Formel-1-Liveticker: Ist die Formel 1 zu langweilig geworden?

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Status: Beendet
11:09

Bis morgen!

Das soll es auch schon wieder gewesen sein! Maria Reyer bedankt sich für die vielen Zuschriften und das große Interesse am heutigen Liveticker. Ich wünsche noch einen schönen Abend. Morgen übernimmt meine Kollegin Rebecca Friese das Zepter - sei also wieder mit dabei!

11:04

Lesermeinung: Funkverkehr verbieten

Und noch eine letzte Lesermeinung möchte ich in den heutigen Liveticker mit aufnehmen. Alexander hat uns geschrieben, warum er die Formel 1 nicht mehr wirklich spannend findet. Für ihn sind die Fahrer viel zu "ferngesteuert". Außerdem findet er die Berechnungen aller möglicher Szenarien schon vor dem Rennstart absurd. "Dadurch geht fast jede Überraschung oder Menschlichkeit verloren."

Aus seiner Sicht wäre es sinnvoll, jede Kommunikation zwischen Box und Fahrer im Rennen zu verbieten (Funk und Display - mit Ausnahmen bei einem technischen Problem). Dieser Vorschlag ist nicht neu, sogar Helmut Marko oder MotoGP-Pilot Stefan Bradl plädieren für ein Verbot des Funkverkehrs, um die Rennen wieder aufregender zu machen.

Außerdem ist ihm die Aerodynamik ein Dorn im Auge, die das Hinterherfahren "fast unmöglich" macht. Zumindest dieses Problem soll mit dem neuen Reglement 2022 gelöst werden.

10:45

Lesermeinung: Formel 1 keineswegs langweilig

Zum Thema Langeweile hat sich Leser Markus bei uns gemeldet und eine wichtige Frage in den Raum geworfen: "Zunächst frage ich mich immer, was andere Leser oder Zuschauer überhaupt unter 'Langeweile' verstehen? Und mit welchen Erwartungen sie ein Rennen ansehen?"

Zwar muss auch er einsehen, dass das gestrige Rennen in Spa nicht das "tollste" war, aber dennoch kann er der Formel 1 immer noch viel abgewinnen: "Die Minuten vor dem Start, in denen die Spannung steigt. Mich faszinieren auch die Taktiken in den Rennen, wie welches Team auf gewisse Umstände reagiert." Und auch die Präzision eines Lewis Hamilton begeistert ihn - obwohl er kein Hamilton-Fan ist.

Daher sein Fazit: "Langeweile ist, was ich draus mache. Daher ist die Formel 1 nicht langweilig."

10:38

Video: Wer besonders schlecht geschlafen hat

Und hier ist es auch schon, unser Analyse-Video zum Grand Prix von Belgien! Christian Nimmervoll und Stefan Ehlen diskutieren darin die Vorstellung von Ferrari - und vor allem das Schicksal von Charles Leclerc und Carlos Sainz. Warum ausgerechnet diese beiden? Video anschauen ;-)

Ferrari am Boden beim Grand Prix von Belgien: Vettel und Leclerc fahren gnadenlos hinterher, und Binotto sieht nicht einmal eine Krise!

10:12

Ferrari erklärt Leclerc-Problem

Ferrari hat in einer Aussendung nun erklärt, wie es zu den langen Boxenstopps von Charles Leclerc gekommen ist. Eigentlich wollte die Scuderia beide Piloten während des Safety-Cars gleichzeitig an die Box holen, doch dann trat ein Problem an Leclercs Auto auf und Vettel musste noch eine Runde länger draußen bleiben.

"Das pneumatische Ventilsystem des Motors an Charles' Auto hat zu viel Luft verbraucht", erklärt Ferrari-Chefstratege Inaki Rueda. "Sein Stopp hat daher länger dauern, da das Auffüllen des Systems normalerweise drei Sekunden dauert."

Wie funktioniert das System? "Formel-1-Motoren verwenden Luft zur Betätigung der Ventile, die, wie das Öl, gelegentlich mehr als normal verbrauchen kann. Die Luft kann aufgefüllt werden, indem man sie an das Druckluftsystem anschließt, und im Falle des SF1000 befindet sich der Anschluss auf der linken Seite."

09:55

Gleich: Video-Analyse zum Ferrari-Desaster!

Um 17 Uhr feiert unser neuestes YouTube-Video Premiere: Darin sprechen Stefan Ehlen und Christian Nimmervoll über die Geschehnisse im gestrigen Grand Prix von Belgien. Natürlich arbeiten die beiden die Ferrari-Krise auf, außerdem besprechen sie ihre Montagskolumnen. Nicht verpassen!

- Jetzt Erinnerung einstellen & gleich anschauen!

09:48

Bottas: Dann kann ich gleich zu Hause bleiben ...

Valtteri Bottas hat gestern sein 51. Formel-1-Podium gefeiert, damit hat er nun mit Mika Häkkinen gleichgezogen. Allerdings stand 26 Mal Teamkollege Lewis Hamilton vor ihm, wie mein Kollegen Stefan Ehlen anmerkt. Und auch in der Fahrer-Weltmeisterschaft enteilt ihm der Brite. "Ich versuche alles", versichert der Finne.

"Es sind noch zehn Rennen, es ist noch nicht vorbei." In Silverstone habe er zum Beispiel Punkte aufgrund des Reifenschadens verloren, merkt er an. Mittlerweile hat er insgesamt bereits 50 Zähler Rückstand - zwei Siege. "Wenn ich jetzt aufgeben würde, könnte ich auch gleich zu Hause bleiben."

09:21

Lesermeinung: Langeweile? Von wegen!

Ich möchte an dieser Stelle noch eine Lesermeinung in unseren heutigen Ticker einbauen. Denn Stefan hat uns einen sehr interessanten Beitrag zukommen lassen - danke dafür! Er findet, dass die Diskussion rund um die langweilige Formel 1 nicht fair ist. "Ich sehe das wie Sebastian Vettel: Unsere heutige Gesellschaft ist einfach nicht mehr fähig, das große Ganze im Blick zu haben."

Schon im Vorjahr sei er für die vielen tollen Rennen dankbar gewesen. "Jetzt hatten wir wieder zwei schlechte und alle tun so, als wäre das letzte gute Rennen vor zehn Jahren gewesen", kann er die Kritik nicht nachvollziehen.

09:15

Medienbericht: Vettel gönnt sich Weltmeisterboliden

Sebastian Vettel hat dieser Tage zwar kaum Grund zur Freude, wenn er an die Arbeit denkt. Aber immerhin scheint es privat beim Heppenheimer zu laufen. Wie die 'Bild' heute berichtet, hat sich Vettel wohl ein ganz besonderes Auto für seinen Fuhrpark gegönnt: den Williams FW14B, mit dem Nigel Mansell 1992 Weltmeister wurde.

Nigel Mansell Williams Williams F1Renault Renault F1 ~Nigel Mansell ~

Foto: Motorsport Images

08:55

McLaren wieder Dritter in der Konstrukteurs-WM

Apropos McLaren. Teamchef Andrea Seidl war mit dem Rennen von Lando Norris recht zufrieden, er sprach von "Schadensbegrenzung". Außerdem ist er erfreut, denn auch auf der Low-Downforce-Strecke lag das Team nicht weit hinter Renault. Die Franzosen konnten in der Konstrukteurs-Wertung dennoch aufholen, aber McLaren ist nun wieder Dritter.

"Sie werden auch in Monza wieder sehr stark sein", prophezeit Seidl Renault erneut ein starkes Wochenende. "Ich bin recht zufrieden, mit dem Schritt, den wir geschafft haben. Wir sind mit beiden Autos ins Q3 gekommen." Das sei auch das Ziel für Italien. Außerdem konnte das Team Racing Point und Ferrari Punkte wegnehmen.

08:43

Sainz: Neuer Motor in Italien?

Noch einmal zurück zu Carlos Sainz. Der Spanier konnte das Rennen gestern bekanntlich nicht fahren. McLaren hofft nun, dass Renault den Schaden am Motor schnellstmöglich herausfindet. Denn ein Defekt an der Power Unit hat zum Auspuffdefekt geführt.

Ob Sainz also schon in Italien einen neuen Motor braucht, steht noch nicht fest. "Wir müssen die Analyse abwarten", meint Teamchef Andreas Seidl darauf angesprochen. "Dann wissen wir, ob es eine Möglichkeit gibt, den Motor zu retten oder ob es ein irreparabler Schaden ist."

- Das Motorenkontingent der Piloten im Überblick!

08:24

Mercedes-Updates in Spa

Meine Kollegen Matt Somerfield, Giorgio Piola und Stefan Ehlen haben sich die Updates, die Mercedes in Spa an den Start gebracht hat, ganz genau angesehen. Zum Beispiel fuhr das Team mit neuen Winglets seitlich am S-Schacht, auch an den Seitenkästen hat man in Brackley umgebaut - zu den Details!

Fotostrecke: Formel-1-Technik: Detailfotos beim Belgien-Grand-Prix 2020 in Spa Giorgio Piola

Foto: Giorgio Piola

Mercedes W11: Windabweiser
08:05

Neuer Rekord von Lewis Hamilton

Lewis Hamilton hat im gestrigen Rennen wieder einen Rekord von Michael Schumacher gebrochen: Er hat nun die meisten Führungskilometer inne.

- Alle Details dazu in unserer Datenbank!

08:02

Lesermeinung: Nachtanken, Reifenkrieg, Benzinmenge

Noch ein paar weitere Lesermeinungen haben uns in der Zwischenzeit erreicht. Leser Dominik schreibt etwa: "Ich bin Formel-1-Fans mit Leib und Seele, seit dem Saisonfinale 1997 in Jerez habe ich nicht nur kein Rennen, sondern nicht mal eine einzige Session verpasst."

Trotzdem meint er: "Die Formel 1 ist nicht nur langweilig, sondern eine Qual geworden." Für ihn ist die Königsklasse kein Rennsport mehr. Er vermisst den Überraschungsfaktor. Er wünscht sich deshalb das Nachtanken und den Reifenkrieg zurück, außerdem würde er die Benzinmenge nicht limitieren.

07:44

Nette Geste von Max Verstappen

Der Niederländer hat nach dem Belgien-Grand-Prix seine Kappe einem Ordnungshüter geschenkt - feine Sache!

07:24

Die Noten der Redaktion

Wir haben unsere Noten heute bereits an alle 20 Piloten vergeben. Diesmal ist auch nicht Lewis Hamilton oder Max Verstappen unser "Mann des Rennens". Um zu erfahren, wen wir ausgewählt haben, musst du dich aber erst durch diese Fotostrecke klicken ;-)

Fotostrecke: Belgien: Fahrernoten der Redaktion Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Antonio Giovinazzi (5): Mal wieder ein unnötiger Fahrfehler des Italieners, der schon 2019 das Rennen in Belgien mit einem Unfall weggeworfen hatte. Aufgrund der guten Ergebnisse von Mick Schumacher, Robert Schwarzman & Co. steht er unter Druck, da ist so ein Crash nicht hilfreich. Hinzu kommt ein unbefriedigendes Qualifying.
07:14

Ferrari: "Leistungsabfall dramatisch"

"Ich war ebenso bereits in einer Situation, in der sich Ferrari in Spa befand, wo man die Reifen nicht zum Laufen bekommt, die Temperatur nicht kommt und der Leistungsabfall dramatisch ist", fühlt Sportchef Brawn außerdem mit seinem Ex-Team mit. Auch ihm ist klar: Allein der schwache Motor sorgt nicht für 1,3 Sekunden Rückstand pro Runde.

Das habe auch mit dem Zusammenspiel der Reifen zu tun gehabt, glaubt er. "Wenn das passiert, fällt die Leistung ab und sieht schrecklich aus. Wenn es ihnen gelingt, diesen Schritt zu machen und die Reifen wieder richtig funktionieren zu lassen, denke ich, dass sich die Leistung wieder einpendeln wird. Sie werden immer noch keine Rennsiege feiern, aber es wird respektabler werden."

07:10

Brawn beeindruckt von Hamiltons Konstanz

"Mir gehen schön langsam die Superlativen aus, um Lewis' Form in diesem Jahr zu beschreiben", kommentiert Formel-1-Sportdirektor Ross Brawn die Performance des WM-Führenden in seiner neuen Kolumne. Was ihn besonders beeindruckt in dieser Saison: Hamiltons "unbarmherzige Konstanz".

"Er fährt besser denn je und schafft das jedes Rennwochenende aufs Neue. Es gab sehr viele brillante Momente, allein seine Runde im Qualifying ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür."

07:04

Williams: Zum Glück ist George nichts passiert!

Claire Williams fasst den Grand Prix von Belgien aus ihrer Sicht in diesem Video zusammen. Sie ist vor allem froh, dass George Russell bei dem Crash von Antonio Giovinazzi unverletzt geblieben ist und lobt dabei auch die wichtige Rolle von Halo.

06:58

"Fahrer müssen mehr bestraft werden"

Wozu die ausgeweiteten Auslaufzonen führen, zeigen die Aussagen von Carlos Sainz sehr gut: Der Spanier meint, dass die Fahrer aufgrund der großzügigeren Asphaltzonen weniger "Angst" hätten. "In Spa fehlt nun das Kiesbett und das Gras neben den Randsteinen am Kurvenausgang."

Die Balance zwischen Risiko und Belohnung sei aus den Fugen geraten. Zwar habe die Sicherheit oberste Priorität, dennoch müsse ein besserer Kompromiss gefunden werden, so Sainz. Er findet: "Wenn ein Fahrer von der Ideallinie abkommt, muss er mehr dafür bestraft werden." Und zwar nicht erst nachträglich von den Kommissaren.

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