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Formel-1-Liveticker: Kein 100-prozentiges Red-Bull-Bekenntnis von Verstappen

Miami-Freitag in der Analyse: Warum stürzte McLaren in SQ3 so ab?

Formel-1-Liveticker: Kein 100-prozentiges Red-Bull-Bekenntnis von Verstappen

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Feierabend!

In Miami geht es bereits auf 21:00 Uhr zu, und damit sind wir auch am Ende unseres Livetickers angekommen. Später am Samstag melden wir uns mit einer neuen Ausgabe zum Sprint (18:00 Uhr MESZ) und dem Qualifying für das Rennen (22:00 Uhr) zurück.

Für euch geht es auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de aber noch weiter mit der großen Analyse zum Freitag. Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll besprechen ab 03:00 Uhr die folgenden Themen aus Miami für und mit euch:

-Zusammenfassung & Ergebnis
-Frust bei Mercedes
-Ricciardo & Hülkenberg
-Norris Schnellster
-Updates Technik
-Favoriten Sprint
-Williams will Newey ...
-... und Antonelli?
-Fragen der Kanalmitglieder

Viel Spaß damit, schlaft später gut und bis dann!

Mercedes-Pleite: Auf den Medium-Reifen ging nichts

Noch einmal zu Mercedes: Beide Piloten schieden vorhin in SQ2 aus. George Russell berichtet: "Im FT1 fühlten sich die weichen Reifen auf unserem Auto wirklich gut an. Die Pace sah gut aus, aber auf der Medium-Mischung im Sprint-Qualifying bekamen wir das Auto einfach nicht in den Sweet-Spot."

"Es ging sehr eng zu, und es fehlten nur ein paar Hundertstelsekunden, um ins SQ3 zu kommen. Wir hätten aber nicht so nah am Ausscheiden sein dürfen", weiß er, und Lewis Hamilton ergänzt: "Das Auto fühlte sich im FT1 wirklich gut an, und ich war mit der Balance zufrieden."

"Leider änderte sich die Balance im Sprint-Qualifying, und das Auto entwickelte sich rückläufig. Wir waren nahe dran, es ins SQ3 zu schaffen, aber wir waren ein gutes Stück von der Spitze entfernt. Vom zwölften Startplatz wird es für uns ein harter Sprint", weiß er.

"Wir sind verständlicherweise enttäuscht darüber, wie der heutige Tag verlaufen ist", betont auch Andrew Shovlin und erklärt: "Leider konnten wir in der entscheidenden Session nicht den Schritt machen, zu dem andere in der Lage waren."

"Das Feld lag eng beieinander, aber wir wollen keine Ausreden suchen, warum unsere beiden Autos im SQ2 ausgeschieden sind. Wir müssen einen besseren Job machen, um das Auto im richtigen Fenster zu halten und das Potenzial abzurufen, das wir in den früheren Sessions gezeigt haben", so Shovlin.

Bottas muss drei Plätze zurück

Die nächste Entscheidung ist da - und keine Überraschung. Valtteri Bottas muss wegen der Aktion gegen Oscar Piastri in der Startaufstellung für den Sprint drei Plätze zurück. Damit wird er dort als Letzter starten.

Die Rennkommissare erklären, Bottas sei langsam auf der Ideallinie gefahren und habe die gefährliche Situation so verursacht. Das Team habe ihn zudem nicht darüber informiert, dass Piastri direkt hinter ihm sei.

Hier die Begründung im Wortlaut:

"On the straight before Turn 1, Car 77 was being driven slowly on the racing line after finishing a fast lap, while Car 81 was approaching on a fast lap. Car 81 and Car 77 needed to take evasive action to avoid a collision."

"The primary responsibility rests with the driver to ensure that he does not place himself in a position whereby he unnecessarily impedes another driver. Here Car 77 was driving slowly on the racing line and caused to the situation that ensued."

"However, during the hearing both team and driver of Car 77 admitted that the team had not warned the driver of Car 77 that Car 81 was approaching on a fast lap. That was obviously an error on the team’s part and contributed significantly to the incident. In light of the above, we impose a penalty of a drop of 3 grid positions at the race."

Keine Strafe für Mercedes

So, jetzt geht es dann endlich los mit den Urteilen der Rennkommissare! Das erste haben wir eben bekommen: Mercedes bekommt schon einmal keine Strafe. Hier hatte es ja eine Untersuchung gegeben, weil einige Teammitglieder während eines Boxenstopps im Sprint-Qualifying keinen Helm getragen hatten.

In Kurzform: Die Silberpfeile entgehen einer Strafe, weil man bei genauerer Überprüfung feststellte, das auch bei anderen Teams teilweise keine Helme getragen wurden. Daher wäre es unfair gewesen, nur Mercedes zu bestrafen. Hier die komplette (und ziemlich lange) Begründung im Wortlaut:

"The Stewards heard from the team representative and reviewed video evidence and determined that team personnel carried out work on Car 44’s front wing while it was in its pit stop position during the sprint qualifying session, and were not wearing the required protective gear."

"This was in breach of Article 34.13 of the FIA Formula One Sporting Regulations. However, as we were examining the conduct of the team in relation to this infringement (which was reported to us by Race Control), it came to our attention that a number of other teams had engaged in similar work without helmets and/or without eye protection during the session either within the pit stop position or in close proximity to it."

"Certainly, those that were working on the car within the pit stop positions would also have been in breach of Article 34.13 (for example by touching the car or jacking up the car). Indeed, those slightly outside of their pit stop position may not been in breach of the above article but the distinction, from a safety perspective (which is the likely purpose for this rule), was not obvious to us."

"Furthermore, it appears to be the established practice to jack the car up, while blowers are used to cool the brakes, within the pit stop position to bring the car back into the garage. That too, read strictly, could be in breach of the above regulations."

"So, in these circumstances, penalising one team, where all or nearly all the teams may potentially have been in breach of this article in some form or the other would not serve a useful purpose. We accordingly took no further action. However, we request the FIA to consider whether changes need to be made to either the current practices during Qualifying/Sprint Qualifying or the regulations themselves."

Pirelli: Medium der beste Reifen für den Sprint

Bei Pirelli geht man davon aus, dass die Mehrheit der Piloten im Sprint am Samstag auf den gelben Reifen setzen wird. Chefingenieur Simone Berra erklärt: "Was das morgige Sprintrennen betrifft, so ist der Medium-Reifen eindeutig am besten geeignet, um die 19 Runden zu absolvieren."

"Allerdings kann ich den Soft nicht ganz ausschließen, da er in den ersten Runden einen deutlichen Gripvorteil bieten könnte", so Berra. Die Frage lautet allerdings, ob der weiche Reifen auch über die komplette Sprintdistanz halten würde?

Fakt ist aber auch, dass die Piloten weiter hinten im Feld sowieso nichts zu verlieren haben. Denn Punkte gibt es im Sprint lediglich für die Top 8, alle dahinter gehen sowieso leer aus. Da kann man also auch etwas riskieren.

Auf der anderen Seite wird die Reifenwahl aber auch schon vom Rennen am Sonntag geprägt sein. Denn die Teams haben schon eine konkrete Vorstellung davon, welche Reifen sie sich für den Sonntag aufheben wollen.

Sauber selbstkritisch: Gibt keine Ausreden!

Doppelaus in SQ1 und Alessandro Alunni Bravi erklärt unmissverständlich: "Für den heutigen Tag gibt es keine Ausreden: Wenn man auf den Plätzen 17 und 18 landet, ist es klar, dass wir in der Vorbereitung und Ausführung etwas versäumt haben."

Er gesteht: "Wir konnten schon am Morgen sehen, dass wir die Balance unseres Autos verbessern müssen, vor allem in den langsamen Kurven. Aber wir waren nicht in der Lage, einen ausreichenden Schritt nach vorne zu machen, um um SQ2 zu kämpfen."

In SQ1 habe man dann auch noch Verkehr gehabt, was die Situation noch verschlimmert habe. "Aber das Wochenende ist noch lang. Wir müssen heute Abend hart arbeiten, alles analysieren und jeden einzelnen Aspekt unserer Leistung verbessern", so Alunni Bravi.

Valtteri Bottas ergänzt: "Wir haben nach dem Training große Änderungen an der Balance vorgenommen, und das Auto hat sich ganz anders angefühlt. Auch die Strecke hatte eine Art 'Reset', und es fühlte sich an, als würde uns etwas Grip fehlen."

Seine Szene mit Piastri habe dann auch nicht geholfen. Da warten wir übrigens noch immer auf ein Urteil.

Alonso: Bekommen sowieso wieder Strafen ...

Der Spanier wurde heute Achter, doch das ist ihm ziemlich egal. Nachdem er beim vergangenen Sprint in China eine Strafe kassierte, sagt er: "Das Sprintrennen hat ohnehin keine Bedeutung."

Er könne sowieso "nicht kämpfen", so Alonso, "oder wir bekommen Strafen für alles, was wir tun", zuckt er die Schultern und erklärt, dass der Sprint daher "nicht sehr interessant für uns" sei.

Da ist jemand offenbar noch immer ziemlich angefressen ...

Hülkenberg: Wäre noch mehr drin gewesen

Der Deutsche schaffte es in SQ3, wurde dort allerdings Letzter. Bei Sky resümiert er: "Ist okay. Jetzt im Nachhinein, wenn ich auf die Zeiten gucke, wäre, glaube ich, ein bisschen mehr drin gewesen."

"Ich glaub, der siebte [Platz] wäre möglich gewesen", so Hülkenberg, dem lediglich eine Zehntelsekunde auf Lance Stroll auf P7 fehlte. "Wir sind ja einen gebrauchten Satz [Softs in SQ3] gefahren", verrät der Deutsche.

Doch die angesprochene Zehntelsekunde habe er selbst in der Schikane verloren, weil er "den Kerb komisch getroffen" habe. "Da ärgere ich mich ein bisschen drüber, aber ansonsten war es gut", so Hülkenberg.

Teamkollege Magnussen wurde nur 14. und erklärt nach seinem SQ2-Aus: "In Kurve 7 ging es schief, ich bremste zu spät und schaffte den Scheitelpunkt nicht, und die Runde war weg."

Zudem habe er in seinem ersten Versuch bereits "Verkehr" gehabt. Immerhin: "Die Pace des Autos ist gut", betont der Däne und erklärt: "Wir haben ein Auto, das hier überholen kann, und hoffentlich haben wir auch im Sprint die Pace, um nach vorne zu kommen."

Leclerc: Endlich mal wieder ein gutes Qualifying

Der Monegasse berichtet nach P2: "Ich bin [zufrieden], weil das Qualifying zwei Rennen in Folge ein Schwachpunkt war. In China war es einmal etwas besser, aber wir hatten nicht das Auto, um das auch zu zeigen."

Obwohl er hier quasi kein Training hatte, habe er sich dann in SQ1 sofort wohlgefühlt. "Die harte Arbeit, die ich zu Beginn der Saison geleistet habe, um die Reifen in das richtige Fenster zu bringen, hat sich ausgezahlt", so Leclerc.

"In diesem Sport ist man nur so gut wie sein letztes Rennen. Wenn man also zwei Rennen hintereinander im Qualifying schlecht abschneidet und keinen guten Job macht, fangen die Leute an zu reden", verrät der Ferrari-Pilot.

Daher sei es gut, dass es jetzt endlich mal wieder eine ordentliche Qualifikation gewesen sei. Zum Sprint selbst sagt er: "Ich habe keine Ahnung von unserer Rennpace, da ich nur eine Runde gefahren bin." Er hoffe aber natürlich auf einen guten Sprint.

Teamkollege Sainz wurde derweil nur Fünfter und erklärt, dass sich das Auto für ihn schlechter als im Training angefühlt habe. "Wir hatten ziemlich mit dem Grip zu kämpfen und hatten Mühe, Runden und Sektoren zusammenzubringen", so Sainz.

Er ergänzt: "Als wir die Softs aufzogen, war ich auf einer guten Runde, aber ich machte einen Fehler in Kurve 17 und verlor die Runde. Ich bin natürlich nicht glücklich, aber wir können das morgen im Quali [fürs Rennen] noch umdrehen."

Williams: Werden das Auto wieder umbauen

Sargeant und Albon belegten heute die letzten beiden Plätze. Albon erklärt: "Wir neigen dazu, im Sprint-Qualifying mit den härteren Reifenmischungen ein wenig zu kämpfen zu haben. Außerdem haben wir zwischen FT1 und dem Qualifying einiges verändert, und leider hat sich das Risiko nicht ausgezahlt."

"Die Dinge, die wir geändert haben, gingen in die richtige Richtung, einschließlich einiger Aerodynamikteile, aber sie waren nicht ganz das, was wir erwartet hatten, und letztendlich haben wir zu viele Kompromisse gemacht", erklärt Albon.

Nach dem Sprint werde man das Set-up noch einmal ändern, "was hoffentlich zu einer Verbesserung führen wird", so Albon. Teamkollege Sargeant ärgert sich: "Wir hatten in dieser Session eine gute Pace und viel Potenzial. Aber ich hatte einen riesigen Ausrutscher in Sektor 1, der jede Chance auf ein Weiterkommen zunichte machte."

Was war bei McLaren los?

"Der Einbruch von McLaren ist uns nicht verständlich, die waren auf dem Medium-Reifen wirklich dominant", wundert sich Helmut Marko. Lando Norris erklärt dazu: "Ich habe [in SQ3] einfach zu hart gepusht, so einfach ist das."

"Das Auto fühlte sich sehr gut an. Um ehrlich zu sein, war es einfach nur dumm", ärgert er sich und erklärt, er habe "ein paar Fehler in Kurve 1" gemacht, und danach sei alles den Bach runtergegangen.

"Das Team hat einen guten Job gemacht, die Upgrades funktionieren, ich bin mit allem zufrieden, nur mit einer Sache nicht", so Norris, der damit wohl seine eigene Leistung in SQ3 meinen dürfte.

In SQ1 und SQ2 war er jeweils noch der Schnellste gewesen. "Die Pace war sehr gut. Wahrscheinlich eine der besten. Ich bin enttäuscht heute, aber ich werde morgen mein Bestes geben", verspricht er.

Ähnlich ging es dem Teamkollegen, der ebenfalls nur Sechster wurde. Piastri berichtet: "Ich weiß nicht, ob sich die Strecke ein wenig verändert hat, [...] aber meine Runde fühlte sich ziemlich schrecklich an."

Er nehme P6 daher mit, denn eigentlich fühlte sich seine Runde noch schlechter an.

Marko: "Sind generell in einer guten Ausgangsposition"

Helmut Marko berichtet nach dem Sprint-Qualifying im ORF: "Wir haben ja gehört, Max hat am Radio richtig geschimpft. Es war ein Problem, diese Soft-Reifen in das richtige Fenster zu bringen."

"Aber er hat es von allen am besten gemacht, und der Abstand ist für diese Strecke beachtlich. Perez Platz drei, wir sind zufrieden", so Marko, der erklärt, dass im Sprint ein "guter Start" der Schlüssel sei.

"Und dann so schnell fahren, wie es notwendig ist", erklärt Marko, der betont: "Wir sind generell in einer guten Ausgangsposition. Wenn der Start gelingt, dann ist normalerweise Max der, der es von vorne kontrollieren kann."

Newey will erst einmal "eine kleine Pause" machen

Inzwischen hat sich Adrian Newey bei Sky auch selbst zu seinem Abschied von Red Bull geäußert und erklärt: "Irgendwann kam der Punkt, an dem ich das Gefühl hatte, wie Forrest Gump sagte: 'Ich fühle mich ein bisschen müde.'"

Er habe schon seit einer längeren Zeit über diesen Schritt nachgedacht, betont er. Auf die Aussage von Lewis Hamilton angesprochen, dass er ihn gerne bei Ferrari sehen würde, antwortet er: "Ehrlich gesagt, es ist sehr nett von Lewis, dass er das sagt."

"Ich fühle mich sehr geschmeichelt, aber im Moment ist es einfach an der Zeit, eine kleine Pause einzulegen und zu sehen, wie es weitergeht", so Newey. Es bleibt also spannend ...

Bottas droht Strafe

Der Finne wurde sowieso nur 18. und könnte sogar noch auf den letzten Platz zurückgestuft werden. Er stand Oscar Piastri in SQ1 nämlich einmal im Weg - und zwar auf eine ziemlich gefährliche Art.

Um 23:50 Uhr unserer Zeit müssen die beiden zu den Stewards, um den Vorfall zu erklären. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass Bottas dafür eine Strafe kassieren wird. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden!

Verstappen: Runde war eigentlich ziemlicher Mist

Kurios: Der Weltmeister fuhr zwar auf Pole, ist aber überhaupt nicht zufrieden. Er berichtet: "Um ehrlich zu sein, fühlte es sich ziemlich schrecklich an. Ich weiß nicht, vielleicht war es in der letzten Session einfach unglaublich schwierig, die Reifen zum Arbeiten zu bringen, denn schon in SQ2 fühlte ich mich nicht gut."

"SQ3 hat sich für mich ganz ähnlich angefühlt. Ich habe mich auf dem Soft nicht wirklich verbessert, aber irgendwie sind wir Erster. Ich nehme das gerne, aber es hat sich nicht wirklich angenehm angefühlt, da draußen zu fahren", berichtet er.

Im Training habe er sich noch ziemlich wohl gefühlt, im Qualifying dann nicht mehr. Aber es hat ja trotzdem gereicht.

Jetzt Session-Ticker öffnen!

In zehn Minuten beginnt das Sprint-Qualifying und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal wieder in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende der Qualifikation geht es an dieser Stelle weiter mit den Stimmen zum Freitag.

Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 in Miami im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!

Die zehn jüngsten Formel-1-Piloten ...

... haben wir in dieser Fotostrecke übrigens einmal zusammengestellt. Damit legen wir unseren Fokus jetzt aber auch erst einmal auf das Sprint-Qualifying, das in Miami in 20 Minuten beginnt.

Fotostrecke: Die 10 jüngsten Formel-1-Piloten aller Zeiten LAT

Foto: LAT

#9: Daniil Kwjat. Bevor der Formel-1-Nachwuchs Max-Verstappen-Ausmaße annimmt, sorgt 2014 erst einmal Daniil Kwjat für Aufsehen. Der russische Durchstarter hat im Formelsport gerade erst begonnen, sich einen Namen zu machen, da winkt ihm Red Bull schon mit einem Stammcockpit bei Toro Rosso. Mit 19 Jahren und 324 Tagen darf er bereits in Melbourne an den Start gehen. Nur ein Jahr später wird der Junior schon zum Senior und steigt 2015 in den Red Bull - nur um kurz darauf wieder degradiert zu werden.

Williams: Was läuft da mit Antonelli?

Spannend: Laut eigener Aussage hatte James Vowles in den vergangenen Monaten keinen Kontakt zu Andrea Kimi Antonelli. Nun allerdings ist bei der FIA eine Anfrage eingegangen, dem Mercedes-Junior eine Sondererlaubnis auszustellen.

Dabei geht es um eine Superlizenz, die man benötigt, um in der Formel 1 zu fahren. Für diese muss man allerdings 18 Jahre alt sein, und aktuell ist Antonelli noch 17. Spannend dabei: Diese Anfrage kommt wohl nicht von Mercedes!

Vielmehr scheint Williams diese Anfrage gestellt zu haben. Die FIA teilt dazu mit:

"Wir haben diesen Antrag erhalten und prüfen ihn. Aber es gibt ein Verfahren, das befolgt werden muss, und es müssen mehrere Personen/Kommissionen darüber abstimmen und zustimmen, da es eine Regeländerung erfordert."

Wir forschen natürlich nach, was die Hintergründe sind. Auf jeden Fall eine spannende Geschichte!

PK beendet

Damit endet die heutige PK auch schon wieder. Weitere Themen waren zum Beispiel noch die F1 Academy oder der Stellenwert von Miami, weil es im Kalender inzwischen "Konkurrenz" durch Las Vegas gibt. Und natürlich ging es auch noch ein bisschen mehr um Adrian Newey.

Die ganz spannenden Aussagen waren aber nicht mehr dabei. In anderthalb Stunden geht es in Miami dann weiter mit dem Sprint-Qualifying!

Alle Teamchefs offen für neues Punktesystem

In einem Punkt sind sich heute alle anwesenden Teamchefs einig: Man sollte darüber nachdenken, das Punktesystem zu überarbeiten. Alle sind dafür, dass in Zukunft mehr Fahrer Zähler bekommen sollten.

Mekies erklärt, dass es heute keine Hinterbänkler mehr gebe, und Krack ergänzt, dass es außerdem neue Fangruppen gebe, und dass es auch hinter den Top 10 noch um etwas gehen sollte.

Die Meinung von Vowles haben wir ja vorhin schon gehört.

Vowles: Hatte keinen Kontakt zu Antonelli

Der Williams-Teamchef wird gefragt, ob Logan Sargeant sein Cockpit womöglich noch in diesem Jahr verlieren und durch Mercedes-Junior Andrea Kimi Antonelli ersetzt werden könnte?

Hierzu stellt er klar, dass es solche Pläne aktuell nicht gebe. Er wisse nicht, was Mercedes mit Antonelli plane, und er habe mit ihm persönlich seit Abu Dhabi im vergangenen Jahr nicht mehr gesprochen.

Zudem betont er, dass Williams aktuell viel größere Probleme als die Fahrer habe.

Krack: Performance führt zu Strafen

Fernando Alonso wurde in dieser Saison bereits mehrfach bestraft. Mike Krack erklärt in diesem Zusammenhang, dass das teilweise auf die Performance des Autos im Rennen zurückzuführen sei.

Denn Alonso kämpfe häufig weiter vorne, als es der AMR24 eigentlich zulasse. Deswegen müsse er sich "hart" verteidigen, was eben zwangsläufig dazu führe, dass das auch einmal bei den Stewards ende.

Die Lösung ist also einfach: Das Auto muss einfach schneller werden.

Weitere Abgänge bei Red Bull?

Den Anfang macht Brown, der gleich einmal nach Adrian Newey gefragt wird. Der McLaren-Boss witzelt, dass man jetzt wohl die gleichen Fragen wie gestern die Fahrer in ihrer Pressekonferenz bekommen werde.

Seine Antwort ist aber trotzdem spannend, denn er erklärt, dass Newey seiner Meinung nach nur der erste Dominostein sein könnte. Er geht davon aus, dass noch weitere Leute Red Bull verlassen werden.

PK der Teamchefs

Damit legen wir unseren Fokus erst einmal auf die Pressekonferenz der Teamchefs, die jetzt Minuten beginnt. Folgende Gäste sind heute mit dabei:

Mike Krack (Aston Martin)
Zak Brown (McLaren)
Laurent Mekies (Racing Bulls)
James Vowles (Williams)

Die wichtigsten Aussagen gibt es dann wie gewohnt hier im Ticker!

Horner: Keine Newey-Klausel bei Verstappen

Der Red-Bull-Teamchef hat gegenüber Sky erklärt, dass der Abgang von Adrian Newey keine Auswirkung auf den Vertrag von Max Verstappen habe. "Max' Vertrag ist vertraulich. Aber es gibt keine Klauseln, die in irgendeiner Form an Adrian geknüpft sind", so Horner.

"Die beiden hatten eine gute Beziehung. Aber Max versteht, dass ein Planungsprozess dahintersteht und das nicht übers Knie gebrochen wird. Die Struktur ändert sich nicht, nur weil Adrian jetzt geht", versichert Horner.

Der Teamchef betont: "Unsere wichtigsten Säulen für die Zukunft stehen. Das technische Team ist durch langfristige Verträge abgesichert. Es hat sich ja schon ein bisschen abgezeichnet, und es war klar, dass es irgendwann dazu kommen würde."

"Die Struktur, die wir beisammen haben - und zu der hat Adrian einen wichtigen Beitrag geleistet -, ist gut eingespielt, den Staffelstab jetzt zu übernehmen und weiterhin fantastische Autos zu produzieren", so Horner.

Mercedes: Update eigentlich erst für Imola

Das hat Andrew Shovlin heute verraten. Über das Miami-Update sagt er: "Ursprünglich hatten wir geplant, es nach Imola zu bringen. [...] Aber wir haben gute Arbeit geleistet und es geschafft, zwei [Pakete] hierher zu bringen."

"Wir haben eins an jedem Auto, was ein vernünftiger Schritt ist", zeigt sich Shovlin zufrieden und erinnert: "Wir haben seit Beginn der Saison mehr oder weniger das gleiche Auto, daher ist es gut, dass wir jetzt etwas mehr Performance bringen können."

Er betont aber auch, dass man keine Wunder erwarten sollte. Denn bei der Entwicklung sei man aktuell im Rückstand, weshalb es "in den nächsten vier oder fünf Rennen" weitere neue Teile geben werde, um die Lücke nach vorne zu schließen.

Mal wolle dann "versuchen, das Auto etwas konstanter und weniger knifflig zu machen. Aber das alles wird in den nächsten Rennen kommen", so Shovlin.

Racing Bulls: Update funktioniert

Tsunoda und Ricciardo landeten eben auf P8 und P11 und Peter Bayer berichtet im ORF: "Es war ziemlich chaotisch für uns, weil wir ein großes Upgrade gebracht haben hier zu diesem Sprint-Wochenende."

"Durch den Zwischenfall mit Charles Leclerc war es dann halt noch enger. Aber insgesamt das Positive für uns aus der Session ist, dass das Upgrade funktioniert, beide Fahrer fühlen sich wohl und haben uns bestätigt, dass die Balance sehr gut funktioniert", so Bayer.

Zudem verrät er: "Der Sprint ist für uns vielleicht zweite Priorität, denn es gibt weniger Punkte, man muss auf den achten Platz vorfahren und da ist es einfach wahnsinnig schwierig für uns als kleineres Team unter Anführungszeichen sich da gegen die Großen durchzusetzen."

Marko: Newey war nicht mehr motiviert

Helmut Marko hat sich bei Sky zum Thema Adrian Newey geäußert und verraten: "Es kam überraschend. Aber wenn die Motivation draußen ist, und das ist so eine Art Burnout bei ihm gewesen, dann muss man das akzeptieren."

"Und aufgrund seiner unglaublichen Verdienste, die er hier mit Red Bull Racing hatte, hat man auch eine für beide Seiten akzeptable Lösung für die Auflösung des Vertrages gefunden", so Marko.

Der Österreicher glaubt allerdings nicht, dass sich Newey nun zur Ruhe setzen wird. "Ich fürchte, dass er nach einer gewissen Nachdenkphase wieder diesen Rennspirit, den Rennhunger haben wird", so Marko.

Und dann werde er "halt einem anderen Team und nicht uns" zur Verfügung stehen. "Psychologisch", so Marko, sei der Newey-Abgang daher auf jeden Fall "eine Schwächung."

Jetzt Session-Ticker öffnen!

In zehn Minuten beginnt das erste Training in Miami und wir verlagern das Geschehen damit erst einmal in unseren Session-Ticker. Hier ist also kurz Pause, nach dem Ende von FT1 geht es an dieser Stelle ganz normal weiter.

Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr die Formel 1 in Miami im Livestream sehen könnt, dann erfahrt ihr das hier!

Steiner: Magnussen muss "Leistung zeigen"

Steigert der Weggang von Nico Hülkenberg die Chancen von Kevin Magnussen auch 2025 für Haas zu fahren? Der Vertrag des Dänen läuft am Ende des Jahres aus, und Ex-Teamchef Günther Steiner sieht ihn nun in der Pflicht.

"Ich weiß nicht genau, was passiert", betont er gegenüber Sky, erklärt jedoch: "Er hat jetzt die Möglichkeit, fast noch 20 Rennen Leistung zu zeigen. Ich glaube, wenn er Leistung zeigt, hat er eine gute Möglichkeit, da zu bleiben."

"Er ist in einer schwierigen Zeit gekommen. Da ist, glaube ich, seitens Haas-Team auch eine gewisse Loyalität da. Aber er muss halt auch Leistung zeigen", betont Steiner.

Im internen Rennduell gegen Hülkenberg steht aus Sicht von Magnussen in dieser Saison aktuell 1:4.

Newey-Rückkehr zu Williams?

Zugegeben: Williams ist im aktuellen Zustand nicht das erste Team, das einem in den Sinn kommt, wenn man über den zukünftigen Arbeitgeber von Adrian Newey nachdenkt. Trotzdem hätte man in Grove Interesse an einer erneuten Zusammenarbeit.

Teamchef James Vowles verrät uns: "Ich kenne Adrian ohnehin schon eine Weile und habe am Freitag mit ihm gesprochen. Ich bin mir sicher, dass wir auch in Kürze wieder miteinander sprechen werden."

"Es wäre nachlässig von mir, nicht mit ihm zu sprechen", so Vowles, der erklärt: "Unsere Gespräche mit ihm waren sehr kurz. Aber sind wir trotzdem im Gespräch? Ja. Sehr lose Gespräche."

Schauen wir mal, ob etwas draus wird. Mit Williams gewann Newey in den 1990er-Jahren seine ersten WM-Titel in der Formel 1. Mehr dazu in unserer Fotostrecke:

Fotostrecke: Die Weltmeister-Autos von Adrian Newey LAT

Foto: LAT

Designguru Adrian Newey erschuf in seiner seit 1988 währenden Formel-1-Karriere 14 Autos, die WM-Titel einfuhren. Die Boliden, die er für Williams, McLaren und Red Bull auf das Zeichenbrett brachte, fuhren über 150 Grand-Prix-Siege ein. Wir zeigen die Geniestreiche des Briten.

Alpine endlich am Gewichtsminimum

Klassische Updates hat Alpine an diesem Wochenende nicht dabei. Dafür ist es dem Team gelungen, das Auto noch einmal etwas leichter zu machen. Damit wird man in Miami erstmals in dieser Saison am Gewichtsminimum sein.

Teamchef Bruno Famin verrät: "Zum ersten Mal und schneller als geplant und vorgesehen, werden wir hier die beiden Autos auf das Mindestgewicht bringen." Er stellt allerdings auch klar, dass das alleine keine Wunder bewirken werde.

"Es war nicht das Hauptproblem des Autos", sagt Famin über das Gewicht des A524 und erklärt: "Das Hauptproblem des Autos ist, dass es uns an Abtrieb fehlte und wir Schwierigkeiten hatten, die Reifen im Quali zum Arbeiten zu bringen."

Trotzdem ist es natürlich hilfreich, jetzt zumindest keinen zusätzlichen Ballast mehr mit sich herumzuschleppen.

Vowles: Gerne Punkte für mehr Autos

Sollte es in Zukunft Punkte für mehr Fahrer und nicht nur für die Top 10 geben? Darüber wird in der Formel 1 aktuell diskutiert, und Williams-Teamchef James Vowles verrät, dass es für ihn "okay" wäre, die Punkteränge zu erweitern.

In der Formel-1-Kommission sei man auch zu dem Schluss gekommen, dass dieser Schritt nicht verkehrt wäre. Die Frage sei aber zum Beispiel noch, für wie viele Fahrer es dann Punkte geben sollte?

"Warum bei zwölf aufhören? Sollten wir 14/16/20 nehmen? Was ist die richtige Zahl? Ich glaube, wir sind alle offen dafür, aber wir haben noch nicht die richtige Lösung", erklärt der Williams-Teamchef.

Deswegen wird man die Situation nun erst einmal genauer analysieren, bevor man eine Entscheidung treffen will.

Was bringt die Alonso-Überprüfung?

Zur Erinnerung: Heute wird in Miami auch darüber entschieden, ob die Strafe gegen Fernando Alonso beim Sprint in China noch einmal korrigiert wird. Aston Martin hat in dieser Woche offiziell eine Überprüfung beantragt.

Die Anhörung fand bereits um 08:00 Uhr Ortszeit (14:00 Uhr MESZ) statt, weshalb wir in absehbarer Zeit mit einem Ergebnis rechnen. Wir halten euch hier im Ticker natürlich auf dem Laufenden!

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