Formel-1-Liveticker: Mercedes kritisiert Verstappen-Spielchen

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Status: Beendet
09:31

Das war's für heute!

Damit ziehen wir auch erst einmal einen Strich unter unseren Montagsticker. Schon morgen melden wir uns natürlich mit einer neuen Ausgabe wieder, denn ab jetzt geht es Schlag auf Schlag! Wir wollen schließlich noch die restlichen Themen aus Saudi-Arabien aufarbeiten, bevor am Donnerstag dann schon wieder der nächste und letzte Medientag des Jahres ansteht. Es wird also eine vollgepackte Woche!

Hab noch einen schönen Montag, erhol Dich gut nach diesem Wochenende und bis morgen.

09:22

Horner: Kein Rückschlag für die Moral

Lewis Hamilton hat zuletzt drei Rennen in Folge gewonnen und in der WM mit Max Verstappen gleichgezogen. Christian Horner stellt allerdings klar, dass das die Moral im Red-Bull-Lager keinesfalls negativ beeinflusst habe. "Wir gehen punktgleich nach Abu Dhabi, liegen aber wegen der Anzahl der Siege vorne", erinnert er.

Er betont, dass man diese Ausgangslage für das Finale vor dem Saisonbeginn sofort unterschrieben hätte. Angesichts der "Dominanz" von Mercedes in den vergangenen Jahren sei das bereits eine großartige Leistung. Trotzdem möchte man jetzt natürlich auch den ersten Titel seit 2013 holen!

09:05

Wolff hofft auf sauberes WM-Finale

Der Mercedes-Teamchef hofft, dass der Titelkampf am kommenden Wochenende sauber über die Bühne gehen wird. "Wir haben [in Saudi-Arabien] Vorfälle gesehen, die wie in Brasilien, aber bei niedrigeren Geschwindigkeiten waren. Das wollen wir in Abu Dhabi nicht haben. Das schnellere Auto und der schnellere Fahrer sollten den Titel gewinnen - und nicht dadurch, sich gegenseitig abzuschießen", fordert Wolff.

Noch einmal zur Erinnerung: Ein Crash, bei dem beide ausscheiden, würde Verstappen am Sonntag zum Weltmeister machen.

08:51

Spätester Weltmeister aller Zeiten

Bereits jetzt steht fest, dass der Formel-1-Weltmeister 2021 erst im 22. Saisonrennen gekrönt wird. So eine späte Entscheidung gab es bislang noch nie! Den bisherigen Rekord hielt Nico Rosberg, der sich 2016 nach 21 Rennen den WM-Titel sicherte - auch damals in Abu Dhabi. Was das Kalenderdatum angeht, war die Königsklasse allerdings schon einmal später dran!

1962 gewann Graham Hill den Titel nämlich sogar erst am 29. Dezember beim Saisonfinale in Südafrika. Damals umfasste die Saison allerdings nur neun Rennen.

08:33

Kampf um P3 entschieden

Kleine Randnotiz: Nach dem Rennen gestern ist Valtteri Bottas P3 in der WM nicht mehr zu nehmen. Er liegt nun 28 Punkte vor Sergio Perez, der die Saison auf P4 beenden wird. Und weil auch der Titel in der Konstrukteurs-WM fast weg ist (wir sprachen darüber), wird es für den Mexikaner in Abu Dhabi vor allem noch darum gehen, seinem Teamkollegen zu helfen.

"Hoffentlich können wir das Ruder in Abu Dhabi noch herumreißen", sagt Perez und erklärt: "Ich denke, sie [Mercedes] waren an diesem Wochenende etwas stärker als wir." Er kündigt an: "Jetzt geht es darum, unser Bestes zu geben und zu versuchen, Max und dem Team zu helfen."

08:16

Wolff: Möchte nicht in Masis Schuhen stecken

Der Mercedes-Teamchef hat nach dem chaotischen Rennen gestern offenbar etwas Mitleid mit Michael Masi und Co. "Es war [am Sonntag] so viel los, man musste so viele Dinge beurteilen. Und ich hätte weder in Michaels Schuhen noch in denen der Stewards stecken wollen", gesteht der Österreicher.

"Wenn man einen Fehler macht, dann sieht man immer dumm aus. Und wenn man 100 Entscheidungen treffen muss, dann sind vielleicht einige falsch oder kontrovers. Ich denke, wir müssen einfach daraus lernen", so Wolff, der zum Beispiel mit der ersten roten Flagge zu Beginn nicht einverstanden war.

08:00

Verstappen: Für immer bei Red Bull?

Das stellt zumindest Vater Jos in Aussicht, der gegenüber der 'Daily Mail' erklärt: "Max steht bis Ende 2023 unter Vertrag, aber ich hoffe, dass wir für den Rest seiner Karriere bei Red Bull bleiben können." Er betont, dass sein Sohn "glücklich" bei den Bullen sei. "Wir haben gute Beziehungen zu Christian [Horner] und Helmut [Marko]", so Verstappen.

Für Red Bull könnte das bei den nächsten Vertragsverhandlungen allerdings richtig teuer werden. Vor allem dann, wenn er in diesem Jahr wirklich Weltmeister werden sollte ...

07:44

Timo Glock nimmt Rennleitung in die Pflicht

Der TV-Experte ist der Meinung, dass die Rennleitung einen Anteil daran hat, dass es gestern so eskaliert ist. Bei 'Sky' erklärt er: "Was für mich klar ersichtlich ist, ist, dass die FIA überhaupt nicht mit einer falschen Entscheidung in den WM-Kampf eingreifen will. Das ist einer der härtesten WM-Kämpfe seit langem, den wir sehen. Das ist nicht Fisch, nicht Fleisch was man da macht."

"Die wollen einfach so lange wie möglich die Spannung halten. Hätte man in eine Richtung aggressiv entschieden, dann wäre der WM-Zug abgefahren gewesen. Die halten sich da alle schön raus und sagen: 'Komm, wir gucken mal, wie wir die Karten fair von links nach rechts verteilen, damit wir alle noch einen spannenden WM-Kampf sehen.' Das kann es am Ende nicht sein", so Glock.

07:28

#FragMST

Wir haben nach dem gestrigen Rennen natürlich sehr viele Fragen bekommen. Wir bitten um Nachsicht, dass wir nicht sofort auf alle eingehen konnten. Dazu war einfach zu viel los. Ein paar wollen wir aber jetzt noch schnell aufarbeiten:

"Hat Hamilton nicht jetzt drei Verwarnungen nach der Verwarnung im Rennen? Danach müsste er doch eigentlich eine Gridstrafe bekommen im nächsten Rennen."

Nein. Hamilton hat im Rennen keine offizielle Verwarnung bekommen. Vermutlich ist die Warnung gemeint, weil er Verstappen im Rennen einmal etwas von der Strecke geschoben hat. Das war aber eine "Warning" und kein "Reprimand", wie es in der Fachsprache heißt. Und um die geht es. Da gibt es einen Unterschied.

"Was wurde aus der Untersuchung gegen Bottas für das Verlangsamen während der ersten Safety-Car-Phase?"

Da gab es nicht einmal eine Untersuchung. Ganz sauber war die Aktion zwar sportlich gesehen nicht, aber gegen eine Regel hat der Finne damit nach Ansicht der Rennleitung nicht verstoßen.

"Warum wurde das Rennen in Jeddah zu halber Stunde gestartet?"

Die Frage haben wir hier im Ticker am Wochenende schon einmal beantwortet. Das hat etwas mit dem Abendgebet in Saudi-Arabien zu tun, mit dem man zeitlich nicht kollidieren wollte.

"Warum ist eigentlich Toto Wolff der einzige ohne Maske?"

Das können wir so nicht bestätigen. In der Garage haben wir mehrere Personen ohne Maske gesehen. Das liegt wohl im Ermessen der Teams, die FIA scheint jedenfalls kein Problem damit zu haben.

Wir wissen, dass es noch weitere Fragen gibt. Wir werden natürlich versuchen, diese in den nächsten Tagen noch zu beantworten, wenn es die Zeit zulässt.

07:11

So kam's zur Ausgangslage vor Abu Dhabi

Erstmals seit dem Saisonfinale 1974 werden in diesem Jahr wieder zwei WM-Kandidaten punktgleich ins letzte Rennen gehen. Wir haben in dieser Fotostrecke noch einmal genau nachgezeichnet, wie es zu dieser Ausgangslage gekommen ist!

Fotostrecke: Punktgleich ins WM-Finale: So kam's zur Ausgangslage vor Abu Dhabi! Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Lewis Hamilton vs. Max Verstappen. Das WM-Duell zwischen dem Mercedes-Fahrer und dem Red-Bull-Fahrer hält die Formel-1-Fans in Atem. In dieser Fotostrecke zeichnen wir den Zweikampf um den Titel Rennen für Rennen nach!
06:53

Fahrernoten der Redaktion

Sie dürfen an keinem Montag fehlen: Die Fahrernoten der Redaktion sind da! Und nach diesem Chaosrennen haben wir uns dieses Mal dazu entschieden, keine 1 zu vergeben. Auch die Toppiloten wurden für ihre Fehler entsprechend bestraft. Später gibt es dann wie gewohnt die große Endabrechnung, in die auch die Noten der Leser und die von unserem Experten Marc Surer reinspielen.

Fotostrecke: Saudi-Arabien: Die Fahrernoten der Redaktion Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Kimi Räikkönen (5): Macht keinen Hehl daraus, dass er nicht mehr wirklich viel Lust auf die Formel 1 hat - und das hat man in Saudi-Arabien gemerkt. Der Alfa ging endlich mal gut, trotzdem war für ihn in Q2 Schluss. Im Rennen dann unter anderem unnötig mit Vettel kollidiert. Bleibt ihm ein würdigerer Abschied in Abu Dhabi zu wünschen.
06:36

Zum ersten Mal 100 Punkte für Gasly

Der Franzose sammelte mit P6 gestern seinen 100. WM-Punkt in diesem Jahr. So viele Zähler holte er in einer Saison noch nie - nicht einmal bei Red Bull. Er ist "sehr zufrieden" damit, diese Marke geknackt zu haben, und verrät, dass es gestern im Rennen in Saudi-Arabien die größte Herausforderung gewesen sei, fokussiert zu bleiben.

"Zwischen all den roten Flaggen, all den Start, all den VSCs" sei es gar nicht so leicht gewesen, den Überblick zu behalten. Es habe einfach "viele Ablenkungen" gegeben. "Unsere Pace war nicht fantastisch. Aus irgendeinem Grund waren wir auf den Geraden ziemlich langsam", so Gasly. Insgesamt habe man sich aber gut geschlagen.

06:20

Ocon: Kostete ein Schaden das Podium?

Der Franzose hätte für Alpine gestern fast das zweite Podium in Serie geholt, wurde aber auf den letzten Metern noch von Valtteri Bottas abgefangen. "Wir verloren in den beiden letzten Rennen plötzlich ziemlich viel Performance", berichtet er und erinnert: "Beim ersten Start gab es etwas Kontakt mit Tsunoda, und dann war da der Kontakt mit Lewis."

Zwei Runden vor Schluss habe er dann "einen großen Teil des Unterbodens" verloren und sei danach "viel langsamer" gewesen. Er habe daher die Batterie komplett aufbrauchen müssen, um sich gegen Bottas zu verteidigen. Und ganz am Ende der Runde hatte er dann einfach keine Energie mehr, weshalb der Finne leichtes Spiel hatte.

06:03

Horner: Hamilton hat das Glück auf seiner Seite

Der Red-Bull-Teamchef befürchtet, dass Hamilton im WM-Kampf auch auf das nötige Glück zählen kann. "Lewis hat das Glück momentan auf seiner Seite", findet er und erinnert zum Beispiel an den Neustart gestern, als Hamiltons Frontflügel bei dem leichten Kontakt mit Ocon nicht schlimmer beschädigt wurde.

Und auch später habe der Weltmeister "Glück" gehabt, dass bei dem Unfall mit Verstappen nicht mehr passiert sei. Ich bin mir nicht sicher, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass man das bei Mercedes etwas anders sehen dürfte ...

05:48

Seidl: Übertragungen schaden der Kommunikation

Neuerdings werden auch Funksprüche zwischen Teams und Rennleitung im TV übertragen. Das war zwar zum Beispiel gestern sehr unterhaltsam, doch Andreas Seidl ist kein Fan davon. Er erklärt, dass es dabei inhaltlich häufig auch um Themen wie Sicherheit gehe, "von denen ich nicht denke, dass man sie unbedingt immer übertragen sollte."

Die Kommunikation habe sich zuletzt geändert und sei "kontrollierter" geworden, "weil jeder weiß, dass es übertragen wird", so Seidl. Wobei man jetzt fairerweise sagen muss, dass wir gestern im Rennen sehr viele Funksprüche gehört haben, die sich alles andere als "kontrolliert" angehört haben ...

05:32

Pirelli: Weichste Mischungen in Abu Dhabi

Wo wir gerade schon beim Finale sind: Pirelli bringt am nächsten Wochenende die weichsten Mischungen C3 bis C5 nach Abu Dhabi mit. Ganz ohne Risiko ist das nicht, denn Mario Isola erinnert: "Das wird das erste Mal sein, dass wir die neue Konfiguration mit einigen neuen Abschnitten und dem neuen Asphalt fahren."

Durch die Änderungen erhöhen sich laut Isola die Lasten, "besonders auf die Vorderreifen." Trotzdem erwarte man nicht, dass die Belastung für die Reifen insgesamt dadurch "signifikant" erhöht wird. "Darum haben wir die weichsten Mischungen nominiert", so Isola, der seine Annahme auf "Simulationen und andere Informationen" stützt.

05:15

Abu Dhabi: Statistik spricht für Mercedes

Blicken wir in der Historie zurück, dann spricht beim Finale in Abu Dhabi sehr viel für Lewis Hamilton. Denn bis zum vergangenen Jahr war Mercedes in Abu Dhabi in der Hybridära ungeschlagen, feierte dort zwischen 2014 und 2019 satte sechs Siege in Folge. Der Haken: 2020 konnte ausgerechnet Max Verstappen diese Serie beenden!

Und noch einmal für den Hinterkopf: Bei einem Unfall, bei dem beide ausscheiden, wäre der Niederländer Weltmeister. Das soll natürlich nicht heißen, dass er Hamilton bewusst aus dem Rennen nehmen wird. Aber im Zweifel hat er im Zweikampf weniger zu verlieren und kann aggressiver sein. Das haben wir ja auch gestern schon gesehen ...

05:00

Masi: Verhandlung mit Red Bull ganz "normal"

Viele Fans wunderten sich darüber, dass Michael Masi gestern beim Neustart am Funk plötzlich mit Red Bull über die Startposition von Max Verstappen verhandelte. Auch mehrere Leute in der Formel 1 sagten, dass sie so etwas in der Form noch nie erlebt hätten. Masi selbst liefert nun Aufklärung.

"Es war eine ganz normale Diskussion, die häufig vorkommt", stellt er klar. Der einzige Unterschied sei eben gewesen, dass das Rennen zu diesem Zeitpunkt unterbrochen war. Normalerweise teile man den Teams während des laufenden Rennens mit, dass sie die Möglichkeit haben, eine Position zurückzugeben.

Nur war das Rennen gestern zu dem Zeitpunkt eben gerade unterbrochen, weshalb es dann um die Position beim Neustart ging.

04:44

Verstappen als Sportpersönlichkeit des Jahres nominiert

Ausgerechnet in Großbritannien, also der Heimat von Lewis Hamilton, wurde Max Verstappen nun von der BBC als internationale Sportpersönlichkeit des Jahres nominiert. Während Hamilton selbst den nationalen Award bereits zweimal gewinnen konnte, könnte Verstappen dieses Mal die internationale Auszeichnung erhalten. Er tritt unter anderem gegen Tennisspieler Novak Djokovic und Footballer Tom Brady an.

04:30

Wurz schlägt Regeländerung vor

Zu dem Crash kam es gestern, weil Verstappen Hamilton unbedingt vor dem DRS-Messpunkt vorbeilassen wollte. TV-Experte und GPDA-Direktor Alexander Wurz schlägt daher vor, dass ein Fahrer DRS einfach nicht nutzen können sollte, wenn er unmittelbar zuvor eine Position zurückgegeben hat. So würde man Situationen wie gestern vermeiden.

Klingt zumindest in der Theorie gut. Aber nach dem gestrigen Rennen dürfte das nicht die einzige Baustelle der FIA sein ...

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