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Formel-1-Liveticker: Ferrari "kann um den Sieg kämpfen"

Imola-Sonntag in der Analyse: George Russell sauer über Mercedes-Taktik

Status: Beendet

Feierabend!

Und damit beschließen wir erst einmal den Imola-Sonntag. Aber noch nicht ins Bett gehen: Ab 23 Uhr wartet noch wie üblich die große Analyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de auf euch.

Christian Nimmervoll und Frederik Hackbarth melden sich live aus Imola, um mit Kevin Scheuren die wichtigsten Themen zu besprechen. Und das werden dann unter anderem folgende sein:

- Zusammenfassung & Ergebnis
- Verstappen vs. Norris
- Ferrari & Piastri
- Mercedes
- Nico Hülkenberg
- Fragen der Kanalmitglieder

Viel Spaß damit! Der Ticker meldet sich dann morgen früh mit weiteren Nachberichten zum Rennen in Imola. Bis dahin!

Sauber nur auf 15 und 18

Sie waren auch dabei. Hier ist das, was die beiden Sauber-Piloten nach den Plätzen 15 und 18 zu sagen haben.

Valtteri Bottas: "Es war ein ziemlich ruhiger Nachmittag für mich. Im Gegensatz zu Zhou haben wir mit meiner Strategie etwas anderes ausprobiert und früh gestoppt. Es war gut, das auszuprobieren, denn es hat den größten Teil des Rennens gut funktioniert, obwohl der zweite Stint etwas zu lange dauerte und meine Reifen in den letzten zehn Runden nachließen."

"Es war immer etwas schwierig, auf einer so engen Strecke nach vorne zu kommen, zumal unsere Startposition nicht ideal war. Was die Upgrades angeht, haben wir hier einen kleinen Schritt gemacht, und wir hätten im Qualifying etwas mehr von unserem Potenzial ausschöpfen können, wenn die gestrigen Bedingungen nicht gewesen wären, aber natürlich müssen wir uns weiter verbessern, um wirklich in die Punkteränge zu kommen, wie wir bei unseren Hauptkonkurrenten gesehen haben."

Guanyu Zhou: "Das heutige Rennen verlief anfangs recht ereignislos, doch später wurde es immer aufregender. Wir hatten auf ein Safety-Car gehofft, um wirklich von unserer Strategie zu profitieren. Das passierte zwar nicht, aber wir haben sie trotzdem umgesetzt, unsere Reifen gut gemanagt und Positionen gewonnen."

"Leider fuhren die meisten Autos eine ähnliche Ein-Stopp-Strategie auf einer Strecke, auf der man nur schwer überholen kann, und ohne größere Zwischenfälle kamen wir nicht in die Punkteränge, zumal wir in puncto Pace und Leistung noch etwas mehr herausholen müssen."

Guanyu Zhou Valtteri Bottas Ferrari Ferrari F1Sauber Sauber F1 ~Guanyu Zhou (Sauber) und Valtteri Bottas (Sauber) ~

Foto: Motorsport Images

Keine Pace, kein Topspeed: Nichts geht bei Alpine

Für Alpine gab es am Sonntag in Imola nichts zu holen. Esteban Ocon wurde nur 14., Pierre Gasly sogar nur 16., sodass beide ohne Punkte blieben. Gasly probierte noch eine alternative Strategie, indem er auf den Softs startete, doch das brachte nichts.

"Ich meine, ich wollte etwas anderes probieren, aber leider heißt anders nicht immer gut", so der Franzose. "Wir müssen uns das anschauen, denn zu Beginn war ich irgendwann knapp hinter Ricciardo und nicht zu weit von Hülkenberg weg, aber im Ziel waren wir meilenweit entfernt. Uns fehlten ein paar Dinge heute, und wir müssen schauen, wie wir das beim nächsten Mal besser antizipieren."

Auch Ocon spricht von einem schwierigen Rennen: "Mit unserem Speed hatten wir Probleme, die anderen vor uns zu attackieren oder uns zu verteidigen. Wir wussten, dass dieser Flügel für uns die beste Wahl war, aber leider war unser Speed-Unterschied zu groß, um richtig fahren zu können."

"Aber auch die Pace war nicht die beste", sagt er weiter. "Wir hatten Probleme, Lance [Stroll] zu Beginn hinter uns zu halten, und als er vorbeigekommen war, ist er gleich eine halbe Runde oder mehr pro Runde weggezogen. Wir waren einfach nicht schnell genug."

Esteban Ocon Lance Stroll Ferrari Ferrari F1Alpine Alpine F1Aston Martin Aston Martin F1 ~Esteban Ocon (Alpine) und Lance Stroll (Aston Martin) ~

Foto: Motorsport Images

Enttäuschung bei Carlos Sainz

Carlos Sainz sagt, dass Ferrari am Sonntag in Imola "einfach Performance gefehlt" hat. Der Spanier war von Platz vier aus ins Rennen gegangen, musste sich bei den Boxenstopps aber noch Oscar Piastri geschlagen geben und kam schließlich auf Position fünf ins Ziel.

"Ich bin nicht sehr zufrieden, weil ich ziemlich sicher bin, dass wir nach dem Qualifying gestern etwas im Auto gesehen haben, dass vielleicht nicht wie erwartet funktioniert hat", so der Ferrari-Pilot. "Heute hatten wir zudem ein paar Probleme mit der Energiefreisetzung, von daher war das Rennen in gewisser Weise Schadensbegrenzung für mich."

"Aber ich bin nicht glücklich, weil uns das ganze Wochenende etwas gefehlt hat und wir ein paar Zehntel zu langsam waren", so Sainz.

Was das generelle Problem war, kann er aber auch nicht so genau einordnen: "Ich weiß nicht, ob ich etwas gespürt habe, dafür müsst man es direkt vergleichen, und das ist unmöglich. Ich hatte einfach Probleme mit Inkonstanzen im Auto und hatte keinen wirklichen Spaß."

Carlos Sainz Oscar Piastri Ferrari Ferrari F1McLaren McLaren F1 ~Carlos Sainz (Ferrari) und Oscar Piastri (McLaren) ~

Foto: Motorsport Images

Piastri: Grid-Strafe hat Podest versaut

Oscar Piastri ärgert sich nach dem vierten Platz in Imola über seine Strafe, denn er weiß, dass die Strafversetzung um drei Positionen sein Rennen diktiert hat. Denn durch die Strafe hing er hinter beiden Ferraris fest, statt auf die Jagd nach Max Verstappen zu gehen. "Ich wusste nach dem Qualifying, dass es schmerzhaft werden würde", meint er. "Und der heutige Tag hat das definitiv gezeigt."

"Im Grunde war es heute unmöglich zu überholen", sagt er. "Ich habe mein Bestes gegeben, aber ich habe 20 Runden lang versucht, an Carlos [Sainz] vorbeizukommen, kam aber nie nah genug heran."

Zumindest kam der Australier durch einen Undercut am Ferrari vorbei, doch für das Podium reichte es nicht mehr, obwohl Piastri laut Teamchef Andrea Stella "Vollgas" gegeben hat. "Aber das ist eben eine Konsequenz daraus, wo ich gestartet bin", hadert Piastri.

Trotzdem bekommt er von Stella ein gutes Zeugnis ausgestellt: "Angesichts der Performance im Qualifying ist es schade. Er hatte alle Karten, um an diesem Wochenende auf das Podium zu kommen", so der Teamchef. "Wir nehmen die Verantwortung auf uns, dass er nicht auf das Podium gekommen ist, weil der Grund für das Blockieren mit unseren Abläufen zu tun hat. Oscar hat keinen Fehler gemacht. Aber ich bin sicher, er wird noch Möglichkeiten bekommen."

Verstappen: Fast bis zur Tribüne gerutscht

Max Verstappen berichtet, wie schwierig es war, sich auf den harten Reifen gegen den anstürmenden Lando Norris zu verteidigen: "Als ich auf die harten Reifen gewechselt bin, hatte ich Zweifel, ob ich das bis zum Ende durchbringen kann. Nicht in den ersten zehn oder 15 Runden, aber danach definitiv", sagt er.

"Die Reifen sind aus dem Fenster gefallen und es fuhr sich wie auf Eis. Ich hatte viel plötzliches Übersteuern und man konnte es fühlen, dass die Reifen nicht mehr gegriffen haben. In Kurve 7 bin ich an einem Punkt gefühlt bis auf die Tribüne rausgerutscht. Ich musste sehr seltsame Linien fahren."

"Die letzten zehn Runden ging es für mich nur noch darum, auf diesen Reifen zu überleben und dann hat Lando plötzlich das Tempo angezogen", so der Red-Bull-Pilot. "Ich konnte ihn kommen sehen und war mir nicht sicher, ob ich ihn hinter mir halten konnte. Ich habe so hart wie möglich gepusht mit dem Grip, den ich hatte. Zum Glück waren es gerade genügend Runden."

Teamduell verloren: Russell sauer

George Russell hat das Teamduell gegen Lewis Hamilton in Imola verloren, wodurch der siebenmalige Weltmeister teamintern auf 2:5 verkürzt hat. Das ärgert Russell, weil er eigentlich vor Hamilton lag, als er von Mercedes noch einmal zum Reifenwechsel an die Box geholt wurde. Denn die dabei verlorene Position konnte er nicht wieder gutmachen.

"Als Fahrer möchtest du immer so weit vorne wie möglich landen, und ich lag das ganze Wochenende vor meinem Teamkollegen. Ich lag das ganze Rennen über komfortabel vorne, und dann verliere ich einfach so diese Position", hadert er.

"Zumindest haben wir den Bonuspunkt bekommen. Aber ich werde heute nicht darüber reden. es geht um Platz sechs, nicht um ein Podium oder Sieg."

Doch warum kam Russell überhaupt rein? Gab es ein Problem oder wollte man die schnellste Runde holen? "Wir haben versucht, etwas Druck auf Sainz auszuüben. Aber am Ende sind wir etwas früh in die Box gekommen, und ich habe mein Rennen dadurch etwas beeinträchtigt."

Mercedes selbst hat durch den Positionstausch einen Punkt für die schnellste Runde gewonnen, Russell dafür aber das Teamduell verloren.

Alle Teamduelle 2024 findet ihr hier.

Wolff: "Extrem unerfreulich"

Wenig erbaulich war der Renntag aus Sicht von Mercedes. Lewis Hamilton leistete sich zwischenzeitlich einen Abflug, George Russell wurde an die Box geholt, um noch etwas zu probieren. Am Ende standen nicht mehr als die Positionen sechs und sieben zu Buche. "Ja, das ist da, wo wir sind. Extrem unerfreulich", ärgert sich Motorsportchef Toto Wolff bei Sky.

"Es sind diese kleinen Verbesserungen, die wir jetzt finden müssen. Wenn du mehr als 30 Sekunden von der Spitze weg bist, ist das nicht das, wo wir sein wollen."

Doch gibt es auch etwas Positives, das die Silberpfeile aus Imola mitnehmen können? "Positiv ist, dass die Balance des Autos ein bisschen mehr da ist, wo wir es hoffen. Vielleicht war die Strecke auch nicht ganz so schlecht für uns", so Wolff. "Man muss positiv bleiben. Wir sehen kleine Verbesserungen, aber bei weitem nicht das, was gut genug ist."

Hülkenberg: "War unspektakulär"

Für Nico Hülkenberg gab es am Ende nichts zu holen. Platz elf bringt ihm und Haas kein Punkte. "Unspektakulär irgendwie", fasst er sein Rennen bei Sky zusammen. "Guten Start, gute erste Runde gehabt, aber danach einfach nicht genug Speed."

"Ich habe im Auto gehadert mit der Balance und habe nicht so richtig in den Rhythmus, eine gute Harmonie gefunden. Das habe ich ein bisschen befürchtet. Über eine Runde ging das besser, aber im Longrun dann leider nicht ganz so gut. Es fehlt einfach ein bisschen an Speed."

Ärgern kann er sich auch über die Strategie, denn den entscheidenden Platz hatte er gegen Yuki Tsunoda durch einen Undercut verloren. "Das müssen wir uns vielleicht noch einmal anschauen. Am Ende ging dann nicht mehr viel vom Speed her."

Leclerc nicht ganz glücklich

"Zumindest ist es ein Podium", kann Charles Leclerc dem dritten Platz etwas Positives abgewinnen. Er sagt aber auch: "Ich bin nur sehr glücklich, wenn ich gewinne, und heute haben wir es nicht ganz geschafft. Zu Beginn des Stints waren wir mit den harten Reifen sehr schnell. Ich begann zu pushen, um Druck auf Lando auszuüben, aber später waren sie unglaublich schnell."

"Aber alles in allem denke ich, dass die Rennpace heute ziemlich stark war. Gestern im Qualifying fehlte uns etwas, nachdem wir vor allem auf der ersten Geraden nicht gut aussahen, was wir uns ansehen werden, aber auf dem Rest der Runde waren wir schnell."

Eine Runde zu wenig? Das sagt McLaren

Auch McLaren-Teamchef Andrea Stella äußert sich zur Theorie, dass Lando Norris nur eine Runde zum Sieg gefehlt hat: "63 Runden sind schon viele Runden. Oft sagt man, man hätte gerne eine Runde mehr. Es ist, wie es ist, und es ist auch Max Verstappen", sagt er.

"Ich bin mir sicher, dass er ein wenig in Schwierigkeiten war, aber er hat das Beste aus dem herausgeholt, was er hatte. Gut gemacht, Max, und gut gemacht für unsere beiden Fahrer, Zweiter und Vierter. Oscar hat für einige Probleme bezahlt, die wir gestern im Qualifying hatten, sonst wäre er auch auf dem Podium gewesen. Wir nehmen das positiv auf und blicken jetzt optimistisch nach vorne."

Hat Perez Max den Sieg gebracht?

Lando Norris musste sich nach seinem Boxenstopp erst an Sergio Perez vorbeiackern. Hat ihm das den Sieg gekostet? Helmut Marko sagt nein.

"Ich glaube, das war nicht das Entscheidende", sagt der Österreicher bei Sky. "Das Entscheidende war, dass wir mit dem Medium-Reifen gut unterwegs waren und mit dem harten Reifen gegenüber McLaren langsamer waren. Nach zwei, drei Runden ist die Temperatur runtergegangen und wir haben das Fenster nicht optimal getroffen."

"Unglaubeliche Leistung von Max, der absolut fehlerfrei gefahren ist. Gottseidank hatte er (Norris) in seiner Aufholjagd zwei, drei Wackler, sodass er nicht in die DRS-Zone gekommen ist. Aber es war ein interessanter Funkspruch von seinem Ingenieur. Er fährt am absoluten Limit und der sagt, er soll jetzt noch zulegen. Das hat ihn wahrscheinlich geärgert. Das ist für die Konzentration in so einer Situation eher negativ."

Norris: Ein oder zwei Runden mehr...

Lando Norris ärgert sich am Ende ein wenig über den verpassten Sieg: "Es tut mir weh, das zu sagen, aber ein oder zwei Runden mehr und ich denke, ich hätte ihn gehabt", sagt er. "Schade. Ich habe bis zur letzten Runde hart gekämpft, aber am Anfang habe ich ein bisschen zu viel auf Max verloren. Es war eine harte erste Hälfte und eine viel bessere zweite Hälfte, und eine oder zwei Runden mehr wären schön gewesen, aber sollte heute nicht sein."