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Formel-1-Liveticker: Ferrari auch in Imola ohne große Updates

Status: Beendet

Feierabend!

Und damit sind wir auch schon wieder am Ende unseres heutigen Tickertages angekommen. Auf unserem Portal geht es noch etwas weiter und morgen sind wir dann vor dem Osterwochenende noch einmal mit einer neuen Ausgabe für Dich da.

Hab noch einen schönen Mittwoch und bis dann!

Sainz bei Ferrari bald nur noch Nummer 2?

Viele Experten glauben, dass sich Ferrari bald komplett auf Leclerc konzentrieren könnte. Auch Ralf Schumacher schließt das nicht aus. Bei 'Sky' erklärt der Experte: "Jetzt haben wir Rennen drei und Charles gewinnt, gewinnt, gewinnt."

"Irgendwann kommt dann schon die Entscheidung: Okay, wir können keine Punkte verschenken, also konzentrieren wir uns auf einen. Und Ferrari ist da sehr kompromisslos, wie wir aus der Vergangenheit wissen", so Schumacher.

In der WM liegt Sainz nach seinem Melbourne-Ausfall bereits 38 Punkte hinter Leclerc. Umgerechnet ist das bereits deutlich mehr als ein Rennsieg.

Imola: Auch kein großes Update bei Red Bull

Zu Beginn des Tages haben wir schon darüber gesprochen, dass Ferrari in Imola kein großes Updatepaket plant. Ähnlich sieht es auch bei Red Bull aus. "Ich würde nicht sagen, dass ein großes Paket geplant ist", so Christian Horner.

"Es ist alles Teil einer Evolution", erklärt er und erinnert wie auch Binotto: "Weil es ein Sprintrennen gibt, hat man nur sehr wenig Zeit, diese Dinge zu evaluieren. Wir haben nur eine Session und dann geht es ins Qualifying."

Große Experimente könne man sich da nicht erlauben.

Binotto: Keinen so guten Start erwartet

Zwei Siege in drei Rennen, dabei ein Doppelsieg. Ferrari-Teamchef Mattia Binotto erklärt: "Wir wussten [vor der Saison], dass wir ein konkurrenzfähiges Auto haben. Aber wir hatten ganz sicher keinen so guten Saisonstart erwartet."

Gleichzeitig betont er aber auch, dass der Unterschied zwischen der Scuderia und den Gegnern nur "sehr klein" sei. "Das haben die vergangenen Rennen gezeigt", so Binotto, der einen "tollen Kampf in den nächsten Rennen" erwartet.

Realistisch gesehen scheint es aktuell aber höchstens Red Bull mit Ferrari aufnehmen zu können.

Gefährliche Situation am Rennende

Das hätte ins Auge gehen können: Im Internet sind Bilder aufgetaucht, die zeigen, dass beim Boxenstopp von Albon in der vorletzten Runde in Melbourne bereits Fans in der Boxengasse waren!

Während des Rennens ist die Boxengasse für Zuschauer natürlich strengstens gesperrt. Das "Problem" war wohl, dass Rennsieger Leclerc nur wenige Sekunden nach Albon über die Ziellinie fuhr.

Offenbar hatte jemand vergessen, dass der Williams-Pilot noch nicht gestoppt hatte. Da wurde die Boxengasse dann etwas zu früh für Fans geöffnet. Zum Glück ist nichts passiert!

Zu sehen ist die Szene zum Beispiel bei F1 TV in der Onbaord von Albon. Die FIA wird sich das sicher anschauen und ihre Lehren daraus ziehen.

Heute vor 25 Jahren ...

... holte Ralf Schumacher sein erstes Formel-1-Podium! In seinem gerade einmal dritten Rennen belegte er beim Großen Preis von Argentinien 1997 im Jordan P3 hinter dem späteren Weltmeister Jacques Villeneuve (Williams) und Eddie Irvine (Ferrari).

Das Podium war für das Jordan-Team allerdings bittersüß, weil Schumacher zuvor mit seinem Teamkollegen Giancarlo Fisichella kollidiert war. Das Ergebnis hätte für den Rennstall also sogar noch besser ausfallen können ...

Ralf Schumacher  ~Ralf Schumacher ~

Foto: Motorsport Images

Alfa Romeo: Bottas hilft mit seiner Erfahrung

Teamchef Frederic Vasseur verrät im Hinblick auf den Neuzugang in Hinwil: "Er kommt von Mercedes mit unglaublich viel Erfahrung. Und das hilft uns enorm." Fünf Jahre war der Finne zuvor für Silberpfeile an den Start gegangen.

"Er hat [dort] in Sachen Performance einen sehr guten Job gemacht. Er stand immer im Schatten von Lewis, aber ich denke, dass das jedem so gehen würde", so Vasseur. Bei Alfa Romeo sei das nicht länger der Fall.

Bottas habe dort eine "andere Rolle" und sei "der Leader des Teams", so Vasseur, der erklärt: "Ich war überzeugt, dass er das kann. Und er macht einen großartigen Job." Bottas bringe das komplette Team nach vorne.

In der WM liegt Alfa Romeo nach den ersten drei Rennen auf P6. So weit vorne landete die Sauber-Truppe am Ende einer Saison zuletzt vor zehn Jahren.

Zweiter Sieg: Ist Leclerc jetzt noch zu stoppen?

Diese Frage stellen wir in unserem neuesten Video! Christian Klien und Philipp Eng analysieren die "Lage der Nation" in der Formel 1 2022. Wird Leclerc jetzt endlich dem Ruf des "Wunderkinds" gerecht, der ihm seit Jahren vorauseilt?

Und kann Red Bull die Probleme mit der Zuverlässigkeit lösen? Die Weltmeisterschaft ist zu Saisonbeginn spannend wie selten zuvor. Aber die Dominanz von Ferrari war zumindest in Melbourne erdrückend.

Dieses Video wurde mit freundlicher Genehmigung von ServusTV veröffentlicht.

Leclerc und Ferrari gewinnen weiter, Verstappen und Red Bull straucheln: Christian Klien und Philipp Eng analysieren die "Lage der Nation" in der F1.

Williams: Erster Punkt eine "Erleichterung"

Williams hat dank Alexander Albon in Melbourne den ersten Punkt des Jahres geholt - und damit so früh in der Saison wie seit 2017 nicht mehr, als Felipe Massa gleich beim Saisonauftakt in Australien gepunktet hatte.

2018 holte man den ersten Zähler erst beim vierten Saisonrennen, 2019 und 2021 jeweils erst im elften und 2020 war man dazwischen ein Jahr lang sogar komplett ohne WM-Punkt geblieben.

"Natürlich ist das eine Erleichterung für das Team", verrät Teamchef Jost Capito und erklärt: "Es ist sehr ermutigend, so früh in der Saison einen Punkt zu holen. Wir hatten einen schwierigen Start."

In der WM überholte man durch den Punktgewinn zudem Aston Martin und liegt nun auf P9.

Auf der anderen Seite ...

... ist übrigens auch der WM-Zug für Verstappen noch lange nicht abgefahren! Denn in der Geschichte der Formel 1 ist es schon mehrfach vorgekommen, dass ein Fahrer nach zwei Ausfällen in den ersten drei Rennen am Ende noch Weltmeister geworden ist.

Jüngstes Beispiel: Mika Häkkinen. Der Finne gewann 1999 in Brasilien, schied aber beim Auftakt in Australien und beim dritten Saisonrennen in Imola aus. Am Ende gewann er den Titel trotzdem mit zwei Punkten Vorsprung vor Eddie Irvine - passenderweise im Ferrari ...

Michael Schumacher  ~Michael Schumacher ~

Foto: Motorsport Images

Guter Start keine Titelgarantie

Ich habe einmal in unsere Datenbank geschaut und festgestellt, dass zwei Siege in den ersten drei Saisonrennen keinesfalls eine Garantie für den WM-Titel sind.

Die jüngsten Beispiele dafür sind Sebastian Vettel (2017 und 2018) und Lewis Hamilton (2021). Beide Fahrer gewannen auch jeweils zwei der ersten drei Rennen.

Weltmeister wurden sie am Ende des Jahres allerdings nicht. Und dieses Mal ist die Saison mit 23 Rennen ja sogar noch länger!

Sebastian Vettel Lewis Hamilton Valtteri Bottas Ferrari Scuderia Ferrari F1Mercedes Mercedes AMG Petronas Motorsport F1 ~Sebastian Vettel (Ferrari), Lewis Hamilton (Mercedes) und Valtteri Bottas (Mercedes) ~

Foto: LAT

Leclerc: Dürfen uns keinen Druck machen

Wir bleiben bei Ferrari, kommen aber zum anderen Piloten. Leclerc verrät im Hinblick auf einen möglichen Titelgewinn in diesem Jahr: "Ich möchte nicht zu sehr darüber nachdenken, weil es noch sehr früh in der Saison ist."

"Es ist natürlich gut, die Meisterschaft anzuführen", gesteht er. Aber: "Es ist extrem wichtig, dass wir uns [in Imola] keinen zusätzlichen Druck machen und es übertreiben. [...] Wir müssen einfach weiter unseren Job machen."

Diese Herangehensweise habe an den ersten drei Rennwochenenden schließlich gut funktioniert.

Apropos Russell ...

Der Brite bekommt in der Melbourne-Kolumne von Martin Brundle für 'Sky' ein Sonderlob. "George Russell hatte Glück mit dem Safety-Car. Aber man muss vorher und nachher konkurrenzfähig sein, um davon zu profitieren", schreibt er.

"Und das wer er ganz sicher", lobt Brundle und ergänzt: "Er scheint keine Probleme zu haben, im Qualifying oder Rennen mit Lewis mitzuhalten. Und das ist beeindruckend." Russell habe in dieser Saison bislang keine Fehler gemacht.

Die Belohnung: In der WM liegt Russell nach den ersten drei Rennen auf P2 hinter Leclerc.

Norris: Ergebnis liegt zu 80 Prozent an der Strecke

Während es für Aston Martin gar nicht läuft, feierte McLaren in Melbourne mit P5 und P6 das mit Abstand beste Saisonergebnis. Doch Norris würde nicht darauf wetten, dass es in Imola wieder so gut funktioniert.

Der Brite erinnert daran, dass McLaren im Albert Park keine großen Updates dabei gehabt habe. "Es ist nicht so, dass wir nur durch das Set-up plötzlich so viel schneller werden", erklärt er.

Das gute Ergebnis sei daher vor allem darauf zurückzuführen, dass die Strecke gut zum MCL36 gepasst habe. "80 [Prozent] sind einfach die Strecke und 20 sind harte Arbeit", so Norris.

Mal schauen, wie es dann nächste Woche in Imola aussieht.

Danner: Vettel sollte sich hinterfragen

Für die Redaktion war Sebastian Vettel am Australien-Wochenende der schlechteste aller 20 Formel-1-Piloten. Auch von unserem Experten Marc Surer gab es Kritik, und auch Christian Danner findet, dass sich Vettel hinterfragen sollte.

"Aston Martin hat zwar nicht das beste Auto im Feld, aber Vettel hat sich auch vieles selbst zuzuschreiben", sagt der Experte bei 'Sport1' und erinnert: "Der Renngott hat da nicht die Blitze geschickt, sondern er ist selbst rausgeflogen."

"Das gefällt mir gar nicht. Da muss er mal nachdenken: 'Was mache ich hier eigentlich?' Das sollte er analysieren", fordert Danner vom viermaligen Weltmeister.

Fotostrecke: Melbourne: Die Fahrernoten der Redaktion Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Sebastian Vettel (6): Die 6 ziehen wir in der Redaktion eigentlich nur in Ausnahmefällen. So einer war für die Mehrheit der Redaktion in Melbourne bei Vettel gegeben: zu viele Fehler, zu langsam, zweimal gecrasht, einmal davon im Rennen. Da hilft auch der Motorschaden in FT1 als mildernder Umstand nicht mehr.

Ferrari auch in Imola ohne große Updates

Die Scuderia hat in dieser Saison bislang auf größere Updates verzichtet - und ist mit dieser Strategie sehr gut gefahren. Schließlich führen die Italiener aktuell beide WM-Wertungen an. Und auch beim Heimspiel in Imola wird sich daran nichts ändern.

Teamchef Mattia Binotto erklärt, dass es "schwierig" sei, in Imola Updates zu bringen, weil dort das erste Sprint-Wochenende des Jahres ansteht. Heißt: Es gibt ein Training weniger, nach FT1 geht es am Freitag direkt rein ins Qualifying.

"In Imola wird es wieder nicht viel geben. Wir denken nicht, dass es der richtige Ort [für Updates] ist", erklärt Binotto daher. Stattdessen wolle man daran arbeiten, aktuelle Probleme wie das Porpoising zu beheben.

Ein "signifikantes" Update werde es erst "später in der Saison" geben.