Formel-1-Liveticker: Neuer Geschäftsführer für Ferrari

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Status: Beendet
11:56

Feierabend

Damit sind wir auch schon am Ende des heutigen Tickertages angekommen. Morgen begrüßt dich an der Stelle die bewährte Kollegen Maria Reyer. Für heute verabschiedet sich Norman Fischer und wünscht einen angenehmen Abend.

11:38

Singapur-Aus: Red Bull ändert Entwicklung

Die Absage des Großen Preises von Singapur hat auch Auswirkungen auf die Entwicklung von Red Bull: "Das ist ein ganz entscheidender Schnitt", sagt Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko gegenüber 'auto motor und sport'. Denn: Singapur ist im Formel-1-Kalender ein ziemlicher Ausreißer.

"Singapur erfordert ganz was anderes als der Rest", weiß Marko. So kommt mit Ungarn nur noch ein langsamer Kurs im restlichen Kalender, der aber auch nicht so ins Extrem geht wie Singapur. "Gott sei Dank ist die Absage so rechtzeitig gekommen, dass unsere Entwicklung entsprechend vorausschauend planen kann", sagt Marko.

Ein wenig trauert man dem Stadtkurs aber nach, denn die Strecke hätte Red Bull wohl deutlich besser gelegen als Mercedes. "Aber so ist es halt", sagt Marko.

11:12

Alguersuari: Ich habe nicht mehr gelacht

Der ehemalige Formel-1-Pilot Jaime Alguersuari versucht sich derzeit an einem Renncomeback, blickt aber noch einmal auf den Moment zurück, als er wusste, dass es mit seiner Karriere vorbei war. Der Spanier gehörte 2014/15 zum Aufgebot der ersten Saison der Formel E, als ihm beim vorletzten Event in Moskau schwarz vor Augen wurde und er daraufhin aus gesundheitlichen Gründen pausieren musste.

"Das war nicht aus Versehen. Ich war schon lange nicht mehr richtig bei mir", erzählt er gegenüber der italienischen Edition von Motorsport.com. "Ich war nicht mehr begeistert, an eine Rennstrecke zu kommen. Ich habe bemerkt, dass das nicht mehr das Leben ist, das ich führen möchte."

Die Formel 1 sei damals für ihn noch eine offene Wunde gewesen, weil er nicht das erreicht hatte, was er erreichen wollte. Vor allem gegenüber Helmut Marko und Red Bull, die ihn entlassen hatten, hegte er lange Groll.

Alguersuari versuchte als Kommentator eine Verbindung zur Formel 1 zu halten, "aber sobald wir an die Strecke kamen, war ich krank. Ich war nicht glücklich, dort zu sein. Das war nicht mein Ort."

Der Schwächeanfall in Moskau sei für ihn damals ein Weckruf gewesen. "Ich war nicht mehr ich selbst, ich war nicht mehr motiviert, ich habe nicht mehr gelacht."

Alguersuari widmete sich daher seiner anderen großen Liebe, der Musik. Sechs Jahre später will er sich aber wieder im Motorsport probieren.

Jaime Alguersuari Ferrari Scuderia Ferrari F1Toro Rosso Scuderia Toro Rosso F1 ~Jaime Alguersuari ~

Foto: LAT

10:40

Der Unterschied zwischen Formel 1 und IndyCar

Wer Interesse an beiden Rennserien hat, sollte sich das Video meines Kollegen Stefan Ehlen unbedingt ansehen: Dort erklärt er, worin sich die Formel 1 und die IndyCar-Serie unterscheiden und welche eigentlich die schnellere ist!

Wie unterscheiden sich eigentlich die weltweit schnellsten Formelserien voneinander? Unser Video erklärt die Unterschiede zwischen F1 und IndyCar!

10:13

Melbourne umgebaut

Schade wäre es vor allem um Melbourne, das nicht nur einen ungewöhnlichen Slot im Kalender bekommen hat, sondern sich auch in einem neuen Gewand präsentieren wollte. Die Strecke wird an einigen Stellen umgebaut, um das Racing zu verbessern. Ein paar Eindrücke davon kannst du in der Fotostrecke sehen.

09:57

Fragezeichen über zweiter Saisonhälfte

Während die Rennen in Europa sicher scheinen, stehen über den Übersee-Rennen noch eine Menge Fragezeichen. Japan, Mexiko, Brasilien oder Australien sind mögliche Absagekandidaten, und deswegen möchte Domenicali auch noch keinen Singapur-Ersatz verkünden. "Es wäre einfach zu sagen, dass wir einen Ersatz für Singapur noch heute verkünden können, aber was ist, wenn Japan nicht geht?", fragt er.

Das Schicksal von Japan werde man erst nach den Olympischen Spielen im Sommer erfahren. Und weil das Rennen nur eine Woche nach Singapur stattfinden sollte, hängen beide in gewisser Weise zusammen.

Für Australien soll es noch in diesem Monat Neuigkeiten geben, wobei eine Absage immer wahrscheinlicher wird. Denn aktuell macht man einen vierten Lockdown durch und will seine Grenzen möglicherweise erst 2022 wieder öffnen. Dann wäre eine Absage sehr wahrscheinlich. Als Stadtkurs muss dort eine Entscheidung auch schon früher fallen.

08:57

Warum die Formel 1 bei 23 Rennen bleiben möchte

Mit 23 Rennen ist der Formel-1-Kalender so voll wie nie. Da mutet es vielleicht seltsam an, dass die Serie auch bei Ausfällen wie dem Kanada-Grand-Prix am anstehenden Wochenende Ersatz plant.

Ob es bei einem so vollen Kalender wirklich unbedingt einen zweiten Österreich-Grand-Prix und damit einen vierten Triple-Header braucht, sei einmal dahingestellt. Doch Formel-1-Boss Stefano Domenicali begründet das: "Ich möchte bei 23 bleiben, weil es versprochen wurde", sagt er gegenüber der BBC. "Es zeigt, dass wir das erreichen wollen, was besprochen wurde."

Solange nichts Unvorhergesehenes passiert, was eine Austragung unmöglich macht, will Domenicali bei 23 Rennen bleiben. "Die Situation ist kompliziert, aber ihr könnt sicher sein, dass ich bis zum letzten Moment nicht aufgeben werde."

Nach der Absage des Rennens in Singapur stehen aktuell nur 22 Rennen im Kalender. Die Formel 1 ist aber schon auf der Suche nach einem Ersatz.

08:16

Schumis erstes Formel-1-Auto steht zum Verkauf

Du möchtest gerne Michael Schumachers erstes Formel-1-Auto kaufen und hast das nötige Kleingeld? Dann gibt es nun das richtige Angebot für dich: Der Jordan 191 aus der ersten Jordan-Saison 1991 steht zum Verkauf.

Der britische Autohändler Speedmaster bietet den grünen Boliden in seinem Sortiment an. Es soll sich dabei um das Auto handeln, mit dem Michael Schumacher bei seinem Formel-1-Debüt in Spa auf den siebten Startplatz gefahren war.

Auch Andrea de Cesaris und Alessandro Zanardi fuhren genau dieses Auto im Laufe der Saison.

Wie viel Geld du dafür auf den Tisch legen müsstest, ist nicht offiziell angegeben. Preis auf Anfrage, heißt es. Sicherlich dürfte das aber nicht ganz billig werden.

Michael Schumacher ~Michael Schumacher ~

Foto: Motorsport Images

07:49

Letzter Williams-Sieg 2012

Der letzte Sieg von Williams ist millterweile fast zehn Jahre her. Und schon der sensationelle Erfolg von Pastor Maldonado war eine faustdicke Überraschung und der erste Williams-Sieg seit 2004. In 17 Jahren hat der einstige Erfolgsrennstall damit nur ein einziges Rennen gewonnen.

Damit liegt der Rennstall übrigens aktuell auf Platz acht der letzten Siegerteams. Sieben unterschiedliche Rennställe haben nach Williams noch ein Rennen gewonnen. Welche das sind, kannst du dir in der Fotostrecke noch einmal anschauen.

Fotostrecke: Die letzten 20 Siegerteams der Formel 1 Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

1. Red Bull - Letzter Sieg: Großer Preis von Aserbaidschan 2021 mit Sergio Perez
07:29

Und die Fahrer?

Was die Umstrukturierung für die beiden Fahrer bedeutet, ist erst einmal nicht so einfach zu sagen. Vorerst dürfte das aber keine Auswirkungen haben. Die Verträge von beiden Fahrern laufen am Ende der Saison aus.

George Russell würde man im Team sicher gerne behalten wollen, doch der Brite würde gerne den nächsten Schritt machen und gilt als heißester Kandidat für das Cockpit bei Mercedes. Ein viertes Williams-Jahr ist unwahrscheinlich.

Nicholas Latifi bringt dem Team die notwendigen Finanzen mit. Sportlich gibt es sicherlich bessere Alternativen, und wenn sich das Team in dieser Hinsicht verbessern möchte, dann hat der Kanadier schlechte Karten. Sollte das Team allerdings weiter auf finanziellen Input schauen, dann könnte Latifi gut uns gerne in ein drittes Jahr gehen.

Nicholas Latifi George Russell Williams Williams F1 ~Nicholas Latifi (Williams) und George Russell (Williams) ~

Foto: Motorsport Images

06:54

Was bedeutet die Umstrukturierung für Williams?

Es war klar, dass simon Roberts seine Rolle als Teamchef nur übergangsweise haben würde. Roberts war nach der Übernahme des Teams durch Dorilton Capital interimsweise eingesetzt worden. Zunächst durfte er die Rolle auch über 2020 hinaus behalten. Nun krempelt Geschäftsführer Jost Capito das Team aber noch einmal um, um das Team wieder an die Spitze zu führen.

Er hat sich erst einmal eine Eingewöhnungsphase gegeben, bevor er nun neben seiner Geschäftsführer-Tätigkeit auch die Rolle als Teamchef ausfüllt.

Allerdings will der Deutsche nicht alle Aufgaben alleine managen. Einige von Roberts' alten Aufgaben fallen Technikchef Francois-Xavier Demaison zu, zudem soll auch noch ein neuer Sportdirektor verpflichtet werden. Eine Entscheidung dazu soll in naher Zukunft fallen.

06:09

Williams-Teamchef Roberts geht!

Und wenn wir einmal bei Williams sind, erreicht uns gerade eine Breaking News! Das Team hat verkündet, dass Interimsteamchef Simon Roberts den Rennstall verlassen wird. Roberts hatte die Aufgabe nach dem Rückzug der Williams-Familie von Claire Williams übernommen.

"Da der Übergang gut funktioniert, freue ich mich jetzt auf eine neue Herausforderung, und wünsche allen im Team alles Gute für die Zukunft", sagt er.

Die Aufgaben des Teamchefs wird in Zukunft Jost Capito übernehmen, Francois-Xaver Demaison wird verantwortlich für die Arbeit an der Strecke und den Bereich Engineering sein.

06:01

Auch Latifi mit drei Strafpunkten

Was vielleicht am Wochenende etwas unterging: Auch Nicholas Latifi hat für ein ähnliches Vergehen drei Strafpunkte erhalten. Der Williams-Pilot war während der Safety-Car-Phase wegen Max Verstappens Unfall nicht wie vorgeschrieben durch die Boxengasse gefahren, sondern normal über Start/Ziel, wo das Auto von Verstappen lag.

Dafür erhielt er eine 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe und eben drei Strafpunkte.

Es hatte ein Missverständnis mit seinem Team gegeben. Das hatte ihm gesagt, er soll draußen bleiben. Gemeint war aber nicht, dass er nicht in die Boxengasse fahren soll, sondern nur, dass er nicht in seine Box abbiegen soll beim Durchfahren. Blöd gelaufen. Für das Endergebnis spielte das aber nur eine untergeordnete Rolle.

Nicholas Latifi Williams Williams F1 ~Nicholas Latifi (Williams) ~

Foto: Motorsport Images

05:18

Masi: Norris hätte härter bestraft werden können

Lando Norris war am Samstag richtig sauer. Er wurde mit drei Plätzen Strafversetzung und drei Strafpunkten sanktioniert, weil er unter roter Flagge nicht an die Box gefahren war. Das hatte der McLaren-Pilot als "unfair" bezeichnet.

Rennleiter Michael Masi sagt aber, dass Norris noch Glück gehabt hat, dass er nicht härter bestraft wurde. Denn die Rennkommissare hatten aufgrund der Umstände noch Gnade walten lassen. Eigentlich wären laut ihnen fünf Plätze Strafe angemessen gewesen.

"Vom Kartsport bis in die Formel 1 ist die Bedeutung einer roten Flagge klar: abbremsen und sofort an die Box fahren", sagt Masi. "Es gibt da keinen Unterschied zwischen einem Sechsjährigen bei seinem ersten Kart-Event bis in die Formel 1."

Die Kommissare haben laut ihm ihren Spielraum genutzt und eine mildere Strafe ausgesprochen, obwohl die Regeln etwas anderes vorgeben. "Aber bei den Strafpunkten hielten sie es für angemessen, weil es ein Rotvergehen war."

04:51

Punktesträhne geht zu Ende

Hamilton dürfte am Sonntag nach dem Rennen in Baku einen kleinen Trost gebraucht haben. Denn mit seinem 15. Platz ging eine einzigartige Strähne zu Ende. In 54 Rennen Rennen in Folge (ohne den verpassten Sachir-GP 2020) kam der Brite immer in die Punkte. Das letzte Mal, dass er keine Punkte holen konnte, war der Österreich-Grand-Prix 2018, als er ausschied.

Die Zuverlässigkeit von Hamilton und Mercedes ist dabei beispielhaft. Du erinnerst dich doch sicher an sein dramatisches Aus in Führung liegend in Malaysia 2016, das ihm möglicherweise den Titel gegen Nico Rosberg gekostet hat. Seitdem ist Hamilton nur ein einziges Mal ausgefallen - eben in Spielberg 2018.

Das sind fast fünf Jahre - oder 69 Rennen. Wirklich irre. Wir können ja mal schauen, wie oft der zweite Mercedes im gleichen Zeitraum ausgefallen ist: Valtteri Bottas bringt es auf sieben DNFs.

Übrigens: Das letzte Mal, dass Hamilton ins Ziel gekommen ist, aber nicht in den Punkten landete, ist schon eine Ewigkeit her: 2013 in Spanien beim letzten Formel-1-Sieg von Fernando Alonso kam er als Zwölfter ins Ziel.

04:32

Gummibären, hüpfen hier und dort und überall ...

Sorry schon einmal, wem ich jetzt einen Ohrwurm verschafft habe. Aber Lewis Hamilton hat auf Twitter sein Kuscheltier aus seiner Kindheit präsentiert: einen Bären aus der kultigen TV-Serie "Die Gummibärenbande". Gut für ihn, dass seine Mutter die Erinnerung aufbewahrt hat.

04:12

Neuer Geschäftsführer für Ferrari

Ferrari hat einen neuen CEO ernannt. Benedetto Vigna heißt der Mann, der ab dem 1. September die Geschicke von Interimsgeschäftsführer John Elkann übernehmen wird. Elkann hat die Rolle vorrübergehend eingenommen, nachdem Louis Camilieri seinen Posten im Dezember aus persönlichen Gründen niedergelegt hat.

Vigna, 52 Jahre alt, ist aktuell Präsident der Analog, MEMS and Sensor Group von STMicroelectronics und auch im Vorstand von Ferrari.

"Es ist eine besondere Ehre, Ferrari als Geschäftsführer beizutreten. Das werde ich mit Freude und Verantwortung gleichermaßen angehen. Freude über die großartgien Möglichkeiten, die genutzt werden wollen. Und Verantwortung gegenüber der außergewöhnlichen Erfolge und Fähigkeiten der Männer und Frauen bei Ferrari, der Teilhaber und jedem auf der Welt, für den Ferrari eine einzigartige Leidenschaft ist."

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Foto: Ferrari

03:59

Servus und guten Morgen

Eigentlich wollten wir euch in dieser Woche fast schon zum Kanada- oder Türkei-Grand-Prix begrüßen, doch nach den beiden Absagen haben wir ein rennfreies Wochenende und damit Bergfest für diese Woche.

Am heutigen Mittwoch begrüßt dich Norman Fischer an dieser Stelle im Ticker. Wir haben wieder ein buntes und spannendes Programm im Angebot - und gleich auch eine interessante News.

Hast du Fragen oder Anregungen: Dann schreib uns über das Kontaktformular oder mir über Twitter.

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