Ziehharmonikaeffekt also.
Schauen wir mal, wie lange die Rennkommissare brauchen, um die ganzen Fälle zu bearbeiten ...
Ferrari optimistisch
Ferrari zählt mit P2 und P3 zu den Gewinnern des Sprints. Lewis Hamilton berichtet: "Ich hatte einen super Start, [...] Ich liebe es, auf dieser Strecke im Regen und unter solchen Bedingungen zu fahren. Sobald es also anfing zu regnen, dachte ich mir: Das ist ein toller Tag."
"Wir zeigen, dass wir offensichtlich ein gutes Auto haben. Ich denke, wenn wir im Qualifying noch etwas besser abschneiden und beide Autos ganz vorne platzieren können, werden wir morgen sowohl Mercedes als auch Red Bull richtig unter Druck setzen können", hofft er.
Charles Leclerc ergänzt: "Ab der Rennhälfte hatte ich große Schwierigkeiten. Ich habe mich für eine recht aggressive Abstimmung entschieden, die ganz anders war als meine übliche, mit einer ziemlich schwachen Front, was im ersten Teil des Rennens recht gut funktionierte."
"Aber als die Strecke dann abtrocknete, war ich chancenlos", erklärt er. Trotzdem reichte es, um P3 ins Ziel zu retten.
Russell: Situation falsch eingeschätzt
Der Mercedes-Pilot sagt nach seinem Crash bei Sky: "Es war einfach eine Fehleinschätzung meinerseits. Ich kam um die Kurve. Die Batterie lieferte mehr Leistung, als ich gedacht hatte."
"Ich dachte, ich hätte 250 Kilowatt, aber anscheinend waren es etwas mehr. Ich bin auf die weiße Linie geraten, und dann konnte ich es nicht mehr retten. Es tut mir leid für das Team."
"Sehr ärgerlich, aber so etwas kommt vor", so Russell, der in der WM jetzt 89 Punkte hinter seinem Teamkollegen liegt.
Fünf Untersuchungen
Nach dem Sprint gibt es noch fünf laufende Untersuchungen. Über die McLaren-Kollision haben wir ja vorhin bereits gesprochen. Dazu werden auch die Unfälle zwischen Perez und Stroll und zwischen Albon und Bortoleto untersucht.
Außerdem hat sich Lindblad eine Untersuchung eingehandelt, weil er nach seinem Dreher kurzzeitig gegen die Fahrtrichtung gefahren ist. Und Bearman soll bereits vor dem Start einmal unnötig langsam gefahren sein.
Eine Menge Arbeit für die Rennkommissare ...
Qualifying verschoben
Wie bereits angekündigt muss nach dem verzögerten Sprint auch das Qualifying verschoben werden. Die FIA hat soeben offiziell bestätigt, dass die Qualifikation statt um 15:00 Uhr MESZ nun erst um 15:30 Uhr beginnen wird.
Auf den Zeitplan am Sonntag hat das keinerlei Auswirkung.
McLaren-Crash
Die McLaren-Piloten sagen nicht viel zu ihrem Unfall. Lando Norris erklärt bei Sky: "Ich habe mich [beim Team] dafür entschuldigt, dass eines der Autos ausgefallen ist." Alles Weitere müsse man sich nun noch einmal anschauen.
Oscar Piastri ergänzt: "Es geht nur um den vierten und fünften Platz in einem Sprint-Rennen, daher ist es mir eigentlich egal. Aber natürlich bedeutet es jetzt eine Menge Arbeit für das Team, beide Autos wieder einsatzbereit zu machen."
"Das ist einfach schade fürs Team", so der Australier.
Verstappen: War kein richtiger Sieg
Der Niederländer gewann heute zum ersten Mal in Singapur - oder doch nicht? "Ich freue mich, hier beim Sprint gewonnen zu haben, aber ich weiß auch, dass ich morgen gewinnen will, nicht heute", stellt er klar.
Denn ein Sprintsieg sei für ihn kein echter Sieg, so Verstappen, der zudem nicht ganz happy ist. "Der Start war wieder einmal katastrophal. Das ist also definitiv etwas, das wir verbessern müssen", betont er.
Denn gerade in Singapur könne man sich so etwas eigentlich nicht erlauben. Man habe daher heute "etwas Glück" gehabt, dass Russell in Führung liegend abflog.
Den McLaren-Crash ...
... gibt es hier auch noch einmal im Video:
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