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Formel-1-Liveticker: Hülkenberg "eine ganz andere Liga" als Perez

Formel-1-Liveticker: Hülkenberg "eine ganz andere Liga" als Perez

Status: Beendet

Schluss für heute

Für heute soll es das im Ticker gewesen sein. Wir melden uns aber morgen an dieser Stelle wieder. Dann bin ich noch einmal am Start, um euch durch die Mitte der Woche zu führen. Bis dahin wünsche ich euch einen angenehmen Resttag und unseren österreichischen Lesern viel Erfolg heute Abend. Bis dann!

Sabotage-Mails: Keine Straftat!

Die Polizei hat dem Mercedes-Team mitgeteilt, dass die Email, in der dem Rennstall Sabotage am Auto von Lewis Hamilton vorgeworfen wurde, keine Straftat darstellen.

Toto Wolff hatte die Mail, die von einer anonymen Adresse an den innersten Kreis der Formel 1 mit Teammitgliedern und Journalisten geschickt wurde, an die Polizei weitergeleitet - mehr wird aber nicht passieren.

Eine Sprecherin der Polizei von Northamptonshire teilt mit: "Die Polizei von Northamptonshire erhielt am 12. Juni einen Bericht über eine E-Mail, die innerhalb des Mercedes AMG F1 Teams in Umlauf gebracht worden war."

"Es wurde festgestellt, dass keine Straftaten begangen wurden. Es wurde jedoch ein Hinweis auf weitere E-Mails gegeben, die das Team erhalten könnte."

Toto Wolff  ~Toto Wolff ~

Foto: Motorsport Images

Heute vor 18 Jahren

Apropos Dominanz: Heute vor 18 Jahren gewann Fernando Alonso den Großen Preis von Kanada 2006. Für den Spanier war es damals der vierte Triumph in Folge, und im neunten Saisonrennen war er immer auf Platz eins oder zwei gefahren.

In der WM hatte Alonso damals 25 Punkte Vorsprung auf Michael Schumacher. Das wäre heute innerhalb von nur einem Rennen aufholbar, doch weil es damals nur zehn Punkte für einen Sieg gab, wäre Alonsos Vorsprung nach heutigem Maßstab umgerechnet 62,5 Punkte gewesen.

Zum Vergleich: Verstappens Vorsprung beträgt aktuell 69 Punkte.

2006 zeigt aber auch, dass alles möglich ist, denn Kanada war für Alonso im Grunde der WM-Höhepunkt, danach schmolz sein Vorsprung. Der Spanier sollte bis zum Saisonende nur noch einen einzigen Sieg holen - dank des Motorschadens von Michael Schumacher in Japan.

Was damals also nach einer klaren Sache aussah, wurde am Ende noch einmal richtig spannend.

Fernando Alonso  ~Fernando Alonso ~

Foto: Motorsport Images

Dominator Lando Norris

Wäre die Formel 1 ohne Max Verstappen auch unspannend? Das legt unser Blick auf die WM nahe, wenn der Dominator der vergangenen Jahre nicht mitfahren würde. Allerdings wäre es aktuell nicht abwechslungsreicher, denn in der alternativen WM hätte in den vergangenen sechs Rennen auch ein Fahrer fünf Mal gewonnen.

Die Rede ist von Lando Norris, der nur in Monaco Charles Leclerc den Vortritt lassen musste. Damit haben in dem Zeitraum also nur zwei Fahrer gewonnen - in der echten WM zumindest drei.

Trotzdem wäre es WM-technisch spannender, weil der Abstand zu Leclerc vor dem Rennen null Punkte betrug. Da hat Verstappen aktuell deutlich mehr Puffer zwischen sich und der Konkurrenz.

Fotostrecke: Alternative Formel 1: So wäre die Saison 2024 ohne Max Verstappen Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

1. Bahrain: Wie im Vorjahr gelingt Sergio Perez auch 2024 der Sieg beim Formel-1-Auftakt in Sachir. Der Mexikaner gewinnt vor den beiden Ferraris, die mit einem doppelten Podium in das Jahr starten. Stand: 1. Perez (25), 2. Sainz (18), 3. Leclerc (16), 4. Russell (12), 5. Norris (10).

Vasseur macht sich keine Sorgen

Für Ferrari war der Grand Prix von Spanien mit den Plätzen fünf und sechs durchaus eine Enttäuschung, doch dass die Scuderia jetzt zurückgefallen ist, darüber ist Teamchef Frederic Vasseur nicht besorgt.

"Wir hatten [am Samstag] einen Rückstand von fünf Tausendstel auf die Mercedes. Das ist eine Windböe oder etwas, und in Monaco vor zwei Wochen lagen sie 40 Sekunden hinter uns", meint der Franzose.

"Wir m,üssen ruhig bleiben, wir müssen von Event zu Event schauen, und nächste Woche wird es ein völlig anderes Format sein, ein anderer Asphalt, eine andere Art von Kurve, und wir werden ein anderes Bild haben", so Vasseur.

"In der Formel 1 ist nichts für die Ewigkeit, und ich bin mir nicht sicher, ob es in den letzten zehn Jahren vier aufeinanderfolgende Rennen mit vier verschiedenen Fahrern auf der Poleposition gab, und das bei vier verschiedenen Teams. Das bedeutet, dass es nicht glasklar ist, dass einer besser ist als der andere oder ein Dritter."

Gegen Ferrari spricht, dass ihre Pole mit Monaco auf einem echten Sonderfallkurs kam, doch der Teamchef winkt ab: "Wenn wir in Baku, Singapur und Monaco gewinnen, wäre das doch nicht schlecht!"

Alpine: Wo kommt die Pace her?

Alpine gehörte zu den Überraschungen des Spanien-Grand-Prix und fuhr zum zweiten Mal in Folge mit beiden Autos in die Punkte. Da ist natürlich die Frage: Wo kommt der Speed auf einmal her?

"Unter bestimmten Umständen und Bedingungen haben wir ein gewisses Potenzial. Ich verstehe nur nicht, warum dieses Potenzial andernorts nicht vorhanden war", sagt Pierre Gasly.

Auf die Suche nach der Antwort hat sich mein Kollege Stefan Ehlen begeben. Nachlesen könnt ihr das hier.

Toto Wolff: Wollten Carlos Sainz nicht warten lassen

Carlos Sainz wird 2025 nicht für Mercedes fahren, das steht fest. Die Silberpfeile haben dem Spanier für das kommende Jahr eine Absage erteilt, sodass er aktuell die Wahl zwischen Williams, Audi/Sauber und Alpine hat. "Wir wollen in eine komplett neue Generation gehen", sagt Motorsportchef Toto Wolff bei DAZN.

Andrea Kimi Antonelli steht bekanntlich ganz oben auf der Liste, doch Wolff gibt zu, dass er auch warten muss, was Max Verstappen macht. Die Absage an Sainz habe er daher treffen müssen, damit Sainz andere Optionen verfolgen kann.

"Ich wollte nicht, dass Carlos warten muss. Ich denke, wir werden vielleicht erst im November eine Entscheidung treffen", so der Österreicher.

Die Noten aus Barcelona

Falls ihr es noch nicht mitbekommen habt, verweise ich auch noch einmal auf unsere Noten aus Barcelona. Auch dort kam Perez nicht so gut weg und wurde nur auf Position 18 klassiert. Von Experte Marc Surer und der Redaktion bekam der Red-Bull-Pilot jeweils eine 4, von euch eine Durchschnittsbewertung von 4,47.

Nico Hülkenberg hingegen wurde mit Platz sechs recht gut bewertet und bekam von Marc Surer eine 2 und von uns eine 3. Die leser bewerteten ihn mit 3,10.

In der Gesamtwertung liegen beide übrigens eng beisammen - natürlich wie zu guten Force-India-Zeiten auf neun und zehn.

Fotostrecke: Barcelona: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Logan Sargeant (Marc Surer: 6) - "Für mich sollte einer, der sich für Platz 20 qualifiziert, mit einer Plus-3-Strafe auf P23 starten müssen ..."

Ist Hülkenberg wirklich eine andere Liga?

Natürlich sind Vergleiche zwischen einem Red-Bull- und einem Haas-Piloten schwierig. Tatsächlich kann man beide aber durchaus vergleichen, denn beide waren bei Force India einige Jahre lang Teamkollegen.

Im ersten gemeinsamen Jahr 2014 hatte Hülkenberg damals deutlich die Oberhand: 96 Punkte holte der Deutsche in der Saison, Perez nur 59 (Platz neun und zehn in der WM).

2015 wendete sich das Blatt und Perez hatte mit 78 zu 58 Punkten die Nase vorne - erneut bedeutete das in der WM die Plätze neun und zehn.

Und auch 2016 lag Perez (P7) mit 101 Punkten vorne, während Hülkenberg (P9) auf 72 Punkte kam, bevor er anschließend das Team in Richtung Renault verließ.

Natürlich ist der Vergleich schon einige Jahre her, doch zumindest damals waren beide recht ausgeglichen unterwegs und nur durch zwölf Punkte in den drei gemeinsamen Jahren getrennt. Eine andere Liga erkennt man zumindest damals nicht, und ob sich Hülkenberg im Red Bull besser anstellen würde, bleibt eine theoretische Frage.

Sergio Perez Nico Hülkenberg Force India Sahara Force India F1 Team F1 ~Sergio Perez (Force India) und Nico Hülkenberg (Renault) ~

Foto: Sutton

Was ist mit Perez los?

Passend dazu hat sich auch unser Datenexperte Kevin Hermann mit der Situation rund um Perez befasst. Seit Imola geht beim Mexikaner nichts mehr vorwärts. In dem Video analysiert er anhand der Daten der vergangenen Rennen, wie dramatisch der teaminterne Abstand bei Red Bull wirklich ist.

Er klärt mit den Analysetools unseres Technologiepartners PACETEQ die strategischen Brennpunkte nach dem Rennen in Barcelona. Darunter auch, warum Lando Norris gegen Max Verstappen wahrscheinlich nicht wegen, sondern trotz der Strategie verloren hat.

Seit Imola geht bei Sergio Perez nichts mehr vorwärts. In diesem Video analysieren wir, wie dramatisch der Abstand bei Red Bull wirklich ist.

Ralf: Hülkenberg "ganz andere Liga" als Perez

Beginnen wollen wir heute wieder mit der Diskussion das Cockpit von Sergio Perez. Der Mexikaner hat auch in Spanien keine überzeugende Leistung gebracht (Redaktionsnote 4) und steht in der Kritik - außer bei Red Bull selbst. Dass Perez jüngst eine Vertragsverlängerung über zwei Jahre bekommen hat, erklärt sich Experte Ralf Schumacher über "eine wirtschaftliche Entscheidung" für den Markt in Amerika.

Von meinem Kollegen Kevin Scheuren auf Nico Hülkenberg angesprochen, sagt Schumacher, dass dieser "auf jeden Fall" eine bessere Wahl gewesen wäre. "Nico Hükenberg ist eine ganz andere Liga", sagt der Deutsche.

Vor allem im Qualifying sei dieser "unheimlich stabil", wodurch er Max Verstappen strategisch eher helfen könnte als Perez, der in den vergangenen vier Rennen nie aus den Top 10 gestartet war. "Er könnte Max ganz anders den Rücken stärken", so Schumacher. "Wir haben das Problem, dass er niemanden als Teamkollegen hat, der ihm hilft."

Sergio Perez Nico Hülkenberg Max Verstappen Red Bull Red Bull F1Haas Haas F1 ~Sergio Perez (Red Bull), Nico Hülkenberg (Haas) und Max Verstappen (Red Bull) ~

Foto: Motorsport Images

Auf in die Steiermark!

Holadi! Die Formel 1 macht sich in diesen Tagen auf den Weg nach Österreich, wo das zweite Rennen des aktuellen Tripleheaders stattfinden wird. Eines ist sicher: Wir werden wieder eine echte Verstappen-Show bekommen - und wenn nicht auf der Strecke, dann auf jeden Fall auf den Rängen mit der Orange Army. Und passend spielen heute Abend ja auch Österreich und die Niederlande im letzten EM-Gruppenspiel gegeneinander um den Einzug in das Achtelfinale.

Doch das soll hier nicht Thema sein, wir sind hier bei der Formel 1. Norman Fischer begrüßt euch im Dienstagsticker, und bei Fragen, Anregungen oder Beschwerden könnt ihr unser Kontaktformular verwenden. Außerdem findet ihr uns auf Facebook, X, Instagram und YouTube. Auf geht's!

Und hier gibt es noch den Ticker von gestern zum Nachlesen.