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Formel-1-Liveticker: Mick Schumacher trotz Aus in Le Mans zufrieden

Formel-1-Liveticker: "Mir wurde gesagt, ich könnte sogar sterben"

Status: Beendet

Feierabend

Das solls auch schon mit einem lockeren Einstieg in die Woche hier im Ticker gewesen sein. Wir verabschieden uns in den nächsten EM-Nachmittag und wünschen vor allem unseren österreichischen Lesern heute einen frohen Fußball-Abend.

Norman Fischer verabschiedet sich uns verweist auf den morgigen Tag, an dem Ruben Zimmermann euch wieder hier begrüßen wird. Macht's gut!

Pirelli: Härteste Reifen in Barcelona

Es wird hart in Barcelona - und zwar für Reifenhersteller Pirelli. Denn die Italiener haben für das anstehende Formel-1-Rennen ihre drei härtesten Mischungen eingepackt: C1, C2 und C3 werden nominiert, was die gleiche Bandbreite wie im vergangenen Jahr ist. Nach Bahrain wird es auch erst das zweite Mal in dieser Saison sein, dass die härtesten Mischungen mitgenommen werden - die Strecke gilt aber auch als sehr aggressiv zu den Reifen mit ihren langen, schnellen Kurven.

Taktisch geht der Hersteller von einer Zweistopp-Strategie aus, die die schnellste Variante sein soll. "Wenn die Abnutzung höher ist, könnte sogar ein Dreistopp möglich sein, zumal das Rennen im vergangenen Jahr gezeigt hat, dass das Überholen einfacher ist als in der Vergangenheit", teilt man mit.

Sainz: So ernst war es mit seinem Blinddarm

Carlos Sainz schildert in einem Podcast namens "Nude Project" noch einmal die dramatischen Momente in Saudi-Arabien rund um seinen entzündeten Blinddarm und wie knapp er damals an einer Katastrophe vorbeigeschrammt war. Sainz hatte die beiden Trainings am Freitag noch bestritten, fiel dann aber ab Samstag aus und überließ Oliver Bearman das Feld.

Die zwei Sessions am Freitag beschreibt der Spanier als die härtesten seiner Karriere. "Ich habe nichts gegessen, ich hatte keine Energie, ich habe mehr geschwitzt als sonst. Ich habe sehr gelitten", erzählt der Ferrari-Pilot.

Als er am Samstag im Krankenhaus erfuhr, dass kein Virus dafür verantwortlich war, sondern eine Blinddarmentzündung, sei er im Kopf noch "im F1-Modus" gewesen. Das heißt: Er wollte eine Lösung finden, wie er unbedingt fahren kann.

"Ich habe ihnen gesagt: 'Wenn ihr mir eine Spritze gebt, lasse ich mich nach dem Rennen operieren'", schildert Sainz. "Dann sagten sie mir, nein, es bestehe das Risiko, dass mir etwas sehr Ernstes zustoßen könnte und dass ich sogar sterben könnte, wenn er explodiert".

Erst dann willigte der Spanier ein, sich mit Blick auf Australien operieren zu lassen.

Carlos Sainz Ferrari Ferrari F1 ~Carlos Sainz (Ferrari) ~

Foto: Motorsport Images

Apropos Hülkenberg

Der Deutsche hat ab heute übrigens wieder eine weiße Weste, was Strafpunkte angeht. Denn heute verfällt sein einziger Strafpunkt, den er sich im Vorjahr in Kanada eingehandelt hatte, als er unter Rot zu schnell gefahren war. Das hatte ihn damals übrigens einen Startplatz in der ersten Reihe gekostet.

Somit hat man bei Haas zwei Seiten der Extreme im Team: Hülkenberg hat keinen einzigen Zähler auf dem Konto, Kevin Magnussen steht mit zehn hingegen knapp vor einer Rennsperre.

Eine Übersicht gibt es hier.

FT1: Hülkenberg setzt aus

Nico Hülkenberg wird das erste Freie Training in Barcelona verpassen. Der Deutsche räumt sein Cockpit für Oliver Bearman. Dass der Brite in Spanien fahren würde, das ist schon lange bekannt, nun ist auch klar, dass Hülkenberg weichen muss.

Das ergibt zwar durchaus Sinn, weil Kevin Magnussen in Imola zuschauen musste, allerdings war das nicht fix gegeben, weil Bearman insgesamt sechs Trainings bekommt und somit jeder Fahrer bei Haas mehr als einmal sein Cockpit abgeben dürfte - wenn es fair ist.

Auch in Silverstone und Budapest in den kommenden Wochen wird Bearman fahren.

Eine Übersicht der Freitagsfahrer gibt es hier.

Formel-1-Testfahrten 2025: Barcelona fällt durch

Bislang war es logistisch logisch: Weil 2024 der Saisonauftakt in Bahrain stattfand, fanden eine Woche davor auch die Testfahrten dort statt. Das ist 2025 nicht möglich, weil die Saison dann in Australien losgeht - und dort kann man nicht so einfach im Vorfeld schon fahren.

Warum nicht wieder Barcelona? Die Strecke ist repräsentativer als Bahrain, die Logistik ist durch die Europanähe günstiger, und kostengünstiger ist das Ganze auch.

Trotzdem wird es allem Anschein nach wieder Testfahrten in Bahrain geben, weil sich laut auto motor und sport nur Red Bull, Racing Bulls und Sauber für Barcelona ausgesprochen haben sollen. Der Rest will nach Bahrain. Ein endgültiges Votum findet aber erst mit der nächsten Sitzung der F1-Kommission statt.

Gefahren werden soll drei Tage: von 26. bis 28. Februar.

Größte Dominanzen

Dabei kommt mir natürlich die passende Fotostrecke in den Sinn mit den größten Dominanzen der Formel-1-Geschichte. Klickt euch doch mal durch!

Fotostrecke: Dominanz pur: Die längsten WM-Serien der Formel 1 Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Mercedes - 8 Titel (2014-2021): Alles beginnt mit Einführung der neuen Turboära. Mercedes ist von Beginn an dominant und kann seitdem von keinem Rennstall verdrängt werden. Ferrari und Red Bull sind zeitweise nah dran, häufig sind die Silberpfeile aber einfach drückend überlegen.

Tombazis: Siege fühlten sich zu leicht an

Tombazis erzählt noch weiter und gibt zu, dass er damals das Gefühl hatte, dass es irgendwann zu leicht war. Schumacher fuhr mit Ferrari von Erfolg zu Erfolg und holte fünf WM-Titel in Folge - im Team fühlte man sich unverwundbar.

"Ich habe irgendwann angefangen zu denken, das ist viel zu einfach, das ist nicht wirklich eine Herausforderung. Egal, was wir tun, wir gewinnen", so Tombazis, der sich daraufhin nach anderen Herausforderungen umgesehen habe.

"Ich dachte, dass Siege so gut wie garantiert wären. In späteren Phasen meiner Karriere habe ich mir gedacht, wie dumm ich war, zu glauben, dass Siege einfach und garantiert sind, denn offensichtlich habe ich auch andere Phasen in meiner Karriere durchgemacht, in denen es keine Siege gab. Und das war wirklich sehr, sehr hart."

"Ich hatte also das Gefühl, dass ich die Siege nicht zu schätzen wusste, als sie so leicht zu erringen waren."

Schumi-Weggefährte: Bei Rennen damals eingeschlafen

Witzige Anekdoten kommen in dieser Woche von Nikolas Tombazis, der sich für die FIA intensiv um die neuen Regeln ab 2026 kümmert. Doch darum soll es diesmal nicht gehen, sondern um Michael Schumacher. Denn Tombazis erzählt, dass er damals bei seinen Siegen regelmäßig eingeschlafen ist - obwohl er damals für Ferrari arbeitete!

Tombazis war damals Aerodynamikchef und dadurch nicht bei den Rennen vor Ort. Er hat sie damals vor dem Fernseher geschaut, und als Vater von Kindern zollte er Tribut: "Ich war also ziemlich müde, wie jeder Vater von kleinen Kindern", erzählt er im Podcast Beyond The Grid.

"Deshalb schlief ich in der Regel während eines Rennens ein, denn in dem Moment, in dem Michael ein paar Leute überholte und nach den ersten Runden in Führung lag und dann fünf Sekunden Vorsprung hatte, fühlte es sich an, als wäre der Job erledigt. Und manchmal wachte ich dann mit der Nationalhymne auf."

Rubens Barrichello Michael Schumacher Ferrari Ferrari F1 ~Rubens Barrichello und Michael Schumacher ~

Foto: Motorsport Images

Toto Wolff & Helmut Marko: Neue beste Freunde?

Früher waren sich Toto Wolff und Helmut Marko bekanntlich nicht sonderlich grün. Das ist auch nicht verwunderlich, angesichts der großen Rivalität zwischen Mercedes und Red Bull auf der Strecke. Mittlerweile scheinen sich die beiden Österreicher aber angenähert zu haben, wie beide gegenüber oe24.at verraten.

"Es gibt nicht mehr diese Spannungen, wie wir sie in den vergangenen Jahren hatten", bestätigt Marko. "Ich hab gehört, wir wären jetzt Blutsbrüder, aber das ist doch deutlich übertrieben."

"Inzwischen sind wir uns doch deutlich näher gekommen", sagt auch Wolff. "Trotz der Rivalität gibt's doch gemeinsame Werte, für die wir stehen. Bei all den Dingen, die in den vergangenen Monaten passiert sind, haben wir festgestellt, dass wir ähnlich denken."

Ein gemeinsamer Feind - wir wissen alle, worum es geht - schweißt eben doch manchmal zusammen.

Auf nach Barcelona

Doch nun wirklich zur Formel 1, wo an diesem Wochenende der Große Preis von Spanien auf dem Programm steht. Es geht nach Barcelona - zum vielleicht drittletzten Mal, denn der Vertrag der Strecke läuft 2026 aus und mit Madrid steht schon ein neues Spanien-Rennen in den Startlöchern, was für viele sicherlich nicht so schlimm sein dürfte.
Zwar ist die Strecke in Katalonien durchaus anspruchsvoll, aber nicht unbedingt die beliebteste, weil die Teams durch viele Testfahrten hier bereits annähernd perfekte Daten haben und Überholen nicht so einfach ist.
Zumindest scheint sie innerhalb unserer Redaktion nicht sehr beliebt zu sein, wenn ich auf das neulich veröffentlichte Streckenranking unserer Redakteure schaue. Denn dort belegt Barcelona unter den aktuellen Strecken nur den 21. von 24 Plätzen ...

Fotostrecke: Das ultimative Streckenranking aller 24 Kurse von unserem Formel-1-Team Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Was ist die beste Strecke im Formel-1-Kalender? Unsere Formel-1-Redakteure haben jeder für sich alle 24 Strecken der Saison 2024 bewertet: von 24 Punkten für das persönliche Lieblingsrennen bis zu einem Punkt für die Strecke, die am ehesten weg kann. In der Fotostrecke zeigen wir euch unser Gesamranking von Platz 24 bis Platz 1!

Max Verstappen: Wann ist er in Le Mans dabei?

Einer, der gerne mal in Le Mans dabei wäre, ist Weltmeister Max Verstappen. Der Red-Bull-Pilot hatte in der jüngeren Vergangenheit offen darüber gesprochen, dass er irgendwann nach seiner Formel-1-Karriere mitmachen möchte - oder vielleicht auch vorher, wenn für ihn eine gute Vorbereitung möglich ist.

"Natürlich kann man Le Mans und die Formel 1 nicht an einem Wochenende fahren, aber wenn es sich gut kombinieren lässt, dann denke ich, dass es auch während der F1-Saison möglich ist", sagt er.

Nico Hülkenberg war bislang der letzte Fahrer, der Le Mans und Formel 1 in der gleichen Saisonabsolviert hat - und er gewann 2015 auch mit Porsche.

Verstappen wurde sogar schon von einigen Teams kontaktiert, wie er verrät: "Natürlich wird man von bestimmten Leuten kontaktiert, aber es muss zum richtigen Zeitpunkt und auf die richtige Art und Weise kommen", sagt er, ob es Gespräche gegeben habe.

Aber: "Ich möchte auch keine übereilte Entscheidung treffen. Mit diesen neuen Autos wird es wohl noch mindestens ein oder zwei Jahre dauern, bis man alles besser versteht, denn am Ende des Tages ist es immer noch eine Balance-of-Performance-Geschichte und das macht es schwierig. Das müssen sie erst aussortieren."

Alle Infos zu Le Mans

Alle Informationen rund um das vergangene Rennen in Le Mans findet ihr im Übrigen in unserer Langstrecken-Rubrik. Da findet ihr neben einer Reaktion von Mick Schumacher auch den Rennbericht, diverse Zwischenberichte, Videos und natürlich auch Fotos.

Und im Laufe des Tages kommen sicherlich auch noch einige Reaktionen und Nachberichte. Wer sich für das Thema interessiert, der sollte ein Auge darauf werfen.