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Formel-1-Liveticker: Monaco-Änderungen dürften nicht "zu künstlich" sein

Formel-1-Liveticker: Hamilton stellt Schumacher-Rekord ein

Status: Beendet

Neue Formel-1-Teams seit 1990

Welche Formel-1-Teams es in den vergangenen Jahrzehnten neu in die Königsklasse geschafft haben, das erfahrt ihr übrigens in dieser Fotostrecke:

Fotostrecke: Neue Formel-1-Teams seit der Saison 1990 Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Michael Andretti will in die Formel 1. Doch das ist gar nicht so leicht! In den vergangenen Jahrzehnten gab es zahlreiche Teamübernahmen und Umbenennungen, doch nur 13 Mannschaften gründeten sich seit dem Jahr 1990 neu. Überlebt haben nur vier Projekte, davon lediglich eines in der ursprünglichen Form. Wir erzählen die Storys dahinter!

Glaubt die FIA nicht mehr an Andrettis Chance?

Die FIA würde Andretti als elftes Team in der Formel 1 zulassen. Doch das alleine bringt den US-Amerikanern ohne die Zusage von Liberty Media nichts. Und an diese scheint man nun auch beim Weltverband nicht mehr so recht zu glauben.

FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem hat jetzt nämlich gegenüber Reuters über Andretti gesagt: "Ich würde ihnen raten, ein anderes Team zu kaufen und nicht als elftes Team zu kommen."

Er selbst sei weiterhin der Meinung, dass man "mehr Teams" in der Formel 1 brauche, wenn es sich dabei um "die richtigen Teams" handle. "Es geht nicht um die Anzahl, sondern um die Qualität", betont er.

Und genau diese Qualität wurde Andretti bei seiner Bewerbung ja von Liberty abgesprochen.

Alonso: Haben Anschluss an Spitzengruppe verloren

Aston Martin gehört nicht zu den Teams, die die Lücke zu Red Bull in diesem Jahr schließen konnten. Fernando Alonso erinnert daran, dass man 2023 in Monaco noch "eine sehr starke Pace" gehabt habe.

Damals wurde er Zweiter, während er in diesem Jahr ohne Punkte blieb. Und auch davon abgesehen läuft es aktuell nicht rund, weshalb er gesteht: "Wenn man sich die Ergebnisse anschaut, gehören wir nicht mehr zur Gruppe der Top 5."

Oder anders gesagt: Neben Red Bull sind auch Ferrari, McLaren und Mercedes enteilt. "Wir müssen versuchen, diesen Trend zu ändern", weiß Alonso, denn Aston Martin hat nach den ersten acht Saisonrennen erst 44 Punkte auf dem Konto.

Zum Vergleich: 2023 stand man nach gerade einmal drei Rennen schon bei 65 Zählern ...

Verstappen: Engeres Feld überrascht mich nicht

2023 gewann Red Bull unfassbare 21 der 22 Saisonrennen. Ein Jahr später haben die Bullen in den ersten acht Rennen bereits drei "Niederlagen" kassiert. Für Weltmeister Max Verstappen ist das aber keine große Überraschung.

"Ich wusste, dass es nicht so sein würde wie im vergangenen Jahr. Es ist ziemlich selten, eine solche Saison zu haben", betont er und erklärt daher: "Ich wusste immer, dass dieses Jahr ein bisschen anders sein würde."

Er stellt zudem klar: "Ich denke auch nicht wirklich über die Position in der Meisterschaft nach, wenn noch so viele Rennen übrig sind. Manche Rennen sind etwas besser für uns und manche etwas schlechter."

Von daher malt er den Teufel aktuell nicht an die Wand - zumal er die Fahrer-Weltmeisterschaft ja noch immer anführt. Und auch Red Bull hat die Nase bei den Konstrukteuren weiter vorne.

Hätte Piastri irgendwie gewinnen können?

Apropos Piastri: In der Strategieanalyse nach dem Monaco-GP haben sich Host Kevin Scheuren und Datenexperte Kevin Hermann unter anderem mit der Frage beschäftigt, ob der Australier das Rennen am Sonntag irgendwie hätte gewinnen können?

Außerdem sprechen die beiden über die folgenden Themen:

-Die Bummelei der Fahrer und die Gründe
-Was kann Monaco gegen die Bummelei tun?
-Dreikampf Russell, Verstappen, Hamilton
-Tsunodas Aufschwung
-Bekommen wir einen spannenden WM-Kampf?
-Ausblick Kanada

Piastri: Sollten jetzt überall schnell sein

Das Rennen in Monaco war für Oscar Piastri der endgültige Beweis dafür, dass McLaren jetzt auf jeder Strecke konkurrenzfähig sein sollte. Er erinnert: "Miami war vor diesem Jahr wahrscheinlich eine unserer schlechtesten Strecken."

Doch in diesem Jahr konnte Lando Norris dort gewinnen. "Unser Auto war in den langsamen Kurven nie das stärkste, und an diesem Wochenende waren wir auch wieder sehr schnell", ergänzt er zudem im Hinblick auf Monaco.

"In den vergangenen drei Rennen waren wir auf drei sehr unterschiedlichen Strecken unterwegs, und auf allen waren wir konkurrenzfähig", resümiert er daher und erklärt: "Ich denke also, dass wir zuversichtlich sein können, wohin wir auch gehen."

"Ich habe das Gefühl, dass wir uns nicht mehr auf die Hochgeschwindigkeitsstrecken verlassen müssen wie im vergangenen Jahr, um unsere Ergebnisse zu erzielen", so ein zufriedener Piastri.

Historischer Sieg

In diesem Zusammenhang fällt mir doch gleich wieder ein, dass Red Bull vor einem Jahr in Kanada den 100. Sieg in der Formel 1 feierte. Zu diesem Anlass haben wir damals in dieser Fotostrecke auf die wichtigsten Siege der Bullen zurückgeblickt:

Fotostrecke: Red-Bull-Meilensteine: Die wichtigsten Formel-1-Siege der Bullen Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

Sieg #1 (Sebastian Vettel - China 2009): Bereits 2005 steigt Red Bull in die Formel 1 ein, doch es dauert mehr als vier Jahre bis zum ersten Sieg. Dafür gibt es gleich doppelten Grund zur Freude: Sebastian Vettel und Teamkollege Mark Webber bescheren den Bullen beim ersten Triumph direkt einen Doppelsieg!

Horner: Sollte in Kanada wieder besser laufen

Viel haben wir heute über Red Bull gesprochen, jetzt wollen wir auch einmal eine Stimme von den Bullen selbst hören. Teamchef Christian Horner glaubt nämlich, dass Red Bull bei den kommenden Rennen wieder besser zurechtkommen sollte.

"Ich denke, dass diese [nächsten] Strecken die Stärken des Autos besser zur Geltung bringen werden. Ich meine, das Auto hat fünf Rennen gewonnen, war in Miami Zweiter und hat zwei Sprintrennen gewonnen", erinnert er.

"Es ist also nicht so, dass es von einem guten Auto zu einem schlechten Auto geworden ist", stellt Horner klar und erinnert daran, dass vor allem die Strecke in Monaco einfach nicht zum Red Bull gepasst habe.

In Kanada dagegen habe man in der Vergangenheit immer gute Leistungen gezeigt. "Sie haben die ganze Strecke noch einmal neu asphaltiert. Schauen wir also mal", so Horner, der grundsätzlich aber ein besseres Gefühl für Montreal hat.

Rote Flagge: Müssen die Regeln geändert werden?

Auch darüber wird nach dem Monaco-Rennen diskutiert. Denn Carlos Sainz war eigentlich schon ans Ende des Feldes zurückgefallen, bekam seinen dritten Platz wegen der roten Flagge aber wieder zurück.

"Das ist nicht korrekt", erklärt zum Beispiel George Russell, der das zumindest "etwas seltsam" fand. Fernando Alonso stört sich zudem daran, dass man während der Unterbrechung die Reifen wechseln durfte.

Denn schon oft wurde auch über diesen Punkt diskutiert, geändert wurde es aber bislang nie. "Es gibt viele Dinge, die sie nicht geändert haben, wahrscheinlich weil sie nicht auf die Fahrer hören", sagt Alonso in Richtung der FIA.

Da scheint es auf jeden Fall noch Gesprächsbedarf zu geben ...

Alles Gute!

Glückwünsche gehen derweil raus an Frederic Vasseur. Der Ferrari-Teamchef feiert heute seinen 56. Geburtstag. Ob er derjenige sein wird, unter dem die Scuderia endlich den ersten WM-Titel seit 2008 holen kann?

Alle seine Vorgänger findet ihr in dieser Fotostrecke:

Fotostrecke: Fotostrecke: Alle Ferrari-Rennleiter in der Formel 1 seit 1950 LAT

Foto: LAT

Mit ihm hat alles angefangen: Enzo Ferrari gründete 1929 die Scuderia Ferrari, die seit Beginn der Formel-1-WM im Jahr 1950 fester Bestandteil ist. Gleich in den ersten Jahren wurden einige Rennleiter verschlissen: Federico Giberti (1950-1951), Nello Ugolini (1952-1955), Eraldo Sculati (1956) und Mino Amorotti (1957). Wahrer Chef war bis zu seinem Tod im Jahr 1988 sowieso immer der "Commendatore", doch es gab Statthalter ...

Wolff: Red Bull ist weiter der Maßstab

Und damit noch einmal zurück zu Red Bull. Wir haben ja schon mehrfach über die aktuelle Form der Bullen gesprochen, und auch Toto Wolff hat dazu eine ähnliche Meinung. Der Mercedes-Teamchef glaubt ebenfalls nicht an eine Krise.

"Schauen wir mal, wenn wir auf konventionellere Strecken wieder kommen", antwortet er im ORF auf die Frage, ob sich langsam eine Trendwende abzeichne? Es sei "noch schwierig zu sagen", ob die anderen Teams dauerhaft näher dran seien.

"Man sieht schon, wie die Performance beginnt zurückzugehen", erklärt Wolff zwar, betont aber auch: "Es gehören immer zwei dazu. Ich glaube, dass McLaren einen richtig guten Schritt nach vorne gemacht hat."

Ferrari habe ebenfalls "weiter zugelegt", und Red Bull selbst sei "vermutlich ein bisschen nach hinten gegangen", so Wolff, der jedoch klarstellt: "Insgesamt, glaube ich, sind sie nach wie vor die Benchmark."

Heute vor 18 Jahren ...

Wir melden uns zurück im Ticker mit einem kleinen Blick in die Vergangenheit. Heute vor 18 Jahren gewann nämlich Fernando Alonso den Großen Preis von Monaco 2006. Es war Alonsos erster von bislang zwei Monaco-Siegen.

An das Rennen selbst erinnert man sich dabei weniger, dafür aber an das Qualifying. Da kam es nämlich zum legendären Parkmanöver von Michael Schumacher in Rascasse, was dem Deutschen eine Strafe und viel Kritik einbrachte.

Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen!

Fernando Alonso Michael Schumacher Mark Webber Ferrari Ferrari F1Renault Renault F1Red Bull Red Bull F1Williams Williams F1 ~Fernando Alonso, Michael Schumacher und Mark Webber ~

Foto: Motorsport Images

Vasseur: Red Bull jetzt mehr unter Druck

Die Aussagen von Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur gehen in eine ähnliche Richtung wie die, die wir vorhin von Lando Norris schon gehört haben. Er sagt über Red Bull: "Vergangenes Jahr hatten sie sie einen ziemlich ordentlichen Vorsprung."

"Manchmal konnten wir in der Qualifikation mit ihnen kämpfen, aber im Rennen waren es im Schnitt vier oder fünf Zehntel [pro Runde]", erinnert er sich und erklärt, dass Red Bull dadurch nie wirklich in Bedrängnis gewesen sei.

Vasseur nennt ein Beispiel: "Max ist in Österreich [vergangenes Jahr] in der letzten Runde an die Box gekommen, um die schnellste Runde zu fahren, weil er einen Boxenstopp Vorsprung hatte. In dieser Saison ist das nicht mehr der Fall."

Dadurch sei Red Bull deutlich mehr unter Druck als noch 2023. Und das spiegelt sich nun eben auch in den Ergebnissen wider.

Sind die Fahrer ein Vorteil für McLaren?

Welches Team hat aktuell die stärkste Fahrerpaarung in der Formel 1? McLaren dürfte zumindest ein Kandidat dafür sein, denn am Talent von Lando Norris bestand bei Experten ohnehin nie Zweifel.

Und in diesem Jahr, erst seinem zweiten in der Formel 1, konnte sich auch Oscar Piastri steigern. Experte und Ex-Formel-1-Pilot Timo Glock lobt bei Sky: "Sie sind beide auf einem so hohen Niveau."

"Beide Fahrer sind konstant und das ist positiv für McLaren", betont er und erklärt: "Lando ist im Rennen sehr stark." Zudem sei er "überrascht, dass Piastri im zweiten Jahr so konstant ist."

So ist McLaren neben Ferrari das einzige Team, das 2024 bislang an jedem Wochenende mit beiden Autos punkten konnte. Denn Piastri verpasste in Miami zwar im Hauptrennen die Top 10, punktete dafür aber einen Tag zuvor im Sprint.

Genau diese Konstanz ist eine der großen Stärken des Teams.

Norris: Red Bull steckt nicht in Schwierigkeiten

In Monaco holten die Bullen so wenig Punkte wie seit dem Saisonauftakt 2022 in Bahrain vor mehr als zwei Jahren nicht mehr. Trotzdem betont Lando Norris, dass Red Bull seiner Meinung nach nicht in einer Krise stecke.

"Ja, sie haben nicht gewonnen", räumt er ein, erinnert aber auch daran, dass Max Verstappen am Samstag lediglich drei Zehntel auf die Pole-Zeit fehlten. "Er hatte kein schlechtes Wochenende", stellt er daher klar.

"Ferrari war einfach sehr schnell", so Norris, der nicht glaubt, dass Red Bull "plötzlich" Probleme bekommen habe. Zwar liege Red Bull aktuell nicht mehr so weit vorne, wie man zuvor gedacht habe.

Doch das liege einfach daran, dass Ferrari und McLaren sich verbessert hätten. "Die anderen sind einfach näher dran. Das lässt es so aussehen, dass sie in Schwierigkeiten sind", erklärt Norris.

Faktisch hätten die Gegner aber lediglich aufgeholt.