Formel-1-Liveticker: Nach Freitagscrash: Ferrari tauscht Chassis bei L

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Status: Beendet
14:24

Es ist angerichtet!

Wir sind am Ende des heutigen Formel-1-Livetickers angekommen. Maria Reyer bedankt sich für dein Interesse und hofft, dass Du auch morgen wieder mit dabei bist! Nicht vergessen: Um 15 Uhr ist Rennstart!

Am Ende des heutigen Tages sollen noch einmal die zwei berührendsten Szenen dieses Qualifyings in Belgien hier zu sehen sein: die Freude in der Williams-Garage über P2 durch George Russell und die Menschlichkeit von Sebastian Vettel, der sich nach dem Crash sofort bei Lando Norris erkundigt, ob alles okay ist.

Und damit wünsche ich Dir noch einen schönen Abend! Bis morgen!

14:21

14:18

Wolff über Eau Rouge: Motorsport schon immer gefährlich

Zu guter Letzt wollen wir auch noch die Meinung des Mercedes-Teamchefs zum Thema des Tages hören: Ist Eau Rouge/Raidillon mittlerweile zu gefährlich geworden für die moderne Formel 1? "Eau Rouge ist ein Ort, an dem tragische Unfälle passiert sind, denn es ist eine der, wenn nicht sogar die schwierigste Kurve im Motorsport", rekapituliert Wolff.

Er schildert die Schwierigkeit: "Es ist eine blinde Kurve, in der man sich festlegen muss, bevor man tatsächlich einlenkt." Daher werden Unfälle an jener Stelle in Spa wohl auch immer passieren, glaubt der Österreicher. Denn von den Fahrern werde erwartet, dass sie alles geben und Engagement zeigen - und das endet manchmal in den Leitplanken.

"Was bedeutet das nun für die Zukunft? Ich denke, das ist eine schwierige Frage." Aus der Sicht von Piloten, die schwer verletzt wurden, oder Angehörigen, die einen lieben Menschen dort verloren haben, erscheine die Kurve "natürlich nicht mehr angemessen". Aber Motorsport sei schon immer gefährlich gewesen, ganz abgesehen von einzelnen Kurven, gibt Wolff zu bedenken. "Und das muss man wissen, wenn man ins Auto einsteigt."

14:11

Wolff: Bottas kann morgen "unter die Top 4" fahren

Was aber ist für Valtteri Bottas von Startplatz 13 aus möglich? "Ich denke, wir haben ein wirklich schnelles Rennauto. Wenn die Wetterbedingungen trocken bleiben, oder fast trocken, haben wir ein gutes Tempo auf den Geraden."

Denn Mercedes habe sich in der Abstimmung eher für ein Trocken-Set-up entschieden, "um die Geschwindigkeit auf den Geraden zu maximieren, und das hat uns heute ein wenig zu schaffen gemacht", gesteht Wolff. "Ich denke, dass er morgen ein gutes Auto hat, und je nach Wetterlage kann er einige solide Punkte holen und unter die Top 4 zurückkehren", gibt er ein klares Ziel für den Finnen aus.

14:08

Wolff zuversichtlich: "Können das Rennen gewinnen"

Was war heute bei Mercedes los, Toto Wolff? Der Wiener erklärt gegenüber dem 'ORF', dass es ein Nachteil gewesen sein, dass Mercedes mit Hamilton im entscheidenden Run als erstes Team auf der Strecke war.

"Das macht einen Riesenunterschied. Aber es ist so, wie es ist. Wir müssen mit P3 zufrieden sein, es ging heute nicht mehr, wir haben ein gutes Rennauto morgen, deswegen wird es spannend." Die Zuversicht sei jedenfalls da für das Rennen am Sonntag.

Und Wolff meint: "Ich glaube, wir können das Rennen gewinnen."

14:01

Bottas: "War mir sicher, dass es einen Unfall gibt"

Wie hat Bottas vor dem Abbruch des Q3 die Bedingungen eingeschätzt? Hätte er, wie von Sebastian Vettel gefordert, ebenso gerne die rote Flagge gesehen? "Bevor es passiert ist, bin ich eine Outlap gefahren und schon in Kurve 5 dachte ich, es ist wirklich riskant."

Nachsatz: "Daher war ich mir recht sicher, dass es einen Unfall geben würde, wenn nicht zuvor die rote Flagge rauskommt." In der Debatte über die Gefährlichkeit der Eau Rouge wirft der Finne ein: "Aus Fahrersicht ändert das nichts. Man macht sich nur Sorgen, wenn der Crash unmittelbar passiert."

13:56

Bottas: Deshalb startet er nur von P13

Und da kommen wir auch schon zum Finnen. Valtteri Bottas schaffte in Q3 nur die achtschnellste Zeit, er blieb 2,7 Sekunden hinter jener von Polesetter Max Verstappen. Aufgrund seiner Ungarn-Strafe startet er nur von P13. Wie erklärt er sich den großen Rückstand? "Das Set-up war definitiv nicht wirklich für nasse Bedingungen ausgelegt."

Er sei im Regen mit einer "recht niedrigen" Flügeleinstellung gefahren, daher hofft Bottas wie zuvor schon Teamkollege Hamilton, dass es morgen trocken sein wird und er überholen kann. "Ich war mir sicher, dass mit dem Gefühl, das ich im Auto hatte, die ersten drei Plätze noch möglich sein sollten."

In Q3 musste er in seiner langsamen Runde allerdings zu sehr auf den Verkehr achten, dadurch ging Temperatur in den Vorderreifen verloren. "Und in der letzten Runde haben sie sofort blockiert. Deshalb war die Zeit nicht so toll."

13:50

Hamilton: Russell & Bottas "stehen unter Druck"

Apropos Hamilton und Russell: Der siebenmalige Champion wurde heute in der Pressekonferenz auch darauf angesprochen, ob die heutige Vorstellung des Mercedes-Juniors etwas an seiner Meinung zur Fahrerwahl des Teams ändere? "Das ändert gar nichts. George macht das ganze Jahr über schon einen tollen Job."

Und: "Ich bin mir sicher, dass er genauso wie Valtteri unter Druck steht, seine Aufgabe zu erfüllen. Und es ist toll zu sehen, dass er seine Leistung bringt. Ich kann ihm keinen Vorwurf machen." Hamilton hatte erst am Donnerstag betont, dass seine Arbeitsbeziehung zu Valtteri Bottas besser denn je zuvor sei, und deutete mehrfach an, dass er den Finnen an seiner Seite gerne behalten würde.

13:38

Hamilton: Wird Russell morgen zur Schützenhilfe?

Da Valtteri Bottas ein noch deutlich schlechteres Qualifying erwischt hat als Hamilton - der Finne startet aufgrund seiner Ungarn-Strafe nur vom 13. Platz morgen - könnte tatsächlich George Russell im Williams zur Schützenhilfe des Briten ganz an der Spitze werden?

"Ich weiß nicht wirklich, was mit Valtteri passiert ist, aber es ist schade, denn ich glaube, dass die beiden Red BUll nicht allzu weit weg sind, was es in Bezug auf die Strategie etwas schwieriger machen wird, denn ich glaube, Valtteri hat auch eine Strafe."

"Nichtsdestotrotz werden wir alles tun, was wir können, und wie ich schon sagte, morgen ist ein neuer Tag. Ich hoffe, dass es nicht so einen verrückten Regen wie heute gibt", betet Hamilton.

13:33

Hamilton: W12 im Regen "schwierig" zu fahren

In der Pressekonferenz nach dem Qualifying geht Hamilton dann noch ausführlicher auf seine Schwierigkeiten am Samstag ein. Der W12 habe sich im nassen Zeittraining "ein bisschen schwierig" zu fahren angefühlt, gibt er zu Protokoll.

Auf die Frage, wie sich sein Auto im Nassen verhält, antwortet der WM-Führende schlicht: "Da gibt es nicht viel zu sagen. Es gab einfach nicht viel Grip für alle da draußen und ich denke, es gibt Leute mit unterschiedlichem Abtriebsniveau."

Mercedes habe versucht, den besten Kompromiss auch zwischen trockenen und nassen Bedingungen zu finden. Hamilton merkt außerdem an: "Ich denke, dass unsere Pace im Rennen ein bisschen stärker sein sollte als unsere Pace [am Samstag]. Aber ich denke, dass es trotzdem schwierig werden wird - vor allem, wenn es [wieder] nass ist."

13:27

Hamilton: Balance war "für heute nicht die beste"

Nicht nur Verstappen berichtet von einem sehr schwierigen Tag heute, WM-Kontrahent Lewis Hamilton stimmt dem Niederländer vollkommen zu. Der Brite stand nach der ersten schnellen Runde in Q3 zunächst auf der provisorischen Poleposition, doch dann kamen George Russell, und wenig später der Red-Bull-Pilot.

Hamilton wird daher morgen von Platz drei (+0,334 Sekunden) in den Grand Prix von Belgien gehen. Dann wird sich auch zeigen, wie gut er seine Balance ausgewählt hat. Denn man müsse eine Kompromiss zwischen möglichst viel Topspeed auf den Geraden und möglichst viel Abtrieb im Mittelsektor finden, weiß er.

"Wir haben versucht, die bestmögliche Balance zu finden. Vielleicht war es nicht die beste für heute, aber morgen werden wir erst sehen, wie gut sie ist."

13:19

Verstappen: Ein "wirklich schwieriges Qualifying"

Jetzt widmen wir uns gegen Ende dieses Tickertages noch den Topfahrern, die bisher noch nicht zu Wort gekommen sind hier. Nicht unerwähnt soll natürlich die Polezeit von Max Verstappen sein: In 1:59.765 Minuten konnte er sich am Ende gegen die Konkurrenz im Regen durchsetzen. Der Niederländer selbst spricht von einem "wirklich schwierigen Qualifying".

Denn: "Es war schwierig, das Auto auf der Strecke zu halten, die Reifen zum richtigen Zeitpunkt zu wechseln und auch die lange Pause zwischen Q2 und Q3 macht es nicht einfach, sich an die Streckenbedingungen zu gewöhnen, aber am Ende waren wir Erster und das ist natürlich das Wichtigste."

Er konnte sein Talent im Regen am Ende voll ausspielen und blieb als einziger Fahrer unter der 2-Minuten-Marke. "Insgesamt bin ich sehr froh, dass ich nach der Pause ein solches Qualifying hatte und wieder auf der Pole Position stehe." Das war heute seine insgesamt neunte Karrierepole.

13:10

McLaren bestätigt: Norris wird morgen fahren!

Die beste Nachricht des Tages kommt von McLaren: Lando Norris wurde aus dem Krankenhaus entlassen und wird morgen am Grand Prix von Belgien teilnehmen. Das hat Teamchef Andreas Seidl eben in seiner Medienrunde bestätigt.

"Die Untersuchungen wurden im Krankenhaus durchgeführt, an seinem Ellenbogen, der ein wenig schmerzte. Alles ist gut, und er ist bereit, morgen wieder Rennen zu fahren", meint Seidl. Unklar ist allerdings, wo der Brite starten wird, denn sein McLaren muss in der Nacht repariert werden.

Seidl konnte heute Abend noch nicht aufklären, wie groß der Schaden am MCL35M ist, und ob Norris womöglich einen neuen Motor, ein neues Getriebe und ein neues Chassis braucht. Dann müsste er aus der Boxengasse starten.

12:58

Wolff bestätigt: Entscheidung über Fahrer ist gefallen!

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat vorhin gerade in einer Medienrunde zu ausgewählten Journalisten gesprochen - und erstmals eine klare Ansage zur Fahrerwahl 2022 gemacht. Denn Wolff bestätigt, dass die Entscheidung zwischen George Russell und Valtteri Bottas bereits gefallen ist!

Als er direkt darauf angesprochen wird, antwortet der Österreicher knapp mit: "Ja." Und er fügt auf eine zweite ähnliche Frage hinzu: "Ich war immer ehrlich." Welcher Fahrer an der Seite von Lewis Hamilton im kommenden Jahr sitzen werde, das hat er aber nicht verraten.

Angesprochen auf die tolle Leistung von Russell heute im Qualifying, scherzt Wolff: "Ich bin ein wenig enttäuscht, weil er hätte auf Pole stehen sollen." Ernst fügt er an: "Ich denke, wir wissen, was wir an George haben." Der Brite sei "hervorragend" im Williams gewesen bislang, und auch in Bahrain im Vorjahr im Mercedes.

12:47

Marko: Red Bull wollte ebenso Abbruch fordern

Wie hat der Red-Bull-Motorsportkonsulent die Bedingungen zu Beginn von Q3 generell eingeschätzt? Verstappen habe direkt gemeldet, dass man bei jenen schwierigen Bedingungen nicht fahren könne, erklärt Marko. "Und dann kam ja eh schon der Unfall, ehe wir etwas an die Rennleitung melden konnten."

Das Team wollte demnach ähnlich wie zuvor schon Sebastian Vettel einen Abbruch bei Michael Masi fordern. "Es war halt immer Regen, regnet nicht, Intermediates oder Regenreifen. Und auch mit der Abstimmung und dem Reifendruck, es war ein permanentes Hin und Her. Wir haben uns dann nur noch am Safety-Car orientiert, wie viel Spray ist wo aufgestiegen", erklärt Marko.

12:42

Marko: "Wir wussten, dass es klappen wird"

Wir bleiben bei Red Bull. Denn wir wollen natürlich auch auf die Poleposition von Max Verstappen eingehen. War man am Kommandostand davon überzeugt, dass der Niederländer die Runde von George Russell noch unterbieten wird können?

"Wir wussten, er hat in seinem ersten Run drei Fehler gehabt. Also er hat eineinhalb Sekunden verloren und wenn es ein halbwegs normaler Lauf ist, dann haben wir gewusst, dass es klappen wird", erklärt Marko im 'ORF'-Interview.

Am Ende hat Verstappen den Williams um nur 0,321 Sekunden geschlagen.

12:33

Marko: "Fragwürdig", ob man Eau Rouge so beibehalten kann

Was sagen eigentlich Rennfahrer der alten Schule zur Debatte? Helmut Marko hat sich im 'ORF'-Interview in die Diskussion um Eau Rouge eingeschaltet. Der Steirer meint, dass die Kurve bei trockenen Verhältnissen überhaupt keine Herausforderung mehr darstelle. Das hat unter anderem Lance Stroll am Donnerstag auch betont.

Allerdings: Wenn es regnet und man in der Senke nicht richtig nach oben sehen kann, dann werde es schon gefährlicher. "Da hat's ja vor zwei Jahren den schweren Unfall in der Formel 2 gegeben."

"Generell ist es das Herzstück dieser Strecke, aber mit den Geschwindigkeiten, die immer mehr zunehmen, ist es fragwürdig, ob man das beibehalten kann", meint selbst der eingefleischte Racer Marko.

12:29

Leclerc: "Habe gebetet, dass nichts passiert"

Sainz' Teamkollege Charles Leclerc, der ebenso bereits in Q2 ausgestiegen ist, ergänzt: "Das war sehr angsteinflößend für mich zu sehen - diesen Unfall an derselben Stelle, wo ich vor zwei Jahren einen Freund verloren habe."

Er spricht natürlich Anthoine Hubert an, der damals seitlich mit voller Wucht von Juan Manuel Correa getroffen wurde und den Crash nicht überlebt hat. Umso schöner sei es zu sehen, dass Norris scheinbar unverletzt sei, so Leclerc.

"Was die Strecke betrifft, wissen sie, dass etwas geändert werden muss. Und Änderungen sind für nächstes Jahr geplant, was gut zu wissen ist. In dieser Session habe ich nur gebetet, dass nichts passiert."

12:26

Sainz: Fahrer haben bereits Änderungen gefordert

Wir wollen noch weitere Stimmen zur Eau Rouge und den schwierigen Bedingungen heute hören, etwa von den Ferrari-Piloten. Carlos Sainz, der bereits in Q2 aussteigen musste, meint etwa, dass es "offensichtlich" sei, dass in dieser Kurve ein "fundamentales Problem" bestehe.

Denn: "Wenn du dort crasht, ist das meist ein sehr heftiger Unfall, außerdem wirst du zurück auf die Strecke befördert." Schon mehrfach sorgten solche Zwischenfälle für heikle Szenen. Zuletzt ging ein solcher 2019 in Eau Rouge/Raidillon gar tödlich aus.

"Wenn in diesen Bedingungen im Spray jemand auf Platz zwei crasht und jemand auf P17 kommt an und weiß das nicht, dann ist das eine extrem gefährliche Situation für uns als Fahrer. Wir haben daher Änderungen gefordert. Und uns wurde gesagt, dass die FIA sich das bereits anschaut."

12:17

Alonso: Nicht alle Unfälle lassen sich vermeiden

Fernando Alonso ist bekanntlich eine gewichtige Stimme im Fahrerfeld, und der Spanier hält mit seiner Meinung auch nicht gerne hinterm Berg. Auch nicht was die geplanten Änderungen in Eau Rouge betreffen. Bereits im Vorjahr wurde bekannt, dass für 2022 Renovierungsarbeiten geplant sind.

Es werden weitere Auslaufzonen und mehr Kiesbetten an der ganzen Strecke angebracht werden. Das werde allerdings nichts an schweren Unfällen in einer der legendärsten Kurven ändern, glaubt der Spanier. "Selbst mit einer anderen Barriere kann man wahrscheinlich einige Unfälle vermeiden [aber nicht alle]. Es ist immer noch eine Hochgeschwindigkeitskurve. Das liegt in der Natur der Strecke, und deshalb ist sie so besonders."

Zuletzt entbrannte wieder eine Diskussion über die Gefahrenstelle Eau Rouge, nachdem zunächst Williams-Reservefahrer Jack Aitken beim 24-Stunden-Rennen in jener Kurve schwer verunfallt war und gestern sechs Pilotinnen der W-Serie ebendort heftig abgeflogen sind. Heute traf es schließlich McLaren-Fahrer Lando Norris.

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