Formel-1-Liveticker: Schumacher hat sich für Mercedes "geopfert"

Aktuell im Formel-1-Liveticker: +++ Brawn: Schumachers Comeback "unterschätzt" +++ Binotto: Haben beste Fahrerpaarung +++ Petronas bleibt Mercedes-Partner +++

Formel-1-Liveticker: Schumacher hat sich für Mercedes "geopfert"

Bericht

Status: Beendet

Feierabend!

Und damit sind wir auch am Ende unseres heutigen Tickertages angekommen. Morgen steht dann der Medientag in Singapur auf dem Plan. Die Fahrer-PK beginnt, wie eben schon erwähnt, um 19:00 Uhr Ortszeit, also um 13:00 Uhr bei uns.

Darüber hinaus gibt es natürlich noch zahlreiche weitere Medienrunden, Termine und weitere Aktivitäten an der Rennstrecke. Hier im Ticker seid ihr dann wie gewohnt ganz nah dran am Geschehen im Paddock.

In diesem Sinne: Habt noch einen schönen Mittwoch und bis morgen!

PK-Plan

Inzwischen hat die FIA den offiziellen Plan für die Pressekonferenzen am Wochenende in Singapur veröffentlicht. Auf folgende Gäste dürfen wir uns freuen:

Fahrer-PK (Donnerstag, 13 Uhr MESZ):

Esteban Ocon (Alpine)
Mick Schumacher (Haas)
Lando Norris (McLaren)
Lewis Hamilton (Mercedes)
Alex Albon (Williams)
-
Valtteri Bottas (Alfa Romeo)
Pierre Gasly (AlphaTauri)
Lance Stroll (Aston Martin)
Carlos Sainz (Ferrari)
Sergio Perez (Red Bull)

Teamchef-PK (Samstag, 9:30 Uhr MESZ):

Frederic Vasseur (Alfa Romeo)
Laurent Mekies (Ferrari)
Günther Steiner (Haas)
-
Andreas Seidl (McLaren)
Christian Horner (Red Bull)
Jost Capito (Williams)

Sonderlackierungen in der Formel 1

Apropos McLaren: Bei den Asienrennen wird das Team in diesem Jahr mit einer Sonderlackierung an den Start gehen. Ob es Glück bringt? Mehr spannende Sonderdesigns gibt es auf jeden Fall in unserer Fotostrecke!

Fotostrecke: Wie McLaren in Singapur und Japan: Sonderlackierungen in der Formel 1 McLaren Racing

Foto: McLaren Racing

McLaren fährt in Singapur und Japan mit einer Speziallackierung. Zu dem Papaya-Orange kommen neonpinke Verzierungen in einem laut Zak Brown "mutigen" Design. Wir schauen auf weitere Beispiele von Sonderlackierungen in der Formel-1-Geschichte.

McLaren-Update

Derweil kommen aus Singapur bereits die ersten Infos rein. Dort ist es gerade schon kurz nach 19:30 Uhr am Abend. So haben die Kollegen vor Ort bereits entdeckt, dass McLaren an diesem Wochenende mit einem Update fahren wird.

So gibt es am Auto von Norris neue Einlässe an den Seitenkästen. Bei Ricciardo ist zunächst noch die alte Variante angebracht. Vermutlich wird man hier am Freitag also zunächst einmal einen Vergleichstest fahren.

Behalten wir mal im Auge, ob dann im Laufe des Wochenendes auch bei Ricciardo noch nachgerüstet wird.

Apropos Briatore ...

Das passt gut zum "Crashgate" aus 2008, über das wir vorhin gesprochen haben! Damals wurde Flavio Briatore zunächst komplett aus der Formel 1 verbannt. Inzwischen mischt er hinter den Kulissen der Königsklasse wieder mit - wenn auch in anderer Funktion.

"Die Formel 1 hat sich mit der Übernahme von Liberty Media in den letzten Jahren verändert - zum Besseren. Die Rennen sind durch die Veränderungen der Autos spannender. Aber auch das Umfeld ist anders", verrät er gegenüber 'Sport Bild'.

"Das gesamte Entertainment für Sponsoren und spezielle Gäste ist schon gut, aber ich möchte das Niveau mit meiner Erfahrung anheben", so Briatore, der verrät: "Mit Stefano [Domenicali] bin ich eng befreundet und nur seinetwegen zurückgekehrt."

"Stefano hat mich gefragt, ob ich meine Kontakte und meine Erfahrung aus meinem Geschäftsleben in die neue Formel 1 einbringen kann", so der Italiener, der das Formel-1-Erlebnis abseits der Rennstrecke noch besser machen will.

An einer sportlichen Funktion hat er dagegen kein Interesse mehr.

Ist der "Jugendwahn" vorbei?

Aus dem aktuellen Formel-1-Fahrerfeld war bei seinem Debüt kein Fahrer älter als 25. Valtteri Bottas (23) und Nicholas Latifi (25) sind dabei sogar Ausreißer nach oben, denn die anderen 18 Piloten waren bei ihrem jeweiligen Debüt maximal 22 Jahre alt.

Leitet Nyck de Vries nun womöglich den Wandel ein? Denn der Niederländer ist bereits 27 und wurde damit in Monza zum ältesten Debütanten seit Brendon Hartley im Jahr 2017. Der gab seine Premiere damals wenige Wochen vor seinem 28. Geburtstag.

Kündigt sich damit also ein Umdenken an? Müssen die Fahrer nicht immer jünger werden? De Vries könnte jedenfalls ein Beispiel dafür sein, dass es auch Sinn ergeben kann, einen erfahreneren Piloten aus einer anderen Serie zu verpflichten.

Mehr spannende Statistiken findet ihr übrigens in unserer großen Datenbank!

Fotostrecke: Die 20 letzten Formel-1-Debütanten in den Punkten Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

1. Nyck de Vries (Williams) Platz neun beim Großen Preis von Italien 2022 in Monza

Heute vor 14 Jahren ...

.. gewann Fernando Alonso eines der skandalösesten Formel-1-Rennen aller Zeiten. Die Rede ist vom Singapur-GP 2008, bei dem Alonsos Renault-Teamkollege Nelson Piquet jun. mit Absicht einen Unfall fabrizierte, um ein Safety-Car auszulösen.

Die Hintergründe dürften hinlänglich bekannt sein. Trotzdem ist bis heute nicht final geklärt, wer nun genau von was wusste und wer letztendlich vor allem die Idee zu der ganzen Aktion hatte. Mehr dazu in unserer Fotostrecke:

Fotostrecke: Die größten Formel-1-Verschwörungstheorien Motorsport Images

Foto: Motorsport Images

2021: Beim Finale in Abu Dhabi spricht Lewis Hamilton am Funk von "Manipulation". Denn: Er führt souverän, dann kommt kurz vor Schluss das Safety-Car, Rennleiter Masi drückt einen späten Restart durch - und Verstappen überholt und wird Weltmeister. Verschwörung gegen Mercedes? Aus der Historie gibt es noch mehr schräge Geschichten ...

Ocon: Nur Hamilton war besser als ich!

Am nötigen Selbstvertrauen mangelt es dem Franzosen auf jeden Fall nicht. Hintergrund ist, dass er der Meinung ist, dass seine Leistungen im internen Alpine-Duell gegen Fernando Alonso nicht ausreichend gewürdigt werden, was er "etwas seltsam" finde.

"Fernando liegt im Qualifying mit 9:7 vorne. Aber ich habe etwas mehr Punkte auf dem Konto. Im vergangenen Jahr ging das Qualifyingduell mit 11:11 unentschieden aus", so Ocon, der sich dafür mehr Anerkennung wünschen würde.

"Wenn man sich Fernandos Karriere anschaut, dann war Lewis [Hamilton] der einzige Teamkollege auf seinem Level. Alle anderen waren nicht besser als ich", stellt er klar und betont, dass er seiner Meinung nach "einen guten Job" mache.

Jenson Button, selbst Ex-Teamkollege von Alonso, hat übrigens in den sozialen Medien bereits auf die Aussagen reagiert und auf Twitter geschrieben: "Da kann ich nicht zustimmen."

Formel 2 im Look der Formel 1? Eine spannende Idee, ...

... die Hörer Ferdinand in der aktuellen Ausgabe des Hörerstammtischs von 'Starting Grid', dem Formel-1-Podcast, hatte. Warum starten in der Formel 2 nicht eigentlich finanziell von den Formel-1-Teams unterstützte Franchises, warum dürfen dort Fahrer nicht fahren, die in der Formel 1 kein Cockpit mehr finden?

Sprich: Wäre es nicht klüger, die Formel 2 zu einer Mischung aus Nachwuchsplattform und eigenständiger Profiserie zu machen, in der man auch eine lange Karriere haben kann? Ferdinand und unser Chefredakteur Christian Nimmervoll haben da an einem interessanten Konzept gesponnen. Hört euch das (und andere Themen) jetzt an!

Fittipaldi: Die Formel 1 braucht mehr Teams

Zehn Teams sind nicht genug. Das finden nicht nur viele Formel-1-Fans sondern auch Emerson Fittipaldi. Der zweimalige Weltmeister erklärt gegenüber 'VegasInsider': "Meiner Meinung nach braucht die Formel 1 mehr Teams für mehr Cockpits."

"Sie konnten zwei oder drei Teams mehr haben, also sechs Autos. Dann gibt es mehr Möglichkeiten für junge Fahrer, in die Formel 1 zu kommen", so Fittipaldi, der betont: "Wir brauchen mehr Plätze in der Formel 1. Das fehlt uns."

Und deswegen brauche es eben mehr Teams. "Mitte der 70er gab es bei manchen Grands Prix fast 30 Autos", erinnert er und erklärt: "Wir brauchen mehr Autos. Das wäre besser für die Sponsoren, Fans, fürs TV und junge Talente, die in die Formel 1 wollen."

Daher würde er es auch begrüßen, Andretti in die Formel 1 zu lassen. Doch dagegen gibt es bekanntlich Widerstand ...

AlphaTauri will mindestens Haas noch schnappen

Hinter Alfa Romeo ist es dafür in der WM umso spannender! Haas (34 Punkte), AlphaTauri (33) und Aston Martin (25) trennen im Kampf um P7 lediglich neun Zähler. Laut Pierre Gasly ist es für AlphaTauri das Ziel, mindestens Haas noch abzufangen.

"Es ist für uns nicht unmöglich, Alfa Romeo auf P6 noch einzuholen. Aber das könnte kompliziert werden", weiß der Franzose. Dafür brauche man "ein wirklich großartiges Saisonende." Deswegen ist es das oberste Ziel, Haas zu überholen.

"Beim vergangenen Triple-Header haben wir in zwei von drei Rennen gepunktet", so Gasly, der fordert, dass man so weitermachen müsse. Yuki Tsunoda kann derweil etwas befreiter auffahren, denn er wurde inzwischen ebenfalls für 2023 bestätigt.

"Ich denke nicht, dass Singapur ein einfaches Rennen für mich werden wird, weil ich zum ersten Mal auf der Strecke fahren werde", erinnert der Japaner, der mittlerweile seit satten zehn Rennen auf einen WM-Punkt wartet.

Auch im Hinblick auf die Konstrukteurs-WM wäre es wichtig, dass Tsunoda es mal wieder in die Top 10 schafft. Sein letzter Zähler stammt noch aus dem Mai, als er beim Großen Preis von Spanien Zehnter wurde. Ganz schön lange her ...

Alfa Romeo kündigt weitere Upgrades an

Die Saison 2022 neigt sich dem Ende. Doch zumindest bei Alfa Romeo ist die Entwicklung des aktuellen Autos noch nicht abgeschlossen. Laut Frederic Vasseur hat man in der Pause seit Monza an Upgrades gearbeitet, "die wir bald an die Strecke bringen werden."

Zudem nutzte man die vergangenen Wochen bekanntlich, um den Vertrag von Guanyu Zhou zu verlängern. "Ich freue mich wirklich darauf, in Singapur zu fahren. Diese Saison ist es für mich am nächsten an einem Heimrennen dran", erinnert Zhou.

"Meine Familie und Freunde werden mich hier unterstützen", freut sich der Chinese, dessen echtes Heimrennen 2023 in den Kalender zurückkehren soll. Zuletzt in Monza holte Zhou nach sechs punktlosen Rennen endlich wieder Zähler für Alfa Romeo.

"Das Mittelfeld wird wahrscheinlich wieder sehr eng zusammen sein", prophezeit er, und Teamchef Vasseur gibt "mehr Punkte" als Ziel für die beiden Asienrennen aus. In der Weltmeisterschaft liegt Alfa Romeo auf P6 aktuell ein bisschen im Niemandsland.

McLaren vorne ist bereits 55 Punkte enteilt, Haas dahinter liegt 18 Zähler zurück und wartet inzwischen selbst seit fünf Rennen auf Punkte.

Todt: Ferrari muss in allen Bereichen perfekt sein

Ihre größten Erfolge feierten Brawn und Schumacher gemeinsam mit Jean Todt bei Ferrari. Der Ex-Teamchef hat der 'Gazzetta dello Sport' nun verraten, dass Ferrari seiner Meinung nach aktuell einen guten Job mache.

"Ferrari schlägt sich sehr gut. Ich habe den Eindruck, dass die Leute das nicht komplett realisieren. Ferrari gewinnt wieder", erinnert er, merkt jedoch auch an: "Fast alle würden Ferrari gerne wieder Titel gewinnen sehen - nicht nur einige Rennen."

Das werde aber frühestens 2023 passieren, denn in diesem Jahr sei es nicht mehr realistisch. "Um zu gewinnen, muss man auf allen Leveln exzellent sein. Es ist schwierig, das zu erreichen", weiß der Franzose aus eigener Erfahrung.

Das fange bereits mit der Person an, "die das Telefon in der Firma beantwortet", so Todt. Jeder bei Ferrari müsse einen perfekten Job machen. Und das war 2022 eben nicht der Fall, weshalb der Titel am Ende an Red Bull gehen wird.

Brawn: Schumachers Comeback "unterschätzt"

Das Comeback von Michael Schumacher bei Mercedes zwischen 2010 und 2012 wird insgesamt meist negativ bewertet. In allen drei Jahren landete der Rekordchampion in der WM hinter seinem Teamkollegen Nico Rosberg.

Ross Brawn, damals Teamchef der Silberpfeile, erklärt gegenüber 'F1-Insider.com' allerdings, dass Schumachers Comeback "unterschätzt" werde. "Er war immer noch sauschnell. Das bewies er 2012 mit der Poleposition in Monaco", so Brawn.

"Die kannst du nicht holen, wenn du nicht immer noch diese spezielle Fähigkeit hast", betont er und ergänzt: "Ähnlich wie Lewis [Hamilton] mit George Russell hatte Michael mit Nico Rosberg einen jungen Teamkollegen, der wahnsinnig gut war."

"Als Fahrer musst du dich immer entscheiden, ob du Teil der Lösung oder Teil des Problems sein willst. Michael definierte seine Rolle damals neu, war so ein Teil der Lösung und hat geholfen, das Team aufzubauen", erklärt Brawn.

"Er hat sich sozusagen für die Zukunft der Mannschaft geopfert und hatte entscheidenden Anteil am Fundament des Erfolgs", so der Brite. Denn die großen Erfolge fuhr Mercedes erst nach Schumachers endgültigem Rücktritt ein ...

Alles Gute!

Glückwünsche gehen raus an Mika Häkkinen, der heute seinen 54. Geburtstag feiert! Auch mit dem könnte Max Verstappen am Wochenende in einer Hinsicht gleichziehen, denn der Finne schaffte es 1998 und 1999, zweimal in Folge Weltmeister zu werden.

Das haben in der Geschichte der Formel 1 bislang tatsächlich nur zehn Fahrer geschafft. Schon am Sonntag könnten es dann aber elf sein.

Übrigens: Bei den Siegen hat Verstappen Häkkinen längst überflügelt. 20-mal stand der Finne in seiner Karriere ganz oben auf dem Siegertreppchen.

Verstappen steht jetzt bereits bei 31 Siegen ...

Fotostrecke: Formel-1-Champions, die ihren WM-Titel erfolgreich verteidigen konnten circuitpics.de

Foto: circuitpics.de

Max Verstappen ist auf dem besten Weg, 2022 zum zweiten Mal in Folge Formel-1-Weltmeister zu werden. Tatsächlich haben es in der Geschichte der Königsklasse vor ihm lediglich zehn Fahrer geschafft, ihren WM-Titel mindestens einmal erfolgreich zu verteidigen. Wir liefern einen Überblick!

Mercedes: Petronas bleibt Titel- und Technikpartner

Mercedes kann auch in Zukunft auf einen wichtigen Partner setzen: So wurde der Vertrag mit Petronas verlängert. "Heute machen wir etwas eher Ungewöhnliches, indem wir eine Partnerschaft bekanntgeben, die erst in vier Jahren beginnen wird", so Toto Wolff.

Denn in Kuala Lumpur wurde heute verkündet, dass Mercedes und Petronas "eine mehrjährige Verlängerung ihrer Titel- und Technikpartnerschaft ab dem Jahr 2026" beschlossen haben.

"Ab dem Jahr 2026 wird fortschrittlicher, nachhaltiger Kraftstoff das Herzstück der F1-Performance sein - und das gibt uns eine fantastische Gelegenheit, unsere Expertise in diesem Bereich zu demonstrieren", erklärt Toto Wolff.

Denn Petronas ist nicht nur seit dem Comeback des Werksteams im Jahr 2010 Titielsponsor. Man beliefert Mercedes auch mit Benzin und Co. Und daran wird sich auch mit dem neuen Motorenreglement ab 2026 nichts ändern.

Zieht Verstappen mit Mansell gleich?

Krönt sich Max Verstappen am Sonntag vorzeitig zum Formel-1-Weltmeister, dann würde er das bereits fünf Rennen vor Saisonende schaffen. So eine frühe WM-Entscheidung gab es in der Geschichte der Königsklasse zuvor lediglich zweimal!

Verstappen würde mit Nigel Mansell gleichziehen, der vor genau 30 Jahren ebenfalls bereits fünf Rennen vor Schluss Weltmeister wurde. Noch schneller war lediglich Michael Schumacher vor 20 Jahren.

In der Saison 2002 wurde "Schumi" bereits sechs Rennen vor Saisonende Weltmeister - und dieser Rekord wird auch weiterhin unangetastet bleiben. Verstappen könnte sich aber auf P2 in dieser Rangliste schieben.

Wie der Niederländer am Sonntag Weltmeister werden kann, das erfahrt ihr hier!

Glock: "Wo soll der Nachwuchs herkommen?"

17 der 20 Cockpits für die Formel-1-Saison 2023 sind bereits vergeben - und das ohne einen deutschen Fahrer. Noch macht sich Mick Schumacher Hoffnungen, doch Timo Glock befürchtet, dass der auf absehbare Zeit der letzte deutsche Formel-1-Pilot sein könnte.

"Wo soll der Nachwuchs herkommen?", fragt er im Gespräch mit 'Auto Bild motorsport' und erklärt: "Die Nachwuchsklassen fahren in Deutschland unter dem Radar. Gleichzeitig fragt man sich, warum die Formel 1 nicht mehr hierzulande fährt."

"Aber wenn die Rennstrecken allein gelassen werden, können sie das Budget nicht stemmen. Der Motorsport hat in Deutschland definitiv ein größeres Problem", so Glock, der selbst bereits als Kind großer Motorsportfan war.

"Dann wurde natürlich Michael Schumacher mein Held. Ich glaube, dass es auch heute noch so ist, dass die Jungs und Mädchen Idole brauchen. Aber wenn die Helden nicht mehr gefeiert werden, fehlen die Vorbilder für künftige Generationen", warnt Glock.

Und ganz ohne deutschen Formel-1-Fahrer würde es sicher nicht leichter werden ...

Apropos Kalender ...

Inzwischen steht auch das Datum für die Wintertestfahrten vor der Saison. So werden die Teams ihre neuen Boliden vom 23. bis zum 25. Februar in Bahrain auf die Strecke schicken.

An gleicher Stelle wird am 5. März, also nur eine Woche später, der Saisonauftakt stattfinden. Ein weiterer "Shakedown", den es in diesem Jahr in Barcelona noch gab, ist aktuell nicht geplant.

Hintergrund ist, dass die Autos in diesem Jahr komplett neu waren, weshalb es drei zusätzliche Testtage gab. Für 2023 fährt man nun, wie auch schon 2021, wieder auf drei Tage zurück.

"Horror": Das kritisiert Ralf Schumacher am Kalender 2023

Der Formel-1-Kalender 2023 umfasst die Rekordanzahl von 24 Rennen und sechs Sprints. Ralf Schumacher befürchtet, dass Burnout jetzt ein Thema wird, und leidet mit den Mechanikern: "Die sehen ihre Familie ja gar nicht."

Es gibt viele Kritikpunkte am für Rechteinhaber Liberty Media finanziell lukrativsten Rennkalender aller Zeiten. Einer davon ist: "Es wird relativ viel geflogen. Auch zu Destinationen, die nicht immer so nah nebeneinanderliegen", so Schumacher.

Außerdem erzählt der Sky-Experte in unserem neuen Video von Saudi-Arabien 2022, als er nach einem Bombenanschlag kurzerhand abgereist ist. "Ich finde, man hätte ehrlicher damit umgehen können", kritisiert Schumacher die Entscheidungsträger.

Der Formel-1-Kalender 2023 umfasst zwar kein Deutschland, aber 24 Rennen. Ralf Schumacher befürchtet, dass Burnout jetzt ein Thema wird.

Hat Ferrari die beste Fahrerpaarung?

Das behauptet zumindest Teamchef Mattia Binotto, der von unseren italienischen Kollegen von 'Motorsport.com' so zitiert wird: "Ich sage und wiederhole es [immer wieder]: Wir haben die beste Paarung in der Formel 1."

"Sie kommen sehr gut miteinander aus", betont Binotto und erklärt, Leclerc und Sainz würden sich gegenseitig antreiben und so auch das Team besser machen. In den Meetings gebe es dabei einen "offenen" und "ehrlichen" Austausch.

Beide seien sich darüber im Klaren, dass es darum gehe, das Auto und das Team zu verbessern. "Um zu gewinnen, muss man Fortschritte machen und sich verbessern. Dafür müssen wir 120 oder sogar 130 Prozent geben", so Binotto.

Grundsätzlich sieht er Ferrari aber auf dem richtigen Weg. "Wir haben [nach schwierigen Jahren] versprochen, dass wir wieder konkurrenzfähig sein würden. Und wir haben unser Versprechen gehalten", stellt er klar.

In Zukunft erwarte er allerdings noch "mehr Siege" von seinen Fahrern. Und irgendwann soll ja bekanntlich auch der WM-Titel endlich einmal wieder in Maranello landen ...

F1 zurück in Singapur!

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres Formel-1-Livetickers. Erstmals seit 2019 ist die Königsklasse zurück in Singapur! Zwar geht es offiziell erst morgen mit dem Medientag so richtig los. Fahrer und Teams sind aber bereits jetzt dort, um sich zu akklimatisieren.

Ruben Zimmermann begleitet euch an dieser Stelle erneut durch den Tag. Bei Fragen, Anregungen oder Beschwerden könnt ihr unser Kontaktformular verwenden. Außerdem findet ihr uns auf Facebook, Twitter, Instagram und YouTube, und für Fragen steht euch zudem unser Twitter-Hashtag #FragMST zur Verfügung.

Hier gibt es unseren Liveticker vom Dienstag noch einmal zum Nachlesen!